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Flugbereitschaft der Bundeswehr: Zwölf Zwischenfälle in nur drei Jahren: Die Pannenserie der Regierungsflieger

Die Notlandung des Businessjets der Flugbereitschaft in Berlin-Schönefeld reiht sich ein in eine Pannenserie: Regelmäßig stranden Minister mit Regierungsfliegern, manchmal sogar die Kanzlerin. Wir zeigen die Ausfälle der vergangenen drei Jahre. Eine Flottenverjüngung wurde angekündigt.

April 2019  Eine der vier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr muss kurz nach dem Start in Schönefeld Richtung Köln wegen "unkontrollierter Flugbewegungen" umkehren und notlanden. Zuvor war beim Businessjet ein 30-Monats-Checkup durchgeführt worden. Die Piloten haben "den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden bringen und damit Schlimmeres verhindern können", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

April 2019

Eine der vier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr muss kurz nach dem Start in Schönefeld Richtung Köln wegen "unkontrollierter Flugbewegungen" umkehren und notlanden. Zuvor war beim Businessjet ein 30-Monats-Checkup durchgeführt worden. Die Piloten haben "den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden bringen und damit Schlimmeres verhindern können", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

DPA

"Ich habe hohen Respekt vor der fliegerischen Leistung der Luftwaffenbesatzung", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu dem Vorfall, der sich am Dienstag mit einer Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr in Berlin-Schönefeld ereignet hat.

Was sich wie ein Kompliment anhört, wirft jedoch ein schlechtes Licht auf die technische Zuverlässigkeit der Regierungsmaschinen. Die betroffene Maschine war nach einem umfangreichen Check kurz nach dem Start in unkontrollierte Flugbewegungen geraten und bei der Notlandung abwechselnd mit beiden Flügeln über den Boden geschrammt. Der zweistrahlige Jet des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier mit Platz für 13 Personen sollte eigentlich am Mittwoch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier von Berlin nach Stuttgart transportieren.

VIP-Flieger mit Macken

Immer wieder kommt es zu Pannen der Regierungsflieger bei wichtigen Staatsbesuchen und Gipfeltreffen im Ausland (siehe Fotostrecke oben). Mal versagt ein Teil der Bordelektronik oder der vierstrahlige Jet hat eine Reifenpanne. Insbesondere die beiden Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A340-300 sorgen für Ärger: die "Konrad Adenauer" mit der Kennung 16+01 und die "Theodor Heuss" mit der Kennung 16+02.

Bei diesen Flugzeugen mit den Baujahren 1999 und 2000 handelt es sich um ausrangierte Linienjets der Lufthansa, die bei der Lufthansa Technik in Hamburg aufwendig zur Regierungsflugzeugen umgebaut wurden. Insgesamt gehören zur Flugbereitschaft nach Angaben der Luftwaffe 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier.

Nach den Pannen von Regierungsfliegern will sich die Bundesregierung drei neue Maschinen anschaffen, wie das Verteidigungsministerium in der vergangenen Woche mitteilte. Der Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigte den Kauf von drei fabrikneuen Flugzeugen vom Typ Airbus A350-900 zum Preis von rund 1,2 Milliarden Euro. Die Maschinen sollen noch in diesem Monat bestellt werden .

Der erste Langstreckenjet mit VIP-Kabine könnte schon 2020 einsatzbereit sein. "Wenn 2022 die anderen beiden A350 ausgeliefert werden, sollen die in Betrieb befindlichen A340-300 zeitnah abgelöst werden", heißt es aus dem Bundesministerium der Verteidigung.

Quellen: www.luftwaffe.de und www.bmvg.de

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