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Sky Baby: Sturzgeburt im Flieger: Maschine landet mit einem weiteren Passagier an Bord

Auf einem US-Inlandsflug setzten bei einer Reisenden die Wehen ein. Dann ging alles ganz schnell. Wegen des ungewöhnlichen Geburtsortes hat das Baby einen besonderen Namen erhalten.

Ein Airbus A321 von American Airlines

Ein Airbus A321 von American Airlines

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Es war nur ein kurzer inneramerikanischer Flug in den Südstaaten. Am Tag vor Thanksgiving wollte auch Nereida Araujo von Tampa in Florida über Charlotte im Bundesstaat South Carolina weiter nach Pennsylvania fliegen. Doch für die Passagierin an Bord des Jets von American Airlines war in die Reise bereits in Charlotte zu Ende.

Während des knapp zweistündigen Flugs platzte bei der schwangeren Frau die Fruchtblase, wie die Zeitung "USA Today" berichtet. Noch aus der Luft forderte die Crew medizinische Hilfe nach der Landung am Boden an. "Das Himmelskind erblickte das Licht der Welt in einem Flugzeug", schrieb die Mutter später auf ihrem Facebook-Account.

Schon kurz nachdem der Airbus A321 gelandet war, ereignete sich der eigentliche Geburtsvorgang - allerdings im Flugsteig. "Die Rettungssanitäter halfen zusammen mit der Feuerwehr des internationalen Flughafens von Charlotte bei der Entbindung eines gesunden Mädchens“, so eine Pressesprecherin.

Der örtliche TV-Sender "WSOC" berichtet, dass sich die Person bereits in der 38. Schwangerschaftswoche befand. Doch ihr Arzt und die Fluggesellschaft hätten ihr das Fliegen erlaubt. Der Grund, warum sie in ihrem Zustand den Flug angetreten hatte, war ein sehr persönlicher: "Meine Familie und ich reisten nach Pennsylvania, um Thanksgiving mit unserer Großmutter zu verbringen, bei der Krebs diagnostiziert wurde. Sie glaubte, dass dies ihr letztes Thanksgiving-Abendessen mit ihren Enkelkindern und Urenkelkindern sein würde", schreibt sie in einem späteren Aufruf.

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Der Name Sky als zweiten Vornamen

"Wir waren auf diese Reise nicht vorbereitet und wussten nicht, dass ich auf dem Charlotte Douglas International Airport entbinden würde!", schreibt sie weiter. Anschließend wurden Mutter und Kind in ein Krankenhaus gebracht. Sie zeigte sich überaus dankbar für die Hilfe und Liebe aller beteiligten Helfer in dieser schwierigen Situation.

In Anlehnung an den ungewöhnlichen Geburtsort haben die Eltern ihrem Kind einen besonderen zweiten Vornamen gegeben: Lizyana Sky Taylor.

Die junge Mutter konnte durch die Umstände, ihre Reise nach Pennsylvania nicht fortsetzen. "Der Arzt sagte, dass wir zur Sicherheit des Babys nicht fliegen sollten, da es erst ein paar Tage alt und Grippesaison ist. Darauf sind wir nicht vorbereitet", schreibt sie in einem Aufruf, in dem sie um Spenden bittet. "Draußen ist es kalt und wir haben keine Babykleidung. Wir haben nur das, was uns das Krankenhaus zur Verfügung gestellt hat - und wir benötigen einen Leihwagen. Bitte helfen Sie uns, damit wir wieder nach Hause zu unserer Familie können." Inzwischen sind die ersten Spenden eingetroffen.

Quellen: "USA Today" und "gofundeme.com"
 

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