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Coronavirus Bundesregierung verlängert Corona-Einreiseregeln bis Mitte September

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden am Mittwoch auch Änderung der Quarantäne-Regeln beschlossen
Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden am Mittwoch auch Änderung der Quarantäne-Regeln beschlossen
© Boris Roessler / DPA
Für Geimpfte aus allen Ländern: Kanada öffnet Grenze ab 7. September  +++ Malta setzt angekündigte Grenzschließung für Ungeimpfte nicht um +++ Gericht hebt Quarantäne für Rückkehrer aus Portugal rückwirkend auf +++ Die wichtigsten Reise-News zum Coronavirus im stern-Ticker.

Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen enorm eingeschränkt. Auch hat das Auswärtige Amt wegen der Pandemie eine Reisewarnung für touristische Reisen in viele Länder ausgegeben. Hier finden Sie regelmäßig die neuesten Meldungen zum Thema Coronakrise und Reisen.

Nachrichten von Mittwoch, den 21. Juli

+++ Bundesregierung verlängert Corona-Einreiseregeln bis Mitte September +++

Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die aktuellen Regeln zur Einreise nach Deutschland unter Pandemiebedingungen hätten regulär nur noch bis zum 28. Juli gegolten.

Die nun beschlossene Änderung der Quarantäne-Regeln sieht vor, dass vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden können, wenn sie nachweisen, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Bislang galt auch für vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, eine strikte Quarantänepflicht.

Darüber hinaus beschloss das Kabinett eine Neuerung, die greifen soll, wenn ein Virusvariantengebiet zum Hochinzidenz-Gebiet heruntergestuft wird, während sich Rückkehrer noch in Quarantäne befinden. Dann sollen für das Ende der Quarantäne künftig die Regeln für Hochinzidenzgebiete gelten - und folglich eine Verkürzung der 14-tägigen Quarantänepflicht möglich sein.

Die neuen Regeln treten mit dem Auslaufen der alten Verordnung am 28. Juli in Kraft. Die Lage mache es erforderlich, die bestehenden Regelungen zu verlängern, erklärte Spahn. "Wir haben aus dem letzten Sommer gelernt, dass wir aufpassen müssen, auch in und beim Reisen."


Nachrichten von Dienstag, den 20. Juli

+++ Für Geimpfte aus allen Ländern: Kanada öffnet Grenze ab 7. September +++

Nach einer Wiederöffnung der Grenze zu den USA am 9. August werde Kanada ab dem 7. September vollständig geimpfte Bürger aus allen Ländern wieder willkommen heißen, teilte der Minister für zwischenstaatliche Angelegenheiten, Dominic LeBlair, mit. 

Kanada hatte seine Grenzen Mitte März 2020 wegen der Corona-Pandemie für nicht notwendige Einreisen geschlossen. Besonders der von der Pandemie hart getroffene Tourismussektor erhöhte zuletzt den Druck auf die Regierung, die Beschränkungen zu lockern.

Reisende müssen nach Angaben des Ministeriums mindestens 14 Tage vor ihrer Ankunft eine vollständige Immunisierung mit einem von den kanadischen Behörden genehmigten Impfstoff erhalten haben. Bei ihrer Einreise dürfen sie demnach keine Symptome einer Corona-Infektion aufweisen.


Nachrichten von Dienstag, den 13. Juli

+++ Malta setzt angekündigte Grenzschließung für Ungeimpfte nicht um +++

Malta will die angekündigten Grenzschließungen für nicht vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte doch nicht umsetzen. Menschen, die ohne Impfzertifikat nach Malta einreisten, müssten sich jedoch für bestimmte Zeit in Quarantäne begeben, teilte die Regierung mit. Die am Freitag angekündigte Grenzschließung hätte in der Nacht zum Mittwoch in Kraft treten sollen. 

+++ Gericht hebt Quarantäne für Reiserückkehrerin aus Portugal rückwirkend auf +++

Keine ungleiche Behandlung für Reiserückkehrer aus Portugal: Im Fall einer Urlauberin, die vier Tage vor der Herabstufung des Landes zum Hochinzidenzgebiet zurückkehrte, hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main eine behördlich angeordnete Quarantäne aufgehoben. Die Frau landete am 3. Juli in Deutschland und sollte sich für 14 Tage isolieren, wie das Gericht am Montag mitteilte. Portugal galt zu diesem Zeitpunkt noch als Virusvariantengebiet.

Die Reisende musste sich demnach trotz vollständigen Corona-Impfschutzes und negativen PCR-Tests in Quarantäne begeben. Am 7. Juli wurde Portugal zum Hochinzidenzgebiet herabgestuft, womit die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer entfiel. 

Laut Gericht hätte die Urlauberin die angeordnete Quarantäne gänzlich vermeiden können, wenn sie vier Tage länger im Urlaub geblieben wäre. Warum sie mit Blick auf den Infektionsschutz als "gefährlicher" einzustufen sei als ein wenige Tage später zurückgekehrter Reisender, sei nicht nachzuvollziehen, hieß es.

Die Frau werde "ohne nachvollziehbaren Grund" ungleich behandelt, entschied das Gericht. Diese Ungleichbehandlung verstoße gegen das Grundgesetz. Das Verwaltungsgericht hob die Quarantäneanordnung daraufhin auf. Beschwerde kann beim hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden.


Nachrichten von Donnerstag, den 1. Juli

+++ Im Tourismussektor: Corona-Einbußen könnten auf vier Billionen Dollar steigen +++

Die wirtschaftlichen Einbußen für den weltweiten Tourismussektor in der Corona-Pandemie könnten sich nach UN-Angaben auf mehr als vier Billionen Dollar (knapp 3,4 Billionen Euro) summieren. Wie aus einem Bericht der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) und der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) hervorgeht, führt insbesondere der Mangel an Impfungen in Entwicklungsländern zu wachsenden Schäden für die Branche. 

Risikogebiet, Hochrisikogebiet, Variantengebiet: Urlaub und Corona (Symbol)

"Der Tourismus ist ein Rettungsanker für Millionen von Menschen", erklärte UNWTO-Generalsekretär Zurab Pololikashvili. Fortschritte bei der Impfkampagne, um damit einen "sicheren Neustart" für den Tourismus zu ermöglichen, seien "entscheidend" für die Arbeitsplätze in dem Bereich. Vor allem viele Entwicklungsländer seien in hohem Maße vom Tourismus abhängig.

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf den weltweiten Luftverkehr. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Einbußen für den Tourismussektor infolge der Pandemie bereits auf 2,4 Billionen Dollar. Dem UN-Bericht zufolge drohen in diesem Jahr nun - abhängig von der globalen Verteilung von Impfstoffen - ähnlich hohe Schäden.

Diese werden laut Bericht wohl insbesondere in Ländern mit niedrigen Impfraten auftreten. Während einige Länder bereits über 60 Prozent ihrer Bevölkerung geimpft haben, beträgt die Impfrate insbesondere in einigen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent noch weit unter einem Prozent. Die Verfasser des Berichts warnten, "dass die ungleiche Verteilung von Impfstoffen die wirtschaftlichen Schäden im Tourismussektor von Entwicklungsländern" verstärke. 


Nachrichten von Donnerstag, den 24. Juni

+++ Israel verschiebt Grenzöffnung für alle Touristen um einen Monat +++

Israel hat wegen der Ausbreitung der Delta-Virusvariante die geplante Öffnung seiner Grenzen für alle Touristen verschoben. Die Einreise von Individualtouristen sei nun erst einen Monat später ab dem 1. August möglich, teilte das Tourismusministerium mit. Kleine Gruppen geimpfter Touristen aus bestimmten Ländern dürfen bereits seit Ende Mai wieder einreisen. Sie müssen jedoch zwei PCR-Tests sowie einen Antikörper-Test nachweisen.

Regierungschef Naftali Bennett kündigte zudem an, dass das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen wieder obligatorisch werde, falls eine Woche lang täglich mehr als 100 Corona-Neuinfektionen registriert würden. Am Mittwoch verzeichnete Israel den dritten Tag in Folge über 100 neue Corona-Fälle. "Unser Ziel ist es jetzt in erster Linie, die Israelis vor der Delta-Variante zu schützen, die auf der ganzen Welt wütet", sagte Bennett.

Mehr als 55 Prozent der Bevölkerung Israels sind bereits vollständig gegen Corona geimpft. Dies ist auf die Ende Dezember gestartete großangelegte Impfkampagne zurückzuführen, die durch ein Abkommen über einen Datenaustausch mit den Impfstoffherstellern Biontech und Pfizer ermöglicht wurde.


Nachrichten von Mittwoch, den 23. Juni

+++ Modellversuch im Touristenparadies: Phuket kann ab 1. Juli ohne Quarantäne besucht werden +++

Das thailändische Urlaubsparadies Phuket wird ab dem 1. Juli für Touristen wieder ohne generelle Quarantäne-Vorschrift zugänglich sein. Die Regierung in Bangkok gab grünes Licht für die entsprechenden Pläne der Tourismusbehörde. Demnach sollen in einem Modellversuch vollständig gegen das Coronavirus geimpfte und mit einem negativen Corona-Testergebnis ausgerüstete Urlauber ohne die obligatorische Hotel-Quarantäne nach Phuket reisen können.

