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Coronavirus Fluglinie Qantas will Impfpflicht für Flugreisende einführen

Zwei jets von Qantas am  Sydney International Airport. Wegen des finanziellen Einbruchs musste Qantas in diesem Jahr 6000 seiner insgesamt 29.000 Stellen kürzen.
Zwei jets von Qantas am  Sydney International Airport. Wegen des finanziellen Einbruchs musste Qantas in diesem Jahr 6000 seiner insgesamt 29.000 Stellen kürzen.
© Greg Wood / AFP
Katalonien: Bars und Restaurants in Barcelona dürfen ab Montag wieder öffnen +++ Reiseziel New York: Keine Erholung des Tourismus vor 2024 +++ Erste Kreuzfahrt in der Karibik muss wegen Corona-Vorfällen abgebrochen werden +++ Die wichtigsten Reise-News zum Coronavirus im stern-Ticker.
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Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen enorm eingeschränkt. Auch hat das Auswärtige Amt wegen der Pandemie eine Reisewarnung für touristische Reisen in viele Länder ausgegeben. Hier finden Sie regelmäßig die neuesten Meldungen zum Thema Coronakrise und Reisen.

Nachrichten von Dienstag, den 24. November

+++ Fluglinie Qantas will Impfpflicht für Flugreisende einführen +++

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus will Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas eine Impfpflicht für ihre Passagiere einführen. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, würden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der  Airline entsprechend angepasst, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Während man über das weitere Vorgehen bei Inlandsflügen noch nicht entschieden habe, sei die Situation bei Interkontinentalverbindungen klar: "Wir werden von internationalen Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen."

Joyce geht nach eigenen Worten davon aus, dass seine Fluggesellschaft damit nicht alleine steht - sondern weltweit ähnliche Regeln eingeführt werden. "Ich glaube, das wird eine normale Sache sein, nach Gesprächen mit meinen Kollegen von anderen Airlines zu urteilen." Qantas wurde 1920 gegründet und ist eine der ältesten ununterbrochen tätigen Fluggesellschaften der Welt. Vor der Corona-Pandemie beförderte das Unternehmen jährlich 50 Millionen Passagiere in alle Welt.


Nachrichten von Freitag, den 20. November

+++ Katalonien: Bars und Restaurants in Barcelona dürfen ab Montag wieder öffnen +++

Die katalanische Regionalregierung hat angesichts einer Besserung der Corona-Lage eine Lockerung der Pandemie-bedingten Beschränkungen angekündigt. Ab Montag dürften Bars und Restaurants wieder öffnen, kündigte Vize-Regionalpräsident Pere an. Allerdings gelte eine Sperrstunde ab 21.30 Uhr. Zudem werde die Auslastung auf maximal 30 Prozent beschränkt.

"Wir haben es geschafft, die Dynamik der Pandemie zu verändern, ohne uns in einen strikten Lockdown zu begeben", sagte Aragonès mit Blick auf die strikte Ausgangssperre, die während der ersten Infektionswelle im Frühling in ganz Spanien gegolten hatte. Außer Bars und Restaurants dürfen ab Montag auch Kinos, Theater und Konzerthäuser wieder öffnen - allerdings nur mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent. Die nächtliche Ausgangssperre sowie Reisebeschränkungen will die Regionalregierung vorerst beibehalten. Spanien gehört zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Insgesamt wurden in dem Land seit Beginn der Pandemie mehr als 1,5 Millionen Infektions- und 42.000 Todesfälle registriert.


Nachrichten von Mittwoch, den 18. November

+++ Reiseziel New York: Keine Erholung des Tourismus vor 2024 +++

Nachdem die US-Metropole 2019 mit 66,6 Millionen Besuchern im zehnten Jahr in Folge einen Rekord aufgestellt hatte, werde die Zahl für 2020 insgesamt wohl bei rund 22,9 Millionen Besuchern liegen, teilte die New Yorker Tourismusbehörde NYC & Company mit. Die Zahl der Besucher aus den USA habe um rund zwei Drittel abgenommen, die der Touristen aus dem Ausland sogar um 80 Prozent.

Erst für 2024 erwartet die Behörde, die selbst zeitweise einen großen Teil ihrer Mitarbeiter freistellen musste, wieder einen neuen Rekord mit 69,2 Millionen Besuchern. Die Tourismus-Industrie, die vor Ausbruch der Pandemie rund 400.000 Menschen beschäftigte, ist wichtiger Wirtschaftssektor der Metropole.

New York war im Frühjahr zu einem der Epizentren der Coronavirus-Pandemie geworden und hatte relativ strenge Beschränkungen des öffentlichen Lebens auferlegt. Der Tourismus war zusammengebrochen. Inzwischen sind zwar viele Beschränkungen wieder gelockert, aber zahlreiche Attraktionen wie beispielsweise die Theater am Broadway oder die Metropolitan Oper haben bereits angekündigt, erst 2021 wieder öffnen zu wollen. Zudem gelten für viele Länder - darunter Deutschland - weiterhin weitreichende Einreisebeschränkungen.


Nachrichten von Montag, den 16. November

+++ Saison 2020/21: Erste Kreuzfahrt in der Karibik muss wegen Corona-Vorfällen abgebrochen werden +++

Misslungener Restart der Kreuzfahrten in der Karibik: Bei sechs Passagieren und einem Crew-Mitglied an Bord der "Sea Dream 1", eines der ersten Schiffe, das nach Ausbruch der Pandemie in der westindischen Inselwelt am 7. November in See stach, fielen Corona-Tests positiv aus. Die Luxus-Yacht mit nur 53 Passagieren – darunter 37 US-Bürger und 16 Personen aus Großbritannien, Österreich, Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland sowie 66 Besatzungsmitgliedern kehrte deshalb vorzeitig nach Bridgetown auf Barbados zurück.

Bei den übrigen Personen an Bord fiel der Covid-19-Test negativ aus. Die norwegische Reederei bestätigte inzwischen Meldungen des Portals "Barbados Today" und des britischen "Guardian". "Nach Abschluss einer erfolgreichen Sommersaison in Norwegen haben wir für unsere Wintersaison auf Barbados noch strengere Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle eingeführt", sagte ein Pressesprecher. "Alle Gäste wurden vor der Einschiffung zweimal getestet."


Nachrichten von Dienstag, den 10. November

+++ Urlauber müssen auf den Kanaren ab Samstag negativen Corona-Test vorlegen +++

"Auf den Kanaren müssen ab 14. November 2020 alle Besucher, die mindestens 6 Jahre alt sind und sich in einem touristischen Beherbergungsbetrieb (Hotel, Ferienwohnung, Ferienhaus) aufhalten möchten, an der Rezeption ein negatives Testergebnis auf Covid-19 vorlegen", heißt es auf der Website des Auswärtigen Amtes. "Die Durchführung des Tests darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen."

Der Reiseveranstalter Tui bietet vorab Schnell-Analysen an. Der Antigen-Test lässt sich selbst von zu Hause aus machen, dazu gehört auch eine kurze Online-Beratung durch medizinisches Personal, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis des kostenpflichtigen Angebots erhalten die Nutzer dann als PDF-Datei per E-Mail. Der Konzern informierte Reisebüros zum Wochenbeginn über die Testmöglichkeit.

Weiterhin gilt eine Reisewarnung für Spanien: "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien, mit Ausnahme der Kanarischen Inseln, wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt", heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes. Generell müssen Flugreisende außerdem ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss.


Nachrichten von Donnerstag, den 5. November

+++ Tui Cruises sagt alle Kreuzfahrten ab Kiel ab +++

Schlechte Nachrichten für Passagiere, die eine Blaue Reise auf der "Mein Schiff 1" ab Kiel gebucht haben: "Wir wurden am 4.11.2020 von den zuständigen Landesbehörden in Schleswig-Holstein kurzfristig darüber informiert, dass wir - entgegen der bisherigen Genehmigung - ab dem 5.11.2020 und bis auf weiteres keine Kreuzfahrten ab und bis Kiel durchführen dürfen", heißt es auf der Homepage von Tui Cruises.

Auch ab anderen deutschen Kreuzfahrthäfen sind keine Abreisen möglich. Daher hat sich die Reederei entschlossen, "alle für dieses Jahr geplante Blauen Reisen der 'Mein Schiff 1' abzusagen." Die Gäste werden entsprechend informiert. Die ab Griechenland und den Kanarischen Inseln geplanten Kreuzfahrten soll nach wie vor stattfinden.


Nachrichten von Mittwoch, den 4. November

+++ Nach Spanien reisen im Corona-Jahr 75 Prozent weniger ausländische Touristen +++

Die Zahl der ausländischen Touristen in Spanien ist in den Monaten Januar bis September um rund 75 Prozent gesunken. Das geht aus Angaben der spanischen Statistikbehörde INE hervor. Demnach sank die Zahl der Touristen auf nur noch 16,8 Millionen nach rund 67 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im März und April hatte Spanien wegen der Corona-Pandemie gar keine ausländischen Touristen ins Land gelassen. Danach stiegen die Zahlen zwar allmählich wieder an, sanken jedoch erneut nach Einschränkungen für Spanien-Reisende zunächst durch Großbritannien Ende Juli.

Insgesamt hielten sich in den Hauptsaison-Monaten Juli und August den Angaben zufolge erneut etwa 75 Prozent weniger Touristen im Land auf als in den gleichen Monaten 2019. Wegen des erneuten Anstiegs der Infektionszahlen und neuer Reisewarnungen betrug der Rückgang im September dann sogar 87 Prozent. Nach Herkunftsländern sank die Zahl französischer Touristen um 64 Prozent, deutscher um 76 Prozent und britischer um 81 Prozent. Die in Spanien getätigten Ausgaben von Touristen gingen insgesamt um 76 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro zurück.

Das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) hat ganz Spanien seit dem 2. September wieder zum Corona-Risikogebiet erklärt. Seit dem 24. Oktober sind die Kanarischen Inseln von der Warnung ausgenommen.


Nachrichten von Donnerstag, den 29. Oktober

+++ Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Antalya +++

Die Bundesregierung weitet ihre Reisewarnung wieder auf die ganze Türkei aus. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, sind ab dem 9. November auch die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya von der Reisewarnung betroffen. Die vier Provinzen an der türkischen Ägäis- und Mittelmeerküste waren bislang von dieser Warnung ausgenommen. Diese Ausnahmeregelung soll nach Angaben des Auswärtigen Amts bis zum 8. November auch weiterhin gelten.

Da die Türkei als Risikogebiet eingestuft ist, kann daraus auch eine Quarantäneverpflichtung bei der Einreise nach Deutschland resultieren. In der Türkei haben die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Am Mittwoch überschritt die Zahl der Verstorbenen die Schwelle von 10.000. Wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca mitteilte, wurden in der Türkei mittlerweile insgesamt 368.513 Infektions- und 10.027 Todesfälle verzeichnet. Das Epizentrum der Corona-Epidemie in der Türkei sei Istanbul, sagte der Minister. Vier von zehn Infizierten stammen demnach aus der Metropole am Bosporus.


Nachrichten von Dienstag, den 27. Oktober

+++ Tui vermietet Hotelzimmer fürs Homeoffice +++

Angesichts einstaubender Hotelzimmer geht die Tui-Tochter Robinson in der Corona-Krise neue Wege: Sie bietet zunächst in einem ihrer Clubs in Portugal Hotelzimmer fürs Homeoffice an. Die für das neue Konzept namens "Workation" ausgewählten Zimmer in ruhiger Lage werden demnach nach Wunsch des Gastes ausgestattet: mit schneller und stabiler Internetverbindung oder ergonomischem Schreibtischstuhl.

Der Gast müsse weder einkaufen, kochen oder Auto tanken, sondern könne sich "ganz auf seine Arbeit fokussieren". Das Angebot richte sich vor allem an berufstätige Langzeitgäste, erklärte Robinson. Die Preise beginnen demnach bei 67 Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer, Einzelleistungen könnten gegen Gebühr hinzugebucht werden. Je nachdem, welche weiteren Clubs bereist werden können, bauen wird das Angebot ausgebaut. In Frage kommen laut Unternehmen etwa Robinson-Clubs auf Fuerteventura, Mallorca oder in der Türkei. 


Nachrichten von Donnerstag, den 22. Oktober

+++ Ab 24. Oktober: Auswärtiges Amt streicht Reisewarnung für die Kanaren +++

Gute Nachrichten für sonnenhungrige Urlauber und für die Reiseindustrie: Wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte, werden die Kanarischen Inseln von der Corona-Risikoliste gestrichen. Die Reisewarnung des Auswärtiges Amtes in Berlin gilt nur noch bis zum 24. Oktober. Dennoch heißt es weiterhin – mit Ausnahme der Kanarischen Inseln: "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Spanien wird derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt." Insbesondere Madrid gilt als Hotspot in Europa.

Die zweite Corona-Welle setzte in dem beliebten Urlaubsland mit 47 Millionen Einwohnern früher ein und verlief heftiger, als in vielen anderen Staaten Westeuropas: Rund eine Million Infizierte und über 34.000 Tote sind zu beklagen. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung liegen die Zahlen damit mehr als fünfmal so hoch wie in Deutschland.


Nachrichten von Mittwoch, den 21. Oktober

+++ Stuttgarter Reisemesse CMT abgesagt +++

Die für Ende Januar 2021 geplante Stuttgarter Reisemesse CMT (Caravaning, Motor, Touristik) fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Das bestätigte eine Messe-Sprecherin am Dienstag auf Anfrage. Wann die Veranstaltung nachgeholt werden soll, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. "Es gibt Überlegungen, aber noch kein konkretes Datum", sagte die Sprecherin dazu. Zuerst hatte der SWR über die Absage berichtet. Die CMT bezeichnet sich als weltweit größte Publikumsmesse für Tourismus. Im Januar dieses Jahres kamen nach Veranstalterangaben rund 300 000 Besucher zur CMT.


Nachrichten von Freitag, den 2. Oktober

+++ USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende Oktober +++

Noch immer kein Neustart: Kreuzfahrten von US-Häfen aus bleiben aufgrund der weiterhin kritischen Corona-Lage verboten. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" am Donnerstag bis Ende Oktober. Die jüngsten Datenauswertungen von Kreuzfahrten im Ausland zeigten, dass die Infektionsgefahr an Bord der Schiffe hoch bleibe, selbst bei verminderten Passagierzahlen, erklärte die CDC.

Deshalb sei das Risiko von Virusausbreitungen in den USA groß, wenn der Betrieb dort zu früh wieder zugelassen werde, so die Behörde weiter. US-Medien berichteten, dass CDC-Direktor Robert Redfield das Verbot am liebsten direkt bis Februar verlängert hätte, aber vom Weißen Haus überstimmt worden sei. Vor allem in Florida, wo mit Miami quasi der Hauptsitz der Kreuzfahrtindustrie ist, drängen Politiker auf einen raschen Neustart.


