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Blinde Passagierin: Frau gelangt ohne Bordkarte und Ausweis in Flugzeug – Pilot bricht Start ab

In Orlando hat sich offenbar eine Frau in die Kabine eines Flugzeugs geschlichen – ohne Bordkarte und Ausweis. Die Entdeckung der blinden Passagierin hatte erhebliche Folgen. 

Die Frau gelangte offenbar unbemerkt und unkontrolliert an Bord des Delta-Fluges 1516

Eine Frau gelangte offenbar unbemerkt und unkontrolliert an Bord des Delta-Fluges 1516 (Symbolbild)

Picture Alliance

Eine blinde Passagierin hat auf einem Flug der US-Airline Delta für eine erhebliche Verspätung und einen größeren Polizeieinsatz gesorgt.

Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die Polizei von Orlando berichten, bestieg die Frau zusammen mit den übrigen Passagieren den Flug DL1516 von der Großstadt in Florida nach Atlanta.

Im Unterschied zu den anderen Fluggästen verfügte sie jedoch offenbar weder über Bordkarte noch Ausweis. Eine Mitreisende berichtete dem Sender ABC, dass die blinde Passagierin aufgefallen sei, weil sie auf einem Platz saß, der einem anderen Reisenden zugewiesen worden sei. Als die Frau darauf angesprochen worden sei, habe sie erwidert, sich nicht bewegen zu wollen.

Wie gelang die Frau an Bord des Flugzeugs?

Auch der Crew fiel die Person zu viel an Bord offenbar auf. Mitarbeitern von Delta habe sie gesagt, ihre Bordkarte weggeworfen zu haben. Auch habe sie ihren Ausweis zu Hause vergessen. Die Besatzungsmitglieder glaubten der Frau offenkundig nicht, riefen die Polizei und ließen den Start der Maschine abbrechen.

Alle Fluggäste hätten anschließend die Maschine verlassen und sich erneut einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen lassen müssen. Auch das Flugzeug sei aufwändig durchsucht worden, hieß es weiter. Die Maschine hob am Samstagmittag erst mit fast drei Stunden Verspätung ab, wie unter anderem aus den Aufzeichnungen von "flightaware.com" hervorgeht. 

Delta Airlines bat die Passagiere um Entschuldigung und kündigte an, den Vorfall zu untersuchen. Auch die Polizei ermittelt, wie die Frau sämtliche Sicherheitskontrollen durchlaufen konnte. Dies ist derweil noch vollkommen unklar.

Doch immerhin, so sagte Jeff Price, Luftfahrtprofessor an der Metropolitan State University in Denver der "Washington Post", sei der Fall noch aufgeflogen: "Das Sicherheitssystem funktionierte letztendlich einigermaßen. Teil des Überprüfungsprozesses ist es, die Zahl der tatsächlichen Menschen an Bord mit jener auf der Passagierliste abzugleichen." Bedenklicher wäre es gewesen, wenn die Frau gar nicht überprüft worden wäre.

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Quellen: ABC, CNN, "Washington Post", "flightaware.com"

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