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Die schönsten Tauchspots: Google Street View geht baden

Türkisblau schimmert die Welt, eine Wasserschildkröte schwimmt durchs Bild. Der Kartendienst zeigt Unterwasserbilder vom Great Barrier Reef bis Hawaii - eine virtuelle Tauchreise ohne nass zu werden.

Von Till Bartels

Erst waren es nur die Abbilder von Fassaden ganzer Straßenzüge, die sich Internetnutzer mit Hilfe von Google Street View ansehen konnten. Bald folgten dreidimensionale Ansichten von Gebäuden sowie virtuelle Reisen zu Himalaja- und Andengipfeln und in das Innere eines Airbus A380. Jetzt hat Google seinen Kartendienst um eine neue Variante erweitert: Mit Street View Oceans geht es an sehr exotischen Reisezielen auf Tauchstation.

71 Prozent der Erdoberfläche besteht nicht aus Landmassen, sondern wird von den Ozeanen bedeckt. Diese unter der Wasserobfläche verborgene Welt können Schreibtisch-Schnorchler mit virtuellen Tauchgängen nun bequem entdecken. Zum Beispiel am Great Barrier Reef. Für die Unterwasserpanoramen haben australische Forscher 50.000 Bilder von der spektakulären Unterwasserwelt vor Heron Island und Lady Elliot Island zusammengesetzt.

Great Barrier Reef: Lady Elliot Island

Die kleine Insel liegt vor der Ostküste Australiens am südlichen Ende des 2300 Kilometer langen Great Barrier Reef. Zunächst macht sich der User ein Bild vom Strand, dann kann er den Navigationspfeilen ins Wasser folgen und abtauchen. Inzwischen gibt es zwei weitere Punkte für Spazierggänge unter Wasser: Heron Island weiter im Norden, wo Begegnungen mit Meeresschildkröten garantiert sind, und Wilson Island am Great Barrier Reef, wo Rochen am Riff entlang schwimmen.

Oahu, Hawaii: Hanauma Bay

Gleich zwei Tauchspots bietet die Anwendung auf Hawaii: Dank der 360-Grad-Panaramafotos lässt sich die schillernde Unterwasserflora- und Fauna neben der Hanauma Bay auf der Hauptinsel Oahu auch am Molokini-Krater auf Maui bewundern.

Apo Island, Philippinen

Mit einer Spezialkamera wurde auch das Korallenriff vor der nur zwei Quadratkilometer großen Insel Apo auf den Philippinen aufgenommen. Das unter Schutz stehende Gebiet ist für seine 400 verschiedene Korallenarten bekannt.

Die Unterwasserperspektive wurde von Google im vorigen Jahr erfolgreich gestartet. Bald soll Street View Oceans um weitere Ziele bei den Bermudas und in der Karibik erweitert werden. Einen großen Vorteil hat die Anwendung schon jetzt: Sie ermöglicht auch Nichtschwimmern einen spektakulären Einblick in die Unterwasserwelt. Und Umweltschützer sind sich sicher, dass diese Art von Tauchtourismus keinerlei Schäden an den Korallenriffen zu Folge hat.

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