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Bundesliga: Gladbach verschiebt Bayerns Meisterfeier, Bayer sichert sich Platz 3

Mit einem Sieg wäre der Bundesliga-Titel der Bayern in trockenen Tüchern gewesen. Doch Borussia Mönchengladbach macht den Bayern einen Strich durch die Rechnung. Bayer Leverkusen sichert sich gegen Hertha die Champions-League-Teilnahme.

André Hahn von Borussia Mönchengladbach zieht im Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München voll ab

Voll drauf: Gladbachs André Hahn (l.) zieht in der Bundesliga-Partie gegen den FC Bayern ab

Borussia Mönchengladbach hat dem FC Bayern München die vorzeitige Meisterfeier verdorben. Nach dem 1:1 (1:0) kann der deutsche Fußball-Rekordchampion nicht wie geplant als nationaler Titelträger in das alles überstrahlende Halbfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag gegen Atlético Madrid gehen. André Hahn (72. Minute) krönte mit dem Ausgleich seine starke Leistung und ärgerte Pep Guardiola in dessen 100. Bundesligaspiel. Thomas Müller hatte die durchrotierten Münchner in der 6. Minute mit seinem 20. Saisontreffer in Führung gebracht und für die später gestoppte Feierstimmung anlässlich des historischen vierten Titels in Serie gesorgt.

In der Tabelle schrumpfte der Vorsprung der Münchner auf Borussia Dortmund auf fünf Punkte. Die Bayern haben aber auswärts gegen den FC Ingolstadt und beim Saisonfinale gegen Absteiger Hannover 96 weiter alle Trümpfe in der Hand, sich zum 26. Mal zur Nummer 1 im deutschen Fußball zu krönen. Gladbach holte sich einen wertvollen Punkt im Kampf um die Champions-League-Qualifikation.

Bayer 04 Leverkusen - Hertha BSC 2:1

Ganz sicher in der Champions League spielt Bayer Leverkusen. Die Werkself sicherte sich im Abendspiel der Bundesliga mit dem 2:1 (2:1) gegen Hertha BSC schon zwei Spieltage vor dem Saisonende den dritten Tabellenplatz und damit die direkte Qualifikation für die Königsklasse. Julian Brandt (2.) und Lars Bender (16.) trafen für Bayer zum siebten Sieg nacheinander. Vedid Ibisevic (21.) gelang für die Berliner der Anschlusstreffer. Hertha fiel auf Rang fünf zurück, hat aber noch Chancen auf den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

SV Darmstadt 98 - SG Eintracht Frankfurt 1:2

Eintracht Frankfurt hat das brisante Hessenderby bei Darmstadt 98 gewonnen und dadurch möglicherweise eine spektakuläre Wende im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga geschafft. Durch die beiden Tore von Makoto Hasebe (56.) und Stefan Aigner (83.) siegte der große Nachbar etwas glücklich mit 2:1 (0:1) beim Aufsteiger und verließ dadurch zumindest vorübergehend seinen direkten Abstiegsplatz.

Darmstadt war durch Mario Vrancic in der 12. Minute in Führung gegangen, danach verschoss Torjäger Sandro Wagner sogar noch einen Foulelfmeter (20.). Statt den Klassenerhalt bereits so gut wie perfekt zu machen, müssen die "Lilien" jetzt aber noch einmal zittern. Der Vorsprung auf die Eintracht beträgt zwei Spieltage vor Schluss jetzt nur noch zwei Punkte.

Beide Vereine hoffen jetzt auf einen Sieg des VfB Stuttgart im nächsten großen Abstiegskampf-Duell am Montagabend bei Werder Bremen. In diesem Fall würde Frankfurt auf dem Relegationsplatz bleiben und Darmstadt hätte immerhin noch einen Abstand von vier Punkten auf Rang 17.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 5:1

Schwerer Gang für Mats Hummels, leichter Sieg für Borussia Dortmund. Unbeeindruckt von den Pfiffen der Fans für den abwanderungswilligen Kapitän hat der BVB seinen Höhenflug in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und beim souveränen 5:1 (2:0) über den VfL Wolfsburg eine Gala geboten. Dank eines frühen Doppelschlags durch Tore von Shinji Kagawa (7.) und Adrian Ramos (9.) sowie weiterer Tore durch Marco Reus (60.) und Pierre-Emerick Aubameyang (77./78) wahrte der Tabellenzweite vor 81 359 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna die Chance, die bisher beste Saison-Punktausbeute aus der Meistersaison 2012 (81) noch zu toppen.

