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1:0 gegen Augsburg: Alario erlöst Leverkusen - Europacup-Ränge nun in Sichtweite

Leverkusen - Dank Joker Lucas Alario pirscht sich Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga langsam, aber sicher an die Europacup-Plätze heran.

Bayer Leverkusen - FC Augsburg

Lucas Alario erzielte den Siegtreffer für Bayer Leverkusen. Foto: Rolf Vennenbernd

Dank Joker Lucas Alario pirscht sich Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga langsam, aber sicher an die Europacup-Plätze heran.

Durch das 1:0 (0:0) gegen den FC Augsburg haben die Rheinländer nun sieben Punkte aus drei Spielen geholt und befinden sich mit 18 Zählern zumindest in Schlagdistanz zu den begehrten Rängen ab Platz sechs. Alario erzielte das Siegtor (75.) zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Es war der erste Saisontreffer für den argentinischen Stürmer in der Liga.

Die gut gestarteten Augsburger befinden sich derweil im Sturzflug und haben nach nun vier Niederlagen in Serie nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Doch Bayer ist für den FCA ohnehin ein Angstgegner: Nach nun 15 Duellen in der Fußball-Bundesliga sind die Augsburger immer noch ohne Sieg.

In den ersten Minuten deutete sich ein mutiger Auftritt der Augsburger an. Doch schon ein erster Schuss von Charles Aranguiz (8.) wirkte für Bayer als Hallo-Wach-Effekt. Von nun an gaben die Gastgeber den Takt vor und kamen auch zu guten Chancen: Aranguiz (10.), Nationalspieler Kai Havertz (18.) und Kevin Volland (30.) scheiterten aber am sehr aufmerksamen FCA-Keeper Andreas Luthe. Havertz (13.) per Kopfball, Aranguiz mit einem Freistoß (25.) und Lars Bender (39.) zielten knapp vorbei

7:2 Abschlüsse im gegnerischen Strafraum hatten die gefällig spielenden Leverkusener bis zur Pause. Dass es dennoch 0:0 stand, war aber nicht nur Pech. Gegen kompromisslose und leidenschaftliche Gäste fehlten Bayer einmal mehr die Gier und Entschlossenheit in den entscheidenden Momenten. Symbolisch hierfür stand erneut der letztjährige Shootingstar Leon Bailey, der immer wieder seinen Spielwitz und sein Können aufblitzen ließ, aber auch zahlreiche gefährliche Ballverluste im Mittelfeld produzierte.

Auf der Gegenseite hatte der nach einer Adduktorenverletzung ins Team zurückgekehrte Torjäger Alfred Finnbogason Augsburgs Chancen der ersten Halbzeit, verzog aber aus spitzem Winkel knapp (22.) und wurde von Aleksandar Dragovic geblockt (43.).

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Bayer rannte beharrlich, aber zu uninspiriert und umständlich gegen sachliche und disziplinierte Augsburger an, die ihre Konterchancen aber zu schlampig vertändelten. Nachdem Volland in der 55. Minute wieder an Luthe gescheitert war, begannen zahlreiche Bayer-Fans zu pfeifen. Trainer Heiko Herrlich reagierte nun. Er brachte in Nationalspieler Julian Brandt und Alario für Bailey und Aranguiz zwei neue Offensivkräfte - und wurde prompt belohnt, als Alario eine Ablage von Lars Bender zum erlösenden 1:0 nutzte.

Von nun an drängte Augsburg und hätte fast auch ein Joker-Tor bejubeln können. Doch Dong Won Ji traf nur die Latte (81.), der ebenfalls eingewechselte Sergio Cordova setzte einen Fallrückzieher über das Tor (89.). Die Leverkusener ließen sich, offenbar auch müde nach dem langen Anrennen, zu weit in die Defensive drücken, verteidigten den knappen Vorsprung aber erfolgreich.

dpa

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