Das nun verabschiedete "Sandkasten"-Modellprojekt gibt Phuket eine Vorreiterrolle. Sollte alles gutgehen, dann sollen ab dem 15. Juli weitere beliebte Urlauberregionen wie Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao folgen. All diese Öffnungsankündigungen stehen aber unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht steigt.

Thailand kämpft nach monatelangen geringen Fallzahlen derzeit gegen eine dritte Infektionswelle, die Ansteckungen haben zuletzt zugenommen. Trotzdem soll der Tourismussektor wieder in Schwung gebracht werden, er erwirtschaftet normalerweise fast 20 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsproduktes.


Nachrichten von Montag, den 21. Juni

+++  Für Spanien-Urlauber entfällt ab heute die Testpflicht – mit zwei Ausnahmen +++

Wer aus Deutschland in den nächsten Wochen mit dem Flugzeug nach Spanien reist, muss seit dem 21. Juni kein negatives Covid-19-Testergebnis mehr vorweisen. Dennoch muss weiterhin ein Online-Formular ausgefüllt werden und der QR-Code bei der Ankunft vorgezeigt werden. Wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte, sind 14 Bundesländer wegen der niedrigen Inzidenzrate von der Liste der Risikogebiete gestrichen – mit Ausnahme vom Saarland und Baden-Württemberg.

Letztere müssen weiterhin einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen oder nachweisen, dass sie seit mindestens zwei Wochen vollständig geimpft sind. Die Regelung gilt zunächst für Einreisen bis zum 27. Juni und trifft auch auf Passagiere von Kreuzfahrtschiffen zu, die inzwischen wieder alle Häfen auf den Inseln und dem spanischen Festland anlaufen dürfen.


Nachrichten von Donnerstag, den 17. Juni

+++ Thailand will Grenzen für Touristen in vier Monaten wieder öffnen +++

Die thailändische Regierung will das Land trotz des noch laufenden Kampfs gegen die dritte Corona-Welle wieder vollständig für Besucher aus dem Ausland öffnen. Ziel sei es, die Grenzen in 120 Tagen wieder komplett zu öffnen, sagte Regierungschef Prayut Chan-O-Cha in einer Fernsehansprache. Urlaubsorte, die "bereit" seien, sollten bereits vorher wieder öffnen können.

Prayut räumte ein, der Schritt sei angesichts der Pandemie "mit einigen Risiken" verbunden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Tourismusindustrie und der dort Beschäftigten sei es jedoch "an der Zeit, dieses kalkulierte Risiko einzugehen". Das Land könne nicht warten, bis die gesamte Bevölkerung vollständig geimpft oder "die Welt frei von dem Virus" sei.

Die Tourismusindustrie erwirtschaftet normalerweise fast 20 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsprodukts und erlitt durch die Pandemie einen schweren Einbruch. Bisher sind nur rund sieben Prozent der Thailänder einmal geimpft. Wegen Lieferproblemen wurde die Impfkampagne diese Woche unterbrochen.


Nachrichten von Mittwoch, den 16. Juni

+++ Erstmals legt ein deutsches Kreuzfahrtschiff wieder an Spaniens Festland an +++

internationales Kreuzfahrtschiff angelegt. Die "Mein Schiff 2" des deutschen Reisekonzerns Tui traf am Dienstag im südspanischen Málaga ein, wie ein Sprecher der dortigen Hafenverwaltung mitteilte. An Bord befanden sich nach Angaben von Tui 1200 deutsche Urlauber sowie 764 Besatzungsmitglieder. 

Die Passagiere durften wegen der weiterhin in Spanien geltenden Corona-Auflagen das Schiff nur in kleinen Gruppen verlassen. Außerdem mussten sie zwei negative Corona-Tests absolviert haben. Die "Mein Schiff 2" hatte ihre Spanien-Reise in Gran Canaria begonnen, das zu den Kanarischen Inseln gehört. Noch am Dienstag sollte das Schiff zur Balearen-Insel Mallorca weiterfahren. 

Ein Großteil der Restriktionen für den Tourismus in Spanien war zum 7. Juni weggefallen, darunter auch das seit dem März 2020 gültige Verbot des Anlegens internationaler Kreuzfahrtschiffe. Spanien war vor der Pandemie die zweitwichtigste europäische Station für Kreuzfahrtschiffe. 2019 trug der Sektor nach Angaben des Verkehrsministeriums in Madrid rund 2,8 Milliarden Euro zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, was 50.000 Arbeitsplätzen und insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro an gezahlten Gehältern entsprochen habe.


Nachrichten von Freitag, den 11. Juni

+++ Auf erster Kreuzfahrt von Nordamerika: Zwei Passagiere an Bord mit Corona-Virus infiziert +++

Auf dem ersten Kreuzfahrtschiff, das seit Beginn der Corona-Pandemie von Nordamerika aus in See gestochen ist, hat es zwei Ansteckungen mit dem Coronavirus" gegeben. "Zwei Gäste, die sich eine Kabine an Bord der "Celebrity Millennium teilten, wurden positiv auf Covid-19 getestet", erklärte der Veranstalter Royal Caribbean am Donnerstag (Ortszeit). Beide Infizierten zeigen demnach keine Krankheitssymptome und befinden sich in Quarantäne.

Den Angaben zufolge hatten alle 600 Passagiere und 650 Besatzungsmitglieder der "Celebrity Millenium" vor Beginn der Reise sowohl einen Nachweis über eine Corona-Impfung als auch ein negatives Testergebnis vorgewiesen. Das Schiff war am Samstag vom niederländischen Teil der Karibik-Insel St. Martin aus in See gestochen und sollte auf Barbados, Aruba und Curaçao anlegen. Laut Royal Caribbean wurden die Corona-Infektionen bei vorgeschriebenen Tests zum Ende der Kreuzfahrt festgestellt.


Nachrichten von Sonntag, den 6. Juni

+++ Airbnb-Gründer sieht Trend zu längeren Reisen +++

Der Mitgründer des Online-Wohnungsvermittlers Airbnb, Nathan Blecharczyk, sieht durch die Corona-Pandemie deutliche Veränderungen im Reiseverhalten der Menschen. "Der Trend geht raus auf Land“, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Früher haben die zehn Top-Städtedestinationen wie New York, London oder Berlin zehn Prozent unserer gesamten Buchungen ausgemacht. Der Anteil hat sich halbiert."

Dieser Trend werde auch nach der Pandemie bleiben, zeigte sich Blecharczyk überzeugt. "Während Corona haben die Menschen ihre Liebe zur Natur entdeckt, vor allem in ihrer näheren Umgebung. Nach einem Jahr mit Kindern zu Hause sehnen sie sich nach der Erholung im Grünen."

Ein weiterer Trend sei, dass die Reisen länger würden, sagte der Airbnb-Manager. "Ein Viertel unserer Buchungen geht heute über einen längeren Zeitraum als 28 Tage, vor Corona waren es nur 14 Prozent." Dabei seien die Deutschen die "Langzeitgäste schlechthin": Hierzulande gingen 2021 fast 40 Prozent der Buchungen über einen Monat und länger.

Generell sei die Reiselust überall auf der Welt sehr groß, sagte Blecharczyk weiter. Hinter Airbnb liege das "beste erste Quartal aller Zeiten".


Nachrichten von Samstag, den 5. Juni

+++ Gute Nachricht für Mallorca-Urlauber: Spanien lockert Einreiseregeln  +++ 

Ab Montag können Reisende auch ohne den bisher obligatorischen PCR-Test nach Spanien einreisen. Ein Antigentest, ein Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung reiche dann aus, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Das erleichtert auch Reisen zu der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca, da jetzt bei Hin- und Rückflug ein negativer Antigentest ausreicht. Dieser ist schneller und deutlich günstiger.

Auf der Website des Gesundheitsministerium in Madrid heißt es: "Es werden zwei Testtypen anerkannt, mit negativem Resultat: Nukleinsäureamplifikationstests (NAAT), mit denen das genetische Material des Virus nachgewiesen wird (RT-PCR, TMA sowie RT-LAMP). Antigen-Schnelltests (RAT), die das Vorhandensein von Antigenen des Virus nachweisen. Die Tests (Probenentnahme) müssen 48 Stunden vor der Ankunft in Spanien durchgeführt werden."


Nachrichten von Mittwoch, den 2. Juni

+++ Corona-Hotspot Ischgl: Staatsanwaltschaft spricht von "fahrlässiger Gefährdung von Menschen" +++

In Österreich sind die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zum Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl vorläufig abgeschlossen. Die Ermittler seien zu einem "Ergebnis" gekommen, erklärte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Mittwoch. Der entsprechende Bericht werde nun im Justizministerium "geprüft und das Vorhaben der Staatsanwaltschaft entweder genehmigt oder eine andere Weisung erteilt".

"Aufgrund des Aktenumfanges" könne die Prüfung des Ministeriums "mehrere Wochen dauern", erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Bis dahin wolle sie keine Auskünfte zum Ermittlungsergebnis geben. Auch ob Anklage erhoben werden soll, teilte die Behörde zunächst nicht mit.

Den Angaben zufolge waren die Ermittlungen zuvor auf einen fünften Beschuldigten ausgeweitet worden. Angaben zur Identität machte die Staatsanwaltschaft nicht. Gegen vier Gemeindebedienstete von Ischgl wurde bereits ermittelt, darunter Bürgermeister Werner Kurz. Der Vorwurf lautet auf vorsätzliche oder fahrlässige Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten.

