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+++ Boeing-Ticker +++

Krisenjet: Ryanair will 100 Flugzeuge beim Boeing-Konkurrenten Airbus bestellen

+++ Ryanair will 100 Flugzeuge bei Airbus bestellen +++ Bestellungen für Boeing-Zivilflugzeuge erstmals seit Jahrzehnten im Minus +++ Wegen MAX-Krise entlässt Boeing-Zulieferer 2800 Mitarbeiter +++ Die wichtigsten News im Boeing-Ticker.

Ein Airbus A320 in der Lackierung für Lauda, der Billigairline von Ryanair am Standort Wien.

Ein Airbus A320 in der Lackierung für Lauda, der Billigairline von Ryanair am Standort Wien.

DPA

Hier finden Sie regelmäßige News über den großen US-Flugzeugbauer, von Problemen bei der Produktion, dem Verfahren um die Wiederzulassung der Boeing 737 Max bis hin zur aktuellen Entwicklung der Boeing-Aktie.

+++ 24. Januar: Ryanair will 100 Flugzeuge bei Airbus bestellen +++

Kehrtwende bei dem irischen Billigflieger Ryanair: Für seine Tochterfirma Lauda in Österreich, mit der auch ab Deutschland viele Ferienziele wie Palma de Mallorca angeflogen werden, ist Ryanair mit Airbus über eine Großbestellung im Gespräch. Bislang betreibt Ryanair eine reine Boeing-Flotte. Doch wegen des Flugverbots der Boeing 737 Max haben die Iren bisher keines von 135 bestellten Exemplaren erhalten. So möchte Ryanair über die Tochterfirma wachsen. "Aktuell sind wir in Gesprächen mit Airbus für einen weiteren Flottenausbau“, bestätigte eine Laudamotion-Sprecherin der "WirtschaftsWoche". Es geht um eine Bestellung von Mittelstreckenflugzeugen vom Typ A320 und A321 für Laudamotion,. 

Die Airline fliegt bereits mit 23 Airbus-Jets, die aus der Übernahme der Vorgängerfirma stammen, die einst zu Air Berlin gehörte.

+++ 15. Januar: Bestellungen für Boeing-Zivilflugzeuge erstmals seit Jahrzehnten im Minus +++

Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing weist für das vergangene Jahr erstmals seit Jahrzehnten ein Minus bei den Bestellungen für Zivilflugzeuge auf. Boeing erhielt 2019 mehr Stornierungen für schon georderte Maschinen als neue Aufträge. Demnach steht ein Minus von 87 Flugzeugen unter dem Strich.

Auch bei den Auslieferungen ging es abwärts. Boeing lieferte im vergangenen Jahr 380 Maschinen aus, das waren 53 Prozent weniger als 2018. Konzernchef Dennis Muilenburg, dem schlechtes Krisenmanagement zur Last gelegt wurde, wurde im Dezember abgesetzt. Sein Nachfolger David Calhoun trat am Montag sein Amt an.

+++  14. Januar: Wegen MAX-Krise entlässt Boeing-Zulieferer 2800 Mitarbeiter +++

Wegen des Produktionsstopps für die Boeing 737 MAX entlässt der Flugzeugzulieferer Spirit AeroSystems 2800 Mitarbeiter. Das entspricht 16 Prozent der Belegschaft. Die MAX-Maschinen stünden für die Hälfte des jährlichen Umsatzes und Boeing habe bislang nicht mitgeteilt, wie lange der Produktionsstopp andauern werde. Spirit AeroSystems baut unter anderem den Flugzeugrumpf für die Boeing 737 MAX.

Durch das weltweite Flugverbot mussten Fluggesellschaften tausende Flüge streichen und auf andere Maschinen zurückgreifen. Sie verlangen von Boeing deswegen Entschädigungen. Der Flugzeugbauer stellte im Juli 5,6 Milliarden Dollar (knapp 5,1 Milliarden Euro) für solche Zahlungen zurück.

