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Langstreckenflüge: Sparmaßnahme bei Lufthansa: kalter Snack statt warmer Mahlzeit

Neue Einschränkungen bei der Verpflegung an Bord: Auf Langstreckenflügen wird Lufthansa auf das Servieren einer zweiten warmen Speise verzichten. Doch die Airline versucht die Einsparung als ein Vorteil für ihre Passagiere zu verkaufen.

Snack auf Klapptisch an Bord der Lufthansa

Lufthansa reduziert das Essensangebot auf Langstreckenflügen: "Wertiges kaltes Sandwich" statt warmer zweiten Mahlzeit (Symbolfoto). 

Abstrich am Servicekonzept verkaufen Airlines gerne als eine Maßnahme, die angeblich auf Kundenwünschen basiert. So wird Lufthansa auf Langstreckenflügen – wie zum Beispiel an die US-Westküste – statt der zweiten warmen Mahlzeit an ihre Passagiere in der Economy Class nur noch einen kalten Snack verteilen.

Eine Sprecherin der Lufthansa spricht gegenüber dem Webportal airlines.de von einem "wertigen kalten Sandwich". Zur Begründung der Umstellung heißt es: "Laut der Airline begrüße ein Großteil der Gäste die Möglichkeit, die Mahlzeit entweder sofort zu verzehren oder für den weiteren Reiseweg einpacken zu können", so airliners.de.

Die Veränderung muss im Zusammenhang mit einer möglichen Reduzierung des Kabinenpersonals an Bord gesehen werden. Denn was nicht gesagt wird: Für die Flugbegleiter fällt ein Arbeitsvorgang weniger an: Statt des Aufwärmens der zweiten Mahlzeit in den Galleys muss der Snack nur noch verteilt werden.

Sparmenü aber 0,5 Liter Wasser für alle

Die Veränderung soll bereits zum 28. November eingeführt werden. Dann gibt es auch für jeden Fluggast in der Economy Class zu Beginn des Fluges automatisch eine Plastikflasche mit einem halben Liter stillen Wassers – ein Geste der Gastlichkeit, in deren Genuss bisher nur die Passagiere in den Klassen Business und Premium Economy kamen.

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Die Sparmaßnahme wurde nach Angaben der Lufthansa in den vergangenen Monaten auf mehr als 80 Flügen getestet und sickert ausgerechnet im selben Augenblick durch, als Lufthansa das aktuelle Ergebnis kommuniziert. "Im dritten Quartal stiegen die Umsatzerlöse der Gruppe um 2 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro", heißt es in einer Pressemitteilung. "In einem schwierigeren Marktumfeld" erzielte die Lufthansa Group im dritten Quartal ein bereinigtes Betriebsergebnis von 1,3 Milliarden Euro.

Als weitere Einnahmequelle hatte Lufthansa erst im September eine Gebühr für die Sitzplatzreservierung in der Premium Economy Class eingeführt, die je nach Strecke bis zu 55 Euro beträgt. Zuvor war diese Serviceleistung noch kostenlos.

Quelle: airlines.de

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