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Endrunde in Madrid: Deutsche Tennis-Herren bei Davis Cup im Viertelfinale

Erfolg für die deutschen Tennis-Herren: Philipp Kohlschreiber macht den vorzeitigen Einzug ins Davis-Cup-Viertelfinale perfekt. Der Zuschauerzuspruch in Madrid enttäuscht bisher.

Philipp Kohlschreiber

Philipp Kohlschreiber holte den für die Qualifikation fürs Viertelfinale entscheidenden Punkt. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

Deutschlands Tennis-Herren stehen bei der Endrunde des Davis Cups in Madrid vorzeitig im Viertelfinale.

Nach dem Auftaktsieg von Philipp Kohlschreiber im zweiten Gruppenspiel gegen Chile war das deutsche Team unabhängig vom Ausgang des zweiten Einzels zwischen Jan-Lennard Struff und Cristian Garin und des Doppels mit Kevin Krawietz und Andreas Mies nicht mehr vom ersten Platz der Gruppe C zu verdrängen.

Im Viertelfinale konnte die Auswahl von Teamchef Michael Kohlmann am Freitag (18.00 Uhr/DAZN) entweder auf Großbritannien oder Kasachstan treffen.

Kohlschreiber setzte sich vor nicht einmal 1000 Zuschauern im zweitgrößten Stadion im La Caja Magica gegen die aktuelle Nummer 77 der Weltrangliste, Nicolas Jarry, mit 6:4, 6:3 durch. Der 36 Jahre alte Augsburger benötigte nur 68 Minuten für seinen Erfolg.

«Ich habe richtig gutes Tennis vom Anfang bis zum Ende gespielt», sagte Kohlschreiber nach der Partie. «Ich kann mich nur an ganz wenige Fehler, aber viele gute Bälle erinnern.» Die Nummer 79 der Welt hatte schon am Mittwoch sein Einzel gegen den Argentinier Guido Pella gewonnen und damit die Weichen für den am Ende klaren 3:0-Sieg der Deutschen gelegt.

Nachdem er am Mittwoch im ersten Satz noch ein paar Probleme gehabt hatte, war Kohlschreiber gegen Jarry von Beginn an voll da. Mit druckvollem Spiel ließ er den Chilenen nie ins Schwung kommen und gewann bereits nach 37 Minuten den ersten Durchgang. Auch im zweiten Satz war der deutsche Routinier stets tonangebend und nutzte nach nur etwas mehr als einer Stunde seinen ersten Matchball. «Ich bin froh, dass wir den einen noch notwendigen Punkt schnell geholt haben», sagte Kohlschreiber.

Damit hat die deutsche Mannschaft ihr selbst gestecktes Ziel für die neue Endrunde im Davis Cup bereits erreicht. Dass bei den beiden Partien in Madrid bislang nur wenige Zuschauer dabei waren, stört die Spieler angesichts der Erfolge nicht. «Du spielst für Deutschland. Da macht es keinen großen Unterschied, ob du vor 100 oder 10.000 Fans spielst, auch wenn es in einer vollen Arena natürlich noch etwas mehr Spaß macht», sagte Kohlschreiber.

dpa

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