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Bondi Beach in Australien Vorher-Nachher-Fotos: Wie die Pandemie die Strände Sydneys leerfegt


Statt Wasser nur noch etwas Sand im Pool und keine Menschenseele weit und breit: Der Fotograf Jampal Williamson hat die beliebten Strände Sydneys vor und nach der Sperrung im Bild festgehalten. Wir zeigen seine Drohnenfotos.
Der bekannteste Strand von Sydney: Bondi Beach im Osten der Stadt ist auch der Surfspot
Der bekannteste Strand von Sydney: Bondi Beach im Osten der Stadt ist auch der Surfspot
© Salty Wings
Nach dem Shutdown: "Betreten verboten" hieß am am 21. März
Nach dem Shutdown: "Betreten verboten" hieß am am 21. März
© Salty Wings

Es sind die Orte, an denen sich nicht nur die Einheimischen entspannen: Strände wie Bondi, Bronti oder Clovelly Beach ziehen auch Sydney-Besucher an. Hier wird in der Sonne gechillt, schnappt man sich das Surfbrett zum Wellenreiten oder sucht die Abkühlung im Meerwasser – sei es direkt im Ozean oder in einem der Ocean Pools.

Bronte Beach
Nicht so überlaufen ist der kleinere Bronte Beach, der mehr Richtung Stadt liegt
© Salty Wings


Doch zum Ende des australischen Sommers war abrupt Schluss mit dem Freizeitvergnügen unter freiem Himmel: Wegen der Corona-Pandemie wurde das Betreten der Strände von den Behörden des Bundestaates New South Wales Mitte März untersagt, nachdem sich dort immer noch zu viele Menschen getummelt hatten.

Bronte Beach
Hier ist wochenlang niemand mehr die Treppe zum Strand hinuntergelaufen
© Salty Wings
Icebergs am Bondi Beach
Ocean Pool direkt am Meer: das olympiataugliche 50-Meter-Becken Icebergs am Bondi Beach
© Salty Wings
Der Bondi Icebergs Club wurde schon 1929 grgündet: Aus dem Becken ist das Wasser längst abgelassen
Der Bondi Icebergs Club wurde schon 1929 grgündet: Aus dem Becken ist das Wasser längst abgelassen
© Salty Wings

Die Meerwasserbecken, auch Ocean Pools genannt, sind eine Institution. Die meisten entstanden in den 1920er und 1930er Jahren. Nur eine schmale Wand aus Beton trennt die Schwimmer vom offenen Ozean. Das Schwimmen in den mit Meerwasser gefüllten Pools hat drei große Vorteile: keine Strömung, keine Wellen und auch keine Haifische. Doch manchmal schwappt eine Welle ins Becken.

An den North Bondi Beach zieht es vor allem die Locals
An den North Bondi Beach zieht es vor allem die Locals
© Salty Wings
Es handelt sich um den nördlichen Abschnitt des 1,5 Kilometer langen Strandes
Es handelt sich um den nördlichen Abschnitt des 1,5 Kilometer langen Strandes
© Salty Wings

Der Luftbildfotograf Jampal Williamson und Gründer von Salty Wings hat die Ausgangssperre genutzt, um die menschenleeren Momente an Sydneys Stränden im Vergleich zu früheren Aufnahmen abzulichten. "Ich wollte Sydneys kultige Strände in ihrem natürlichen und unberührten Zustand festhalten. Das Ergebnis ist eine Sammlung unfassbar schöner und einzigartiger Bilder. Diesen Moment werden die meisten von uns wohl nie vergessen", sagt Williamson.

Clovelly Beach
Ein kleiner Strand am Ende einer schmalen Bucht: Clovelly Beach in dem gleichnamigen Ortsteil von Sydney
© Salty Wings
Clovelly Beach
Die beiden Ufer der Bucht sind mit Beton befestigt worden. Hier ist ebenfalls ein Ocean Pool integriert
© Salty Wings

Seine Vorher-Nachher-Fotoserie zeigt den großen Kontrast zwischen den leeren und stark besuchten Stränden. Williamson möchte mit den Bildern auch die positiven Seiten der aktuellen Situation darstellen und auf die ursprüngliche Schönheit der Metropole Sydney aufmerksam machen.

Tamarama Beach
Zwischen dem Bronte und dem Bondi Beach liegt der Tamarama Beach
© Salty Wings
Tamarama Beach
Wer genau hinsieht: Jemand hat den Hashtag #stayhome in den Sand gemalt
© Salty Wings

Die gute Nachricht: Seit wenigen Tagen sind am Bondi, Bronte und Tamarama Beach sportliche Aktivitäten wie Schwimmen und Surfen wieder erlaubt. Das Sonnenbaden, Spazierengehen und Joggen bleibt aber weiterhin untersagt.

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