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Ehemaliger FIFA-Schiedsrichter: Kinhöfer kritisiert Hand-Entscheidungen: «ungutes Gefühl»

Gelsenkirchen - Allen Präzisierungen zum Trotz sorgt die Handregel in der Fußball-Bundesliga weiter für Diskussionen.

Handspiel

Schalkes Sane (M) und Burgstaller (l) beschweren sich bei Schiedsrichter Fritz über ein nicht gegebenes Handspiel. Foto: Federico Gambarini

Allen Präzisierungen zum Trotz sorgt die Handregel in der Fußball-Bundesliga weiter für Diskussionen.

Nach zwei umstrittenen Entscheidungen beim Topspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Bayern München (0:3) bleibt beim ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer «ein ungutes Gefühl».

«Hier hatte Schalke Pech», schrieb Kinhöfer in seiner Kolumne in der «Bild am Sonntag» und gab zu: «Es hätte auch durchaus Argumente für ein strafbares Handspiel gegeben. Was mich stört: Es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Angreifer- und Verteidiger-Handspiel - und das bringt wieder Diskussionen ohne Ende.» Schalkes Trainer David Wagner äußerte totales Unverständnis: «Aus meiner Sicht hätten wir zwei Handelfmeter bekommen müssen.»

Erst bekam Bayerns Abwehrspieler Benjamin Pavard - mit dem Rücken zum Spielfeld - einen Kopfball von Matija Nastasic (58.) an den abgespreizten Arm, fünf Minuten später lenkte Ivan Perisic in der Mauer stehend mit dem Unterarm einen Freistoß von Daniel Caligiuri ins Toraus. Beide Male gab es keinen Elfmeter, Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) sah sich die Szenen trotz Rücksprache mit dem Video-Assistenten Bastian Dankert (Rostock) nicht noch einmal selbst in der Wiederholung am Spielfeldrand an.

Richtig machte es Referee Sascha Stegemann bei der Partie der TSG 1899 Hoffenheim gegen Werder Bremen. Weil Werder-Torjäger Niklas Füllkrug vor seinem vermeintlichen zweiten Tor zum 2:2 in Sinsheim den Ball mit der Hand berührt hatte, nahm Stegemann den zunächst gegebenen Treffer nach Aufforderung aus Köln und eigener Ansicht der TV-Bilder wieder zurück. «Korrekt - und im Prinzip auch eine gute Sache», wertete Kinhöfer. «Die neue Regel schafft klare Voraussetzungen. Alle wissen nun, woran sie sind.»

dpa

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