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18. Spieltag: Stresstest bestanden: Dortmund kontert Bayern-Druck

Bayern legt vor, Dortmund legt nach. Im Meister-Duell der Bundesliga zeigen die beiden Top-Teams zum Rückrunden-Auftakt Stärke. Andernorts stehen die Trainer im Blickpunkt: Ein Debüt misslingt, ein Veteran wird zum Dauersieger.

Rückrunden-Auftakt

Das 1:0 in Leipzig sichert dem Herbstmeister das Sechs-Punkte-Polster auf die Bayern. Foto: Hendrik Schmidt

Im Titelrennen der Fußball-Bundesliga hält Borussia Dortmund dem Druck aus München vorerst stand. Das 1:0 in Leipzig sichert dem Herbstmeister das Sechs-Punkte-Polster auf die Bayern, die zum Start in die zweite Halbserie so richtig im Jagdfieber sind.

KONTER: Das hatten sich die Bayern so schön ausgemalt nach ihrem ziemlich überzeugenden 3:1 in Hoffenheim. Doch das Hoffen auf einen Dortmunder Ausrutscher unter Druck in Leipzig blieb vergebens. Der BVB gewann auch ohne den verletzten Kapitän Marco Reus, wenn auch mit ziemlich viel Glück. Aber dass auch ein bisschen Dusel zu Titelgewinnen gehört, wissen sie auch in München nur zu gut. «Wir sind extrem zufrieden», versicherte Dortmunds Trainer Lucien Favre - und wehrte wie gewohnt alle Fragen zu Meisterplänen ab.

REINFALL: Mit Peter Bosz verbinden sie bei Bayer Leverkusen die Hoffnung auf erfolgreichen Offensiv-Fußball. Das Debüt des Nachfolgers von Trainer Heiko Herrlich, der nach der mittelprächtigen Hinrunde gehen musste, ging jedoch daneben. Zwar spielte die Werkself durchaus den vom Niederländer Bosz verordneten Angriffsfußball, stand nach dem 0:1 gegen Mönchengladbach aber bedröppelt da. «Ich habe den Spielern in der Kabine gesagt, 'Kopf hoch', weil wir trotz der Niederlage gut gespielt haben. Das muss uns Vertrauen für die nächsten Spiele geben», meinte Bosz.

SERIENSIEGER: Vertragsposse, Misstrauen, Spieler-Aufstand? Na und? Fortuna Düsseldorf und Friedhelm Funkeln siegen einfach unbeirrt weiter. Das 2:1 in Augsburg war bereits der vierte Punkte-Dreier nacheinander. Wenn das so weiter geht, darf Urgestein Funkel noch ein weiteres Jahr in der Bundesliga trainieren, nachdem er sich nach öffentlichem Zerwürfnis doch noch auf eine Vertragsverlängerung mit der Fortuna-Spitze für den Fall des Klassenverbleibs geeinigt hat. «Ich bin schon sehr stolz auf die Mannschaft», sagte der 65-Jährige.

SORGENFÄLLE: Am Sonntag beginnt auch für die Problem-Clubs FC Schalke 04 und 1. FC Nürnberg die Rückrunde. Die Gelsenkirchener sind als Tabellen-14. nur vier Punkte von der Abstiegszone entfernt und müssen gegen den VfL Wolfsburg (18.00 Uhr) Argumente gegen die schleichenden Zweifel an Trainer Domenico Tedesco liefern. Noch prekärer ist die Lage für Schlusslicht Nürnberg, das gegen Hertha BSC (15.30 Uhr) trotz eines ziemlich missratenen Winter- Trainingslagers dringend Punkte für den Neustart sammeln muss.

dpa

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