+++ 8. Januar: Piloten der Boeing 737 Max sollen im Simulator trainieren +++

Kehrtwende und späte Einsicht bei Boeing: Der US-Flugzeugbauer hat sich nun dafür ausgesprochen, Piloten vor einer Wiederzulassung des Modells 737 Max in Flugsimulatoren auszubilden. Zusätzlich zum Training an Computern sollten alle Max-Piloten in Simulatoren trainieren, teilte der massiv unter Druck stehende Konzern mit. Interims-Chef Greg Smith erklärte, Sicherheit habe bei Boeing "oberste Priorität". Sollte die US-Flugaufsicht FAA dem Vorschlag zustimmen, dürfte sich die Wiederaufnahme des Flugbetriebs der 737 Max weiter verzögern.

Solche Trainings in Simulatoren sind für Airlines kostspielig. Bislang hatte Boeing argumentiert, ein Training am Computer sei ausreichend. Die Flugaufsichtsbehörden der Europäischen Union und Kanadas sehen das anders und fordern vor einer Wiederinbetriebnahme eine Ausbildung an Simulatoren, mit denen verschiedene Flugszenarien realitätsnah durchgespielt werden können.

+++ 6. Januar: Neues Boeing-Problem - Kurzschlussgefahr bei der 737 Max +++

Bei der Überprüfung von Schwachstellen des Unglücksfliegers ist bei der Boeing 737 Max neben der umstrittenen MCAS-Software ein neues Problem aufgetaucht: Laut "New York Times" sind im Heck zwei Kabelstränge dermaßen eng verlegt, dass es zu einem Kurzschluss kommen kann. Boeing hatte die Schwachstelle im Dezember festgestellt und daraufhin die Federal Aviation Administration (FAA). Die Luftfahrtbehörde FAA stufte die Gefahrenlage als potenziell "katastrophal" ein, die im schlimmsten Fall zu Abstürzen führen kann. Der Bericht zieht auch eine Kontrolle älterer 737-Typen wie die Boeing 737-600 bis -900 in Erwägung.

Jahresstatistik 2019: Das sind die pünktlichsten Airlines Europas
Airbus A318 von Air France rollt zum Standplatz

Platz 10: Air France

79,92 Prozent alle Flüge von Air France verliefen laut der OAG Worldwide Limited innerhalb der 15-Minuten-Toleranz im vergangenen Jahr pünktlich.

+++ 3. Januar: Boeings Krise um 737-Max-Modell setzt Ryanair weiter zu +++

Die schwere Krise von Boeing mit seinem Mittelstreckenjet Boeing 737 Max belastet weiterhin auch Europas größten Billigflieger Ryanair. "Wir haben eine Schwierigkeit - und die hat drei Buchstaben", sagte Unternehmenschef Michael O'Leary der "Wirtschaftswoche". Die irische Airline hätte bis zum kommenden Sommer 58 Maschinen bekommen sollen. "Dann ging das runter auf 30, dann 20, dann zehn und zuletzt vielleicht nur fünf. Eventuell bekommen wir die ersten Jets auch erst im Oktober 2020." Ryanair hatte 135 Exemplare des Mittelstreckenjets bestellt, doch nach zwei Abstürzen darf der US-Konzern den Typ seit vergangenem März nicht mehr ausliefern.

+++ 2. Januar 2020: Turkish Airlines erhält 225 Millionen Dollar Entschädigung von Boeing +++

Die Fluggesellschaft Turkish Airlines und der US-Flugzeugbauer Boeing haben sich angesichts der Krise um den Jet 737 Max auf eine Entschädigungszahlung geeinigt. Die Zeitung "Hürriyet" berichtete, Turkish Airlines habe einen Betrag von 225 Millionen US-Dollar erhalten. Dies decke die Verluste der Fluggesellschaft von 2019 ab. Die Fluggesellschaft teilte lediglich mit: "Turkish Airlines und Boeing haben sich auf eine Entschädigung für bestimmte Verluste geeinigt, die durch am Boden gebliebene und nicht ausgelieferte Boeing 737 Max Flugzeuge entstanden sind."

