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EM-Qualifikation: Youngster stark: Englands Top-Team weckt EM-Hoffnungen

Bei der WM in Russland fehlte den Engländern nicht viel zum Finale.  In zwei Jahren soll dann der endgültige Durchbruch gelingen: Für die EM machen torhungrige Youngster Mut - und der EM-Spielplan.

Three Lions

Die Engländer starteten erfolgreich in die EM-Qualifikation. Foto: Nick Potts/PA Wire

Während der Umbruch im deutschen  Fußball-Nationalteam noch heiß diskutiert wird, ist er in England längst vollzogen. Und die millionenschweren «Young Guns» machen so viel Dampf, dass auf der Insel der Traum vom ersten großen Titel seit 1966 lebt.

Das deutliche 5:0-Ausrufezeichen zum EM-Quali-Start gegen Tschechien am Freitag war ein Signal an die europäische Konkurrenz und zeigte gleich die ganze Qualität des Teams von Coach Gareth Southgate. «Es ist großartig für unser Land, dass wir so starke Spieler haben», sagte Toptorschütze Harry Kane.

Unmittelbar vor der nächsten Pflichtaufgabe an diesem Montag (20.45 Uhr/DAZN) in Montenegro bezog sich Tottenhams Sturmstar zwar hauptsächlich auf den dreifachen Torschützen Raheem Sterling von Manchester City. Doch der zählt mit seinen 24 Jahren schon zu den Älteren in der Angriffsreihe der «Three Lions». Die beiden Diamanten, die im Nationaltrikot gerade erst zu funkeln beginnen, sind in der  Bundesliga bestens bekannt: Es sind BVB-Star Jadon Sancho und Chelsea-Profi Callum Hudson-Odoi, den Rekordmeister FC Bayern München seit Monaten aus London loseisen möchte.

«Ein Traum wird wahr. Ich bin total erfreut über mein Debüt für England bei einem 5:0-Sieg und hoffe, es werden noch viel mehr  Spiele», schrieb Hudson-Odoi auf Twitter. Die beiden im Jahr 2000 geborenen Offensivtalente sind eigentlich noch Jugendliche, im Duett aber schon mehr als 100 Millionen Euro wert. «Es ist großartig mit ihnen. Callum und Jadon wollen einfach den Ball und suchen ständig das 1-gegen-1. Wir haben großartige Optionen», sagte Kane. Und auch Erfahrung sammeln sie in jungen Jahren schon: Sancho spielte mit Dortmund Champions League, Hudson-Odoi ist mit den Blues noch in der Europa League vertreten.

Tatsächlich hatten die Engländer im vergangenen Jahrzehnt immer wieder hoffnungsvolle Teams. Doch selbst die Mannschaft um Wayne  Rooney, Frank Lampard und Steven Gerrard bei der WM 2010 wirkte bei weitem nicht so talentiert wie die Southgate-Elf. Hinzu kommt nun eine Qualigruppe mit Tschechien, Bulgarien, Montenegro und Kosovo, die nur ein lockerer Aufgalopp sein dürfte.

Das 2020 in 13 Ländern ausgetragene Turnier ist für England nur auf dem Papier eine paneuropäische EM. London ist Herz des Turniers, theoretisch dürfte es für Kane und Co. bei erfolgreicher Quali drei Heimspiele in der Vorrunde geben, bevor am Ende auch Halbfinale und Finale im legendären Wembley-Stadion ausgetragen werden. Und die Jungen bringen nicht nur Dynamik, Power und Drang ins Team, sondern auch Titel-Erfahrung: Denn 2017 setzte sich England mit Sancho und Hudson-Odoi bei der U17-WM in Indien durch.

dpa

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