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Ben Nevis in Schottland: "Absolute Idioten": Studenten gehen in Turnschuhen bergsteigen – und überleben nur knapp

Vier junge Männer wollten Schottlands höchsten Berg besteigen, waren aber weder richtig ausgerüstet noch auf ein Unwetter gefasst. Die Bergrettung musste zu Hilfe kommen und fand anschließend deutliche Worte.

Vier junge Männer wollten gemeinsam den Gipfel des Ben Nevis in Schottland erklimmen – allerdings fehlte es ihnen an der richtigen Vorbereitung für ihr Vorhaben. Am Ende hätten die Studenten für ihren Leichtsinn beinahe mit dem Leben bezahlt. Wie die Bergrettung auf Facebook mitteilte, konnten die Männer von freiwilligen Helfern gerettet werden. Auf ihrer Tour hatte sie ein Schneesturm überrascht.

Für Verblüffung sorgte bei den Rettern die mangelnde Ausrüstung der Bergsteiger. Sie hatten den mit 1345 Metern höchsten Berg Großbritanniens in Turnschuhen erklimmen wollen. Zudem hatten sie weder eine Karte dabei noch wintertaugliche Ausrüstung wie Steigeisen oder Eispickel. John Stevenson, Leiter der Bergrettung, fand deutliche Worte dafür und bezeichnete die Männer als "absolute Idioten".

22 team members out on summit of Ben Nevis searching for group of 4 who are stuck on steep ground near summit. Weather...

Gepostet von Lochaber Mountain Rescue Team am Montag, 10. Februar 2020

 

Bergsteiger geraten in Not: "Es war reine Dummheit"

"Es war reine Dummheit. Wir mussten noch nie Leute mit Turnschuhen im Winter retten", sagte Stevenson. Er geht davon aus, dass die Männer die Nacht auf dem Berg nicht überlebt hätten. Das Sturmtief "Ciara" – in Deutschland als "Sabine" bekannt – hatte für einen Wetterumschwung gesorgt, der die Bergsteiger in Lebensgefahr brachte. Lebensgefährlich war die Aktion auch für die Retter, die das Quartett schließlich noch rechtzeitig fanden. Auf dem Berg herrschten Temperaturen von minus 20 Grad, die Windböen erreichten 80 Kilometer pro Stunde.

Bergsteiger in dicken Jacken stehen im Basiscamp am Mount Everest zwischen lauter verlassenen Zelten.Im Hintergrund liegt Schnee

 

Nach Angaben der Bergrettung stammten die Männer nicht aus dem Vereinigten Königreich und sprachen auch nur sehr schlechtes Englisch. So hätten sie zu vielen der Informationen für Bergsteiger "keinen Zugang" gehabt. Woher genau die Geretteten kamen, wurde nicht bekannt.

Immerhin zeigten sich die Männer im Nachhinein einsichtig. Es tue ihnen sehr leid, teilte die Bergrettung am Tag nach der dramatischen Aktion mit, ihnen sei nicht klar gewesen, worauf sie sich einließen. Zudem revanchierten sich die Bergsteiger bei ihren ehrenamtlichen Lebensrettern mit Whisky, Wein, Pralinen, einer Dankeskarte und einer Geldspende von 200 Pfund.

Quellen: Lochaber Mountain Rescue Team auf Facebook / "Daily Mail"

epp

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