Bei Turkish Airlines blieben 12 Flugzeuge des Typs am Boden. Zudem sollte Turkish Airlines im Jahr 2019 zwölf der Flieger erhalten. Wegen des Flugstopps und der nicht ausgelieferten Flugzeuge musste Turkish Airlines Tarife erhöhen und Inlandsflüge kürzen. Anfang Dezember hatten türkische Medien berichtet, dass die Fluggesellschaft zudem bereit sei, Boeing wegen der Verluste zu verklagen.

+++ 23. Dezember  2019: Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück +++

Boeing-Chef Dennis Muilenburg tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Das teilte Boeing am Montag mit. Nachfolger soll David Calhoun werden, der derzeit Chef des Verwaltungsrats ist.

Boeing steckt nach zwei Flugzeugabstürzen des Modells 737 Max in der Krise. Seit Monaten müssen die Flieger weltweit am Boden bleiben. In der vergangenen Woche hatte Boeing einen vorübergehenden Produktionsstopp für das Modell verkündet.

Die offizielle Pressemitteilung von Boeing lässt den Schluss zu, dass Muilenburg seinen Rücktritt nicht ganz freiwillig vollzogen hat: "Der Aufsichtsrat ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Wechsel an der Führungsspitze notwendig geworden ist, um das verlorengegangene Vertrauen bei den Regulierungsbehörden, Kunden und Aktionären wiederherzustellen", heißt es in dem Statement des Flugzeugbauers. Mehr lesen Sie hier.

+++ 20. Dezember: United Airlines streicht 737-Max-Flüge bis Juni +++

Die US-Fluggesellschaft United Airlines stellt sich auf eine noch längere Zwangspause von Boeings Krisenjet 737 Max ein. Die nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Maschinen werden bis zum 4. Juni aus dem Flugplan genommen, wie United am Freitag mitteilte. Zuvor hatte das Unternehmen mit einem Ausfall bis in den März gerechnet. Die beiden anderen großen US-Airlines mit 737-Max-Modellen in der Flotte - Southwest und American - hatten Flüge mit den Maschinen zuletzt bis in den April gestrichen. 

Die 737 Max darf nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten seit Mitte März 2019 nicht mehr abheben. Auf eine rasche Wiederzulassung deutet derzeit wenig hin. Nachdem die US-Flugaufsicht FAA Boeing jüngst vor unrealistischen Zeitplänen gewarnt hatte, kündigte der Konzern am Montag an, die Produktion ab Januar vorübergehend zu stoppen. Das erhöht den Druck auf die Airlines, die schon etliche Flüge streichen mussten und auf zahlreiche bestellte Jets warten.

+++ 20. Dezember: Starliner-Raumschiff gestartet – aber nicht zur ISS +++ 

Beim ersten Testflug von Boeings Raumschiff "Starliner" zur Raumstation ISS hat es Probleme gegeben. Nach dem Raketenstart am Freitagmorgen (Ortszeit) vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral sei die Kapsel zwar in einer stabilen Umlaufbahn um die Erde, schrieb Nasa-Chef Jim Bridenstine auf Twitter. Allerdings habe ein Antrieb versagt, der für das Erreichen der ISS notwendig sei. Bridenstine kündigte eine Pressekonferenz für Freitagvormittag (Ortszeit) an. Bei dem ersten Härtetest waren keine Menschen an Bord. Künftig will Boeing mit dem "Starliner" im Auftrag der US-Weltraumbehörde Nasa aber amerikanische Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Am Samstag soll das Raumschiff eigentlich erstmals am Außenposten der Menschheit 400 Kilometer über der Erdoberfläche andocken. Danach wird seine Rückkehr für den 28. Dezember erwartet.

