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13. Spieltag: Gladbach geht als Spitzenreiter ins Bayern-Spiel

Perfekter Nachmittag im Borussia-Park: Gladbach übernimmt einen Woche vor dem Klassiker gegen den FC Bayern wieder die Tabellenführung und begeistert mit einem Offensiv-Spektakel.

Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg

Gladbacher Sieggaranten: Marcus Thuram (r) und Breel Embolo. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Marcus Thuram schnappte sich die Eckfahne und stimmte die nächste Gladbacher Siegesfeier an, von den Fans in der Nordkurve gab es bereits den nächsten Auftrag für den Spitzenreiter.

«Zieht den Bayern die Lederhosen aus», schallte es im Borussia-Park nach dem 4:2 (1:1) gegen den SC Freiburg und dem fünften Bundesliga-Heimsieg in Serie. Der Klassiker gegen die Bayern kann kommen, die Borussia ist gerüstet. Zum siebten Mal in Serie führt die Mannschaft von Trainer Marco Rose mit nun 28 Punkten die Tabelle an, nachdem RB Leipzig (27) kurzfristig vorbeigezogen war.

«Es war eine schöne Woche. Wir genießen das sehr. Mit dem Spiel haben wir uns belohnt», sagte Gladbachs Keeper Yann Sommer, der gerade erst seinen Vertrag langfristig verlängert hat, bei Sky. «Ich will noch einiges erreichen. Ich habe Ziele mit dem Club. Es macht unglaublich viel Spaß. Das Projekt ist sehr spannend. Mal schauen, wo es hingeht.»

Von der Meisterschaft wollen die Borussen noch nicht reden, erst einmal soll der Höhenflug gegen die Bayern am nächsten Samstag vor eigenem Publikum weitergehen. «Das ist ein weiteres wichtiges Spiel», betonte Sommer.

Die Gladbacher kamen in einem rassigen und spannenden Duell vor 51.080 Zuschauern im Borussia Park durch die Treffer von Thuram (3.), Breel Embolo (46./71.) und Patrick Herrmann (51.) zum verdienten Erfolg und feierten damit den fünften Sieg im Anschluss an eine Europa-League-Partie in dieser Saison. Für die Breisgauer, die 22 Punkte aufweisen, trafen Jonathan Schmid (6.) und Lucas Höler (58.). «Wir hatten zu viele persönliche Fehler dabei. Wir waren nicht sauber genug», sagte SC-Torhüter Mark Flekken, der seinen Fehler zum 0:1 eingestand. «Auf diesem Niveau werden solche Fehler bestraft.»

Mit gleich fünf Änderungen in der Startelf versuchten die Gladbacher die zuletzt starken Belastungen besser zu verteilen. So kehrten die beiden Innenverteidiger Nico Elvedi und Tony Jantschke in die Viererkette zurück, Embolo rückte erstmals seit sechs Spielen wieder in die Startelf, dafür erhielt Alassane Pléa eine Pause.

Trotz der Umstellungen nutzte die neuformierte Borussen-Elf gleich die erste Möglichkeit zur 1:0-Führung, als Thuram nach einem Freistoß von Laszlo Benes aus kurzer Distanz traf. Zuvor hatte Nico Schlotterbeck, der seinen 20. Geburtstag feierte und neu ins Freiburger Team rückte, die erste Chance für die Gäste, scheiterte aber an Torhüter Yann Sommer. Gladbachs Keeper war kurz darauf allerdings machtlos, als den Freiburgern durch einen Freistoß von Schmid schnell der 1:1-Ausgleich gelang.

In der attraktiven Partie zweier guter Mannschaften hatten die Gastgeber die besseren Offensivaktionen und kamen vor allem durch Thuram immer wieder zu torgefährlichen Szenen. In der 25. Minute hatte der Franzose mit einem Pfostenschuss Pech, zuvor wurde ein Treffer von Embolo wegen Abseitsposition nach Videoüberprüfung nicht gegeben. Anschließend vergab Herrmann zwei gute Möglichkeiten aus jeweils fünf Metern. Die Freiburger hatten weitaus weniger Szenen im Angriff, blieben aber mit ihrer Lauf- und Zweikampfstärke stets gefährlich.

Nach der Pause sorgten die Gastgeber dann schnell für die erneute Führung. Erst traf der starke Embolo nach Pass von Herrmann bereits nach 47 Sekunden zum 2:1, dann schoss Embolo nach Foul von Dominique Heintz einen Foulelfmeter an den Pfosten (49.), ehe Herrmann nach Pass von Embolo das 3:1 gelang (51.). Die Freiburger brachten in Roland Sallai einen weiteren Stürmer und kamen durch Höler (58.) noch zum Anschlusstreffer. Embolo sorgte dann nach Pass von Neuhaus mit seinem zweiten Treffer für den Schlusspunkt.

dpa

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