Nachrichten von Dienstag, den 29. September

+++ Nur ein Corona-Fehlalarm? "Mein Schiff 6" erreicht den Hafen von Piräus +++

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" mit mehreren Corona-Infizierten an Bord hat am frühen Dienstagmorgen in der griechischen Hafenstadt Piräus angelegt. Sofort gingen Experten der Gesundheitsbehörde (Eody) an Bord, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete. Alle Reisenden und Crewmitglieder sollen einen Coronavirus-Test machen.

Die ersten Schnelltests seien negativ gewesen, berichtete das Staatsfernsehen. Die 922 Urlauber und die die 666 Besatzungsmitglieder müssten zunächst an Bord bleiben. Laut Reederei sollen die für Dienstag vorgesehenen Landausflüge der Gäste in Piräus am Mittwoch nachgeholt werden. 

Am Montag war bekannt geworden, dass zwölf Crewmitglieder an Bord positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren. Sie seien auf dem Schiff isoliert worden, teilte die Reederei Tui Cruises mit. Das Schiff war am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen.

Update am 29. September um 17.35 Uhr:

Wie sich herausstellte, gab es einen "Fehlalarm" an Bord der "Mein Schiff 6". Testergebnisse bei Crewmitgliedern durch ein Labor an Land und weitere Tests, darunter zwei PCR-Tests und ein Antigen-Test, hätten bestätigt: "Es gibt keine Fälle von Covid-19 an Bord der 'Mein Schiff 6'. Dies bestätigten heute Nachmittag auch die griechischen Behörden", heißt es in einer Mitteilung der Reederei, die dem stern vorliegt.


Nachrichten von Montag, den 28. September

+++ Tui fliegt trotz Reisewarnung Urlauber auf die Kanaren +++

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will der weltgrößte Reiseanbieter Tui ab dem 3. Oktober wieder Reisen auf die Kanaren anbieten. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die kanarischen Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte der Deutschlandchef des Tourismuskonzerns, Marek Andryszak, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). "Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden." Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden. 

Seit der Reisewarnung für ganz Spanien habe Tui die Flüge auf die kanarischen Inseln stark reduziert. "In der Zwischenzeit haben wir Vorbereitungen getroffen, so dass wir Reisen auf die Kanaren ab dem 3. Oktober wieder aufnehmen können - trotz Reisewarnung", sagte Andryszak. Damit stelle sich der Reisekonzern nicht gegen die Bundesregierung - bei den Reisewarnungen handele es sich nicht um ein Reiseverbot, sondern um eine Empfehlung, vorsichtig zu sein. "Und genau dieser Empfehlung folgen wir", sagte er.


Nachrichten von Dienstag, den 22. September

+++ Abgesagte Reisen: Nur jeder fünfte Urlauber hat einen Gutscheine akzeptiert +++

Die von der Bundesregierung beschlossene Gutscheinlösung für coronabedingte ausgefallene Pauschalreisen stößt bei Verbrauchern auf geringe Akzeptanz. Bislang hätten weniger als 20 Prozent der Urlauber einen Gutschein akzeptiert, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, dem "Handelsblatt" vom Dienstag. "Die freiwillige Gutscheinregelung, wie sie die Regierung eingeführt hat, hat der Reisewirtschaft nicht geholfen." Sie habe "Tatkraft vorgetäuscht, ohne ein Erfolg versprechendes Konzept zu verfolgen".

Der Bundestag hatte Anfang Juli die Gutschein-Lösung für ausgefallene Pauschalreisen beschlossen. Danach können Reiseveranstalter, die ihren Kunden wegen einer coronabedingt ausgefallenen Pauschalreise Geld zurückzahlen müssen, diesen als Alternative einen Gutschein anbieten. Die Kunden können sich für eine Rückzahlung des gezahlten Geldes oder für den Gutschein entscheiden.


Nachrichten von Freitag, den 18. September

+++ Hurtigruten setzt alle Expeditionsreisen bis Jahresende aus +++

Aufgrund der zunehmenden Corona-Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika habe man sich entschlossen, alle Expeditionskreuzfahrten bis Ende Dezember auszusetzen, erklärte Hurtigruten am Donnerstag in einer Börsenmitteilung. Ziel sei es, den Betrieb im Januar 2021 wieder aufzunehmen.

Betroffen von dem Schritt sind laut Hurtigruten-Chef Daniel Skjeldam mehrere Kreuzfahrten in die Antarktis, die ursprünglich von Oktober bis Dezember starten sollten. Als eine der ersten Reedereien hatte Hurtigruten bereits Ende Juni wieder Kreuzfahrten angeboten, unter anderem mit der neuen "MS Fridtjof Nansen" ab Hamburg.

Allerdings war Hurtigruten wegen eines Ausbruchs mit mehr als 70 Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff "MS Roald Amundsen" in Bedrängnis geraten. Dazu präsentierte die Reederei am späten Donnerstagnachmittag einen unabhängigen Untersuchungsbericht, aus dem hervorgeht, dass beim Ausbruch gleich mehrere Fehler begangen wurden. Unter anderem sei dem Infektionsverdacht nicht nachgegangen worden, auch die Quarantäneregeln seien nicht richtig befolgt worden.


Nachrichten von Dienstag, den 15. September

+++ Gratis-Coronatests für Urlauber aus Nicht-Risikogebieten enden +++

Die Möglichkeiten zu kostenlosen Corona-Tests für alle Reiserückkehrer nach Deutschland werden zum Ende der Ferienzeit eingeschränkt. Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet mit hohen Infektionszahlen kommen, haben ab diesem Dienstag keinen Anspruch mehr auf kostenlose Tests. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag: "Für die Urlaubszeit war es wichtig, möglichst alle Reisende auf das Corona-Virus zu testen. Mit Blick auf Herbst und Winter konzentrieren wir die Tests jetzt wieder stärker aufs Inland."

Welche Länder für deutsche Urlauber als Risikogebiete gelten, legt die Bundesregierung regelmäßig fest - sie sind auf der Internetseite des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) aufgelistet. Bund und Länder hatten die Änderungen bei den Tests Ende August vereinbart. "Für Einreisende aus Risikogebieten gilt vorerst weiterhin die Testpflicht sowie die Erfordernis der Quarantäne bis zum negativen Testergebnis", sagte Spahn. Tests für sie bleiben vorerst kostenlos. Die Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten sollen nach einem Beschluss von Bund und Ländern noch geändert werden - möglichst zum 1. Oktober. Die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne soll demnach künftig frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr entfallen können.


Nachrichten von Montag, den 14. September

+++ Ab Frühjahr 2021 sollen alle sieben Tui-Schiffe wieder fahren  +++

Der Kreuzfahrtanbieter Tui Cruises will nach dem langsamen Wiederbeginn ab dem Frühjahr wieder Fahrten auf allen Schiffen seiner Flotte anbieten. "Wir hoffen, spätestens im Frühjahr 2021 wieder mit allen sieben Schiffen unterwegs zu sein, mit etwas weniger Auslastung und den passenden Gesundheitskonzepten", sagte Unternehmenschefin Wybcke Meier der Zeitung "Welt am Sonntag".

Nach dem Stillstand von Kreuzfahrten wegen der Corona-Pandemie hatte Tui Cruises fast die ganze Flotte in der Nordsee geparkt. Seit Ende Juni dieses Jahres bietet das Unternehmen wieder Reisen in Nord- und Ostsee an. An diesem Wochenende soll ein weiteres Schiff in Griechenland wieder Gäste aufnehmen. Tui betreibt die Schiffe "Mein Schiff" mit den Nummern eins bis sechs und die "Mein Schiff Herz". "Was die Finanzen anbetrifft, haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und werden daher auch diese Phase mit weniger Schiffen und geringerer Auslastung überstehen", sagte Meier. Noch seien rund 60 Prozent aller Mitarbeiter in Kurzarbeit.


Nachrichten von Samstag, den 5. September

+++ Tagestouristen dürfen wieder Mecklenburg-Vorpommern besuchen +++

Von diesem Wochenende an dürfen Tagestouristen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Wegen der Corona-Pandemie waren seit Mitte März die Gäste meist aus umliegenden Bundesländern nicht mehr willkommen. Solche Ausflüge galten als illegal und konnten mit Bußgeldern von bis zu 2000 Euro belegt werden.

Schätzungen zufolge sind den Unternehmen im Land aufgrund fehlender Tagestouristen drei bis fünf Millionen Euro pro Tag an Umsatz verloren. Aus Sicht der Landesregierung waren die Beschränkungen ein wirksames Instrument, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. "Die Tagestouristen waren schon zu Tausenden im Land", sagte der Präsident des Dehoga Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz. Deshalb sei die Rücknahme des Verbots ein längst überfälliger Schritt gewesen, der vom Gastgewerbe schon seit langem gefordert wurde.


Nachrichten von Donnerstag, den 3. September

+++ Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach ganz Spanien +++

Das Auswärtige Amt hat wegen der Corona-Pandemie nun auch eine Reisewarnung für die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln verhängt. Damit warnt die Bundesregierung nun vor "nicht notwendigen, touristischen" Reisen in alle Landesteile Spaniens. "Spanien war und ist von COVID-19 stark betroffen", begründet das Auswärtige Amt auf der Website die Entscheidung. Auf den Kanaren seien besonders die Inseln Gran Canaria und Teneriffa betroffen.

Bislang hatte das Auswärtige Amt bereits vor Reisen aufs spanische Festland sowie die Balearen mit der beliebten Urlaubsinsel Mallorca gewarnt. Nun gilt dies auch für die Kanaren. Rückkehrer müssen verpflichtend einen kostenlosen Corona-Test machen und bis zu einem negativen Ergebnis in Quarantäne gehen.

Wie das Auswärtige Amt weiter mitteilte, sind derzeit vor allem die Regionen Kantabrien, Kastilien und Léon, La Rioja, Navarra, das Baskenland, die Hauptstadtregion Madrid sowie die Hauptstadt der Balearen, Palma de Mallorca, vom Virus betroffen. Im ganzen Land herrschen deshalb strenge Ausgangsbeschränkungen. Diskotheken und Nachtbars sind komplett geschlossen, Restaurants haben maximal bis 1 Uhr nachts geöffnet.


Nachrichten von Mittwoch, den 2. September

+++ Hamburger Fischmarkt soll im Oktober öffnen, aber nur mittags statt frühmorgens +++

Fünf Monate war der Hamburger Fischmarkt wegen der Corona-Krise geschlossen - jetzt soll der traditionsreiche Markt im Oktober wieder öffnen. Das sieht zumindest ein Konzept vor, das der Bezirk Altona zusammen mit der Gesundheitsbehörde erarbeitet hat. Fisch, Obst und Gemüse sollen aber nicht mehr wie gewohnt frühmorgens, sondern künftig sonntags von 11 bis 15 Uhr verkauft werden.

Der Fischmarkt in Hamburg Altona mit Aale-Dieter
Der Fischmarkt in Hamburg Altona mit Aale-Dieter
© Nils Kramer / Picture Alliance

Seit Mitte März müssen Touristen und Hamburger wegen der Corona-Pandemie auf den 300 Jahre alten Hamburger Fischmarkt verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. Viele Nachtschwärmer sind nach einem Abend auf dem Kiez direkt zum Fischmarkt gegangen. Diese Möglichkeit soll es nun nicht mehr geben, da die Behörde befürchtete, dass die Corona-Regeln unter den Partygängern nicht immer eingehalten werden.

Das neue Schutzkonzept sieht höchstens 500 Besucher und 60 Händler vor. Das Gelände soll umzäunt werden mit einem getrennten Ein- und Ausgang und einer Einbahnstraßen-Regelung. Zum Start sollen 20 Sicherheitskräfte den Einlass regeln und auf die Einhaltung der Abstandsregeln achten.


Nachrichten von Dienstag, den 1. September

+++ Fast 200 Passagiere müssen nach Urlaubsflug in Quarantäne +++

Nach einem Flug von einer griechischen Insel nach Großbritannien sind alle etwa 200 Passagiere und Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden. 16 Gäste des Ferienfliegers seien bereits positiv getestet worden, berichtete der Sender BBC. Sieben davon seien britischen Gesundheitsexperten zufolge höchstwahrscheinlich an Bord schon ansteckend gewesen.

Auf dem Flug von der Insel Zakynthos nach Cardiff (Wales) am 25. August sollen etliche Passagiere die Corona-Schutzmaßnahmen ignoriert haben. Viele hätten nicht wie vorgeschrieben Masken getragen; die Besatzung sei kaum eingeschritten, hieß es. Die Maschine sei voller "egoistischer Cov-Idioten" gewesen, sagte eine Frau der BBC in Anspielung auf die Erkrankung Covid-19. Den Vorwürfen werde genau nachgegangen, zitierte der Sender einen Sprecher des Reisekonzerns Tui. Viele junge Briten haben in Griechenland den Ruf, feierwütig zu sein und viel Alkohol zu trinken.


Nachrichten von Freitag, den 28. August

+++ Rekord an Neuinfektionen: Kanaren zittern um Corona-Sonderstellung +++

Auf den Kanarischen Inseln ist ein neuer Rekord an Neuinfektionen registriert worden. Die regionalen Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstagabend 338 neue Fälle binnen 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl seit dem Ausbruch der Pandemie im März. Die zu Spanien gehörenden Atlantik-Inseln müssen nun befürchten, ihre Sonderstellung zu verlieren und wie das gesamte Land - darunter auch die Balearen - von Deutschland auf die Liste der Risikogebiete gesetzt zu werden.

 Die damit verbundene Reisewarnung würde der bereits schwer angeschlagenen Tourismusbranche, die zu circa 35 Prozent des Regionaleinkommens beiträgt, den "Todesstoß versetzen", wie Medien am Freitag warnten. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf den Kanaren sind es bereits 79,69. Damit stehen die Inseln vor der Westküste Afrikas inzwischen schlechter da, als viele spanische Regionen, für die seit Mitte August die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt. Auf den Balearen mit der liebsten Insel der Deutschen, Mallorca, beträgt diese Zahl 79,52.


Nachrichten von Dienstag, den 25. August

+++ Cunard-Reederei sagt alle Kreuzfahrten bis Ende März 2021 ab +++

Die britische Cunard-Reederei hat die Kunden ihrer drei Kreuzfahrtschiffe langfristig informiert: Die "Queen Elizabeth" liegt dann bis einschließlich 25. März 2021 still, für das Flaggschiff "Queen Mary 2" sind alle Reisen bis einschließlich 18. April 2021 ausgesetzt, und die "Queen Victoria" wird die Fahrt erst nach dem 16. Mai 2021 wieder aufnehmen.