Ischgl war zu Anfang der Corona-Pandemie in die Schlagzeilen geraten, weil sich dort tausende Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hatten. Die ersten der Ansteckungen waren Anfang März 2020 bekannt geworden. Den Behörden wird vorgeworfen, zu spät und nicht entschieden genug reagiert zu haben.


Nachrichten von Montag, den 31. Mai

+++ Nach einem Jahr Pause: Kreuzfahrtschiffe dürfen bald wieder in Spanien anlegen  +++

Nach knapp einem Jahr dürfen internationale Kreuzfahrtschiffe ab dem 7. Juni wieder in spanischen Häfen anlegen. Das am 23. Juni vorigen Jahres aufgrund der Pandemie verhängte Anlegeverbot werde aufgrund der guten Entwicklung der Corona-Lage in Europa außer Kraft gesetzt, teilte das spanische Transportministerium in Madrid mit. Die Schiffe werden allerdings der Mitteilung zufolge strenge gesundheitliche Auflagen erfüllen müssen, die demnächst im Detail veröffentlicht werden sollen.

Als Begründung für die Wiederzulassung der internationalen Kreuzfahrt wurde angegeben, dass die meisten Passagiere der Schiffe, die die spanischen Häfen anlaufen, aus Europa stammten - einer Region, in der es große Fortschritte bei den Impfungen gebe und in der die Infektionszahlen seit Wochen rückläufig seien.

Der Kreuzfahrttourismus ist für Spanien und vor allem für Urlaubsregionen wie die balearischen Inseln mit Mallorca oder den Kanarischen Inseln, aber auch für Metropolen wie Barcelona oder Valencia sehr wichtig. Vor Ausbruch der Pandemie strömte 2019 aus den Meeresriesen die Rekordzahl von knapp 10,7 Millionen Menschen in die spanischen Städte. Innerhalb von nur fünf Jahren war diese Zahl um rund drei Millionen Passagiere oder knapp 40 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Sektors sorgte die Kreuzfahrt in Spanien 2019 für Einnahmen von 2,8 Milliarden Euro und etwa 50 000 Arbeitsplätze.


Nachrichten von Samstag, den 29. Mai

+++ Rund 130 Jugendherbergen haben wieder geöffnet – hohe Nachfrage +++

Das Logo des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH)
Das Logo des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH)
© Torsten Sukrow / Picture Alliance

Nach Schließungen während des Corona-Lockdowns sind in Deutschland rund 130 der mehr als 430 Jugendherbergen wieder geöffnet. "Wir gehen aber davon aus, dass es schon in der kommenden Woche rund 200 sein werden und sich diese Entwicklung sukzessive fortsetzt", teilte ein Sprecher des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aktuell sei die Nachfrage vor allem für die anstehende Ferienzeit sehr hoch, besonders durch Familien. "Hier verzeichnen wir gerade sehr viele Neumitgliedschaften."

Das DJH sei optimistisch, die Jugendherbergen wieder Stück für Stück zu öffnen. "Nichtsdestotrotz sind das hauptsächlich Einzel- und Familienreisen. Die Jugendherbergen leben aber in erster Linie von Gruppen und Klassenfahrten." Zudem seien die unterschiedlichen Regelungen für die Landesverbände eine Herausforderung. "Umfang und Zeitpunkt der Öffnungen hängen stark von der Art und Klarheit der Beschlüsse in den jeweiligen Bundesländern ab." Nach den Schließungen blicke man nun aber vorsichtig optimistisch in die Zukunft.


Nachrichten von Donnerstag, den 27. Mai

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Urlaub ab 4. Juni möglich +++

Touristen aus ganz Deutschland dürfen vom 4. Juni an wieder in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen. Tagesgäste können vom 11. Juni an wieder ins Land. Besitzer von Ferienwohnungen dürfen bereits von diesem Freitag (28. Mai) an wieder kommen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einem Gipfel zum Tourismus mit Vertretern von Landesregierung und Tourismuswirtschaft in Schwerin sagte.


Nachrichten von Donnerstag, den 20. Mai

+++ Nach Verstößen: Schärfere Auflagen für Restaurants auf Sylt und Föhr +++

Keine Mindestabstände und Kellner ohne Masken: Nach Verstößen von Gastronomen gegen die Corona-Bestimmungen auf Sylt, Föhr und in St. Peter-Ording greift der Kreis Nordfriesland durch. Rund 20 Gastronomiebetriebe müssen die Zahl der gleichzeitig anwesenden Gäste in den Gaststätten auf höchstens die Hälfte beschränken. Gleiches gilt für die Bewirtung im Außenbereich, wie der Kreis Nordfriesland mitteilte. Eine entsprechende Ordnungsverfügung soll den betreffenden Betrieben noch vor dem Pfingstwochenende zugehen.

Landrat Florian Lorenzen (CDU) weist auf den Fall eines unerkannt mit Corona infizierten Urlauberehepaares hin, das um das zweite Maiwochenende herum mehrere Lokale auf Sylt besuchte. Daraufhin musste das Gesundheitsamt tagelang recherchieren und am Ende rund 300 Personen in Quarantäne versetzen. Wären die Lokale weniger voll und besser belüftet gewesen, würden jetzt keine 300 Menschen zuhause sitzen und um ihre Gesundheit fürchten, betonte der Landrat.

"Gaststätten sind kein rechtsfreier Raum - auch nicht zu Pfingsten und auch nicht, wenn die Gäste vor der Tür Schlange stehen", sagte Lorenzen. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, die Ansteckungsgefahr nach wie vor real." Der Landrat begrüßte die generelle Öffnung des Landes für den Tourismus. Er erinnert aber auch daran, dass sie mit Bedingungen verknüpft ist, die das Wiederaufflackern der dritten Corona-Welle verhindern sollen. "In Nordfriesland darf kein zweites Ischgl entstehen."

Anlass für das Vorgehen des Kreises sind demnach zahlreiche gravierende Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen, die Kontrollteams des Gesundheitsamtes festgestellt hatten. So wurden Mindestabstände nicht eingehalten, statt höchstens zwei saßen Mitglieder von bis zu acht Haushalten dicht an dicht an den Tischen, Kellner trugen keine Masken, Sperrstunden schienen nicht zu existieren, wie der Kreis mitteilte.


Nachrichten von Montag, den 17. Mai

+++ Ryanair fliegt Milliardenverlust ein +++

Der irische Billigflieger Ryanair ist wegen der Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in den roten Zahlen gelandet. Unter dem Strich stand für die zwölf Monate bis Ende März ein Minus von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 glaubt das Management um Ryanair-Chef Michael O'Leary an ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle, wagt wegen der Unsicherheit rund um die Corona-Pandemie aber keine konkrete Prognose. Die Erwartungen basierten auf der Annahme, dass die Impfkampagnen erfolgreich sind und die Regierungen in Europa die Reisebeschränkungen rechtzeitig vor der wichtigen Sommersaison ab Juli aufheben, hieß es.

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Ryanair ein Passagieraufkommen am unteren Ende der ausgegebenen Zielspanne von 80 bis 120 Millionen Fluggästen. Im laufenden ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni dürften es lediglich 5 bis 6 Millionen werden.


Nachrichten von Montag, den 10. Mai

+++ Italien will für EU-Urlauber Einreisen ohne Quarantäne erlauben +++

Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft sind, leichter ins Land kommen, kündigte Italiens Außenminister Luigi Di Maio an. Zusammen mit dem Gesundheitsminister arbeite er außerdem daran, die "Mini-Quarantäne" für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel abzuschaffen, die negativ getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen seien.

Bisher benötigen Italien-Besucher aus der EU in der Regel einen negativen Test vor der Reise, sie müssen im Land fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Corona-Test machen. Die genauen Vorschriften und Daten für die Neuregelungen sind noch nicht gesetzlich fixiert.

In dem Mittelmeerland waren die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen gesunken. Am Samstag waren über 27 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal gegen Corona geimpft. Gesundheitsminister Roberto Speranza unterschrieb zudem einen Erlass, wonach es ab diesen Montag keine Roten Zonen mit besonders strengen Corona-Sperren in Italien mehr gibt.



Nachrichten von Freitag, den 7. Mai

+++ Kreuzfahrten: Tui und Aida Cruises wollen am Pfingstwochenende ab Kiel starten +++

Mit Tui und Aida reagieren zwei Kreuzfahrtanbieter auf Schleswig-Holsteins Öffnungsschritte im Tourismus. Beide wollen vom Pfingstwochenende an Fahrten anbieten, die vom Ostseehafen Kiel aus starten.

Wie Tui Cruises am in Hamburg mitteilte, soll neben Reisen auf die Kanarischen Inseln und nach Griechenland am Pfingstsonntag (23. Mai) die erste Kreuzfahrt der Flotte "Mein Schiff" ab Kiel starten. Aida Cruises teilte in Rostock mit, dass bereits ab dem 22. Mai Kurzreisen ab Kiel angeboten würden. Das Schiff "Aida Sol" sei "aktuell in Norddeutschland positioniert und bereit für die ersten Gäste".


