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ITB 2020: In Berlin findet die größte Reisemesse der Welt statt – ist sie wegen des Coronavirus in Gefahr?

Die ITB ist eine der weltweit wichtigsten Reisemessen. Wegen des Corona-Virus haben zwei chinesische Aussteller bereits abgesagt. Die Organisatoren sind davon nicht beunruhigt, ergreifen jedoch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen.

In Berlin findet Anfang März die Reisemesse ITB statt.

In Berlin findet Anfang März die Reisemesse ITB statt.

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Die ITB in Berlin ist die größte Reisemesse der Welt. Auch in diesem Jahr ist sie ausgebucht: Ab 4. März sind in den Messehallen rund zehntausend Aussteller aus 180 Ländern zu sehen, mehr als 160.000 Besucher werden erwartet. Angesichts des derzeit vor allem in China grassierenden Coronavirus stellt sich die Frage: Wie sicher ist der Besuch der Messe? Wird diese womöglich sogar abgesagt, wie zuletzt der Mobile World Congress in Barcelona, immerhin die größte Mobilfunkmesse der Welt?

Eine Absage sei derzeit kein Thema, erklärt der Veranstalter auf Nachfrage des stern. "Die ITB Berlin wird wie geplant stattfinden", sagt Pressesprecherin Julia Sonnemann. Bislang hätten lediglich zwei chinesische Aussteller ihre Teilnahme abgesagt, ein Großteil der chinesischen Messestände werde von Personal aus Europa oder Deutschland besetzt, erklärt sie weiter. Deshalb rechne man mit keinen weiteren Absagen. "Insgesamt ist der Anteil der Aussteller aus China sehr gering: 53 Aussteller von 10.000 Ausstellern insgesamt." Ähnlich sieht das Verhältnis bei den Besuchern aus: "Von insgesamt etwa 160.000 Besuchern stammen lediglich 0,02 Prozent aus China."

Prof. Dr. med. Johannes Knobloch

Dennoch behalte man die Entwicklung im Fall des Coronavirus im Auge, außerdem arbeitet die Messe mit Experten des Robert-Koch-Instituts zusammen, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. "Wir stehen in laufendem Kontakt mit Gesundheitsbehörden und werden alle weiteren empfohlenen Maßnahmen treffen, sofern es notwendig ist."

Die Messe hat zusätzlich pro-aktiv Maßnahmen ergriffen. So werden

  • alle Waschräume auf dem Veranstaltungsgelände permannt personell besetzt sein, sodass ein verkürzter Reinigungszyklus gewährleistet werden kann
  • alle fest verbauten Desinfektionsspender mit einer zusätzlichen Anweisung zu Verhaltensweisen und Handhabungsempfehlungen ausgestattet und regelmäßig hinsichtlich des Füllstands kontrolliert
  • mobile Desinfektionsspender an den Besuchereingängen verteilt und ebenfalls mit Zusatzinformationen bestückt

Bislang rechnet man seitens der Messe-Organisation nicht mit grundlegenden Einschnitten. Selbst komplexere Vorsichtsmaßnahmen wie etwa medizinische Kontrollen der Besucher an den Eingängen sind derzeit nicht geplant.

cf

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