"Angesichts der aktuellen Empfehlungen des Auswärtigen Amtes und des Außenministeriums des Vereinigten Königreichs sowie der großen Komplexität, die der weltweite Kreuzfahrtbetrieb während der Covid-19 Pandemie mit sich bringt verlängert die Traditionsreederei Cunard die Betriebspause über November 2020 hinaus", heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung. Die 180 Jahre alte Traditionsreederei, die inzwischen zur Carnival Corporation, dem größten Kreuzfahrtunternehmen der Welt gehört, ist damit das erste große Unternehmen in der Branche, das eine einjährige Zwangspause durch die Corona-Pandemie klar kommuniziert.


Nachrichten von Montag, den 24. August

+++ Wegen ausbleibender Ticketerstattungen: Lufthansa und Ryanair verlieren vor Gericht +++

Da viele Airlines nach Zahlungsaufforderungen keine Ticketerstattungen leisten, hat das Portal Flightright im Frühjahr Klagen eingereicht. Zu den Verfahren gegen Lufthansa und Ryanair sind nun erste Urteile ergangen. Gegen Lufthansa gibt es mittlerweile mehr als 20 Urteile, z. B. vor dem AG Erding (Az. 15 C 2780/20). Bei den Urteilen handelt es sich um sogenannte Anerkenntnisurteile. Das heißt, dass sich die Airline in der Sache nicht verteidigt und die Forderungen anerkannt hat.

Ryanair verteidigte sich in einigen Verfahren und trug vor Gericht vor, dass ihre Absichtserklärung, irgendwann in der Zukunft zahlen zu wollen, ausreiche und daher keine Klage notwendig sei. Die Gerichte (AG Nürnberg Az. 19 C 3826/20) erteilten diesem Argument aber eine klare Absage, da Zahlungserleichterungen bzw. ein Zahlungsaufschub wegen der Corona-Pandemie nicht berechtigt seien und Ryanair die Erstattung somit klar innerhalb der Wochenfrist hätte leisten müssen.

In bislang mehr als 900 Fällen hat Flightright gegen unterschiedliche Fluggesellschaften Klagen eingereicht. Meist zahlten die Airlines direkt nach der Klageerhebung oder nach Anerkenntnisurteilen bzw. Gerichtsentscheiden. Bei vielen anderen Fluggesellschaften stellt Flightright in puncto Erstattungszahlungen inzwischen ein Umdenken fest. Zu diesen Fluggesellschaften gehören EasyJet, TUIfly, Singapore Airlines, Condor und Eurowings.


Nachrichten von Freitag, den 21. August

+++ Familie muss nach Verstoß gegen Corona-Regeln Kreuzfahrt abbrechen +++

Weil sie gegen die Corona-Regeln des Kreuzfahrten-Betreibers MSC Cruises verstoßen haben soll, hat eine italienische Familie eine Mittelmeer-Kreuzfahrt abbrechen müssen. Die Familie habe sich entgegen der ausdrücklichen Vorgaben während eines Tagesauflugs auf die Insel Capri von ihrer Gruppe abgesetzt, teilte die Reederei am Donnerstag mit. Sie sei deshalb nicht mehr an Bord der "MSC Grandiosa" gelassen worden.

MSC Cruises hat als erste große Reederei nach Corona-bedingter Pause die Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer wieder aufgenommen. Die "MSC Grandiosa" war am Sonntag mit 70 Prozent der Passagier-Kapazität im Hafen von Genua zu einer siebentätigen Kreuzfahrt gestartet. Mit der geringeren Auslastung und weiteren Corona-Maßnahmen will die Reederei das Risiko für Ansteckungen an Bord reduzieren.

Gesundheitsbehörden hatten die Kreuzfahrtindustrie mehrfach kritisiert, zu langsam auf die Ausbreitung des Virus reagiert zu haben. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in den USA wurden im Laufe der Pandemie 3047 Infektionen an Bord von 48 Kreuzfahrtschiffen festgestellt, die der International Cruise Association (Clia) angehören. In 73 Fällen führten die Infektionen zum Tod.


Nachrichten von Mittwoch, den 19. August

 +++ Griechenland verschärft Corona-Beschränkungen für Touristen +++

Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen Einschränkungen auch für die Urlaubsregion der Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos angeordnet. Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte werden von diesem Freitag an bis zum 31. August untersagt. Zudem sind Versammlungen von mehr als neun Personen verboten. Alle Bars und Tavernen müssen um 24 Uhr schließen.

Griechenland weist - gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern - eine geringe Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus auf. In den vergangenen Tagen war die Zahl von Infizierten jedoch schlagartig gestiegen. Als Grund gilt, dass viele Urlauber - größtenteils junge Menschen - nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub Verwandte und Freunde in den Ballungszentren angesteckt haben.


Nachrichten von Montag, den 17. August

+++ Dänemark schafft Sechs-Tage-Regel für Einreisende ab +++

Touristen müssen bei der Einreise nach Dänemark künftig nicht mehr nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Die Regierung und die Parlamentsparteien einigten sich am Freitag nach stundenlangen Verhandlungen darauf, die umstrittene Sechs-Tages-Regel abzuschaffen.

Dänemark hatte im März zu Beginn der Corona-Krise strikte Maßnahmen ergriffen und die Ausbreitung des Coronavirus damit vergleichsweise schnell unter Kontrolle bekommen. Seit einigen Wochen mehren sich die Infektionsfälle aber wieder, unter anderem durch lokale Ausbrüche in der zweitgrößten Stadt Aarhus sowie bei einem Schlachtbetrieb in Ringsted.

+++ Kreuzfahrtschiff "MSC Grandiosa" sticht erstmals seit Corona wieder in See +++

Für die von der Corona-Pandemie getroffene Kreuzfahrtbranche im Mittelmeer heißt es wieder "Leinen los": In Norditalien stach am Sonntagabend die "MSC Grandiosa" in See. Das zur Reederei "MSC Cruises" gehörende Schiff verließ um kurz nach 19.30 Uhr mit 2500 Passagieren an Bord den Hafen von Genua. In den kommenden sieben Tagen soll es mehrere Häfen im Mittelmeer anlaufen.

Das Kreuzfahrtschiff, das normalerweise bis zu 6000 Passagiere aufnehmen kann, nimmt zunächst Kurs auf den Hafen von Civitavecchia bei Rom. Dann soll es weiter nach Neapel, Palermo (Sizilien) und Valletta (Malta) gehen. Die Kreuzfahrtindustrie steht im Zuge der noch andauernden Corona-Krise besonders unter Druck. Konkurrenz-Reedereien von "MSC Cruises" entschieden, Kreuzfahrten sicherheitshalber erst im September wieder anzubieten.

"MSC Cruises" will mit neuen Sicherheitsstandards eine Ausbreitung des Virus auf der "MSC Grandiosa" verhindern. Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden am Sonntag vor dem Boarding im Terminal auf das Coronavirus getestet und ihre Körpertemperatur soll täglich kontrolliert werden. Ein offenes Buffet werde es nicht mehr geben - stattdessen aber eine Bedienung am Tisch.


Nachrichten von Montag, den 10. August

+++ Aida Cruises kündigt Neustart von Kreuzfahrten für September an +++

Nach der kurzfristigen Absage des Saisonstarts der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises wegen fehlender Genehmigungen der italienischen Regierung plant das Unternehmen den Neustart nun für Anfang September. Wie das Unternehmen am Montag in Rostock berichtete, liege die Zustimmung aus Italien für die Neustartkonzepte inzwischen vor. Danach soll am 6. September in Kiel das Schiff "Aidablu" zu einer Kurzreise Richtung Norwegen und Dänemark ablegen. Weitere siebentägige Reisen seien von Hamburg aus mit der "Aidaperla vom 12. September an zu den norwegischen Fjorden geplant.

Mit Ausnahme dieser Fahrten müsse das Unternehmen auf Grund der aktuellen Pandemielage die seit Mitte März dauernde Unterbrechung der Kreuzfahrtsaison bis zum 30. September 2020 verlängern. Ursprünglich sollten Kurzreisen ohne Landgang bereits am 5. August in Hamburg starten, später sollten Rostock und Kiel dazukommen. Diese Pläne scheiterten an den fehlenden Genehmigungen aus Italien. Für den geplanten Neustart hatte Aida am 22. Juli mit drei Flugzeugen 750 Besatzungsmitglieder aus Asien eingeflogen. Mehrfache Corona-Tests nach der Landung ergaben inzwischen zwölf Infizierte, die in der Folge isoliert wurden.


Nachrichten von Mittwoch, den 29. Juli

+++ Corona-Ausbreitung auf "Diamond Princess" geht auf einen Passagier zurück +++

Die Die mehr als 700 Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" gehen einer Studie zufolge höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Passagier zurück. Eine genetische Analyse zeige, dass alle Coronaviren dieselbe Mutation aufwiesen, berichtete ein Team des japanischen Instituts für Infektionskrankheiten in der US-Fachzeitschrift PNAS. Dies deute darauf hin, dass "die Ausbreitung von SARS-CoV-2 an Bord der Diamond Princess von einem einzigen Ereignis vor Beginn der Quarantäneperiode ausging", folgerten die japanischen Wissenschaftler.

Die Forscher entnahmen Virus-Genomsequenzen von 148 Passagieren und Besatzungsmitgliedern des Schiffes, das am 3. Februar von den japanischen Behörden im Hafen von Yokohama unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt worden war. Zuvor war ein 80-jähriger Passagier, der in Hongkong von Bord gegangen war, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckungen begannen den Forschern zufolge wahrscheinlich während großer Versammlungen in Gemeinschaftsräumen, "wo die Passagiere tanzten, sangen, einkauften und Shows besuchten".

Die "Diamond Princess" mit mehr als 3600 Menschen an Bord hatte im Februar für Schlagzeilen gesorgt, nachdem sich 712 Menschen an Bord mit dem Coronavirus infiziert hatten und sieben Menschen starben. Zeitweise wurden dort die meisten Infektionen außerhalb Chinas registriert


Nachrichten von Freitag, den 24. Juli

+++ Kreuzfahrer starten wieder mit Drei-Tage-Rundtrips +++

Nach monatelanger Zwangspause legt am Freitag erstmals wieder ein großes Kreuzfahrtschiff von einem deutschen Hafen ab. Das Tui-Schiff "Mein Schiff 2" soll um 21.30 Uhr den Hamburger Hafen verlassen und zu einem dreitägigen Rundtrip auf die Nordsee starten. An Bord sind deutlich weniger als die knapp 2900 Passagiere, die eigentlich Platz hätten. Die Kapazität ist begrenzt auf maximal 60 Prozent der zulässigen Passagiere. Sie verbringen das Wochenende auf See und kehren am Montagmorgen in die Hansestadt zurück.

An Bord gilt ein strenges Hygiene-Konzept mit den üblichen Regeln. Die Crewmitglieder sollen untereinander und zu den Gästen den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten oder Gesichtsmasken tragen. Die Buffetrestaurants werden geöffnet sein, aber die Gäste haben nicht selbst Zugang zu den Speisen, sondern diese werden ihnen angereicht. Bevor die Passagiere an Bord gehen, müssen sie einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Auch weitere Reedereien neben Tui starten mit ähnlichen Konzepten wieder zu kurzen Trips. Am 5. August soll die "Aida Perla" von Hamburg zu ihrer ersten Reise nach der Corona-Pause ablegen.


Nachrichten von Samstag, den 18. Juli

+++ Mehrheit hält Schließung von Partylokalen auf Mallorca für angemessen +++

Die erneute Schließung von Lokalen an Partymeilen auf Mallorca halten laut einer Umfrage 77 Prozent für in Ordnung. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung des Instituts YouGov. Die Anordnung zur Schließung war am Mittwoch in Kraft getreten und gilt zunächst für zwei Monate. Fotos und Videos hatten zuvor gezeigt, wie Hunderte ohne Maske und Sicherheitsabstand am Wochenende auf der spanischen Urlaubsinsel gefeiert hatten.

Auf die Frage, ob sie die Entscheidung einer erneuten Schließung von Lokalen für angemessen oder unangemessen halten, antworteten 63 Prozent mit "angemessen" und 14 Prozent mit "eher angemessen". 6 Prozent fanden es "unangemessen" und ebenso 6 Prozent "eher unangemessen". Die Positionen unterschieden sich je nach Alter: Von den 18 bis 24-Jährigen stuften insgesamt 60 Prozent das Vorgehen der Behörden als angemessen ein, bei den über 55-Jährigen waren es laut der Umfrage 88 Prozent.


Nachrichten von Freitag, den 17. Juli

+++ USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende September +++

Angesichts der erneuten Corona-Eskalation in den Vereinigten Staaten bleiben Kreuzfahrten von US-Häfen aus noch länger tabu. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" am Donnerstag bis Ende September. Als Grund gibt die Behörde die beispiellose Art der Covid-19-Pandemie und das hohe Risiko von Virusausbrüchen auf Kreuzfahrten an.

Die Branche war durch massenhafte Infektionen an Bord einiger Schiffe schon früh negativ in die Schlagzeilen geraten. Der Verband CLIA, in dem alle großen Anbieter vertreten sind, hatte im Juni angekündigt, dass die Branche ihre pandemiebedingte Auszeit freiwillig bis Mitte September


Nachrichten von Donnerstag, den 16. Juli

+++ Internet-Reisebüros verlangen schnelle Ticketerstattung von Lufthansa +++

Die Lufthansa ist bei der coronabedingten Erstattung von Tickets immer noch erheblich im Rückstand. Betroffen sind auch Kunden, die ihre Reisen über konzernunabhängige Internetvermittler gebucht haben. Deren Verband Internet Reisevertrieb (VIR) hat die Lufthansa aufgefordert, nach der Rettung durch den Staat die stornierten Reisen umgehend zu erstatten.

Der Verband verlangte von Lufthansa, die zwischenzeitlich abgeschaltete automatische Erstattungsmöglichkeit in den professionellen Buchungssystemen (GDS) wieder in Betrieb zu nehmen. Momentan werden die Vermittler noch auf ein anderes Erstattungsportal verwiesen, in das sämtliche Daten der stornierten Tickets neu eingegeben werden müssten. Statt 20 Sekunden dauere die Bearbeitung eines Falles so sechs Minuten und sei daher mit erheblichen Mehrkosten verbunden.

Ein Unternehmenssprecher der Lufthansa kündigte an, dass die automatisierte Rückzahlung innerhalb der nächsten 14 Tage wieder aktiviert werde. Man habe nun Vorkehrungen getroffen, mögliche Betrugsversuche zu verhindern. Vor der Corona-Krise seien stornierte Tickets über die GDS ungeprüft erstattet worden. Der Konzern hat angekündigt, den Stau bis Mitte August zu beseitigen.


Nachrichten von Freitag, den 3. Juli

+++ Keine Kreuzfahrten mit Aida Cruises bis Ende August - mit Ausnahmen +++

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat ihre Fahrten bis Ende August abgesagt. An vielen weltweiten Destinationen seien die Bedingungen für sicheres Reisen noch nicht gegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag an seinem Sitz in Rostock mit. Die Kreuzfahrtsaison von Aida Cruises war im März zunächst bis April unterbrochen worden. Bereits mehrfach wurde danach um jeweils einen Monat verlängert.