Nachrichten von Dienstag, den 4. Mai

++++ Corona-Lockerungen: Tourismus ab 21. Mai in Bayern regional wieder möglich +++

Nach monatelangen strikten Corona-Beschränkungen leitet Bayern ab kommenden Montag stufenweise Lockerungen ein. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab 10. Mai die Außengastronomie - und zwar bis 22 Uhr -, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Und: Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai soll regional auch Tourismus wieder möglich sein: In Kreisen und kreisfreien Städten mit stabilen Zahlen von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen dann Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag.

Bei alledem gelten Hygienekonzepte, Masken- und Testpflichten - die Details werden nun von den Ministerien erarbeitet. Den Öffnungen von Biergärten, Kinos und ähnlichem muss das Gesundheitsministerium zustimmen. Dafür dürfe es ungefähr für einen Wochen-Zeitraum keine großen Ausschläge bei den Corona-Zahlen geben, sagte Minister Klaus Holetschek (CSU) - und die Tendenz müsse eher fallend sein.

Singapur bekämpft die Pandemie mit Humor

Bereits von diesem Donnerstag an werden in Bayern vollständig von Corona-Erkrankungen Genesene mit zweifach Geimpften und negativ Getesteten bei Lockerungen gleichgestellt. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung - also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen oder Genesene mit einer Impfung - von der Testpflicht und Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Auch bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mehr mitgezählt.


Nachrichten von Dienstag, den 27. April

+++ Zypern hebt Quarantäne für Besucher mit Impfung oder Negativ-Test auf +++

Die Urlaubsinsel Zypern verzichtet ab 10. Mai auf eine Corona-Quarantäne für Einreisende aus anderen EU-Staaten sowie zahlreichen weiteren Staaten. Voraussetzung ist, dass die Besucher vollständig geimpft sind oder einen negativen PCR-Test vorzeigen können, der nicht älter als drei Tage ist.

Dies teilte der für den Tourismus zuständige zyprische Vizeminister Savvas Perdios der halbamtlichen Nachrichtenagentur CNA mit. Eine Impfung mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V werde gleichwertig behandelt, sagte Perdios. Die Regelung gelte für alle Staaten im Schengen-Raum sowie für Besucher aus den USA, Großbritannien, Israel, Ägypten, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Kanada, der Schweiz, Australien und Neuseeland, berichtete der staatliche zyprische Rundfunk (RIK). Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsbereich Zyperns.


Nachrichten von Donnerstag, den 15. April

+++ Hotelkette Maritim plant wegen Corona Notverkäufe von Häusern +++

Wegen knapper Kassen in der Coronakrise sieht sich die Hotelkette Maritim gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen. Man habe in Pandemiezeiten einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen, teilte das Unternehmen mit.

"Obwohl wir vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt haben, müssen wir nun über Hotel-Notverkäufe unser Überleben sichern", erklärte die Inhaberin des Familienunternehmens, Monika Gommolla. Einzelheiten zu diesen Verkäufen nannte sie nicht. Das Unternehmen mit seinen weltweit rund 5000 Beschäftigten hat nach eigenen Angaben 40 Hotels, 29 davon im Inland mit 3000 Beschäftigten. "Die Maritim Hotelgruppe ist von der Pandemie extrem hart getroffen", sagte die Aufsichtsratsvorsitzende. "Bereits im vergangenen Jahr schlug der erste Lockdown mit fast 90 Prozent Umsatzausfall zu Buche." Nach einer kurzen Erholungsphase im Sommer seien durch Beherbergungsverbote touristischer Gäste seit November 2020 wieder 90-prozentige Umsatzausfälle an fast allen Maritim-Hotelstandorten zu verzeichnen, sagte Gommolla. Staatliche Hilfen seien nahezu ausgeblieben, es seien bisher nur zwei Millionen Euro ausgezahlt worden.


Nachrichten von Mittwoch, den 14. April

+++ Israel öffnet sich für den Tourismus ab dem 23. Mai +++

In der ersten Phase dürfen nur Gruppen nach Israel wieder einreisen, in der zweiten Phase auch individuelle Touristen.
In der ersten Phase dürfen nur Gruppen nach Israel wieder einreisen, in der zweiten Phase auch individuelle Touristen.
© Getty Images

Nach mehr als einem Jahr: Ab dem 23. Mai 2021 lässt Israel wieder internationale Reisende ins Land. Tourismusministerin Orit Farkash-Hacohen und Gesundheitsminister Yuli Edelstein einigten sich auf einen Rahmen für die Öffnung des Landes für geimpfte Gruppen ausländischer Touristen. Die Wiederaufnahme des internationalen Tourismus erfolgt in zwei Phasen.

In der ersten Phase dürfen Gruppen gemäß den Richtlinien einreisen, die von den Ministerien noch veröffentlicht werden. Alle Besucher müssen sich vor dem Flug nach Israel einem PCR-Test und bei Ankunft am Ben-Gurion-Flughafen einem serologischen Test vor Ort zum Nachweis ihrer Impfung unterziehen.  In einer zweiten Phase dürfen auch individuelle Touristen nach Israel einreisen. Auch hier gelten die entsprechenden Bedingungen eines negativen PCR-Tests vor Anreise und einer serologischen Untersuchung bei Ankunft.

In der Zwischenzeit werden die Gespräche mit verschiedenen Ländern fortgesetzt, um Vereinbarungen über die gegenseitige Anerkennung von Impfzertifikaten zu treffen, damit ein Bluttest in Zukunft nicht mehr erforderlich ist. Ein detaillierter Entwurf dazu wird in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.


Nachrichten von Dienstag, den 13. April

+++ Griechenland öffnet den Tourismus ab 14. Mai +++

Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki am Montag mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: "Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen", sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hieß es. Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Großbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit. 

Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage nach der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf.

Die griechische Regierung drängt seit Jahresbeginn darauf, einen EU-weit gültigen Impfpass zu entwickeln. Damit soll der griechische Tourismus-Sektor gerettet werden, der normalerweise fast ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung ausmacht. "Wir hoffen, dass es diesen EU-Impfpass bis Juni geben wird", sagte die Vizeministerin weiter.


Nachrichten von Sonntag, den 11. April

+++ Sommersaison 2021: Die Buchungen sind um zwei Drittel eingebrochen +++

Angesichts der Corona-Pandemie sind die Reisebuchungen für die Sommersaison laut dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft um zwei Drittel zurückgegangen. Die Buchungen liegen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den geringen Zahlen des Vorjahreszeitraums,  sagte Verbandspräsident Michael Frenzel der "Welt am Sonntag". Im Frühjahr habe es sogar weiterhin mehr Stornierungen als Buchungen gegeben.

Die meisten Deutschen rechneten offenbar erst im dritten Quartal mit einer verbessertem Corona-Lage. Die Buchungsrückgänge für September und Oktober seien niedriger als in den Sommermonaten davor, sagte Frenzel.


Nachrichten von Freitag, den 9. April

+++ Bundesregierung stuft Türkei als Corona-Hochinzidenzgebiet ein +++

Die Bundesregierung stuft die Türkei wegen der hohen Corona-Infektionszahlen ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Diese Einstufung zieht besondere Beschränkungen bei der Einreise nach Deutschland nach sich. Das Auswärtige Amt begründete die Entscheidung am Freitag damit, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Türkei die Schwelle von 200 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten habe. Aus demselben Grund wurden Kroatien, Armenien und die Ukraine ebenfalls als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

Die Einstufungen erfolgten in Absprache mit dem Robert-Koch-Institut (RKI), das seine Liste der Corona-Risikogebiete am Freitag entsprechend ergänzte. Von den unmittelbaren Nachbarländern Deutschlands sind derzeit neben den Niederlanden auch Frankreich, Polen und Tschechien als Hochinzidenzgebiete ausgewiesen, in denen es besonders viele Infektionen mit dem Coronavirus gibt. 

Alle Menschen, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen bereits bei der Einreise einen Bescheid über einen Negativ-Test auf das Coronavirus vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Flugreisende müssen diesen Nachweis bereits vor dem Abflug vorlegen. 


Nachrichten von Donnerstag, den 8. April

+++ Aida Cruises sagt weitere Mittelmeer-Kreuzfahrten bis zum Juni ab +++

Die "Aida Perla" steuert als einziges Schiff der Flotte verschiedene Häfen auf den Kanarischen Inseln an
Die "Aida Perla" steuert als einziges Schiff der Flotte verschiedene Häfen auf den Kanarischen Inseln an
© Morris MacMatzen / Getty Images

Der Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat seine für Mitte Mai bis Anfang Juni geplanten Mittelmeerreisen wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Stattdessen werde die "Aida Perla" zu drei Fahrten rund um die Kanaren ab Las Palmas auf Gran Canaria aufbrechen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Rostock mit. Bereits seit Mitte März sei die "Aida Perla" als einziges Schiff der Flotte dort mit einer stark reduzierten Passagierzahl unterwegs. Die Kanarischen Inseln seien seit vielen Monaten eine der wenigen Urlaubsziele Europas mit konstant niedrigen Inzidenzwerten, hieß es.

Das Unternehmen bot seinen Mittelmeer-Passagieren an, auf eine der Kanarenreisen oder eine spätere Reise umzubuchen. Zum Gesundheits- und Hygienekonzept an der Bord der "Aida Perla" gehörten ein PCR-Test vor der Anreise, regelmäßige Gesundheitschecks, umfangreiche AHA-Regeln oder die medizinische Betreuung inklusive Testkapazitäten an Bord.


