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Extinction Rebellion: Klimaaktivisten legen Londoner City-Airport lahm

Nicht nur im Regierungsviertel von London protestieren Mitglieder der Umweltbewegung Extinction Rebellion. Auch der Betrieb der Flughäfen wird gestört: Ein prominenter Aktivist kletterte auf das Dach eines Flugzeuges.

Extinction Rebellion: Demonstrant klettert auf Flugzeug – und bereut es sofort

Spektakuläre Aktion am Donnerstag auf dem Vorfeld des Londoner City Airport: Ein Mann klettert auf das Dach eines Embraer-Flugzeuges von British Airways. Es ist nicht irgendeiner, sondern James Brown, ein Teilnehmer und Gewinner einer Bronzemedaille bei den Paralympics in London im Jahre 2012.

In einem Livestream erklärte er, dass der Klimanotstand ausgerufen sei, aber nichts passieren würde. Das Gegenteil sei der Fall, die Flughäfen Heathrow, Bristol und der City-Airport werden eher noch ausgebaut. Sehen Sie oben den Videobeitrag zu der Aktion.

Ein Mann auf dem Dach eines Flugzeuges am Londoner City-Airport. Der Flug 8453 von British Airways nach Amsterdam wurde gestrichen.

Ein Mann auf dem Dach eines Flugzeuges am Londoner City-Airport. Der Flug 8453 von British Airways nach Amsterdam wurde gestrichen.

DPA

Der Klimaaktivist war Teil der Aktionen, mit denen die Gruppe Extinction Rebellion seit Tagen nicht nur in der britischen Hauptstadt auf sich aufmerksam macht. Die Anhänger protestieren mit Mitteln des zivilen Ungehorsams gegen das Aussterben der Tier- und Pflanzenwelt, ausgelöst durch den Klimawandel.

Ungefähr 50 Aktivisten störten auch den Eingangsbereich des in den Londoner Docklands gelegen Flughafens und die Zufahrten. Die Chefin von Scotland Yard kritisierte die Demonstration als "rücksichtslos, dumm und gefährlich". Seit Montag hat die Londoner Polizei bereits mehr als 1000 Klimaaktivisten festgenommen.

Zwei Wochen lang Protestaktionen

Von den fünf Londoner Flughäfen ist der London City Airport der am nahesten zur Innenstadt gelegene. Im vergangenen Jahr zählte er 4,8 Millionen Passagiere. Die Betreiber planen einen Ausbau des Flughafens. Ein Sprecher von Extinction Rebellion verurteilte das Projekt, das unvereinbar sei mit den Klima-Zielen der britischen Regierung.

Weitere Proteste von Extinction Rebellion sind auch für das Wochenende und in der nächsten Woche geplant. Das inzwischen weltweite Netzwerk ist in 60 Städten aktiv. Bereits Mitte September hatten Aktivisten versucht, den Flugverkehr am Flughafen Heathrow mit Drohnen zu stoppen - jedoch ohne Erfolg.

Eine prominente Person, die für die Extinction Rebellion viel Sympathie hegt, ist Stanley Johnson, der Vater des britischen Premierministers. Anders als sein Sohn Boris hatte er am Mittwoch Demonstranten am Trafalgar Square besucht und mit Mitgliedern der Extinction Rebellion gesprochen: "Was sie machen, ist enorm wichtig", sagte der Senior laut der Nachrichtenagentur DPA.

Quelle: Airlive.net

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