Ausgenommen von der Verlängerung der "Saisonunterbrechung" bis Ende August seien einzelne Abfahrten von "Aida Perla", "Aida Prima" und "Aida Diva" ab dem 15. August, von "Aida Bella" ab dem 30. August und von "Aida Sol" ab dem 25. August, heißt es auf der Internetseite des Kreuzfahrt-Anbieters. "Derzeit sind wir zuversichtlich, dass diese Reisen stattfinden können." Die "Aida Sol" zum Beispiel soll auf einer zehntägigen Reise Norwegens Fjorde ansteuern, die "Aida Perla" Norwegens Küste.


Nachrichten von Montag, den 22. Juni

+++ US-Kreuzfahrtanbieter verlängern Corona-Zwangspause bis 15. September +++

Die Leidenszeit der von der Corona-Krise gebeutelten US-Kreuzfahrtbranche dauert an. Die Anbieter hätten sich geeinigt, ihre pandemiebedingte Pause freiwillig zu verlängern und den Betrieb von US-Häfen aus bis zum 15. September ruhen zu lassen, teilte der Branchenverband CLIA in Washington mit. In der Organisation sind alle großen Anbieter vertreten.

Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Situation im Zusammenhang mit Covid-19 innerhalb der USA" getroffen worden. Das Betriebsverbot der US-Gesundheitsbehörde CDC für Kreuzfahrtschiffe läuft nach aktuellem Stand am 24. Juli aus, einige Anbieter hatten eigentlich Pläne für einen langsamen Neustart ab August gehabt. Es sei aber zunehmend klar, dass mehr Zeit benötigt werde, hieß es nun.

+++  Dubai öffnet sich am 7. Juli wieder für Touristen +++

Nach mehr als drei Monaten geschlossener Grenzen will das Golfemirat Dubai ab dem 7. Juli wieder ausländische Touristen empfangen. Alle Ankommenden müssten einen negativen Corona-Test nachweisen oder einen solchen Test gleich am Flughafen absolvieren. Sollte der Test positiv ausfallen, müssten die Betroffenen für zwei Wochen in Quarantäne. Außerdem müssen sich alle Touristen eine spezielle Corona-App aufs Handy laden.

Dubai ist Teil der Vereinigten Arabischen Emirate, es hatte im vergangenen Jahr eine Rekordzahl an Touristen verzeichnet. Insgesamt kamen 2019 rund 16,7 Millionen Besucher nach Dubai. Das Emirat hatte sich eigentlich zum Ziel gesetzt, seine Besucherzahl in diesem Jahr auf 20 Millionen zu steigern - dieses Ziel ist durch die Corona-Pandemie in weite Ferne gerückt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) haben sich offiziellen Angaben zufolge bisher knapp 45.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. An der dadurch ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben 302 Menschen.


Nachrichten von Freitag, den 19. Juni

+++ Ferienflieger Tuifly will Flotte auf 17 Jets halbieren +++

Bei Tuifly soll die Flotte um mehr als die Hälfte schrumpfen - mit entsprechenden Folgen für Jobs und Standorte. Der Aufsichtsrat der Tui-Konzernfluglinie bestätigte den vom Management vorgeschlagenen Sparkurs. Nach Informationen der Gewerkschaft Verdi soll es wegen der Folgen der Corona-Krise künftig nur noch 17 Maschinen geben. Zur Zahl der akut bedrohten Arbeitsplätze gab es zunächst keine Angaben - zuletzt war von möglicherweise bis zu 900 Vollzeitstellen die Rede.

Tuifly-Chef Oliver Lackmann trat am Donnerstagabend vor die Mitarbeiter. Der Druck in der gesamten Luftverkehrs- und Touristikbranche sei angesichts des so gut wie ausgefallenen Geschäfts der letzten drei Monate so hoch, dass man jetzt handeln müsse. In einer schriftlichen Erklärung betonte der Manager anschließend: "Die Entscheidung macht sich niemand leicht. Aber die Tuifly-Flotte ist für die Kundenzahl unseres deutschen Tui-Reiseveranstalters zu groß." Laut Verdi soll die Technik in Hamburg komplett geschlossen werden.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte diesen Umstand vor dem Hintergrund gleichzeitiger Einsparungen scharf kritisiert. Ihr Chef Markus Wahl sagte: "Es ist weder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch Politik und Gesellschaft oder den Kundinnen und Kunden zu vermitteln, dass mit dem Geld deutscher Steuerzahlerinnen und Steuerzahler ausgerechnet der Abbau deutscher Arbeitsplätze finanziert werden soll."


Nachrichten von Donnerstag, den 18. Juni

+++ Wien: Billigflieger Level wird nie mehr abheben +++

Die International Airlines Group (IAG), Mutterkonzern von British Airways und Iberia, hat den Geschäftsbetrieb seiner Tochter-Airline Level Europe mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die Level Europe GmbH plane Insolvenz anzumelden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Airline führt den Schritt auf die Folgen der Coronavirus-Pandemie zurück. Die Flugzeuge hatten seit März 2020 nicht mehr abgehoben.

Sobald der Insolvenzantrag gestellt sei, werde ein österreichisches Gericht einen Insolvenzverwalter bestimmen, teilte Level mit. Wie viele Kunden von der Pleite betroffen sind, war zunächst nicht bekannt. Wer ein Ticket für ein zukünftigen Flug gebucht hat, wird sein Geld kaum wiedersehen. Denn noch immer sind Airlinetickets nicht gegen Insolvenz abgesichert.

Level war 2018, nach der Pleite der Air-Berlin-Tochter Niki, in Wien an den Start gegangen und hatte sich in den vergangenen zwei Jahren einen Preiskampf mit anderen Billigfluglinien geliefert.


Nachrichten von Mittwoch, den 17. Juni

+++ Deutsche Reedereien sagen USA-Kreuzfahrten bis Ende 2020 ab +++

Die Kreuzfahrt-Pause wird erneut verlängert: Aida Cruises und Tui Cruises, die beiden großen deutschen Redereien, setzen alle Reisen bis Ende Juli aus und rechnen frühstens mit einer Wiederaufnahme von Kreuzfahrten im August. Wer jedoch in diesem Jahr eine Fahrt gebucht hat, die in einen nordamerikanischen Hafen führt, wird auf nächstes Jahr vertröstet. "Infolge der aktuellen Situation müssen wir leider weitere Reisen auf der Mein-Schiff-Flotte mit Abreisetermin bis Ende Juli sowie unsere für dieses Jahr geplanten USA-Reisen absagen. Alle Gäste und Reisebüropartner werden durch uns informiert", heißt es in einer Mitteilung von Tui Cruises.

Eine ähnliche Nachricht hat Aida Cruises veröffentlicht: "Auch alle in diesem Jahr geplanten Reisen mit Häfen in den USA und Kanada können leider nicht stattfinden". Auch die ab Oktober über 117 Tage geplante Weltreise der "Aida Laura" wurde jetzt abgesagt. Mit einem Schreiben wurden die Kunden informiert, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Planungssicherheit für eine Fahrt mit 41 Häfenanläufen in 19 verschieden Ländern nicht gegeben ist.


Nachrichten von Dienstag, 16. Juni:

+++ Kunden warten auf Rückzahlungen von Tickets im Wert von 4 Milliarden Euro +++

Viele Verbraucher warten noch auf die Erstattung der Flugkosten für Reisen, die sie wegen der Corona-Krise nicht antreten konnten. Die Rückerstattung läuft schleppend - dies hatte kürzlich auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr mit Verweis auf die große Anzahl der Stornierungen eingeräumt. In den nächsten sechs bis acht Wochen solle der Rückzahlungsstau abgearbeitet sein.

Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) geht es allein in Deutschland um Flugtickets im Wert von rund 4 Milliarden Euro. Diese Stornierungen würden aktuell von den Fluggesellschaften nicht bearbeitet und könnten damit auch nicht an die Kunden zurückgezahlt werden, sagte eine DRV-Sprecherin der "Bild"-Zeitung (Dienstag).

Nicht nur die Reisenden warteten auf ihr Geld. "Die Folgen dieses Verhaltens der großen Fluggesellschaften sind für die für den Flugticketverkauf lizenzierten Vertriebspartner existenzbedrohend. Sie geraten in eine wirtschaftliche Notlage, weil die Fluggesellschaften ihrer Verpflichtung zur Rückzahlung nicht oder nur zögerlich nachkommen."


Nachrichten von Donnerstag, 11. Juni:

+++ Disney will Vergnügungsparks im Juli wiedereröffnen +++

Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hat konkrete Pläne für die Wiedereröffnung seiner pandemiebedingt geschlossenen Vergnügungsparks in Kalifornien präsentiert. Ab 9. Juli soll das Disneyland Resort bei Anaheim schrittweise und unter strikten Sicherheitsauflagen wieder aufgemacht werden.

Den Anfang soll demnach die Shoppingmeile Downtown Disney District machen, ab 17. Juli sollen dann die großen Themenparks und Hotels folgen. Die Pläne brauchen allerdings noch grünes Licht von den zuständigen Behörden, wie das Unternehmen betonte. Zuvor war bereits die Wiedereröffnung des Disney World Resorts in Florida am 11. Juli genehmigt worden. Für den Entertainment-Giganten ist das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten eine der wichtigsten Erlösquellen. Die Schließungen aufgrund der Corona-Pandemie haben bereits Kosten in Milliardenhöhe verursacht.


Nachrichten von Mittwoch, 10. Juni:

+++ Bundesregierung will Reisewarnung um Monate verlängern +++

Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen aber gegebenenfalls Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fassen.

Maas hatte am 17. März nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für Touristen für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde nur bei einer Gefahr für Leib und Leben etwa in Kriegsgebieten vor Reisen gewarnt - und damit eine kostenlose Stornierung ermöglicht.


Nachrichten von Dienstag, 9. Juni:

+++ Kreuzfahrt: Cunard sagt alle Reisen bis November ab +++

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Reedereien sind enorm. Ein baldiger Neustart für Kreuzfahrten ist nicht in Sicht. Das Gegenteil ist der Fall: Die Traditionsreederei Cunard hat bekannt gegeben, dass keine Reisen mit der "Queen Mary 2" und der "Queen Victoria" mit Abfahrten bis einschließlich 1. November 2020 und mit der "Queen Elizabeth" bis einschließlich 23. November 2020 stattfinden werden.

"Wir werden den Betrieb unserer Schiffe erst wieder aufnehmen, wenn wir ein umfassendes Protokoll für einen Neustart erarbeitet und die Genehmigung und Akkreditierung für dieses aus den vertrauenswürdigsten und sachkundigsten Quellen erhalten haben", sagte Simon Palethorpe, der Präsident von Cunard. Alle Gäste und Reisebüros, deren Kunden von den neuen Reisestornierungen betroffen sind, werden von Cunard darüber informiert. Die Reederei gehört wie auch Aida Cruises und die italienische Reederei Costa Cruises zur Gruppe von Carnival Cruises, dem weltweit größten Anbieter von Kreuzfahrten.

+++ 6000 Deutsche dürfen offenbar schon früher nach Mallorca +++

Gute Nachricht für Mallorca-Fans: 6000 Touristen aus Deutschland dürfen Medienberichten zufolge schon ab dem 15. Juni nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen - also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen des ehemaligen Corona-Hotspots Spanien für ausländische Besucher. Die Zentralregierung in Madrid habe einem Antrag der Inseln auf Durchführung eines sogenannten Pilotprojekts nach langen Verhandlungen zugestimmt, berichten die Zeitung "El País" und balearische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma de Mallorca. Eine offizielle Bestätigung dieser Meldungen lag zunächst nicht vor.

Das Pilotprojekt soll den Angaben zufolge dazu dienen, den Ernstfall - den erwarteten Touristenansturm nach Öffnung der Grenzen am 1. Juli - zu proben. Man wolle prüfen, ob die Sicherheitsprotokolle unter anderem an den Flughäfen und in den Hotels funktionieren, hieß es. Das Projekt werde mit Touristen aus Deutschland durchgeführt, weil in dem Land die epidemiologische Lage sehr gut und ähnlich wie auf den Balearen sei.

Mallorca, des Deutschen liebste Insel, soll in der zweiten Juni-Hälfte 4000 der Touristen empfangen. Je eintausend Besucher sollen nach Menorca sowie auf die Pityusen (Ibiza und Formentera) kommen. Die Regionalpräsidentin Francina Armengol und der balearische Tourismusminister Iago Negueruela würden die weiteren Einzelheiten der Vereinbarung zwischen Palma und Madrid am Dienstag bekanntgeben, hieß es.

Den Berichten zufolge verhandeln auch die Kanaren mit Madrid über ein ähnliches Pilotprojekt. Bei diesen Gesprächen sei am Montag aber noch keine Entscheidung gefallen, weil die Kanaren "höhere Sicherheitsanforderungen" gestellt hätten, darunter Coronavirus-Tests für alle Besucher, berichtete "El País".


Nachrichten von Montag, 8. Juni:

+++ Tui-Chef verspricht: Kunden erhalten ihr Geld zurück +++

Durch die Gutschein-Debatte der vergangenen Monate hat die Reise-Branche viel Vertrauen verloren. Bis heute warten Kunden auch großer Veranstalter auf die Rückzahlung ihrer vor langer Zeit angezahlten Reisen, die in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden. Urlauber sind über das Verhalten von Airlines und Veranstaltern verärgert.

Der Deutschland-Chef des Marktführers Tui, Marek Andryszak, hat sich am Wochenende gegenüber der "Bild"-Zeitung geäußert und versprochen: "Die Kunden werden bis Ende kommender Woche das Geld für alle Reisen, die bis zum 15. Mai abgesagt wurden und bei denen eine Erstattung gewünscht ist, auf ihren Konten haben", so der 47-jährige Vorsitzende der Geschäftsführung von Tui Deutschland.


Nachrichten von Freitag, 5. Juni:

+++ Tuifly muss die Flotte wegen Coronakrise halbieren +++

Der Reisekonzern Tui will den deutschen Ferienflieger Tuifly wegen der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Ziel sei, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen. Wie viele Jobs wegfallen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern.

Bei Tuifly gibt es dem Sprecher zufolge rund 2000 Vollzeitstellen, davon 1400 Piloten und Flugbegleiter. Dem Nachrichtensender ntv zufolge stehen die Jobs von 700 Mitarbeitern auf der Kippe, davon 230 Vollzeitstellen. Das Geschäft von Tuifly ist wie bei anderen Fluggesellschaften durch die Corona-Krise praktisch weggebrochen. Bis zu sieben der Tuifly-Maschinen waren bisher für die Lufthansa-Tochter Eurowings im Einsatz. Diese Verträge laufen aber aus, und auch Eurowings verkleinert die Flotte. Auch der Start eines eigenen Langstreckenangebots liegt dem Sprecher zufolge nun aber auf Eis. Eigentlich wollte Tuifly Urlauber von November an mit zwei Jets vom Typ Boeing 787 "Dreamliner" nach Mexiko und in die Dominikanische Republik bringen. Dies sei angesichts der Corona-Krise aber derzeit nicht sinnvoll, sagte ein Sprecher.