Nachrichten von Mittwoch, den 7. April

+++ Nur für geimpfte Passagiere: Norwegian Cruise Line startet im Juli mit ersten Kreuzfahren +++

Das Kreuzfahrtunternehmen Norwegian Cruise Line (NCL) bietet ab Ende Juli wieder Reisen an - jedoch nur für Geimpfte. Die US-Reederei gab bekannt, sie werde ab dem 25. Juli schrittweise die Kreuzfahrten wieder aufnehmen. Drei der 17 Schiffe umfassenden Flotte werden demnach neue Routen rund um Griechenland mit der "Norwegian Jade" ab Athen und mit der "Norwegian Joy" und "Norwegian Gem" in der Karibik fahren. 

Wie hoch ist die Corona-Ansteckungsgefahr auf kurzen Flügen?

"Alle Gäste, die bis zum 31. Oktober 2021 mit NCL auf Kreuzfahrt gehen, müssen vollständig geimpft und getestet sein, bevor sie unsere Schiffe betreten", sagte Harry Sommer, Präsident und Chief Executive Officer von NCL. Die Reederei hatte seit einem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Reisen mehr angeboten hat. Neben den vorgeschriebenen Impfungen und Tests für Passagiere und Besatzung versprach das Unternehmen, eine "medizinisch hochwertige Luftfiltration" an Bord sowie verstärkte "Hygienemaßnahmen und verbesserte medizinische Ressourcen". 

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am 2. April 2021 weitere Anweisungen für den Neustart der Kreuzfahrt in den USA veröffentlicht. In einem fünfstufigen Plan müssen zunächst Test-Kreuzfahrten mit Freiwilligen durchgeführt werden. Mehrere US-Reedereien und der Branchenverband CLIA kritisieren die Anforderungen als "übermäßig belastend".


Nachrichten von Sonntag, den 28. März

+++ EU-Dokument: Österreich schlägt "Grünen Pass" für Reisende vor +++

Tourismusverantwortliche aus Deutschland und anderen EU-Ländern wollen auf Initiative Österreichs am Montag in einer Videokonferenz über den "Grünen Pass" beraten. Dieses geplante EU-Dokument soll Impfungen gegen das Coronavirus sowie Tests oder überstandene Infektionen fälschungssicher registrieren und unter anderem das Reisen erleichtern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten die Voraussetzungen erörtern, die das Zertifikat mit Bezug auf den Tourismus erfüllen solle, berichtet die Nachrichtenagentur APA unter Bezug auf Tourismusministern Elisabeth Köstinger.

Ihre Teilnahme zugesagt hätten Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Slowenien, Kroatien, Zypern, Malta und Bulgarien, so das Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in Wien. "Wir wollen uns mit den anderen Tourismusländern der EU koordinieren, damit wir möglichst bald zu einheitlichen Rahmenbedingungen kommen, unter denen der "Grüne Pass" eingesetzt werden kann", sagte Köstinger. Die EU-Kommission spricht von einem "Digitalen Grünen Nachweis".

Das Dokument soll nur für die Zeit der Pandemie gelten und nur die wichtigsten personenbezogenen Daten enthalten, so das Ministerium. Eine zentralisierte Datenbank auf EU-Ebene werde es nicht geben. Aufgeführt werden sollen etwa der verwendete Impfstoff und das Datum und der Ort der Impfung oder des Tests. Auch ohne das Zertifikat müsse Reisen aber möglich bleiben, betonte die Ministerin.


Nachrichten von Donnerstag, den 25. März

+++ Corona-Testzentrum auf Flughafen von Mallorca eröffnet +++

Mallorca-Urlauber können sich künftig am Flughafen vor dem Rückflug nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Das Testzentrum in Palmas Flughafen sei einsatzbereit, teilte die Flughafengesellschaft Aena mit. Angeboten werden PCR-Tests und Antigentests. Das Ergebnis der PCR-Tests, die rund 70 Euro kosten, soll schon 30 Minuten bis eineinhalb Stunden später vorliegen. Der Service sei vor allem für abfliegende Passagiere gedacht, falls sie einen Test bei der Rückkehr im Herkunftsland vorweisen müssen.

Hintergrund ist der vorübergehende Buchungsboom für Mallorca nach der Streichung der Lieblingsinsel der Deutschen von der Liste der Corona-Risikogebiete am 14. März. Damit wurde auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufgehoben. Doch soll jedoch für alle Flugpassagiere, die nach Deutschland einreisen, eine Testpflicht eingeführt werden. Die Bundesregierung prüft sogar, ob Urlaubsreisen ins Ausland vorübergehend unterbunden werden sollten.

"Vor dem Test muss ein Termin vereinbart und die Bordkarte vorgezeigt werden", sagte ein Mitarbeiter des mit den Tests beauftragten Unternehmens Eurofins Megalab. Der Termin kann im Internet über eine Seite gebucht werden, die auf Spanisch und Englisch verfügbar ist. Das Testergebnis ist mittels eines Codes im Internet abrufbar. Das Testzentrum befindet sich im zweiten Stockwerk des Flughafens auf Höhe der Check-in-Schalter 137 bis 153.


Nachrichten von Dienstag, den 23. März

+++ Fluggesellschaften sollen alle Urlaubsrückkehrer vor Rückflug testen +++

Fluggesellschaften sollen künftig alle Urlaubsrückkehrer bereits vor dem Abflug auf das Coronavirus testen, um eine weitere Ausbreitung der Pandemie zu bremsen. Von den Fluglinien würden "konsequente Tests" von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien erwartet, heißt es in dem Bund-Länder-Beschluss aus der Nacht zu Dienstag. Die Bundesregierung werde zudem "eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorlegen, wonach angesichts der weltweiten Pandemie eine generelle Testpflicht vor Abflug zur Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland vorgesehen wird".


Nachrichten von Donnerstag, den 18. März

+++ Neuseeland plant vorsichtige Öffnung für erste Touristen +++

 Neuseeland plant erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder eine vorsichtige Öffnung für quarantänefreien Tourismus mit Nachbarländern. Eine Vereinbarung mit Australien könnte bereits im April in Kraft treten, sagte Vize-Ministerpräsident Grant Robertson am Donnerstag dem Sender "Radio New Zealand". Auch mit Pazifikstaaten wie den Cookinseln und Niue soll es bald ähnliche Abmachungen geben.

Neuseeland hatte seine Grenzen für Reisende im März 2020 geschlossen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen durften nur noch eigene Bürger und Menschen mit Wohnsitz in Neuseeland ins Land. Der Inselstaat gilt wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen als Musterland in der Krise. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden bisher rund 2400 Fälle verzeichnet, 26 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Schon lange herrscht wieder eine weitgehende Normalität.


Nachrichten von Freitag, den 12. März

+++ Cunard sagt Kreuzfahrten mit der "Queen Mary 2" bis Mitte November ab +++

Die "Queen Mary 2", das Flaggschiff der britischen Cunard-Reederei
Die "Queen Mary 2", das Flaggschiff der britischen Cunard-Reederei
© Christian Ohde / Picture Alliance

Die britische Cunard-Reederei hat ihre Betriebspause ein weiteres Mal verlängert: nicht um wenige Wochen, sondern gleich um viele Monate. Betroffen sind alle drei Kreuzfahrtschiffe. Fahrten mit der "Queen Victoria" mit Einschiffung bis einschließlich 27. August 2021 sowie die komplette Mittelmeersaison der "Queen Elizabeth" im Sommer wurden bis einschließlich 11. Oktober 2021 abgesagt. Das Cunard Flaggschiff, die "Queen Mary 2", wird nicht vor dem 12. November 2021 in See stechen.

"Da die weltweiten Reisebeschränkungen leider weiter andauern und die internationalen Häfen nicht so schnell wieder öffnen wie erhofft, haben wir uns zu einer weiteren Verlängerung der Unterbrechung des Kreuzfahrtbetriebs entschlossen", teilte Simon Palethorpe mit, der Präsident von Cunard.

Damit setzt die 180 Jahre alte Traditionsreederei, die inzwischen zur Carnival Corporation, dem größten Kreuzfahrtunternehmen der Welt, gehört, ein klares Zeichen und schreibt mit der Entscheidung die Sommersaison 2021 ab. Die Kreuzfahrtmarken Costa und Aida Cruises sowie die Holland America Line sind ebenfalls Teil der Carnival Corporation.


Nachrichten von Montag, den 8. März

+++ Corona-Fälle auf neuem Kreuzfahrtschiff - Arbeiter sitzen in Bremerhaven fest +++

Corona-Ausbrüche auf einem Kreuzfahrtschiff, das passiert nicht zum ersten Mal. Jetzt erwischt es einen Luxusliner schon vor der Endausrüstung - zunächst sind zwei Arbeiter betroffen. Zwei auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" tätige Arbeiter sind mit dem Coronavirus infiziert. Der Luxusliner muss vorerst in Bremerhaven bleiben.

Nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes dürfen mehrere Hundert Arbeiter, die noch für die Endausrüstung an Bord sind, das Schiff vorerst nicht verlassen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Nach Angaben der Meyer-Werft wurden die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt. Ob die Infizierten zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war einem Werft-Sprecher zufolge nicht bekannt. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten.

