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Ein Jahr nach Kreuzbandriss: Ski-Ass Dreßen bester deutscher Abfahrer der Geschichte

Lake Louise - Alpinchef Wolfgang Maier hat Skirennfahrer Thomas Dreßen nach dessen völlig unerwartetem Weltcup-Sieg in Lake Louise zum besten deutschen Abfahrer der Geschichte erklärt.

Thomas Dreßen

Thomas Dreßen bekam nach seinem Abfahrtssieg in Lake Louise auch einen Cowboyhut geschenkt. Foto: Jeff Mcintosh/The Canadian Press/AP/dpa

Alpinchef Wolfgang Maier hat Skirennfahrer Thomas Dreßen nach dessen völlig unerwartetem Weltcup-Sieg in Lake Louise zum besten deutschen Abfahrer der Geschichte erklärt.

«Der Thomas ist in der Abfahrt sicher das beste, was wir in Deutschland bislang zu bieten hatten», sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. «Man muss ihn als den herausragenden Abfahrer der Historie bezeichnen. Obwohl er noch so jung ist.»

Besonders bemerkenswert war Dreßens Sieg auch aufgrund der Vorgeschichte: Exakt ein Jahr zuvor war er in Beaver Creek gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Neben dem Kreuzbandriss waren bei ihm auch der Innenmeniskus, Außenmeniskus, das Innenband und der Knorpel betroffen sowie die Schulter ausgekugelt. Seither hatte er kein Weltcup-Rennen mehr bestritten. «Wenn du die ganze Saison draußen bist und dann kommst du zurück und gewinnst ein Rennen - das ist eigentlich völlig aus der Norm raus. Das schaffen die wenigsten. Das schafft vielleicht einer von 100», sagte Maier.

Der Sportler vom SC Mittenwald hatte zuvor bereits die Abfahrten in Kitzbühel und Kvitfjell gewonnen und kommt nun als einziger Deutscher auf drei Siege in der Königsdisziplin des alpinen Skisports. Selbst Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier und der zweimalige Kitzbühel-Sieger Sepp Ferstl senior holten in ihren Karrieren nur zwei Weltcup-Siege in der Abfahrt. «Der Dreßen bringt noch einen Ticken mehr mit», sagte Maier. «Er hat wirklich noch eine große Zukunft vor sich.»

dpa

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