Nachrichten von Donnerstag, 4. Juni:

+++ Mallorca: Party-Touristen müssen auf mit starken Einschränkungen rechnen +++

Die Balearen wollten die Wiedereröffnung von Nachtklubs, Diskotheken und Bars so lange wie möglich hinauszögern, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol. Sie begründete dies damit, dass an solchen Orten das Infektionsrisiko am schwierigsten zu kontrollieren sei.

"Das Eimer-Saufen ist Geschichte", sagte die Regionalpräsidentin. Die Balearen stünden für einen qualitativen und nachhaltigen Tourismus, Sport, Kultur und kulinarische Erlebnisse. Bereits 2019 hatte die Regionalregierung Maßnahmen ergriffen, um den Sauftourismus an den vor allem bei deutschen und britischen Touristen beliebten Orten El Arenal und Magaluf einzudämmen. Dieses Programm gehe weiter, sagte Armengol.

Bei den Urlaubern auf den Balearen wird nach Angaben Armengols bei der Ankunft am Flughafen die Körpertemperatur gemessen. In geschlossenen Räumen und auf belebten öffentlichen Plätzen sollen sie Masken tragen. Gruppen von bis zu 15 Menschen dürfen gemeinsam an den Strand, zur nächsten Gruppe müssen sie einen Abstand von zwei Metern einhalten.

Im Rahmen eines Pilotprogramms sollen den Funke-Zeitungen zufolge 4000 bis 5000 Touristen vor allem aus Deutschland bereits ab 15. Juni wieder auf die Balearen reisen dürfen, um die neuen Abläufe zu testen. In den Wochen danach will Spanien seine Grenzen wieder allgemein für ausländische Touristen öffnen.


Nachrichten von Mittwoch, 3. Juni:

+++ Lufthansa führt an Bord Maskenpflicht ein +++

Bereits seit dem 4. Mai bitte Lufthansa alle Fluggäste darum, eine Mund-Nasen-Bedeckung an Bord ihrer Flüge zu tragen. Doch ab dem 8. Juni wird eine generelle Maskenpflicht eingeführt. "Zum Schutz der Gesundheit sämtlicher Personen an Bord sind Sie dazu verpflichtet, während des Boardings, des Fluges und beim Verlassen des Flugzeuges einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen", heißt es in einer Änderung der Allgemeinen Beförderungsbedingungen.

Von der Verpflichtung ausgenommen sind Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren sowie Personen, denen das Tragen einer Maske gesundheitsbedingt oder aufgrund einer Behinderung nachweislich nicht möglich ist. Zum Verzehr von Getränken und Speisen an Bord, zur Kommunikation mit Gehörlosen, zu Identifikationszwecken sowie für sonstige notwendige, mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unvereinbare Tätigkeiten, kann die Maske vorübergehend abgelegt werden. Zur Bedeckung von Mund und Nase können sowohl sog. Alltagsmasken aus Stoff als auch medizinische Schutzmasken verwendet werden. Diese Änderung gilt zunächst für Lufthansa, Eurowings und Lufthansa Cityline.

+++ In der Schweiz: Bernina- und Glacier Express nehmen wieder Fahrt auf +++

Nach einem fast dreimonatigen Aussetzen der touristischen Angebote fährt die Rhätische Bahn ihr Angebot wieder hoch. Die Züge des regionalen Personenverkehrs (RPV) verkehren ab 8. Juni 2020 wieder mit Normalfahrplan. Der bei Touristen beliebte Panoramazug, der Bernina Express, kommt ebenfalls ab dem 8. Juni mit einem Zug pro Richtung zwischen Chur und Tirano wieder zum Einsatz.

Der Glacier Express nimmt den Betrieb am 20. Juni 2020 wieder auf. Zunächst mit je einem Zug pro Richtung zwischen St. Moritz und Zermatt. Zum Neustart präsentiert sich der Paradezug frisch renoviert und ist am eleganten Stil der im letzten Jahr eingeführten Excellence Class angelehnt.


Nachrichten von Dienstag, 2. Juni:

+++ EasyJet nimmt zum 1. Juli den Flugbetrieb ab Deutschland wieder auf +++

Mit der Wiederaufnahme der Flüge von und nach Deutschland zum 1. Juli plant Easyjet bis zu drei Viertel der Destinationen seines Streckennetzes wieder anzufliegen. Der Billigflieger beabsichtigt im Juli bereits 50 Prozent seiner 1022 Strecken wieder zu bedienen und dies für August auf 75 Prozent zu erweitern, allerdings mit geringerer Flugfrequenz.

Damit stehen gerade ab Berlin für den Sommer wieder Verbindungen zu Urlaubsreisezielen wie den Balearen, Kanaren und griechischen Inseln sowie Städte-Destinationen wie Barcelona, Amsterdam oder Lissabon zur Verfügung. Sowohl Fluggäste wie auch das Kabinen- und Bodenpersonal müssen Masken tragen; anfänglich werden an Bord der Flüge, vorrangig auf den Kurzstreckenverbindungen, keine Getränke und Speisen angeboten.


Nachrichten von Freitag, 29. Mai:

+++ UN-Organisation erwartet massiven Einbruch des Tourismus +++

Die Welttourismusorganisation UNWTO rechnet in der Corona-Krise mit dem größten Einbruch internationaler Reisen seit den 50er Jahren. UNWTO-Chef Zurab Pololikashvili erwartet, dass die internationalen Besucherströme dieses Jahr um 70 Prozent sinken werden. Die Prognose basiert demnach auf der Annahme, dass die Länder weltweit ab August nach und nach ihre Grenzen öffnen. Nach Einschätzung des UNWTO-Chefs "wird es eine Weile dauern, bis wir die Rekorde der vergangenen Jahre wieder erreichen".

Pololikashvili erwartet, dass in diesem Sommer mehr Urlauber im eigenen Land bleiben werden, "allein schon, weil die Airlines erst ab Ende Juli, Anfang August wieder ihre vollen Kapazitäten einsetzen." Zudem würden Reisende Ziele abseits des Massentourismus suchen. "Es wird einen Boom bei Reisen in ländliche Gebiete geben. Spanien hat bereits 70 Prozent aller Reservierungen für Destinationen auf dem Land erhalten", sagte er. Die UNWTO ist eine Tochter der Vereinten Nation (UN).

+++ Lufthansa-Tochter Austrian hebt ab 15. Juni wieder ab +++

Austrian Airlines (AUA) nimmt am 15. Juni ihren Flugbetrieb nach einer fast 90-tägigen Corona-Pause wieder auf. "Die ersten Flieger starten unter anderem nach London, Paris und Brüssel", teilte das Unternehmen in Wien mit. Im Lauf der ersten beiden Neustart-Wochen sollen 37 Destinationen angeflogen werden. Das Angebot beschränkt sich aber auf rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schon für Juli sind auch Langstreckenflüge wieder angedacht.

Die Passagiere sind an Bord künftig verpflichtet, einen Mundschutz zu tragen. Menschen, die nicht im gleichen Haushalt leben, sollen sich möglichst weiträumig im Flugzeug verteilen. "Allerdings wird bei entsprechender Auslastung kein Gast abgewiesen, um den Nachbarsitz freizuhalten", hieß es in der Mitteilung.


Nachrichten von Donnerstag, 28. Mai:

+++ Aida Cruises sagt alle Kreuzfahrten bis Anfang August ab +++

Bis zum 31. Juli wird weiter keines der 14 Kreuzfahrtschiffe der Rostocker Reederei Aida Cruises unterwegs sein. In vielen von Aida angelaufenen Zielen seien die Regelungen für den internationalen Tourismus noch in Abstimmungsprozessen, teilte das Unternehmen mit. Die konkreten Bedingungen für einen Neustart nach der Corona-Krise seien noch nicht geklärt. Um den Gästen die notwendige Planungssicherheit für ihren Urlaub zu geben, müsse die seit Mitte März dauernde vollständige Unterbrechung nun bis Ende Juli ausgedehnt werden.

"Der Schutz der Gesundheit von Gästen und Besatzungsmitgliedern hat jederzeit höchste Priorität", sagte ein Aida-Sprecher. Dazu stehe Aida in enger Abstimmung mit den nationalen und internationalen Behörden und Gesundheitsorganisationen. Für Gäste, die ihren Urlaub zu einem späteren Zeitpunkt antreten wollten, werde der bereits gezahlte Reisepreis als Guthaben plus einen zehnprozentigen Bonus zurückgelegt. Dieses Guthaben könne bei Buchungen bis Ende 2021 eingesetzt werden. Gästen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, werde auf Wunsch der Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung erstattet.

Die wie Aida Cruises zum Carnival-Konzern in den USA gehörende Reederei Costa Crociere unterbricht ebenfalls die Kreuzfahrtsaison bis 31. Juli. Tui Cruises dagegen hat nur alle Kreuzfahrten bis Ende Juni abgesagt.


Nachrichten von Mittwoch, 27. Mai:

+++ Lidl gibt das Geschäft als Reiseveranstalter auf +++

Der Discounter Lidl verabschiedet sich aus dem Geschäft als Reiseveranstalter und tritt künftig nur noch als Urlaubsvermittler auf. Der Betrieb der eigenen Reiseveranstalter "JT Touristik" und "Lidl holidays" werde zum 31. Oktober 2020 vollständig eingestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit und bestätigte damit Informationen des Branchendienstes fvw.

Die für das Online-Geschäft zuständige Lidl Digital wolle ihr Kerngeschäft stärken und die Ressourcen dafür bündeln, hieß es zur Begründung. Das Portal "lidl-reisen.de" solle zwar erhalten bleiben, dort würden künftig aber nur noch Angebote von Partner-Veranstaltern vermarktet und vermittelt. Betroffen sind laut Lidl etwa 120 Mitarbeiter, mit denen nun Gespräche geführt würden. Ziel sei es, möglichst vielen eine Alternative innerhalb der Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, aufzuzeigen. Lidl hatte den 2009 von Jasmin Taylor gegründeten Veranstalter JT Touristik übernommen, nachdem das Unternehmen 2017 Insolvenz anmelden musste.


Nachrichten von Montag, 25. Mai:

+++ Peinliche Panne: Ferienflieger landet einen Monat zu früh auf Sardinien +++

Ein Jet von Eurowings hat die Saison-Premiere auf der Mittelmeer-Insel Sardinien gründlich verpatzt. Am Samstag musste ein Airbus A 320 zum Startflughafen Düsseldorf zurückfliegen, weil Olbia an der Costa Smeralda für internationale Flüge noch bis zum 24. Juni gesperrt war. Das hätte auch die Lufthansa-Tochter wissen können, wie ein Sprecher am Montag einräumte.

Die Einschränkungen waren in den obligatorischen "Notice to Airmen" (Notam) nachzulesen, die bei jedem Flug berücksichtigt werden müssen. Es habe im Vorfeld ein "Missverständnis" bei der Interpretation der Notams gegeben, sagte der Sprecher. Die Passagiere seien umgebucht worden. Das immerhin führt zu überschaubaren Kosten, denn es waren laut Eurowings nur zwei.

+++ Griechenland - Reisen für alle zu Inseln möglich +++

Athen hat am Montag seinen Tourismus weiter geöffnet: Erstmals seit mehr als zwei Monaten konnten alle Reisende vom Festland zu allen Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres sowohl per Fähre als auch per Flugzeug gelangen. Zudem wurden landesweit die Tavernen, Bars und Cafes wieder geöffnet, wie übereinstimmend griechische Medien berichteten.

Auf den griechischen Inseln hat es bislang wenige Corona-Infektionsfälle gegeben. Die Fähren nehmen nur höchstens 50 Prozent der bislang erlaubten Passagierzahl mit. In den Tavernen dürfen nur die Hälfte der vor der Epidemie erlaubten Tische genutzt werden. An einem Tisch dürfen höchstens sechs Menschen sitzen, berichtete das Staatsfernsehen. Athen hat bereits angekündigt auch den Tourismus aus dem Ausland neu starten zu wollen. Ende Mai werde der griechische Pandemie-Krisenstab die Liste der Länder bekanntgeben, aus denen Touristen nach Griechenland werden reisen können, ohne in eine zweiwöchige Quarantäne gehen zu müssen.


Nachrichten von Freitag, 22. Mai:

+++ Flugsicherheitsbehörde empfiehlt freie Plätze zwischen Fluggästen +++

Die Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat für den Flugbetrieb in Corona-Zeiten freie Plätze zwischen den Passagieren im Flugzeug empfohlen. So sollten - wann immer möglich – einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden, um den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zumindest annähernd gewährleisten zu können.

Außerdem empfehlen die Behörden sowohl dem Bordpersonal als auch Fluggästen, Schutzmasken zu tragen und regelmäßig die Hände zu waschen, um Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden. Verabschieden sollten sich Reisende von Begleitern bereits außerhalb des Terminals. Das Gutachten ist auf Bitten der EU-Kommission entstanden, die mit einem entsprechenden Hygiene-Konzept den Tourismus innerhalb Europas vorsichtig wieder ankurbeln will.


Nachrichten von Mittwoch, 20. Mai:

+++ Plaza der Elbphilharmonie in Hamburg öffnet wieder +++

Ab dem 25. Mai öffnet die Plaza der Elbphilharmonie nach zehn Wochen wieder für Besucher. Abweichend von den bisherigen Öffnungszeiten können die Aussichtsplattform und der Plaza-Shop vorerst von 10 Uhr bis 22 Uhr besucht werden. Die Besucherkapazität muss aufgrund der Abstandsregeln deutlich reduziert werden, weshalb dringend zu einer Online-Vorbuchung der Tickets geraten wird. Insbesondere an den Wochenenden werden voraussichtlich vor Ort keine Tickets mehr erhältlich sein. Tickets für die verschiedenen Einlass-Slots gibt es ab sofort online unter www.elbphilharmonie.de.


Nachrichten von Dienstag, 19. Mai:

+++ Lufthansa erweitert Umbuchungs-Regeln in der Corona-Krise +++

Die Airlines der Lufthansa-Gruppe haben ihre Kulanzregeln für Umbuchungen in der Corona-Krise nochmals ausgeweitet. Tickets, die bis zum 30. Juni gebucht werden, können auf Wunsch kostenlos auf einen noch späteren Zeitpunkt als bislang umgebucht werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Kunden können ihre verschobene Reise nun bis zum 31. Dezember 2021 nachholen. Bisher galt, dass bei Umbuchungen die neue Reise bis zum 30. April 2021 angetreten werden musste. Die neue Regel gelte für Tickets mit ursprünglichem Reisedatum bis 30. April 2021, wie der Konzern ausführte. Die Umbuchung sei einmalig für dieselbe Strecke möglich. Zu dem Konzern gehören neben der Lufthansa auch die Töchter Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti.