Wegen Kontaktpersonen an Bord ermittele der Hafenärztliche Dienst. Deshalb sei auch noch keine Freigabe für das Schiff erteilt worden. Die 348 Meter lange "Odyssey of the Seas" war vor einer Woche über die Ems in Richtung Nordsee.


Nachrichten von Donnerstag, den 4. März

+++ Lufthansa erwartet keine Rückkehr des Airbus A380 im Linienverkehr +++

Die Lufthansa sieht für das größte Passagierflugzeug der Welt keine Zukunft mehr in ihrer Flotte. Aus heutiger Sicht werden die derzeit langzeitgeparkten Maschinen vom Typ A380 nicht mehr in den Liniendienst zurückkehren, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Lufthansa hat 14 Jets des Typs in der Flotte, von denen Hersteller Airbus sechs zurücknimmt. In der Lufthansa-Konfiguration hat der vierstrahlige Jet 509 Passagierplätze.

+++ Ischgl hakt Wintersaison endgültig ab +++

Der österreichische Wintersportort Ischgl wird seine Lifte in dieser Wintersaison nicht mehr in Betrieb nehmen. „Diesen Winter haken wir ab“, sagte Tourismuschef Andreas Steibl. Angesichts des nach wie vor beunruhigenden Infektionsgeschehens, der verschärften Reiserestriktionen und der noch immer fehlenden Perspektiven für Öffnungsschritte in Gastronomie und Hotellerie sei eine Aufnahme des Skibetriebes weniger denn je vertretbar, teilte die Silvrettaseilbahn AG mit. 

Ischgl war im Frühjahr 2020 als Hotspot bei der Verbreitung des Coronavirus international in den Schlagzeilen. In der Wintersaison setzt der Tiroler Ort normalerweise 300 Millionen Euro um. Im Gegensatz zu vielen anderen Wintersportgebieten in Österreich hatte Ischgl auf den seit Ende Dezember 2020 wieder erlaubten Skibetrieb verzichtet. Der Ort mit seinen 45 Liften und 239 Pistenkilometern lebt von vielen ausländischen Gästen. Die wichtigste Gruppe sind deutsche Urlauber. Durch die Quarantänepflichten in Deutschland und Österreich ist das touristische Reisen aber praktisch zum Erliegen gekommen. Das umfangreiche Sicherheitskonzept, das man für einen etwaigen Start im Winter vorbereitet hatte, solle nun in der am 25. Juni startenden Sommersaison umgesetzt werden, hieß es.


Nachrichten von Samstag, den 27. Februar

+++ Mallorca: Restaurants und Kneipen dürfen ab Dienstag wieder öffnen +++

Auf Mallorca dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen in Folge einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage nach rund sieben Wochen erstmals wieder öffnen. Ab Dienstag können die Gastronomiebetriebe in ihren Außenbereichen wieder Gäste empfangen, wie die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol in Palma mitteilte. Spätestens um 17 Uhr müssen sie in einer ersten Etappe zur Lockerung des Lockdowns aber schließen. Zudem dürfen nur höchstens 50 Prozent der Tische bei einer Besetzung von maximal je vier Personen draußen aufgestellt werden.

Die Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Handel und private Treffen sollen den Angaben zufolge vorerst für zwei Wochen in Kraft bleiben. Sie werden für alle Balearen bis auf Ibiza gelten, wo die Lage derzeit weniger gut ist als auf den Nachbarinseln.

Bereits ab Samstag wird neben anderen Vorschriften auch das Verbot aufgehoben, sich privat mit Personen aus anderen Haushalten zu treffen. Zusammenkommen dürfen dann höchstens sechs Personen aus maximal zwei Haushalten. Die Corona-Lage auf Insel Mallorca und auf den anderen Balearen verbessert sich seit Wochen rapide.


Nachrichten von Donnerstag, den 25. Februar

+++ Tourismusbeauftragter erwartet problemlose Auslandsurlaube im Sommer +++

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet, dass trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr relativ problemlos Sommerferien im Ausland möglich sein werden. "Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können", sagte der CDU-Abgeordnete der "Bild"-Zeitung (Donnerstag).

Er sehe keinen Grund, warum man beispielsweise nicht auf Mittelmeer-Inseln reisen könne, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert dort unter 35 liege. Bareiß warnte davor, Reisen unnötig schwer zu machen. "Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten."

Auf den spanischen Balearen - zu denen auch die von Deutschen besonders geschätzte Insel Mallorca gehört - war der Sieben-Tage-Inzidenzwert zu Beginn der Woche unter die Marke von 50 gefallen. Dies bedeutet, dass binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner weniger als 50 neue Infektionen gemeldet wurden.


Nachrichten von Mittwoch, den 24. Februar

+++ Justiz ermittelt gegen Kreuzfahrtreederei nach Corona-Todesfällen auf der "Costa Magica" +++

Die "Costa Magica" des italienischen Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere
Die "Costa Magica" des italienischen Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere
© Bartel Alex / Picture Alliance

Fast ein Jahr nach der Corona-bedingten Irrfahrt eines Kreuzfahrtschiffes in der Karibik ermittelt französische Justiz gegen die italienische Gesellschaft Costa. Pariser Untersuchungsrichter gehen dem Verdacht der Gefährdung von Passagieren und der fahrlässigen Körperverletzung nach, wie die Nachrichtenagentur AFP von Seiten der Justiz erfuhr. Hunderte Kreuzfahrtreisende und Angehörige aus Frankreich hatten Anzeige erstattet. 

Darunter sind auch die Familien von drei Passagieren, die an der Lungenkrankheit Covid-19 starben, wie ihre Anwälte mitteilten. Auf dem Schiff "Costa Magica" mit gut 2300 Reisenden an Bord waren im März 2020 mehrere Coronavirus-Verdachtsfälle aufgetreten. Mehrere Karibik-Inseln verweigerten dem Schiff daraufhin die Einfahrt in ihre Häfen.

Den Klägern zufolge informierte die Besatzung die Passagiere nicht über die Lage und rief sie auf, sich stattdessen in den Geschäften, Saunen oder Restaurants an Bord zu vergnügen - ohne jede Abstandsregeln. Die Gesellschaft Costa beruft sich darauf, sie habe alle geltenden Vorschriften eingehalten und "die erhältlichen wissenschaftlichen Informationen" zum Virus beachtet. Im vergangenen Jahr hatten auch andere Kreuzfahrtschiffe wegen Corona-Fällen festgesessen.


Nachrichten von Dienstag, den 16. Februar

+++ Lufthansa-Chef Carsten Spohr erwartet keine schnelle Erholung und setzt auf kleinere Jets +++

Der Chef der Lufthansa, Carsten Spohr, rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des Luftverkehrs in der Coronakrise. Bislang sei keine Entspannung zu spüren, stattdessen gebe es zusätzliche Reisebeschränkungen, sagte der Manager in einem Online-Gespräch der London School of Economics. In den kommenden Wochen werde es daher sehr schwache Passagierzahlen geben, und auch ab dem Sommer rechne er nur mit 40 bis 60 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Allein diese Spanne bedeute für sein Unternehmen eine große operative Herausforderung bei der Einsatzplanung für Personal und Jets.

Der Airline-Chef sprach sich erneut für den stärkeren Einsatz von Corona-Tests vor Flugantritt aus. Es fehle aber weiterhin an behördlichen Vorschriften, während sich Lufthansa auf den Testeinsatz vorbereitet habe. Weltweit werde sich die Auffassung durchsetzen, dass Flugpassagiere entweder geimpft oder getestet sein müssten.

Der staatlich gestützte Lufthansa-Konzern werde nach Spohrs Worten die Krise nutzen, um sich nachhaltiger aufzustellen und seine Stellung in den Top-5-Airlines der Welt zu halten. Die Flotte werde von rund 800 auf 650 Flugzeuge schrumpfen. In den entwickelten Märkten wie Europa und den USA werde es wahrscheinlich fünf Jahre dauern, bis das Passagierniveau des Rekordjahres 2019 mit sehr viel mehr touristischen Kunden wieder erreicht werden könne. Möglicherweise werde man im Bereich der Geschäftsreisen nie wieder das alte Niveau erreichen und in der Folge die Business-Klasse verkleinern. Außerdem verhandelt die Fluggesellschaft mit Airbus und Boeing über Änderungen bestehender Aufträge für Langstreckenflugzeuge – in kleinere Jets.


Nachrichten von Mittwoch, den 3. Februar

+++ Verband legt Strategie für Tourismus-Neustart in Deutschland vor +++

Der Deutsche Tourismusverband (DTV) geht mit Vorschlägen für einen Neustart des Tourismus zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen in die Offensive. "Die drei Millionen Beschäftigten im Deutschlandtourismus brauchen jetzt Perspektiven und auch Zuversicht", forderte DTV-Präsident Reinhard Meyer. Seit drei Monaten befinde sich die Branche wegen der Corona-Pandemie in einem kompletten Lockdown.

Der DTV schlägt ein Ampelsystem vor. In der Stufe Grün bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 soll Tourismus in allen Bereichen unter Beachtung der strengen Regeln möglich sein. Die Inzidenz gibt die Infektionen binnen sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner an. Oberhalb von 35 sieht das Strategiepapier spezifische Auflagen verpflichtend vor (Stufe gelb). Bei einer Inzidenz von mehr als 50 (Stufe rot) sollen Reiseziele ihre touristischen Angebote schließen.

