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Food-Trends: Neun unverzichtbare Speisen und Getränke für Hipster

Wer hip und cool sein möchte, sollte jetzt gut aufpassen. Denn mit bestimmten Lebensmitteln und Getränken kann man seinen Coolness-Faktor im Nu erhöhen. Wir verraten Ihnen, welche das sind.

Von Denise Wachter

2014 haben Burger einen massiven Hype erfahren. Warum das so ist? Das erfahren Sie unter Punkt 4.

2014 haben Burger einen massiven Hype erfahren. Warum das so ist? Das erfahren Sie unter Punkt 4.

Es ist so eine Sache mit den Trends. Sie kommen und gehen. Gerade wenn man denkt, man sei besonders hip und cool, weil man eine Sache oder Speise für sich entdeckt hat, stellt man verwundert fest: Ach, die anderen kennen es auch schon? Macht nichts. Von vermeintlichen Trends sollte man sich seinen Genuss niemals verderben lassen. Wer dennoch wissen möchte, was heute hip und cool ist in der Food-Szene, was noch nicht die große Masse erreicht hat, der kann sich an dieser Liste orientieren.

1. Cold Brew oder Cold Drip Tonic

 Früher war kalter Kaffee verschrien, er machte höchstens schön, aber auch da bestehen bis heute Zweifel. Dieses Jahr jedoch hat Cold Drip und auch Cold Brew die Kaffee-Ketten erobert. Und wobei handelt es sich dabei genau? Um kalt extrahierten Kaffee: Cold Brew ist Kaffee, der im Wasser gelöst, bis zu 24 Stunden im Kühlschrank gelagert und erst dann durch ein Sieb gezogen wird. Cold Drip entsteht aus einem komplizierteren und langwierigeren Extraktionsverfahren. Wer eines dieser Getränk bestellt, ist definitiv hip. Wer jetzt noch Cold Brew oder Cold Drip mit Tonic Water mixt und mit Eiswürfeln serviert, der ist definitiv unter den Hipstern angekommen.


2. Club Mate

Ohne jemals eine Werbekampagne geschaltet zu haben, eroberte die Club Mate in wenigen Jahren die Hipster der Großstädte Deutschlands. Die Limonade auf Mate-Basis hat einen schalen Geschmack von getrockneten Tabakblättern. Der erste Schluck ist grauenvoll. Aber was tut man nicht alles, um hip zu sein? Nach der dritten Flasche und dem einsetzenden Koffein-Kick weicht der Tabakgeschmack dem Gefühl von Zugehörigkeit. Was hinzukommt: Die Club-Mate-Flasche ist wahrscheinlich die erste Glasflasche, die als Accessoire getragen wird. Zumindest von Hipstern.

Streetfood in der Markthalle Neun in Berlin: Hier gibt es Schweizer Raclette.

Streetfood in der Markthalle Neun in Berlin: Hier gibt es Schweizer Raclette.

3. Streetfood

Wieso sollte man noch in Restaurants gehen und die Bequemlichkeit von Stühlen, Tischen, Besteck und Servietten vorziehen, wenn sich doch draußen, egal bei welchem Wetter, die Food-Trucks auf den Straßen reihen? Ja, genau. Heutzutage heißen sie nicht mehr Imbisswagen, sondern Trucks, aus dem heraus das Streetfood an trendbewusste Leute verkauft wird. Besteck ist hinfällig, denn die Burger und Sandwiches können ratzfatz mit den Fingern verspeist werden. Die Portionen sind überschaubar, sie müssen schließlich auf eine Hand passen - in der anderen ist ja schon die Club Mate.

4. Burger

Wer in den letzten Monaten die Gastroszene beobachtet hat, wird bemerkt haben, dass in Großstädten eine Vielzahl an Burgerläden entstanden ist. Warum das so ist? Weil Burger 2014 einen massiven Hype erfahren haben. Und mit Burgern sind nicht jene gemeint, die es in amerikanischen Fast-Food-Ketten seit Jahrzehnten zu kaufen gibt - sondern Burger auf Gourmetniveau. Ja, eigentlich ist es im Wesentlichen nur eine Bulette zwischen zwei Brothälften, ein bisschen Salat und Tomate. Doch die Burger-Szene ist experimentierfreudig und lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen: Ramen-Burger mit Kimchi, vegane Burger und Buletten aus zartem Weidefleisch. Das alles hebt sich deutlich von Fast Food im klassischem Sinne ab. Deshalb sind sie zu Recht absolut en vogue.

5. Grüne Smoothies

Toni Garn macht es schon lange. Gywneth Paltrow und Mila Kunis auch. Sie mixen. Und zwar grüne Smoothies. Denn die Grünen haben den höchsten Gehalt an Antioxidantien, die verjüngend und gesundheitsfördernd wirken sollen. Klar, wer dazugehören möchte, muss sich einen Mixer kaufen und darin Spinat, Eichblattsalat, Banane und Wasser pürieren. Schaden tut es nicht: Es ist der perfekte Frühstücks-Smoothie und 100 Prozent hip. Im Internet gibt es mittlerweile eine regelrechte Grüne-Smoothie-Fangemeinde, die auf den Turbosaft schwört. Grüne Smoothies sollen das Immunsystem stärken und sogar vor Krebs und Depressionen schützen. stern Gesund leben hatte sich das vermeintliche Wundergetränk genauer angeschaut und aufgedeckt, dass die propagierten Gesundheitswirkungen deutlich übertrieben sind. Dennoch trägt der Smoothie dazu bei, insgesamt mehr Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.