Nachrichten von Montag, 18. Mai:

+++ Maas: Ab 15. Juni möglichst keine weltweite Reisewarnung mehr +++

Die Bundesregierung geht davon aus, dass in weiten Teilen Europas trotz der Coronavirus-Pandemie in diesem Sommer Urlaub möglich sein wird. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", es gebe bei der Bekämpfung des Coronavirus in vielen Ländern positive Entwicklungen. Nach dem 15. Juni solle es "eigentlich" keine weltweiten Reisewarnungen mehr geben, sagte Maas.

"Sondern wir wollen das ersetzen durch Reisehinweise, aus denen die Leute erkennen können: Wo kann man hinfahren? Wo ist es verantwortbar? Wo ist man willkommen?", sagte Maas. Jeder müsse dann selbst entscheiden "ob er dahin in den Urlaub will bei den Einschränkungen, die es überall geben wird". Der Außenminister will am Montag mit seinen Amtskollegen aus den beliebten Reiseländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien in einer Videokonferenz über Lockerungen der Auflagen beraten.


Nachrichten von Freitag, 15. Mai:

+++ Island lockert Einreisebeschränkungen - Coronavirus-Schnelltests am Flughafen +++

Ab dem 15. Juni stellt die isländische Regierung Coronavirus-Schnelltests direkt am internationalen Flughafen Keflavík bereit. Alle Einreisenden werden sich diesen unterziehen müssen. Reisende dürfen danach in ihre gebuchte Unterkunft und dort auf das Testergebnis warten. Dieses soll  in der Regel noch am selben Tag vorliegen. Nur wer positiv auf das Virus getestet wird, muss 14 Tage in Quarantäne.

Die isländische Regierung hat in großem Umfang Coronavirus-Tests unter den Einheimischen durchgeführt und die Pandemie erfolgreich eingedämmt – in den vergangenen fünf Tagen wurde in dem Land kein neuer Infektionsfall gemeldet.


Nachrichten von Donnerstag, 14. Mai:

+++ Lufthansa will Angebot im Juni deutlich ausweiten +++

Wie das Unternehmen mitteilte, nehmen die Lufthansa und die Tochtergesellschaften Swiss und Eurowings "im Juni wieder zahlreiche Sonnen- und Sommerziele" in ihr Flugprogramm auf. Außerdem sollen vorbehaltlich eventueller Reisebeschränkungen auch weitere Langstreckenziele angeflogen werden.

Geplant ist demnach, dass die Airlines des Konzerns bis Ende Juni pro Woche wieder rund 1800 Verbindungen zu weltweit mehr als 130 Zielen anbieten. Bereits in der ersten Junihälfte sollen unter anderem die spanische Mittelmeerinsel Mallorca sowie weitere europäische Ziele angeflogen werden. Buchbar für Kunden sind die Flüge für die erste Juni-Hälfte nach Unternehmensangaben bereits jetzt. Zugleich wies der Konzern darauf hin, dass Kunden bei der Planung ihrer Reise die aktuellen Einreise- und Quarantänevorschriften der jeweiligen Zielorte beachten sollten.


Nachrichten von Dienstag, 12. Mai:

+++ Ryanair plant ab 1. Juli fast 1000 Flüge täglich +++ 

Der irische Billigflieger will seinen Flugbetrieb zum Sommer wieder deutlich hochfahren. Ab 1. Juli sollen 40 Prozent der regulären Flüge wieder stattfinden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dublin mit. Voraussetzung sei, dass die Regierungen die Reisebeschränkungen für Flüge innerhalb der EU lockern und an den Flughäfen Sicherheitsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz eingeführt würden.

Täglich würde Ryanair nach eigenen Angaben dann fast 1000 Flüge anbieten und damit 90 Prozent der Strecken abdecken, die die Airline vor der Corona-Krise angesteuert hatte.Seit Ende März hat Ryanair den Großteil seines Flugbetriebs eingestellt und bietet derzeit täglich nur rund 30 Flüge zwischen Irland, Großbritannien und Kontinentaleuropa an. Um die Übertragung des Coronavirus zu verhindern, sollen die Passagiere am Flughafen und an Bord laut Ryanair Gesichtsmasken tragen. Zudem sollen sie der Airline bei Flügen im Juli und August am Check-in ihre Kontaktdaten und die Dauer ihres Aufenthalts nennen.


Nachrichten von Montag, 11. Mai:

+++ Kolumbianische Fluglinie Avianca meldet Insolvenz an +++

Wegen des massiven Umsatzrückgangs infolge der Corona-Krise hat die kolumbianische Fluggesellschaft Avianca Insolvenz angemeldet. Die Holding und mehrere Tochterunternehmen beantragten am Sonntag Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts, wie die Airline mitteilte. Ziel sei es, den Betrieb weiterzuführen, die Arbeitsplätze zu erhalten und sich wirtschaftlich neu aufzustellen. Wegen der Reisebeschränkungen in der grassierenden Corona-Pandemie musste Avianca Mitte März seinen regulären Betrieb weitgehend einstellen. Die Einnahmen seien daraufhin um mehr als 80 Prozent gesunken, hieß es in der Mitteilung der Fluglinie. 

Avianca ist einer der wichtigsten Fluggesellschaften Lateinamerikas. Sie fliegt zahlreiche Ziele in der Region, in Nordamerika und Europa an. Zuletzt gab es auch eine Direktverbindung von Bogotá nach München. Die Vorgängerfirma von Avianca wurde 1919 als Kolumbianisch-Deutsche Gesellschaft für Lufttransporte von einem deutschen Auswanderer gegründet. Damit gilt Avianca als eine der ältesten Fluglinien der Welt.


Nachrichten von Freitag, 8. Mai:

++ Flotte verdoppelt: Lufthansa fliegt ab Juni zu 106 Zielen +++

Die Lufthansa gibt nach dem Corona-Tief langsam wieder Schub. Ab Juni sollen bei den Konzern-Airlines Lufthansa, Swiss und Eurowings rund doppelt so viele Flugzeuge im Einsatz sein wie bislang, teilte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mit. Die dann 160 Jets sollen die Gäste zu 106 Zielen im In-und Ausland bringen. Bis Ende Mai wurden weltweit nur 32 Ziele angeflogen.

Unter den wieder aufgenommenen Verbindungen sind wichtige touristische Ziele in Europa wie Kreta, Mallorca, Sylt oder Rostock, wie die Lufthansa mitteilte. Die Tochter Eurowings schickt gleich von fünf deutschen Flughäfen die Urlauberjets nach Mallorca, auch weitere Europaziele kommen bereits im Laufe des Monats Mai hinzu. Die Flugbetriebe der Lufthansa-Töchter Brussels und Austrian bleiben hingegen zunächst weiterhin geschlossen.


Nachrichten von Mittwoch, den 6. Mai

+++ Airbnb entlässt wegen Corona-Krise ein Viertel seiner Angestellten  +++

Der Apartment-Vermittler Airbnb will wegen der Corona-Pandemie laut US-Medien in großem Stil Stellen streichen. Die Mitarbeiterzahl sinke um rund ein Viertel, etwa 1900 Jobs weltweit seien betroffen, zitierten "The Information", Bloomberg, CNBC und "Wall Street Journal" übereinstimmend aus einer E-Mail von Airbnb-Chef Brian Chesky an die Beschäftigten. Die Krise habe den Tourismus zum Stillstand gebracht, Airbnb sei stark getroffen, der Umsatz dürfte dieses Jahr um mehr als die Hälfte sinken, führte Chesky demnach aus. Airbnb hat für 2020 einen Börsengang angekündigt, doch angesichts der Schwierigkeiten sind die Zweifel inzwischen groß.


Nachrichten von Dienstag, den 5. Mai

+++ EU-Kommission gegen Gutscheine für abgesagte Reisen und Flüge +++

Im Streit über Gutscheine für abgesagte Reisen gibt sich die EU-Kommission trotz Drängens aus Berlin und hart. In einem Schreiben an mehrere Bundesminister, aus dem das ARD-Hauptstadtstudio zitierte, macht EU-Verkehrskommissarin Adina Valean deutlich, dass die EU-Fluggastrechte auch während der Corona-Krise gelten. Kein Fluggast könne dazu gezwungen werden, einen Gutschein anstelle einer Rückerstattung anzunehmen.

Es sei der EU-Kommission "wichtig, an unseren Verbraucherrechten festzuhalten und den Fluggesellschaften bei Liquiditätsproblemen auf andere Weise helfen". Anstelle verpflichtender Gutscheine empfiehlt Valean "Gutscheine für Verbraucher wirtschaftlich interessant zu machen" und "diese gegen Insolvenz abzusichern". Nach EU-Recht müssen Flugtickets und auch Pauschalreisen eigentlich erstattet werden. Deutschland will Verbraucher jedoch verpflichten, bei Reiseabsagen in der Corona-Krise vorerst einen Gutschein statt einer Erstattung zu akzeptieren.


Nachrichten von Samstag, den 2. Mai

+++ Unter Quarantäne in Cuxhaven: Corona-Fall an Bord von "Mein Schiff 3" +++

Wegen einer Corona-Infektion an Bord ist ein Kreuzfahrtschiff  am Steubenhöft in Cuxhaven unter Quarantäne gestellt worden. Ein Besatzungsmitglied sei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, teilten der Landkreis Cuxhaven und die Reederei Tui Cruises am Samstag mit. An Bord des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" befinden sich laut Tui derzeit keine Reisegäste. Stattdessen seien 2899 Crew-Mitglieder an Bord, die teilweise von anderen Tui-Schiffen auf die "Mein Schiff" gebracht worden waren. Von Cuxhaven aus sollten sie die Rückreise in ihre Heimatländer antreten.

Laut Tui hatten sich 15 Besatzungsmitglieder nach der Ankunft in Cuxhaven mit leichten grippeähnlichen Symptomen an das Bordhospital gewandt. Einer von ihnen sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 15 Mitarbeiter seien in ihren Kabinen isoliert und würden medizinisch betreut, teilte die Reederei mit. Einige Crewmitglieder hätten das Schiff in den vergangenen Tagen bereits verlassen. Sie seien kontaktiert und aufgefordert worden, sich in ihrer Heimtat in Quarantäne zu begeben.


Nachrichten von Dienstag, den 28. April

+++ Bahn verlängert Kulanzregelung über 1. Mai hinaus +++

Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, wie die Bahn am Dienstag mitteilte.

Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt. Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen - sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.


Nachrichten von Montag, den 27. April

+++ Österreich will sich nur "behutsam" für Urlauber öffnen +++

Österreichs Regierung hat nun versichert, dass das Land beim Sommertourismus für ausländische Gäste "behutsam" vorgehen werde. Grenzüberschreitender Tourismus werde "nur vorsichtig und Schritt für Schritt wieder möglich sein", sagte Außenminister Alexander Schallenberg der "Bild"-Zeitung am Montag. Österreich werde mit Partnerländern und in engem Kontakt mit der EU-Kommission gemeinsam "an Lösungen arbeiten, wie ein behutsames Hochfahren des Sommertourismus wieder möglich sein könnte". 

Zudem kämen für die Einreise nur Urlauber aus Ländern in Frage, die im Kampf gegen das Coronavirus ähnlich weit seien wie Österreich und ähnlich niedrige Infektionszahlen aufwiesen, betonte Schallenberg. Zuvor hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einem "europäischen Wettlauf" bei der Wiedereröffnung des Tourismus gewarnt. Ein solcher Wettbewerb könne zu "unvertretbaren Risiken" führen. Maas erinnerte an den Infektionsherd im österreichischen Skiort Ischgl. Ein solcher Fall dürfe sich nicht wiederholen, mahnte der Minister: "Was ein Infektionscluster in einem beliebten Urlaubsgebiet in den Heimatländern der Touristen anrichten kann, haben wir bereits erlebt."

+++ Deutsch-isländische Kooperation in Corona-Zeiten +++

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat einen Vertrag mit dem deutschen Transportunternehmen DB Schenker über Frachtflüge zwischen München und Shanghai geschlossen. Es sind zunächst 45 Flüge vereinbart, bei denen es um Transport von medizinischen Hilfsmitteln und Ausrüstung für die von der Pandemie am schwersten betroffenen europäischen Länder geht. Für diese Flüge setzt Icelandair drei Boeing 767 ein, die so umgebaut wurden, dass sie große Mengen von Fracht transportieren können.

Eine Boeing 767 von Icelandair, die jetzt als Frachter eingesetzt wird
Eine Boeing 767 von Icelandair, die jetzt als Frachter eingesetzt wird
© Till Bartels

Island ist allerdings besser mit dem Coronavirus zurechtgekommen als die meisten anderen europäischen Staaten. Seit einigen Tagen werden nur vereinzelt neue Infektionen gemeldet. Dieser Erfolg wird vor allem auf ein gut funktionierendes Gesundheitssystem, massives Testen auf das Virus, sowie auch auf konsequente Ausgangs- und Versammlungsbeschränkungen zurückgeführt. Wann Island als Reiseziel Touristen wieder zugänglich wird, ist noch völlig offen. Fest steht, dass Sicherheitsmassnahmen in Island leichter als in manchen anderen Ländern eingehalten werden könnten, nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass die Insel zum grössten Teil aus unbewohnten Naturlandschaften besteht.


Nachrichten von Dienstag, den 21. April

+++ Streit um Erstattung von Flugtickets: "Es ist eine Unverschämtheit" +++

Der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) hat keinerlei Verständnis für die Haltung der Airlines in puncto Erstattung von Ticketkosten. Der Vorwurf: Durch das bewusste und absichtliche Erschweren des Refund-Prozesses wird es Marktteilnehmern im Ticketvertrieb wie Reise- und Flugportalen gezielt erschwert, Erstattungen für die Kunden vorzunehmen. Nur wenige Airlines erlauben derzeit noch eine Erstattung über die Reservierungssysteme. "Es ist eine Unverschämtheit", sagt Michael Buller, der Vorstand des Verbandes. "Die Fluggesellschaften lassen ihre Vertriebspartner und damit auch die Kunden derzeit im Regen stehen."

Der VIR hat die Airlines aufgerufen, ihre Systeme umgehend wieder hochzufahren und dem Vertrieb verfügbar zu machen. Deren Verhalten habe direkte Auswirkungen auf die Endverbraucher: "Solange Reiseveranstalter und Ticket-Konsolidatoren das Geld zur Erstattung an ihre Kunden von den Fluggesellschaften nicht erhalten, müssen Tausende von Fluggästen ebenfalls auf den Refund warten", so Buller. Es sei eine große Enttäuschung für die gesamte Branche, dass genau jene, die rasch große Hilfen vom Staat erhalten haben, sich derart kundenunfreundlich verhalten.