+++ 18. Dezember: Southwest Airlines streicht 737-Max-Flüge bis in den April +++

Angesichts der hohen Ungewissheit um Boeings Krisenjet 737 Max stellen sich die großen US-Fluggesellschaften auf eine andauernde Zwangspause ein. Southwest Airlines kündigte an, die nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Maschinen noch länger aus dem Flugplan zu streichen. Die 737 Max werde voraussichtlich bis zum 13. April nicht mehr eingesetzt.

Vergangene Woche hatte bereits American Airlines bekanntgegeben, bis in den April nicht mehr mit Einsätzen des Unglücksfliegers von Boeing zu planen. Die Fluglinien gehen also inzwischen davon aus, dass der Ausfall des wichtigen Modells, das seit Mitte März nicht mehr starten darf, über ein Jahr andauern wird.

+++ 17. Dezember: Boeing stellt ab Januar Produktion der 737 MAX vorübergehend ein +++

Boeing setzt die Produktion des Krisenjets 737 Max angesichts der hohen Ungewissheit um eine Wiederzulassung ab Januar vorübergehend aus. Der Flugzeugtyp ist bereits seit Mitte März mit Startverboten belegt. Grund sind zwei Abstürze innerhalb weniger Monate, bei denen zahlreiche Menschen starben. Boeing hatte die 737-Produktion bereits im April deutlich reduziert und die monatliche Fertigungsrate von 52 auf rund 42 Maschinen gedrosselt.

Doch da Boeing die Maschinen bis zu einer Wiederzulassung nicht ausliefern darf, entstehen hohe Kosten und logistische Probleme. Laut Boeing müssen deshalb derzeit rund 400 Flugzeuge zwischengelagert werden, was zunehmend zu Platzmangel führt. Der Chef der US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte Boeing vergangene Woche deutlich zu verstehen gegeben, dass der Flugzeugbauer einen "unrealistischen" Zeitplan verfolge. Mehr lesen Sie hier.

Video: Nur US-Flugbehörde FAA wird über Zulassung der 737 MAX entscheiden

+++ 12. Dezember. Whistleblower erhebt schwere Vorwürfe gegen Boeing +++

Ein früherer Boeing-Manager hat bei einer Kongressanhörung in Washington am Mittwoch (Ortszeit) schwere Anschuldigungen gegen den Flugzeugbauer erhoben. "Ich habe eine Fabrik im Chaos erlebt und Monate vor dem ersten Absturz schwerwiegende Bedenken über die Fertigungsqualität an ranghohe Boeing-Führungskräfte durchgegeben", erklärte Ed Pierson. Vor dem zweiten Unglück habe er erneut Probleme gemeldet, doch keiner seiner Hinweise habe etwas bewirkt. Boeing steht im Verdacht, die Unglücksflieger überstürzt auf den Markt gebracht und die Sicherheit vernachlässigt zu haben. Der Konzern streitet dies ab, hat aber Fehler bei der 737 Max zugegeben. Mehr lesen Sie hier.

+++ 7. Dezember: Boeing soll Strafe von 3,9 Millionen Dollar zahlen +++

Nach Angaben der Federal Aviation Administration (FAA) hat Boeing bei 133 Jets der Baureihe Boeing 737 defekte Teile verbaut. Trotz Kenntnis seien diese Maschinen zur finalen Zertifizierung der Lufttauglichkeit angemeldet worden. Bei den beanstandeten Bauteilen handelt es sich um sogenannte Slat Tracks an den verstellbaren Vorflügelklappen. Die Behörde und räumt dem Flugzeugbauer 30 Tage Zeit ein, um Stellung zu beziehen. Andernfalls wird eine Strafe in Höhe von 3,9 Millionen US-Dollar fällig – umgerechnet 3,5 Millionen Euro. Mehr lesen Sie hier.


tib / js / AFP / DPA / Seattle Times

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.