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Für die Umwelt: Müssen sich Flugpassagiere bald vor der Reise auf die Waage stellen?

Es würde Treibstoff sparen, die Luftverschmutzung reduzieren und den Airlines beim Sparen helfen – doch kaum ein Reisender dürfte begeistert von der Idee sein, vor dem Flug erst einmal auf eine Waage steigen zu müssen. Setzt sich diese Idee dennoch durch?

Müssen Flugpassagiere bald vor Beginn der Reise auf die Waage?

Müssen Flugpassagiere bald vor Beginn der Reise auf die Waage?

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Wenn es um die Menge an Kerosin geht, die ein Flugzeug vor dem Start tanken muss, gilt bislang: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Um den genauen Verbrauch perfekt berechnen zu können, müssten die Airlines aber das exakte Gewicht des Fliegers kennen. Und da gibt es stets eine große Unbekannte: die Passagiere.

Bisher rechnen die meisten Airlines mit einem Durchschnittsgewicht von 88 Kilogramm pro Person. Vermutlich könnte aber viel Treibstoff gespart werden, wüsste man genauer, wie viel die Reisenden auf die Waage bringen. Zudem wäre es dann möglich, die Sitzplätze so zu verteilen, dass der Flieger optimal ausbalanciert ist. Zurzeit kommt es häufig vor, dass das nicht der Fall ist – dann muss der Pilot mit einem bestimmten Mechanismus, der sich "Trimmung" nennt, fürs richtige Gleichgewicht sorgen. Das verbraucht noch einmal extra Kerosin.

Die Airlines könnten viel Treibstoff sparen

Sowohl für die Finanzen der Airlines als auch für die Umwelt wäre es in jeder Hinsicht vorteilhaft, besser planen und entsprechend tanken zu können. Allerdings dürfte es sich schwierig gestalten, auch die Passagiere von der Nützlichkeit dieses Vorgehens zu überzeugen. Menschen sind schließlich Menschen. Und viele sind mit ihrem Gewicht nicht unbedingt glücklich. Und öffentlich machen wollen sie es erst recht nicht.

Deshalb wird aktuell darüber nachgedacht, wie man ein – vorerst freiwilliges – Wiegen diskret und möglichst angenehm über die Bühne bringen könnte. Etwa bei der Gepäckabgabe oder vor dem Security-Check. Doch stellt sich die Frage, ob Flugreisende die Prozedur plus die eventuell eingeschränkte Auswahl des Sitzplatzes ohne Protest akzeptieren würden. Schließlich handelt es sich um Menschen, nicht um Frachtstücke. Und die finanzieren durch den Kauf von Flugtickets das Einkommen der Airlines.

Quelle: "Reisereporter"


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