Nachrichten von Montag, den 20. April

+++ Norwegian Air entlässt 4700 Beschäftigte in Corona-Krise +++

Vier Tochtergesellschaften der norwegischen Fluggesellschaft Norwegian melden Insolvenz an. Es handelt sich demnach um Gesellschaften in Dänemark und Schweden, bei denen die Piloten und das Kabinenpersonal beschäftigt sind. "Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Luftfahrtindustrie sind beispiellos. Wir haben alles getan, um diese Entscheidung in letzter Konsequenz zu vermeiden", sagte Konzernchef Jacob Schram. "

Betroffen seien 1571 Piloten und 3134 Kabinenmitarbeiter. Das norwegische Personal sei nicht von der Insolvenz berührt, weil der norwegische Staat aufgrund des Virusausbruches die gehaltsbezogenen Kosten übernehme. "Leider gibt es in Schweden oder Dänemark keine gleichwertige Deckung", hieß es vom Unternehmen. Der stark expandierende Billigflieger kämpft schon seit längerem mit finanziellen Engpässen. Die Zahl der Transatlantikflüge wurde erheblich reduziert und der Ableger in Argentinien im Dezember 2019 an die chilenische Jetsmart Airlines verkauft.


Nachrichten von Donnerstag, den 16. April

+++ Söder empfiehlt Sommerurlaub in Deutschland +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Bürgern angesichts der Corona-Pandemie empfohlen, einen Sommerurlaub in Deutschland zu planen. "Meine Einschätzung ist, wenn man das Infektionsgeschehen anderer Länder anschaut, ist der Urlaub wohl besser in Deutschland zu machen", sagte Söder. Es gebe in der Bundesrepublik "wundervolle Ziele".

Ferienziele in klassischen Urlaubsländern wie Spanien, Italien und der Türkei betrachte er als "eher unwahrscheinlich". Momentan sind die Bürger noch aufgefordert, generell auf Reisen zu verzichten. Weltweit besteht eine Reisewarnung. Es ist unklar, wann es zu ersten Lockerungen kommt.


Nachrichten von Montag, den 13. April

+++ Ausgangssperre gebrochen: Touristen müssen 500 Mal "Sorry" schreiben +++

Wegen eines Spaziergangs in Indien mussten zehn Touristen 500 Mal schreiben: "Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid." Die Polizei in der bei Yoga-Fans beliebten nordindischen Stadt Rishikesh habe sich zu dieser Strafe entschieden, weil sich in letzter Zeit mehrere Ausländer nicht an die Regeln gehalten hätten, sagte ein Polizeimitarbeiter. In Indien darf man zurzeit nur raus, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen sowie bei Notfällen.

Indische Polizisten haben die Ausgangssperre schon mit anderen unkonventionellen Methoden durchgesetzt. Einige erschreckten Regelbrecher etwa mit bunten Helmen in Form eines Coronavirus. Andere zwangen sie, Kniebeugen zu machen oder sie drohten ihnen, sie in einen Raum einzusperren und dort ununterbrochen Bollywood-Filmlieder spielen zu lassen.

+++ Rückholung von Neuseeland-Touristen - Sky Tower in Schwarz-Rot-Gold +++

Schwarz-Rot-Gold zum Abschied: In Neuseeland ist am Montag der letzte Rückholflug der Lufthansa mit deutschen Touristen gestartet. Wie die Deutsche Botschaft in Wellington auf Facebook mitteilte, wurde dazu der Sky Tower in Auckland in den Nationalfarben der Bundesrepublik angestrahlt. Das Wahrzeichen der größten Stadt Neuseelands ist mit 328 Metern Höhe der höchste Fernsehturm der südlichen Erdhalbkugel.

Nach Angaben der Botschaft startete der Airbus A 380 mit rund 500 Passagieren am Montagabend (Ortszeit) von Auckland in Richtung Frankfurt am Main. Es sei der 25. Flug im Rahmen des von Außenminister Heiko Maas initiierten Rückholprogramms. Es seien jetzt annähernd 10.000 Passagiere nach Europa gebracht worden. Am Dienstag soll es dann noch einen Flug von Air New Zealand mit Deutschen geben.

+++ Wegen Corona: Copacabana Palace schließt zum ersten Mal in 100 Jahren +++

Das berühmte Hotel "Copacabana Palace" in Rio de Janeiro hat wegen der Covid-19-Pandemie zum ersten Mal in den fast 100 Jahren seines Bestehens geschlossen. Am Osterwochenende waren zwei Meter hohe Gitter rund um das 1923 eröffnete Art Déco-Gebäude zu sehen, das sich an der berühmten Copacabana erhebt. Es ist eines der wenigen Fünf-Sterne-Hotels Brasiliens und soll nach Medienberichten Ende Mai wieder öffnen.


Nachrichten von Sonntag, den 12. April

+++ Von der Leyen rät: Mit Buchung von Sommerurlaub noch abwarten +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angesichts der Corona-Pandemie geraten, mit der Buchung des Sommerurlaubs noch zu warten. "Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten. Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen", sagte sie der "Bild am Sonntag".

Skeptisch äußerte sich von der Leyen zum Beschluss der Bundesregierung, dass Kunden für Reisen, die sie wegen der Corona-Pandemie nicht antreten können, erst mal nur einen Gutschein erhalten sollen. "Europaweit haben die Menschen rein rechtlich die Wahl, ob sie das Geld oder einen Gutschein wollen." Finanziell nicht notleidende Kunden rief sie allerdings dazu auf, dieses Recht nicht in Anspruch zu nehmen.


Nachrichten von Mittwoch, den 8. April

+++ Aida Cruises sagt alle Reisen bis Ende Mai ab +++

Die Rostocker Kreuzfahrtreederei hat alle Fahrten auf den 14 Schiffen ihrer Flotte bis Ende Mai abgesagt. Wegen der geltenden Einreisebestimmungen in den weltweiten Zielgebieten sei mit einer Normalisierung des Reiseverkehrs bis dahin nicht zu rechnen, begründete das Unternehmen am Mittwoch seine Entscheidung.

Um den Gästen ihren Urlaub, der zwischen dem 8. März und dem 31. Mai abgesagt wurde, zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen, werde der bereits gezahlte Reisepreis als Guthaben plus einem zehnprozentigen Bonus zurückgelegt. Dieses Guthaben könne bei Buchungen bis Ende 2021 für alle Aida-Reisen eingesetzt werden. Gästen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, werde auf Wunsch der Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung erstattet.

+++ Tui erhält Milliardenkredit vom Staat +++

Der von der Coronavirus-Pandemie stark getroffene Reisekonzern TUI kann über einen Kredit über 1,8 Milliarden Euro vom Staat verfügen. Tui und die staatliche Förderbank KfW unterzeichneten am Mittwoch den entsprechenden Vertrag.Tui hatte Mitte März nach Reisewarnungen fast aller Länder seine Urlaubsangebote, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf Weiteres ausgesetzt. Zugleich beteiligte sich der Konzern an der Rückholung von deutschen Urlaubern aus dem Ausland.

Mit Hilfe des Überbrückungskredits bereite sich das Unternehmen laut Tui-Chef Fritz Joussen "intensiv" auf die Zeit nach der Corona-Krise vor. Der Konzern sei "überzeugt, dass die Menschen auch in Zukunft reisen und andere Länder und Kulturen kennenlernen möchten".

Nachrichten von Montag, den 6. April

+++ Leere Züge: Reiseaufkommen der Bahn liegt im Fernverkehr bei 10 bis 15 Prozent +++

Aufgrund der Corona-Krise sind auch bei der Bahn die Fahrgastzahlen in den vergangenen Wochen eingebrochen. Die Nachfrage liegt deutlich unter dem Angebot, sagte Konzernchef Richard Lutz am Montag auf einer Telefonkonferenz für Journalisten. Im Regionalverkehr seien es 15 Prozent. Derzeit seien rund drei Viertel der üblicherweise fahrenden Züge im Einsatz, sagte Lutz.

Mit Blick auf den Reiseverkehr zu Ostern stellte Lutz auf Kundenseite keine erhöhte Nachfrage fest. "Unsere Kundinnen und Kunden gehen ausdrücklich verantwortungsvoll mit der aktuellen Situation um", sagte der Bahnchef. "Wir sehen in den Buchungszahlen überhaupt kein erhöhtes Volumen, keine erhöhte Nachfrage." Auch nach den Ansprachen der Kanzlerin habe anscheinend jeder begriffen, "dass diese aktuelle Zeit wirklich erfordert, dass wir diese Abstands- und Kontaktregeln einhalten".

+++ Kreuzfahrtschiff mit Corona-Patienten und Toten legt in Miami an +++

Die "Coral Princess" hat mit Corona-Patienten an Bord und nach dem Tod zweier Passagiere im Hafen von Miami festgemacht. Wann die mehr als Tausend Passagiere und knapp 900 Crew-Mitglieder von Bord gehen dürfen war zunächst noch unklar.

Sieben Passagiere und fünf Crew-Mitglieder waren positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Reederei Princess Cruises mit. Die Reise sollte demnach bereits am 19. März in Argentinien enden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hätten sich aber mehrere Länder geweigert, die Passagiere an Land gehen zu lassen. Zuvor hatten sich bereits Passagiere an Bord der "Diamond Princess" und der "Grand Princess" mit dem Coronavirus infiziert.


Nachrichten von Freitag, den 3. April

+++ Emirates nimmt wieder erste Flüge nach Frankfurt auf +++

Auf Twitter hat Emirates Airlines angekündigt, ab dem kommenden Montag (6. April) wieder Flüge zu ausgewählten Zielen in Europa aufzunehmen. Geplant sind unter anderem drei wöchentliche Flüge nach Frankfurt, Paris und Zürich. Dazu hat die Airline aus Dubai die Genehmigung der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate erhalten. In erste Linie gehe es darum, die in den Emiraten festsitzenden Ausländer auszufliegen.

Emirates wird auf diesen Strecken Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER in einer Zwei-Klassen-Konfiguration mit Business Class und Economy Class einsetzen.


Nachrichten von Donnerstag, den 2. April

+++ Neuseeland erlaubt wegen Corona-Krise Rückreise Tausender Ausländer +++

Tausende wegen der Coronavirus-Krise in Neuseeland festsitzende Ausländer, darunter auch viele Deutsche, werden von Freitag an den Pazifikstaat verlassen können. Die Regierung in Wellington, die Rückführungsflüge zunächst gestoppt hatte, kündigte einen entsprechenden Plan an. Dieser werde die "sichere und geordnete Ausreise von Zehntausenden" Gestrandeter ermöglichen, sagte der stellvertretende Premierminister Winston Peters am Donnerstag. 

Zurückkehrende Touristen und Ausländer dürften sich für die Ausreise auch innerhalb des Landes bewegen, sofern sie einen bestätigten Flug hätten. Es sollen auch zusätzliche Flüge zwischen Neuseeland und Europa erlaubt werden, sagte Peters weiter. In Neuseeland sitzen etwa 12.000 Deutsche fest, so viele wie nirgendwo sonst. Dort wurden auch Reisende von den Südseeinseln zusammengezogen, um dann nach Deutschland zurückfliegen zu können.

+++ Trump sagt Kreuzfahrt-Passagieren im Drama um die "Zaandam" Hilfe zu +++

Im Drama um die "Zaandam" gibt es Hoffnung: US-Präsident Donald Trump hat den Passagieren des Kreuzfahrtschiffs "Zaandam" und des Schwesterschiffs "Rotterdam" Hilfe in der Corona-Krise zugesagt. "Aus humanitärer Sicht haben wir keine Wahl", sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus. "Menschen sterben." Er fügte hinzu: "Wir müssen etwas tun. Und der Gouverneur (von Florida, Ron DeSantis) weiß das auch." Die "Zaandam" und die "Rotterdam" sind auf dem Weg nach Florida, haben aber bislang keine Erlaubnis, im Zielhafen in Fort Lauderdale im Süden des Bundesstaats anzulegen.


Nachrichten von Dienstag, den 31. März

+++ Floridas Gouverneur will "Zaandam"-Passagiere nicht in seinen Bundesstaat lassen +++ 

Das Kreuzfahrtschiff "Zaandam" mit vier Toten und zwei Corona-Verdachtsfällen an Bord darf seine Passagiere nicht im US-Bundesstaat Florida an Land gehen lassen. Er sehe die Lage an Bord der "Zaandam" als "großes, großes Problem", sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Er wolle "nicht sehen, dass Menschen gerade jetzt im südlichen Florida abgeladen werden", die nicht einmal aus Florida stammten.

Die Besatzung der "Zaandam" wollte das Schiff der US-Reederei Holland America Line eigentlich nach Fort Lauderdale in Florida steuern. In der Nacht zuvor war das Kreuzfahrtschiff mit 1800 Passagieren an Bord durch den Panama-Kanal vom Pazifik in die Karibik gefahren. Wenige Stunden später folgte ihm sein Schwesterschiff "Rotterdam", die aus der US-Stadt San Diego losgeschickt worden war, um die Passagiere mit dem besten Gesundheitszustand von Bord der "Zaandam" zu holen. Nach Angaben der Reederei wurden mindestens zwei der insgesamt 1800 Passagiere der "Zaandam" positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Vier Passagiere seien gestorben.

+++ Dubai will Weltausstellung Expo um ein Jahr verschieben +++

Die Ausbreitung des Coronavirus macht auch eine Verlegung der diesjährigen Weltausstellung im Golf-Emirat Dubai immer wahrscheinlicher. Die Veranstalter der Expo 2020 Dubai teilten nach einem Treffen des Leitungsgremiums mit, sie unterstützten den Vorschlag, die für Oktober geplante Eröffnung der Weltausstellung um ein Jahr zu verschieben.

Die endgültige Entscheidung muss das internationale Expo-Büro in Paris treffen. Dessen Generalsekretär Dimitri Kerkentzes begrüßte der staatlichen emiratischen Nachrichtenagentur WAM zufolge den Vorschlag. Die VAE haben bisher 611 Corona-Fälle gemeldet. Das Land liegt in Nachbarschaft des Iran, der von dem neuartigen Virus besonders stark betroffen ist.


Nachrichten von Freitag, den 27. März

+++ Reisewirtschaft fordert Aussetzung von Erstattungspflicht +++

Die deutsche Reise- und Luftverkehrsbranche fordert angesichts der Coronavirus-Krise eine vorübergehende Aussetzung der Erstattung von stornierten Pauschalreisen und Flügen. Den erheblichen Fixkosten der Unternehmen stünden praktisch keine Einnahmen mehr gegenüber, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben des Deutschen Reiseverbands (DRV), des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft und des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Wegen der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 seien Tourismus und Luftverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen. "Wenn Unternehmen in dieser prekären Situation gezwungen sind, ihren Kunden die für Reisen, die nicht mehr angetreten werden konnten, gezahlten Reisepreise innerhalb von 14 Tagen zurückzuzahlen, werden viele in die Knie gehen", sagte Norbert Fiebig, Präsident des DRV. Rückzahlungspflichten aus der europäischen Pauschalreiserichtlinie sowie der Fluggastrechte-Verordnung sollten deshalb zeitweise ausgesetzt werden.

