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Lukla Airport in Nepal: Nahe am Mount Everest: Flugzeug crasht beim Start in zwei Hubschrauber

Der Flughafen Lukla im Himalaya gilt als einer der gefährlichsten Airports der Welt. Am Wochenende ist es beim Start erneut zu einem Unglück mit mehreren Toten gekommen. Zwei Kameras haben die Kollision im Video festgehalten.

Die Propellermaschine vom Typ Let L-410 der Summit Air kollidierte am Sonntag beim Start mit zwei Hubschraubern von Manang Air und Shree Air

Die Propellermaschine vom Typ Let L-410 der Summit Air kollidierte am Sonntag beim Start mit zwei Hubschraubern von Manang Air und Shree Air

AFP

Schon wieder: Erneut ist es am Flughafen Lukla zu einem Flugzeugdrama gekommen. Eine Propellermaschine der Summit Air kollidierte beim Beschleunigen auf der nur 527 Meter langen Piste mit zwei geparkten Hubschraubern, als das Flugzeug aus bisher ungeklärten Gründen kurz vor dem Abheben plötzlich nach rechts ausscherte. Der Kopilot und zwei Polizisten am Boden kamen ums Leben, vier weitere Personen wurden verletzt.

Der nach den Erstbesteigern des nahe gelegenen Mount Everest benannte Tenzing-Hilllary-Airport gilt als einer der am schwierigsten anzufliegenden Flugplätze der Welt. Die kurze Piste von Lukla liegt in einer Höhe von mehr als 2800 Meter über dem Meeresspiegel, hat ein Gefälle von zwölf Prozent und kann nur aus einer Richtung angesteuert werden. Weil dahinter die Berge aufragen, ist an ein eventuelles Durchstartmanöver nicht zu denken. Am anderen Ende bricht die Piste 600 Meter tief zum Flussbett des reißenden Dudkoshi hin ab.

Lukla Airport: Besondere Herausforderung für Piloten

Der Airport mit dem Drei-Letter-Code LUA darf nur von Flugzeugen angesteuert werden, die über STOL-Eigenschaften verfügen: Die Abkürzung steht für Maschinen mit "short takeoff and landing"-Eigenschaften. Dabei handelt es sich um Propellerflugzeuge vom Typ De Havilland Canada DHC-6 "Twin Otter", Dornier 228 oder Let L-410.

Eine Let L-410 der Summit Air wollte am Sonntagmorgen mit dem Ziel Ramechhap starten, als es zu der Katastrophe kam, wie der "Aviation Herald" berichtet. Von dem bewährten Kurzstreckenflugzeug wurden seit den frühen 1970er Jahren mehr als 1200 Exemplare in Tschechien gebaut.

Auf Youtube veröffentlichte Videos zeigen die Minute vor dem Crash aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Erst landet ein Hubschrauber auf dem Vorfeld neben der Piste, dann startet problemlos eine andere Maschine, und kurz darauf rollt die Let L-410 zum Start.

Doch schon nach wenigen Metern kommt sie von der Piste ab, kollidiert mit dem gerade erst gelandeten Hubschrauber, der durch die Luft wirbelt, und kracht in einen zweiten abgestellten Helikopter.

Erst vor knapp zwei Jahren war es auf demselben Flughafen zu einem schweren Unglück gekommen: Am 27. Mai befand sich ebenfalls eine Let L-410 der Summit Air aus Kathmandu kommend im Landeanflug auf Lukla. Doch der nur mit Cargo beladene Flieger flog zu tief, nämlich drei Meter unterhalb des Pistenanfangs. Daher stürzte das Flugzeug direkt in den Hang und kam erst 200 Meter tiefer in der Böschung zum Halt. Dabei wurde der Pilot sofort getötet. Wenige Tage später erlag auch der Kopilot seinen Verletzungen.

Crash beim Start in Lukla: Dias Wrack der zweiten verunglückten Let L-410 der Summit Air

Crash beim Start in Lukla: Dias Wrack der zweiten verunglückten Let L-410 der Summit Air

DPA

Nach den beiden Unfällen verfügt Summit Air neben zwei Cessna Grand Caravan nur noch über eine von ursprünglich drei gelieferten Let L-410. In Nepal kommt es immer wieder zu Flugzeugunfällen. Dort entsprechen die Sicherheitsstandards nicht den europäischen Vorschriften. Aus diesem Grund stehen nepalesische Fluggesellschaften seit 2013 auf der Schwarzen Liste der EU und dürfen nicht in den europäischen Luftraum fliegen.

Quelle: "Aviation Herald"

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