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Pakistan International Airlines: Wegen "fettleibiger" Crews: Airline zwingt Flugbegleiter zum Abspecken

Ungewöhnliche Forderung an die Flugbegleiter von Pakistan International Airlines: Sie müssen schleunigst abnehmen, sonst droht ihnen eine Versetzung zum Bodenpersonal. Dabei hat die Airline ganz andere Probleme.

Eine Boeing 777 von Pakistan International Airlines

Eine Boeing 777 von Pakistan International Airlines

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Aamir Bashir hat den Flugbegleitern ein Ultimatum gestellt: Der General Manager von Pakistan International Airlines verlangt von seinem fliegenden Kabinenpersonal ein "Idealgewicht". Darunter versteht der Airline-Boss ein Gewicht von 60 bis 66 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,70 Meter.

Nach Angaben eines Pressesprechers der pakistanischen Fluglinie habe es mehrere Beschwerden über "fettleibige" Crews gegeben. "Niemand möchte unansehnliche Besatzungen im Flugzeug sehen", heißt es einem Artikel auf "cnn.com".

"Die Gewichtskontrolle aller Kabinenbesatzungen wird an den jeweiligen Basisstationen durchgeführt, und die gesammelten Daten werden an das Management zur Einsichtnahme weitergeleitet", heißt es in dem Memo, mit dem das Personal zu Jahresbeginn überrascht wurde.

Fünf Prozent der Crews betroffen

Von den insgesamt 1800 Flugbegleitern seien ungefähr 100 Mitarbeiter betroffen. Für die Abmagerungskur haben sie angeblich Zeit bis zum Juli 2019. Sollte sie dann immer noch mehr als 13 Kilogramm über dem geforderten Idealgewicht liegen, droht den betroffenen Angestellten eine Strafversetzung zum Bodenpersonal.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Fluglinie ihre übergewichtigen Flugbegleiter maßregelt. Im Jahr 2015 schickte im Nachbarland Air India ältere Flugbegleiter, die ein Problem mit dem Body-Mass-Index hatten, in Frührente. Die Maßnahme erfolge angeblich aus Sicherheitsgründen, hieß es damals. Denn muss ein Flugzeug im Notfall schnell evakuiert werden, könnte es mit übergewichtigem Personal zu Problemen kommen.

Pakistan International Airlines haben seit Jahren nicht nur finanzielle Probleme. Erst im November 2018 gab die pakistanische Regierung dem National Carrier eine weitere Finanzhilfe in Höhe von umgerechnet 110 Millionen Euro, um den Flugbetrieb nicht einstellen zu müssen.

Vor Kurzem vermeldete die Nachrichtenagentur AFP, dass mehr als vier Dutzend Mitarbeiter der Airline mit gefälschten Diplomen ihren Arbeitgeber getäuscht hätten. Daraufhin wurden drei Piloten gefeuert. Weiteren sechs Flugkapitänen war bereits die Fluglizenz entzogen worden.

Quelle: cnn.com

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