Meyer warnte vor einem weiteren Hin und Her von Öffnung und Schließung. Einen "Jojo-Effekt" verkrafte die Branche nicht. Bund und Länder seien nun gefordert, "im Dialog mit der Branche für eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie des Deutschlandtourismus zu sorgen". In dieser Woche soll den Angaben zufolge die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Erarbeitung einer bundesweiten Öffnungsstrategie tagen.


Nachrichten von Dienstag, den 2. Februar

+++ Swiss reduziert Flugbetrieb für Februar ein weiteres Mal +++

Die Swiss passt ihr Flugprogramm ab Zürich nochmals an und bietet ab Genf nur einen Mimi-Flugplan mit zu zwei Zielen
Die Swiss passt ihr Flugprogramm ab Zürich nochmals an und bietet ab Genf nur einen Mimi-Flugplan mit zu zwei Zielen
© Till Bartels

Swiss International Air Lines reduziert aufgrund der verschärften Reiserestriktionen den bereits verringerten Flugbetrieb in Genf bis Ende Februar auf ein absolutes Minimum. Nur die Flugverbindungen aus Genf zum Drehkreuz der Swiss in Zürich und nach Frankfurt werden mit 13 bzw. sieben wöchentlichen Frequenzen aufrechterhalten.

"Am Drehkreuz der Swiss in Zürich kann aufgrund von Zubringer- und Frachtflügen ein Großteil der angebotenen kontinentalen und interkontinentalen Strecken aufrechterhalten werden", heißt es positiv in einer Presserklärung. Dennoch wird das bereits stark verringerte Flugangebot im Februar 2021 nochmals reduziert. Damit bietet die Schweizer Fluglinie in diesem Monat nur noch zehn Prozent des Flugprogramms von 2019.


Nachrichten von Donnerstag, den 28. Januar

+++ Nach Dänemark und Finnland: Auch Norwegen schließt seine Grenzen +++

Der Norden macht dicht: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten verschärft nach Dänemark und Finnland auch Norwegen seine Einreisebeschränkungen. Ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag werden die norwegischen Grenzen für praktisch alle Menschen geschlossen, die nicht im Land wohnen. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Es gebe jedoch Ausnahmen, etwa für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarländern Schweden und Finnland.

Arbeitslosigkeit auf Mallorca steigt dramatisch – riesiger Ansturm auf die Tafeln

Seit Mittwoch gelten auch in Finnland verschärfte Einreiseregeln. Dänemark lässt seit dem 9. Januar bis auf wenige Ausnahmen nur noch Menschen ins Land, die einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen und maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Schweden hat zudem seine Grenzen nach Norwegen geschlossen.

Norwegen ist bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen, hat aber auch seine Probleme mit der Pandemie. Zuletzt hat ein Ausbruch der britischen Coronavirus-Variante in einem Pflegeheim nahe Oslo zu Bedenken und strikten Maßnahmen in der Hauptstadtregion geführt. Im europäischen Vergleich zählen die norwegischen Neuinfektionszahlen jedoch seit längerem zu den niedrigsten des gesamten Kontinents.


Nachrichten von Dienstag, den 26. Januar

+++ Costa verschiebt den Neustart von Kreuzfahrten auf Mitte März 2021 +++

Eigentlich wollte die italienische Reederei Costa Crociere bereits am 31. Januar den Kreuzfahrtbetrieb mit der "Costa Deliziosa" wieder aufnehmen. Doch jetzt wurden auch alle geplanten Abfahrten mit der "Costa Firenze" und "Costa Luminosa" abgesagt.

Zu Begründung hieß es, "dass die Gäste unter den derzeitigen restriktiven Regelungen keine angemessenen Urlaubserlebnisse während der Landausflüge genießen und die Häfen und ihre Umgebung nicht ausreichend erkunden könnten."

Stattdessen soll am 13. März zunächst nur ein Schiff in See stechen. Die "Costa Smeralda" wird dann die immer wieder verlängerte Winterpause beenden. Der mit Flüssigerdgas angetriebene Neubau soll die Häfen von Savona, La Spezia, Civitavecchia, Neapel, Messina und Cagliari anlaufen.


Nachrichten von Samstag, den 23. Januar

+++ Corona-Hotspot: Ibiza wird wegen stark steigender Covid-19-Neuinfektionen abgeriegelt +++

Die bei Deutschen beliebte spanische Urlauberinsel Ibiza wird ab Samstag wegen steil ansteigender Coronazahlen vorerst bis zum Monatsende weitgehend abgeriegelt. Die wie Mallorca, Menorca und Formentera zu den Balearen-Inseln im Mittelmeer gehörende Insel darf dann nur noch aus triftigem Grund besucht werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen, wie die deutschsprachige "Mallorca Zeitung" berichtet.

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen sei auf Ibiza auf mehr als 1800 gestiegen, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Auch auf den anderen Balearen-Inseln ist die Lage kritisch. Insgesamt liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen bei 309. In Deutschland wurde dieser Wert mit 115 angegeben.

Auf Mallorca demonstrierten am Freitag erneut Gastronomen gegen die Schließung der Gaststätten und die aus ihrer Sicht zu geringen staatlichen Hilfen. Genehmigt war eine Kundgebung, bei der alle Teilnehmer in ihren Autos bleiben mussten. Aber neben mehreren hundert Fahrzeugen beteiligten sich auch rund 1000 Fußgänger an der Demo. Die Polizei schritt nicht ein.


Nachrichten von Mittwoch, den 20. Januar

+++ Viel Fracht, kaum Passagiere: Singapore Airlines fliegt wieder täglich ab Frankfurt +++

Statt mit einem großen Airbus A380 fliegt Singapore Airlines mit Airbus A350 nach Frankfurt, München und Zürich.
Statt mit einem großen Airbus A380 fliegt Singapore Airlines mit Airbus A350 nach Frankfurt, München und Zürich.
© MI News / Picture Alliance

Seit heute fliegt die Airline aus dem Stadtstaat Singapur wieder regelmäßig nach München. Dreimal pro Woche steht die Verbindung auf dem Flugplan. Auch Frankfurt und Zürich werden ab dieser Woche wieder täglich bedient.

Bei allen Flügen kommt der treibstoffsparende Airbus A350-900 zum Einsatz, der über eine Kapazität von 253 Sitzen verfügt. Doch die Auslastung in der gesamten Flotte beträgt nach Angaben des General Manager von Singapore Airlines für den deutschsprachigen Markt, Alastair Hay-Campbell, nur 15 Prozent. Besser sieht es bei der Auslastung der Luftfacht-Kapazitäten aus: die liegt auf den Flügen nach Europa bei 94,7 Prozent. Insgesamt sieht der Airline-Manager eine "beginnende Markterholung".

Da Singapur nicht mehr als Risikogebiet ausgewiesen wird, ist die Einreise in Deutschland für Fluggäste unproblematisch. An Bord hat Singapore Airlines ihre Reinigungsvorschriften verschärft, inklusive dem Einsatz von Nebelverfahren, Oberflächendesinfektion und den Einsatz von HEPA-Filtern (High Efficiency Particulate Air). Auch die Impfung gegen Corona der 5200 Mitarbeiter in Cockpit und Kabine hat bereits begonnen.


Nachrichten von Montag, den 18. Januar

+++ Australien will Grenzen für Reisende auch 2021 geschlossen halten +++

Wahrzeichen von Sydney: das Opernhaus
Wahrzeichen von Sydney: das Opernhaus
© Micha Sheldon / Picture Alliance

Australien wird seine Grenzen für internationalen Reiseverkehr voraussichtlich auch 2021 nicht öffnen. "Ich denke, das ist die große Frage. Aber ich glaube, die Antwort ist Nein", sagte der Chefmediziner der australischen Regierung, Brendan Murphy, am Montag. Selbst wenn ein großer Teil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sei, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Geimpften es weiterhin an andere übertragen könnten. "Ich denke, dass es den größten Teil dieses Jahres immer noch erhebliche Grenzbeschränkungen geben wird", so Murphy.

Das Land hat seine Landesgrenzen seit März 2020 geschlossen. Auch wegen dieser Maßnahme ist Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern bislang vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Es wurden insgesamt bisher knapp 29.000 Infektionen verzeichnet, rund 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Das Leben ist vielerorts mittlerweile wieder relativ normal. Für zahlreiche Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Familien, die Angehörige im Ausland haben, seien die Pläne aber eine bittere Nachricht, so das Nachrichtenportal news.com.au.


Nachrichten von Donnerstag, den 14. Januar

+++ Norwegian Air verzichtet künftig auf Langstreckenflüge +++

Eine Boeing 787-9 Dreamliner von Norwegian startet am Flughafen Barcelona in Katalonien zu einem Langstreckenflug
Eine Boeing 787-9 Dreamliner von Norwegian startet am Flughafen Barcelona in Katalonien zu einem Langstreckenflug
© Markus Mainka / Picture Alliance

Die schwer von der Corona-Krise getroffene Billigairline Norwegian Air Shuttle kehrt zurück zu ihren Anfängen: Norwegian Air werde künftig keine Langstreckenflüge mehr anbieten, sondern sich auf Europa konzentrieren, erklärte die Airline am Donnerstag.

