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Im Flieger: Warum wir im Flugzeug Tomatensaft trinken und salzige Cracker knabbern

Gesalzene Cracker, Tomatensaft und zerkochtes Essen in kleinen Schalen: Snacks im Flugzeug sind kulinarisch kein Highlight. Aber warum stürzen wir uns über den Wolken auf Getränke, die wir ansonsten nicht freiwillig trinken würden?

Tomatensaft im Flugzeug

Über den Wolken werden Geschmäcker anders wahrgenommen. 

Getty Images

Es ist schon verblüffend: Kaum sitzen wir im Flieger, scheinen wir zu anderen Menschen  zu werden. Denn Dort essen und trinken wir Dinge, die uns normalerweise kaum über die Zunge gehen würden. Wie Tomatensaft. Der herb-fruchtige Drink wird mit Salz und Pfeffer erträglich gewürzt - aber eigentlich schmeckt Tomatensaft nicht wirklich doll. Dennoch: Im Flieger ist es eines der Lieblingsgetränke. "An Bord tritt er harmonisch in Erscheinung, schmeckt tendenziell süß und fruchtig und deutlich nach Tomaten", so Volker Scheible, Produktleiter Bordservice und Lounges bei Lufthansa.

Grund für diese Geschmacksverirrung: Über den Wolken sind unsere Geschmacksnerven lahm gelegt. Salziges oder Süßes nehmen wir weniger intensiv wahr. Ursache ist der niedrige Druck in der Kabine und die trockene Flugzeugluft. Dadurch schmecken wir weniger - es erinnert ein wenig an eine Erkältung mit verstopfter Nase: Alles schmeckt fade.

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Im Flugzeug: Warum wir Tomatensaft trinken 

Um das zu ändern, brauchen Passagiere in der Luft ungefähr die dreifache Menge an Gewürzen, um schmecken zu können, berichtet das "Handelsblatt". Mit einer Ladung Pfeffer und Salz schmeckt der Tomatensaft in der trocknen Fliegerluft mit Unterdruck viel fruchtiger als am Boden.

Darüber hinaus glauben Forscher noch einen weiteren Grund für die erhöhte Gewürzmenge gefunden zu haben - nämlich den Lärmpegel. Studien haben hergeben, dass auch am Boden deutlich nachgewürzt wird, wenn die Umgebung laut ist. Zum Vergleich: Der Lärm in einem fliegenden Airbus A320 beträgt in etwa 75 bis 80 Dezibel. Das ist in etwa so laut wie eine stark befahrene Straße. Gesundheitlich hat das keine Auswirkungen, allerdings reicht schon ein Geräuschteppich von 60 Dezibel aus, um den Schlaf zu stören. 

Laut dem Experten Scheible könnte der Tomatensaft-Wahn aber noch einen weiteren Grund haben. "Wenn man sieht, dass andere Fluggäste Tomatensaft bestellen, kommt man dadurch ebenfalls auf die Idee", so Scheible. Den Nachmacher-Effekt gibt es offenbar auch über den Wolken. 

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