+++ Tui erhält KfW-Kredit über 1,8 Milliarden Euro +++

Der von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Reisekonzern Tui erhält einen Überbrückungskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Die Bundesregierung habe dafür am Freitag ihre Zustimmung gegeben, teilte das Unternehmen am Abend in Hannover mit. Allerdings müssten noch die Banken des Reiseanbieters dem KfW-Überbrückungskredit zustimmen; die Gespräche dazu seien bereits angelaufen und würden nun fortgesetzt. Mit den Mitteln der staatlichen Förderbank soll den Angaben zufolge die bereits bestehende Kreditlinie von Tui bei ihren Banken in Höhe von 1,75 Milliarden Euro aufgestockt werden. Zu einer der Bedingungen des KfW-Überbrückungskredites gehörte demnach, dass der Reisekonzern während der Laufzeit des Kredits auf Dividendenzahlungen verzichtet.

Damit würde Tui zum gegenwärtigen Zeitpunkt über Finanzmittel und Kreditlinien in Höhe von insgesamt 3,1 Milliarden Euro verfügen. "Die Zusage des KfW-Überbrückungskredits bedeutet einen wichtigen ersten Schritt für die TUI, um die derzeitige Ausnahmesituation erfolgreich zu überbrücken", erklärte Fritz Joussen, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe. "Unser Dank gilt der deutschen Bundesregierung, dem Deutschen Bundestag, der Niedersächsischen Landesregierung und der KfW. Sie haben im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und des Unternehmens schnell und lösungsorientiert gehandelt."


Nachrichten von Mittwoch, den 25. März

+++ Zum Teil bis Juli 2020: Reedereien setzen Kreuzfahrten noch länger aus +++

Die Pause dauert länger: Die italienische Reederei Costa Cruises kündigte an, alle Kreuzfahrten weltweit bis zum 30. April auszusetzen. Zuvor hatte die Reederei bereits alle Fahrten bis zum 3. April gestoppt. Schiffe, die noch unterwegs sind, sollen nun einen Hafen anlaufen, um die Passagiere an Land zu lassen. Costa gehört zur Gruppe von Carnival Cruises, dem weltweit größten Anbieter von Kreuzfahrten.

Auch Royal Caribbean verlängert die Unterbrechung aller Kreuzfahrten. Die internationale Kreuzfahrtgesellschaft plant ihren Dienst am 12. Mai wiederaufzunehmen. Abfahrten nach Alaska, Kanada und Neuengland werden wegen der angekündigten Hafenschließungen voraussichtlich erst ab dem 1. Juli 2020 wieder möglich sein. Über die genauen Termine der Wiederaufnahme des Geschäfts und die Umbuchungsmodalitäten anderer Marken informieren die Webseiten der Reedereien.


Nachrichten von Dienstag, den 24. März:

+++ Ryanair streicht wegen Corona-Pandemie alle Flüge für zwei Monate +++

Bereits vor etwa einer Woche hatte Ryanair mitgeteilt, ihr Angebot um bis zu 80 Prozent zurückzufahren. Am Dienstag hat Europas größte Billig-Airline angekündigt, wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate auszusetzen. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass keine Flüge im April und Mai stattfinden werden, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in Dublin. Letztlich hänge das aber von den Regierungsanweisungen ab. Niemand wisse, wie lange die Pandemie dauern werde. Ryanair steht laut O'Leary aber bereit, gestrandete Passagiere zurückzufliegen oder sich zum Beispiel an Medikamenten-Lieferungen zu beteiligen.

+++ Mehr als 120.000 Deutsche kehren binnen einer Woche aus dem Ausland zurück +++

Trotz massiver Behinderungen des weltweiten Reiseverkehrs wegen der Corona-Krise sind binnen einer Woche mehr als 120.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgekehrt. Diese Zahl gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin bekannt. Die Rückholungen liefen weiter: Derzeit kehrten rund 10.000 Deutsche pro Tag nach Deutschland zurück, viele von ihnen mit Unterstützung der Bundesregierung. Seit Dienstag vergangener Woche seien hunderte Flüge für die Rückholung eingesetzt worden - darunter auch 40 Sonderflüge, die von der Bundesregierung gechartert worden seien.

Weitere 35 Sonderflüge seien aktuell in Vorbereitung. Derzeit liefen Rückholaktionen aus Ägypten, Algerien, Argentinien, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Gambia, Indien, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Peru, Philippinen und Tunesien. Aus Ägypten seien bislang 30.000 von 35.000 deutschen Reisenden zurückgekehrt, aus der Dominikanischen Republik 3000 von 4700, aus Marokko 6000 von 6600, aus Südafrika 7000 von 15.000. Aus der Türkei seien 29.000 Deutsche zurückgekehrt, aus Spanien 30.000.

+++ Vereinigte Arabische Emirate untersagen Passagierflüge +++

Sämtliche Passagierflüge in die Vereinigten Arabischen Emirate sind ab Mittwoch für mindestens zwei Wochen abgesagt. Von dem Verbot sind auch Transitflüge betroffen. Die Flughäfen in Abu Dhabi sind für Etihad Airways und Dubai für Emirates Airlines wichtige Drehkreuze.

"Gemäß der jüngsten Direktive der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate, wird Emirates vorübergehend ab dem 25. März 2020 alle Passagierflüge aussetzen", sagte ein Pressesprecher auf Anfrage des stern. "Emirates führt weiterhin Frachterflüge durch und hilft so, wichtige internationale Luftfrachtverbindungen für Wirtschaft und Gesellschaft aufrechtzuerhalten." Auch Etihad Airways wird ab Mittwoch um 23.59 Uhr alle Passagierflüge von und nach Abu Dhabi einstellen, hieß es in einer Pressemitteilung.


Nachrichten von Montag, den 23. März:

+++ Gähnende Leere wegen Corona - Letzte Touristen verlassen Mallorca +++

Ein geöffnetes Hotel - für nur einen Gast: Die normalerweise vor allem bei Deutschen beliebte Ferienhochburg Platja de Palma auf Mallorca ist derzeit im Ausnahmezustand. "Der letzte

Urlauber wird heute, spätestens aber morgen in seine Heimat zurückreisen", sagte die Geschäftsführerin des Hotelverbandes. Bereits am Sonntag hatten die zuvor noch verbliebenen sieben Gäste die Heimreise angetreten.

Mitte März hatte die spanische Regierung den Alarmzustand ausgerufen und eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Unmittelbar danach hatten Hoteliers und Reiseveranstalter auf Mallorca begonnen, Rückflüge für die auf der ganzen Insel verstreuten Touristen zu organisieren. Die Urlauber waren ebenso wie die Einheimischen von der strikten Ausgangssperre betroffen.


Nachrichten von Samstag, den 21. März:

+++ Emirates stellt vorübergehend alle Flüge nach Deutschland ein +++

Eine der größten internationalen Airlines wird bald noch weniger Ziele weltweit und in Europa anfliegen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters und airlive.net melden, werden neben den New Yorker Airports JFK und Newark auch die Flughäfen in Ländern wie Frankreich und Deutschland nicht mehr angeflogen. Der Flugbetrieb von und nach Dubai soll ab dem 23. März "bis auf weiteres" eingestellt werden. In Deutschland wären dann die Routen ab München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg nach Dubai betroffen.

Bereits in den letzten Tagen hatte Emirates mehrere Flüge vom Airbus A380 auf die kleinere Boeing 777 umgestellt, sowie einige Flugpaare ganz gestrichen. Auch über die Website sind ab der nächsten Woche kurzfriste Abflüge ab Deutschland  nicht abrufbar. In anderen Medienberichten heißt es, dass Emirates erwägt, alle ihre Jets vom Typ Airbus A380 am Boden zu lassen.


Nachrichten von Freitag, den 20. März:

+++ Tui setzt weltweites Reiseprogramm bis 23. April aus +++

Der von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffene Reisekonzern Tui hat sein gesamtes Reiseprogramm bis zum 23. April ausgesetzt. Mit der Entscheidung will Tui den Urlaubern Planungssicherheit für die Osterferien geben. Urlauber, deren Tui-Reise in diesen Zeitraum fällt, würden informiert. Bereits zuvor hatte Tui sein Programm bis zunächst zum 27. März ausgesetzt.

"Im Moment arbeiten wir rund um die Uhr daran, alle Urlauber wieder sicher und zuverlässig nach Hause zu bringen", erklärte Marek Andryszak von Tui. Bis zu 40 Tuifly-Flüge starten demnach täglich mit Urlaubern aus Ägypten, Spanien, Madeira und den Kapverden."Das ist die größte Rückholaktion in unserer Unternehmensgeschichte. Mit über 350 Flügen bringen wir seit Sonntag mehrere zehntausend deutsche Gäste zurück", erklärte Andryszak.


Nachrichten von Donnerstag, den 19. März:

+++ Lufthansa streicht Flugprogramm noch stärker zusammen +++

Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Bis 19. April fänden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt mit. Rund 700 von 763 Passagierjets des Konzerns blieben vorläufig am Boden. Fernverbindungen bietet die Lufthansa vorerst nur noch ab Frankfurt und dreimal pro Woche mit der Tochter Swiss ab Zürich an. In München sollen nur noch Kurzstreckenflüge des Ablegers Cityline abheben. Die Maschinen sollen vorwiegend Deutsche aus dem Ausland zurückholen.

Zu einer Prognose für die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr sah sich Vorstandschef Carsten Spohr weiterhin nicht in der Lage. "Die Verbreitung des Coronavirus hat die gesamte Weltwirtschaft und auch unser Unternehmen in einen bislang ungekannten Ausnahmezustand versetzt", sagte der Manager. Die Folgen könne derzeit niemand absehen. "Je länger diese Krise andauert, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Zukunft der Luftfahrt ohne staatliche Hilfe nicht gewährleistet werden kann."

+++ Australien und Neuseeland schließen Grenzen im Kampf gegen Coronavirus +++

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließen Australien und Neuseeland ihre Grenzen. Australiens Premierminister Scott Morrison teilte am Donnerstag mit, ab Freitagabend gelte ein Einreiseverbot für alle, die keine Staatsbürger seien oder ein ständiges Aufenthaltsrecht hätten. Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern erklärte, das Einreiseverbot gelte für alle Touristen, Inhaber befristeter Visa wie Studenten und Besitzer einer befristeten Arbeitserlaubnis.    

Australien und Neuseeland haben eine Reihe von Maßnahmen verhängt, um eine Ausbreitung des Virus zu bremsen, von Schulschließungen und anderen Verordnungen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit bislang aber abgesehen. Australien hat bislang 642 bestätigte Infektionsfälle registriert, Neuseeland 28 Fälle. Morrison zufolge infizierten sich rund 80 Prozent der australischen Betroffenen in Übersee oder durch Rückkehrer aus dem Ausland.


Nachrichten von Dienstag, den 17. März:

+++ Balearen-Regierung ruft 25.000 Touristen zum Verlassen der Inseln auf +++

Wegen der Coronavirus-Krise hat die Regionalregierung der Balearen alle auf Mallorca und den anderen spanischen Inseln noch verbliebenen Touristen dazu aufgerufen, schnellstmöglich in ihre Heimat zurückzukehren. Es mache keinen Sinn, dass die Menschen in den Hotels eingesperrt blieben, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol am Dienstag.

Man arbeite an einer "Operation Rückkehr" für alle ausländischen und spanischen Besucher der Inseln, sagte sie. Am Montag waren bereits 25 Sonderflüge von den Balearen-Flughäfen vor allem Richtung Deutschland und England gestartet. Gleichzeitig wurden aber nach Behördenangaben auch 67 reguläre Flüge storniert.

Die Streichungen und Überbuchungen hätten vor allem auf dem Flughafen von Palma beträchtliche Sorge und Unruhe unter Touristen ausgelöst, die zurück in die Heimat wollten, berichtete die Regionalzeitung "Diario de Mallorca". Das Auswärtige Amt startete eine Rückholaktion für Tausende Deutsche, die wegen Reisebeschränkungen in der Coronavirus-Krise im Ausland festsitzen. Dafür werden nach Angaben von Außenminister Heiko Maas bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

+++ Rückholaktion: Tausende deutsche Touristen sitzen im Ausland fest +++

Die Bundesregierung hat eine beispiellose Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen der Coronakrise im Ausland gestrandet sind. Außenminister Heiko Maas sprach am Dienstag von einer "Luftbrücke" vor allem für Urlauber in Marokko, der Dominikanischen Republik, den Philippinen, Ägypten und auf den Malediven. Gleichzeitig sprach Maas eine formelle, weltweite Reisewarnung für touristische Reisen aus. Auch das hat es so noch nicht gegeben. Reisewarnungen werden normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben ausgesprochen, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder Jemen. Sie können kostenlose Stornierungen ermöglichen.

Allein in Marokko sind es laut Maas 4000 bis 5000 Personen. Die Regierung in Rabat hatte am Sonntag bis zum 31. März fast alle internationale Verkehrsverbindungen - Flüge und Fähren - eingestellt. Die Dominikanische Republik in der Karibik hat seit Montag für einen Monat alle Flüge von und nach Europa ausgesetzt. Am Donnerstag wird Ägypten folgen. Geplant ist nun, dass Flugzeuge gechartert werden, um vor allem Pauschaltouristen zurück nach Hause zu bringen. Die Gestrandeten würden "im Laufe der nächsten Tage" zurückgeholt, sagte Maas. Betroffene können sich auf der Internetseite des Auswärtigen Amts über die weiteren Planungen informieren und sich in eine Krisenvorsorgeliste eintragen.


Nachrichten von Montag, den 16. März:

+++ Kanada erlässt Einreiseverbot wegen neuartigen Coronavirus +++

Inmitten der Coronavirus-Pandemie erlässt auch Kanada ein Einreiseverbot für Ausländer. Dies gelte aber zunächst nicht für US-Amerikaner, sagte Ministerpräsident Justin Trudeau bei einer Pressekonferenz am Montag in Ottawa. Er rief alle Kanadier im Ausland zur sofortigen Heimreise auf: "Wenn Sie im Ausland sind, ist es Zeit, dass sie nach Hause kommen". Gerade Heimkehrer müssten sich in freiwillige Isolation begeben. Kanada und die USA teilen eine Tausende Kilometer lange Grenze und sind wirtschaftlich eng verflochten. Trudeau rief zur Solidarität mit den Mitmenschen auf: "Rufen sie ihre Freunde und Familie an, denken Sie an ihre Gemeinde."

rös/tib/js/AFP/DPA

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