Norwegian war in den Jahren vor Beginn der Corona-Krise zum drittgrößten Billigflieger Europas aufgestiegen und hatte versucht, auch günstige Transatlantikflüge anzubieten, etwa, indem die Airline sich auf Verbindungen zwischen großen Städten konzentrierte und ihre Maschinen intensiv einsetzte. Doch die Fluggesellschaft häufte riesige Verluste an, auch und vor allem wegen technischer Mängel etwa mit der Boeing Dreamliner und der Boeing 737 Max. Ende September betrug der Schuldenberg 48,5 Milliarden Kronen (4,7 Milliarden Euro).

Die Fluggesellschaft ist seit 2017 in den Miesen - die Corona-Krise verschärfte die Schwierigkeiten drastisch. Bei Norwegian sind derzeit sechs von 140 Maschinen und 600 von rund 10.000 Mitarbeitern im Einsatz. Anfang Dezember hatte die Airline Gläubigerschutz beantragt. 2021 sollen wieder 50 Maschinen fliegen, im kommenden dann 70. Diesem Plan müssen die Gläubiger allerdings zustimmen. 


Nachrichten von Mittwoch, den 13. Januar

+++ Inlandstourismus bricht im November ein - Rekordtief im Gesamtjahr +++

Die Corona-Krise hat das Hotelgewerbe in Deutschland im vergangenen Jahr mit voller Wucht getroffen. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf das Rekordtief von 299 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse im Jahr 1992 mit damals 318,4 Millionen Übernachtungen.

Im November brach die Zahl Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 72,2 Prozent auf 9,0 Millionen ein. Zur Bekämpfung wieder steigender Corona-Zahlen war ein Teil-Lockdown verhängt worden. Übernachtungen von Privatreisenden in Hotels, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben wurden verboten. Einen ähnlichen Rückgang hatte es auch im Mai 2020 mit minus 75 Prozent gegeben. Im April, also kurz nach dem Beginn des ersten Lockdowns, war die Zahl der Übernachtungen 89 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Nur knapp 39.500 der etwa 52.200 statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe hatten den Angaben zufolge im November geöffnet. Die Wiesbadener Statistiker berücksichtigen Unterkünfte mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten.

Nachrichten von Samstag, den 9. Januar

+++ Nach IT-Problemen: Aida Cruises verschiebt den Neustart für Kreuzfahrten auf März +++

Auch wegen der Verlängerung des Lockdowns und der Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus unterbricht die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Kreuzfahrtsaison länger als geplant. Man hoffe, diese "nach einer deutlichen Entspannung des Infektionsgeschehens in Deutschland" ab 6. März fortsetzen zu können, teilte das Unternehmen mit. Ursprünglich sollten Schiffe schon Mitte Januar wieder rund um die Kanarischen Inseln kreuzen.

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Im März sollen Fahrten um die Kanaren, in Nordeuropa und im Mittelmeer den Auftakt machen. Gäste, deren Reisen nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden können, würden umgehend informiert, heißt es in der Mitteilung. Aida biete Umbuchungen an.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben nach fast 14-tägiger Unterbrechung seit Weihnachten wieder per Telefon und E-Mail erreichbar. Es hatte zuletzt wegen erheblicher IT-Probleme sogar Kreuzfahrten absagen müssen. In Medien war über einen möglichen Hackerangriff spekuliert worden. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen übernommen. Aida will sich zu den Hintergründen nicht äußern.


Nachrichten von Freitag, den 8. Januar

+++ RKI erklärt auch Madeira und Irland zu Risikogebieten +++

Das Robert Koch-Institut in Berlin hat die Liste der Risikogebiete aktualisiert: Ab dem 9. Januar gelten nicht nur die Kanaren und Azoren als Risikogebiet, sondern auch die Madeira. Die Insel wird gerne von Kreuzfahrtschiffen, die von den Kanaren kommen, angelaufen. Seit mehr als sieben Tagen beträgt die Inzidenzzahl dort mehr als 50 pro 100.000 Einwohnern.

Außerdem wird die Reisewarnung des Auswärtiges Amtes am 9. Januar auf ganz Irland ausgedehnt. Zuvor waren nur einzelne Regionen der Insel besonders ausgewiesen. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen wird derzeit gewarnt", heißt es bei den Reise- und Sicherheitshinweisen zu Irland. Für Reisende aus diesen Risikogebieten gilt: Zurück in Deutschland müssen sie sich sofort nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne begeben. Wer sich nach fünf Tagen testen lässt und ein negatives Ergebnis vorweisen kann, für den gilt eine verkürzte Quarantäne-Zeit.


Nachrichten von Dienstag, den 5. Januar

+++ Staat kann in großem Stil bei Reisekonzern Tui einsteigen +++

Der deutsche Staat kann sich nach der Lufthansa nun auch in größerem Umfang an dem Reisekonzern Tui beteiligen. Die Eigner des schwer von der Corona-Krise getroffenen Unternehmens stimmten am Dienstag mit großer Mehrheit einem entsprechenden Recht zum Umtausch von Vermögenseinlagen in Aktien zu. Damit ist der Weg für den Bund frei, mit insgesamt bis zu 25 Prozent plus einem Anteilsschein bei der Tui einzusteigen.

Das Unternehmen hatte seine Eigentümer zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zusammengerufen, die wegen der Pandemie-Beschränkungen online ausgerichtet wurde. Dabei schufen die Aktionäre mehrheitlich die letzten formalen Voraussetzungen für eine größere staatliche Beteiligung.

Die EU-Kommission hatte zuvor am Montagabend in Brüssel erklärt, dass die wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen für bis zu 1,25 Milliarden Euro an deutschen Hilfen aus ihrer Sicht erfüllt sind. Im Einzelnen geht es dabei um eine stille Beteiligung an Tui von 420 Millionen Euro, die der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) laut Beschluss der Aktionäre nun in direkte Anteilsscheine umwandeln darf. Zudem umfasst das Paket eine ebenfalls wandelbare Anleihe im Wert von 150 Millionen Euro, für die bereits im Spätsommer die wesentlichen Bedingungen geklärt worden waren.

Hinzu kommt jetzt noch eine zweite, allerdings nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro. Die genaue Ausschöpfung dieses letzten Teils ist unter anderem abhängig davon, ob sich das Land Niedersachsen am Tui-Hauptsitz Hannover bereiterklärt, eine Summe von bis zu 400 Millionen Euro mit einer eigenen Garantie abzusichern.


+++ Hunger und Angst auf Mallorca: Corona-Hotspot droht harter Winter +++

Die Corona-Zahlen steigen auf Mallorca seit Wochen stark. Inzwischen sind sie so hoch wie sonst kaum wo in Spanien. Zugleich wachsen Arbeitslosigkeit, soziale Not und Hunger. Zuletzt kletterte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen auf 530, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Wochenlang waren die Balearen unangefochten das Epizentrum der Pandemie in Spanien gewesen, am Montag wurden sie von Extremadura überholt. 

Auf Mallorca, wo die 14-Tage-Inzidenz nach jüngsten amtlichen Angaben sogar bei 608 lag, geht die Angst um. Der Winter könnte noch "heißer" werden als von Carbonero befürchtet. Man hat Angst vor einem Kollaps der Intensivstationen, die immer voller werden. "Wir erleben eine schreckliche Situation, die wir uns auch nicht in unseren schlimmsten Träumen hätten vorstellen können", räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol kurz vor Silvester ein.

Auf Mallorca, wo die 14-Tage-Inzidenz nach jüngsten amtlichen Angaben sogar bei 608 lag, geht die Angst um. Der Winter könnte noch "heißer" werden als von Carbonero befürchtet. Man hat Angst vor einem Kollaps der Intensivstationen, die immer voller werden. "Wir erleben eine schreckliche Situation, die wir uns auch nicht in unseren schlimmsten Träumen hätten vorstellen können", räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol kurz vor Silvester ein.


Nachrichten von Montag, den 4. Januar

+++ Oliver Pocher bittet Fans: Auf Urlaub in Corona-Pandemie verzichten +++

Ob Sonne tanken in Dubai oder Skifahren in Winterberg: Comedian Oliver Pocher hat in den sozialen Netzwerken seine Follower gebeten, derzeit auf solche Aktivitäten zu verzichten. "Leute... niemand hat etwas gegen Urlaub oder Schnee... auch ich war schon einmal im Skiurlaub oder auch in der Sonne und in Dubai... nur einfach sich nochmal ein paar Monate zurückhalten und seinen Egoismus hinten anstellen", schreibt er. Und: Wer es doch tue, solle dies für sich behalten und nicht im Netz "zur Schau stellen".

Unter dem Beitrag postete er ein Foto aus dem sonnigen Dubai und eines aus einem verschneiten Wald, mit kopierter Ortsmarke von Winterberg und dem Kommentar: "Gefühlt ganz Instagram zur Zeit." In Winterberg in Nordrhein-Westfalen hatte es am Wochenende wie in anderen verschneiten deutschen Ausflugsgebieten einen Ansturm von Ausflüglern gegeben. In Winterberg gilt ein Betretungsverbot.

tib/AFP/DPA

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