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Trekking im Tessin, Teil 2: Monte Lema und Monte Tamaro: Auf dem aussichtsreichsten Höhenweg der Südschweiz

Auf dem Dachfirst des südlichen Tessins: Diese Tageswanderung verbindet zwei Gipfel hoch über der Baumgrenze mit atemraubenden Tiefblicken. Zu Beginn und am Ende der Tour gibt jeweils eine große Erleichterung.

Morgentlicher Nebel steigt aus den Tälern des südlichen Tessins in der Nähe von Lugano

Morgentlicher Nebel steigt aus den Tälern des südlichen Tessins in der Nähe von Lugano

Die Kombination der beiden Aussichtsberge im südlichen Tessin gilt als eine der klassischen Wandertouren im Großraum Lugano und wird häufig begangen. Vom Dorf Miglieglia in 706 Metern Höhe geht es zunächst durch Laubwälder und über Forstwege und später in Kehren auf den 1620 Meter hohen Monte Lema (2:30h).

Der Vorteil bei diesem Anstieg: Wer Zeit gewinnen und Kräfte sparen möchte, kann die fast 900 Höhenmeter auch mit der Gondelbahn in wenigen Minuten überwinden. Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich die Bergstation, eine Wetterstation und das Restaurante Ostello Vetta.

Wie auf einem Dachfirst geht es von dort direkt weiter nach Norden, über Zoltone und den Monte Gradiccioli. Dabei hat man stets den Höhepunkt vor Augen: den 1956 Meter Monte Tamaro (3:40h).

Kurz vor seinem Gipfel geht es im Zickzack-Kurs steil bergauf. Aber mit jedem Schritt wird der Ausblick immer spektakulärer. Ist diese Hürde überwunden, schwebt man vom Gipfelkreuz des "Fastzweitausenders" hoch über dem nördlichen Lago Maggiore, sieht nicht nur auf Locarno herab, sondern bei gutem Wetter bis zu den Viertausendern des Wallis.

Als Abstieg bieten sich mehrere Varianten an: Am schnellsten geht es über die Capanna Tamaro (40 Min.) zur Alpe Foppa (1:30h) und mit der Seilbahnverbindung nach Rivera im Tal. Wer die Strecke zu Fuß zurücklegen möchte, muss 4 Stunden zusätzlich einplanen. Noch auf dem Grat befindet sich die viel besuchte Cappella Santa Maria degli Angeli, die vom Architekten Mario Botta entworfene Kapelle aus den 1990er Jahren. Oder es geht hinab über die Alpe di Torricella zum gleichnamigen Talort etwas weiter südlich gelegen (4:40h).

Voraussetzung: gute Kondition, Trittsicherheit und elementares Orientierungsvermögen. Weitere Infos: www.ticino.ch

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