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Caravan Salon: VW Grand California – das ganz große Campingerlebnis unterm Sternenhimmel

Mit einem Camper auf Achse, aber doch nicht auf Komfort verzichten. Das geht nur, wenn das Mobil größer wird, als der klassische Camper von VW. Der Grand California hat diesen Platz – er baut auf dem Crafter auf

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Vor einem Jahr wurde die Studie des VW California XXL gezeigt, auf dem Caravan Salon 2018 wurde das Serienmodell präsentiert. Der Name XXL bei der Studie und der Zusatz Grand bei der Serie zeigt, wohin die Reise bei VW geht: Der neue ist einfach größer als die bekannten California-Modelle. Sie bauen auf dem Transporter auf, der Grand California nimmt den Crafter als Basis.

Rein in die neue Klasse

Damit reagiert Volkswagen auf den Boom im Segment der Wohnmobile bis 3,5 Tonnen. Gab es früher nur die kleinen Camper und die weit größeren "echten" Wohnmobile mit einem Kunststoffaufbau, der Platz wie ein Wohnwagen bietet, hat sich in den letzten zehn Jahren eine neue Zwischenklasse entwickelt. Sie baut auf leichten LKW auf, die ihre Metallhaut behalten dürfen. Die sind dann nicht so breit wie ein großes Wohnmobil und entsprechend leichter zu fahren. Bei der Länge ist meist bei etwa 6,5 Metern endgültig Schluss.

Im Innenraum werden die ganzen Platzspar-Tricks der kleinen Camper genutzt – aber in den größeren Fahrzeugen ist einfach mehr Platz. Je nach Konzept reicht das für ein – wenn auch beengtes – Badezimmer und ein Festbett. Die älteren Camping- und Tourenfreunde haben genug Geld für ein kostspieliges Hobby, aber ein WC an Bord ist Pflicht. Außerdem möchten sie nicht umständlich das Bett zerlegen, bevor sie frühstücken können.

kommt häufig nicht als Erster in einen Markt, zeigt dann aber doch, wie es geht. Und der Grand California punktet beim Platz. Er ist besonders hoch, außerdem wurde sein Dach oberhalb der Fahrerkabine nach oben gezogen. Optisch ist das geschickt gemacht. Beim Design wurde darauf geachtet, dass das Fahrzeug nicht nach Nasenbär aussieht. Dennoch ist im Alkoven Platz für ein festes Kinder- beziehungsweise Enkelbett. Auch im Heck gehen VW Nutzfahrzeuge in die Vollen: Das Bett misst dort zwei Meter bei einer Breite von 170 Zentimetern.

Nicht alle Träume wurden wahr

Noch konnte man den großen nicht anfassen, aber an den Fotos kann man schon erkennen, dass es nicht alle Visionen des Konzepts in die Serie geschafft haben. Dazu gehören der Flachbildschirm in der Wand und das ausziehbare, erweiterbare Badezimmer. Viele Gimmicks wurde gestrichen, um einen erprobteren Entwurf Platz zu machen.

Auch ist das Serienmodell etwas kürzer als das um 24 Zentimeter verlängerte Konzept.

Die Küche verfügt über einen eingebauten, ausziehbaren Kühlschrank von 70 Litern. Dazu passt der klassische Zwei-Flammen-Herd mit Spüle und eine Vielzahl von Schubladen, Regalen und ausziehbaren Staufächern. Die schwenkbaren Vordersitze verbinden die zweisitzige Rücksitzbank und bieten Platz für vier Personen am Esstisch.

Der normale California startet bei 52.000 Euro – man kann sich darauf verlassen, dass der Grand auch in der Preisliste in ganz andere Dimensionen vorstoßen wird.

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