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Großbritannien: Britin rastete im Flieger derart aus, dass Kampfjets zu Hilfe eilten, nun soll sie 95.000 Euro zahlen

Eine 25-jährige Britin drehte bei einem Flug von Stansted in die Türkei derart durch, dass zwei Kampfjets den Flieger zurück eskortierten. Die Passagiere konnten erst am folgenden Tag abreisen. Nun soll Chloe Haines die Kosten für ihren Ausraster übernehmen.

Zwei Eurofighter-Typhoon-Kampfflugzeuge

Zwei Eurofighter-Typhoon-Kampfflugzeuge eilten dem Passagierflieger zu Hilfe (Symbolbild)

Picture Alliance

Chloe Haines wird von der britischen Billigfluggesellschaft Jet2 eines ganzen "Kataloges von aggressivem, beleidigendem und gefährlichem Verhalten" beschuldigt, als sie auf dem Weg von Stansted nach Dalaman in der Türkei unter anderem versuchte, die Notausgänge des Fliegers zu öffnen. Der Airbus 321 wurde von zwei Typhoon-Kampfflugzeugen zurück nach Stanford eskortiert, die im Einsatz einen Überschallknall verursachten, der noch rund 65 Kilometer entfernt zu hören war. Es brauchte sechs Crew-Mitglieder plus Passagiere, um die offenbar unter Drogen stehende Frau zu bändigen.

Die Polizei, so berichtet "thesun.uk", verhaftete die 25-Jährige aus Maidenhead in Berkshire wegen des Verdachts auf tätliche Angriffe, Sachbeschädigung und Gefährdung der Maschine. Gegen Kaution wurde Haines bis zum 30. Juli wieder freigelassen.

Schockierte Augenzeugen

Verängstigte Passagiere berichteten "thesun.uk", wie die junge Frau versucht habe, das Cockpit zu stürmen. Amiy Varol, die zwei Reihen hinter ihr gesessen hatte, sagt: "Die deutlich unter Drogeneinfluss stehende Frau wurde nach vorne gerufen, als sie begann zu schimpfen, zu schreien und gegen die Kabinentür zu rennen. Als die Crew versuchte, sie festzuhalten, damit sie aufhört, begann sie zu kratzen und zu spucken." Mithilfe von Passagieren wurde sie überwältigt und auf den Gang gelegt, ein Mann setzte sich auf sie. Die 24-Jährige berichtet weiter, dass Haines die Passagiere und die Crew bedroht habe. "Sie stand immer wieder auf und rannte in Richtung Tür. Sie sang Lieder und schrie, sie würde uns töten und sie wolle raus."

Ein anderer Passagier berichtet, dass Haines sich beim Ablug völlig normal verhalten habe, dann aber plötzlich völlig zugedröhnt gewesen sei. Die Stewards hätten zunächst versucht, sie zu beruhigen, bevor sie übergriffig wurde. Amiy Varol schildert das Verhalten von Haines bei Twitter anders. Die Kabinenbesatzung habe ihr Verhalten schon vor dem Abflug bemerkt, doch habe der Crewchef gesagt: "Es ist zu spät, wir managen das in der Luft."

Die britische "Metro.uk" berichtet, dass Jet2 nun erklärt habe, Haines müsse eine Rechnung über 85.000 Britische Pfund (rund 95.000 Euro) begleichen und habe ein lebenslanges Reiseverbot bei der Fluggesellschaft.

Quellen: "thesun.uk", "metro.uk"

bal

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