6. Kaffee von Fair-Trade-Kaffeeröstereien, gemahlen in der Handmühle

Ja, auch die kleinen Kaffeeröstereien, die ausschließlich fair gehandelten und fair produzierten Kaffee rösten, sind auf dem Vormarsch. Die Hipster-Generation möchte keinen Kaffee mehr aus dem Großhandel trinken. Denn diese können nicht immer die Qualität und Frische garantieren, die bei den kleinen Röstereien höchste Priorität haben. Was hinzukommt: Nur die ganze Kaffeebohne kommt ins Hipster-Haus. Dann wird sie gemahlen, und zwar per Hand. Der wahre Hipster hat immer eine kleine Handmühle mit dabei.

Craft Beer ist anders und außergewöhnlich - und keinesfalls massentauglich.

Craft Beer ist anders und außergewöhnlich - und keinesfalls massentauglich.

7. Craft Beer

Heutzutage heißt es nicht mehr "ein Pils", "eine Halbe" oder "ein Weizen", sondern "ein Craft Beer". Das ist handgebraut und anders als die üblichen Biere. Die Flaschen haben oft ein hübsch designtes Etikett, was nicht heißen soll, dass sich die Biere nur optisch abheben.

Craft Beer heißt nicht zwingend, dass das Getränk von einer kleinen Brauerei stammt. Es handelt sich hierbei vielmehr um ein Bier mit individuellem, unvergleichlichem Charakter, eines, das sich von der Masse abhebt. Das kann auch von einem großen Betrieb gebraut werden. Ein Craft Beer muss auch nicht unbedingt regional sein, sondern kann aus Südafrika, Australien oder Neuseeland stammen. Allen voran muss es extravagant sein: ob rot, mit Zimtgeschmack oder im Whiskeyfass gelagert. Hip ist, was anders und außergewöhnlich ist - und keinesfalls massentauglich.

8. Alles, was man selber machen kann

Selber machen liegt im Trend, ob Cupcakes, Chutneys oder Marmelade. Heute trifft man sich nicht mehr zum Kaffeekränzchen, wie unsere Großeltern das einst taten, sondern zum sogenannten Food Swap, wo das Abendbrot zur Tauschbörse wird. Mitgebracht werden darf, was einem selber schmeckt: selbstgebackenes Brot, Pflaumen-Tarte, die Lieblingsmarmelade. Dann tauschen die Teilnehmer die mitgebrachten Produkte - und die Rezepte. Das Event stammt aus den USA und ist dort weit verbreitet. Von Honolulu bis Boston treffen sich fremde Menschen in Gärten, Cafés oder Wohnzimmern und tauschen lokale Produkte. Irgendwie erinnert dieses Konzept dann doch wieder an die alten Zeiten von Großmutter und Großvater - nur der Name ist neu.

9. Pumpkin Spice Latte

Der Pumpkin Spice Latte ist in den USA schon seit langem bekannt und gilt als Kultgetränk des Winters, weil die Gewürze wärmen sollen. Schon im Herbst, bevor es richtig kalt wird, entwickelt sich der Pumpkin Spice Latte dort jedes Jahr aufs Neue zum Renner.

Nun soll der Pumpkin Spice Latte auch bei uns bekannter werden. Die amerikanischen Coffeeshop-Ketten versuchten schon letztes Jahr, ihn hier an den Mann zu bringen. Diesen Herbst geht es wieder los. Woraus besteht er? Im Wesentlichen aus Sirup, der mit heißer Milch aufgegossen wird. Dann wird ein Espresso hineingegeben. Optional kommt eine Sahnehaube hinzu, die mit der Gewürzmischung Pumpkin Pie Spice bestreut wird.

Doch Vorsicht! Das hippe Getränk ist ein Zuckerschlecken im wahrsten Sinne des Wortes - und im negativen Sinn: Der Pumpkin Spice Latte ist eine wahre Kalorienbombe. Mit optionalem Sahnetopping bringt er es auf bis zu 330 Kilokalorien. Ein Latte Macchiato im Vergleich kommt auf 170 bis 200 Kalorien, was auch schon viel ist. Und die fertigen Gewürzmischungen in den Coffeeshops sind keineswegs unbedenklich, im Gegenteil: Der Sirup der Kette Starbucks enthält zu viel Zucker (50 Gramm in einem Tall-Latte), künstliche Aromastoffe (der Sirup enthält keinen frischen Kürbis!), Konservierungsstoffe und Sulfite. Bei aller Hippness sollte man die Inhaltsstoffe im Blick behalten. Daher lieber selber machen.

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