Dagegen geht die Talfahrt der Wolfsburger weiter. Das Team von Trainer Dieter Hecking ist seit nunmehr sieben Spielen ohne Sieg und verspielte in Dortmund endgültig die Minimalchance auf einen internationalen Wettbewerb. Daran konnte auch der Ehrentreffer von Andre Schürrle (86.) nichts ändern.

TSG 1899 Hoffenheim - FC Ingolstadt 04 2:1

Dank Nadiem Amiri hat 1899 Hoffenheim im Abstiegskampf einen Riesenschritt gemacht. Der 19 Jahre alte Joker erzielte beim 2:1 (1:1)-Sieg der Mannschaft von Jung-Trainer Julian Nagelsmann gegen den FC Ingolstadt in der 84. Minute den Siegtreffer. Zwei Spieltage vor Saisonende haben die Kraichgauer damit vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz mit Eintracht Frankfurt. Vor 26.561 Zuschauern am Samstag in der Rhein-Neckar-Arena erzielten Stefan Lex (17. Minute) für die Gäste und Mark Uth (37.) die Tore in einer zerfahrenen Begegnung.

Der starke Ingolstädter Torhüter Örjan Nyland hielt in der 53. Minute einen Strafstoß von Andrej Kramaric. Vier Tage nach dem angekündigten Abschied von Trainer Ralph Hasenhüttl ließ sich das Gäste-Team nicht hängen. Seit dem 19. September (1:0 in Bremen) hat der Aufsteiger allerdings keinen Auswärtssieg mehr gefeiert. Die Gastgeber landeten im sechsten Heimspiel unter dem 28-jährigen Nagelsmann den fünften Erfolg.

FSV Mainz 05 - Hamburger SV 0:0

Der FSV Mainz 05 hat den letzten Schritt zur Europa-League-Teilnahme vorerst verpasst. Gegen den Hamburger SV kamen die Rheinhessen im vorletzten Heimspiel der Fußball-Bundesliga nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus und blieben zum achten Mal in Serie ohne einen Dreier. In einer vom Kampf geprägten Partie verdienten sich die Hamburger den Punkt mit viel Einsatz und Laufbereitschaft. Mit 38 Zählern ist den Norddeutschen eine weitere Erstliga-Saison fast sicher. Die 05er fielen vor den letzten Spielen in Stuttgart und gegen Hertha BSC auf den siebten Platz zurück.

Die Norddeutschen setzten in der zähen Anfangsphase die Akzente. Der HSV, der Gojko Kacar, Nabil Bahoui und Sven Schipplock für die gesperrten Pierre-Michel Lasogga, Michael Gregoritsch sowie den verletzten Nicolai Müller aufbot, störte früh und ließ die Mainzer erst gar nicht zur Entfaltung kommen. Torwart Rene Adler fehlte nach Ablauf seiner Rot-Serre wegen einer Verletzung und wurde erneut durch Jarolav Drobny vertreten.

FC Schalke 04  - Hannover 96 3:1

Für Trainer André Breitenreiter hat sich die Situation beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 zumindest vorläufig ein wenig entspannt. In seiner Heimstadt Hannover gewann der Coach mit den Gelsenkirchenern mit 3:1 (2:1) beim feststehenden Absteiger. Für die Schalker waren es nach vier Spielen ohne Sieg die ersten drei Punkte. Die Gelsenkirchener sicherten ihre Teilnahme an der Europa League und haben weiter Chancen auf Platz vier.

Breitenreiters Kollege Daniel Stendel kassierte hingegen im vierten Spiel als Trainer von Hannover 96 die erste Niederlage, ausgerechnet am Tag nach der Unterschrift unter einen längerfristigen Vertrag.

Durch die 13. Heimspiel-Niederlage in dieser Spielzeit stellte Hannover den Bundesliga-Rekord von Greuther Fürth aus der Saison 2012/2013 ein. Die Tore für die enttäuschend spielenden Schalker schossen vor 46 900 Zuschauern Eric Maxim Choupo-Moting (11.), Klaas Jan Huntelaar (45.) und Alessandro Schöpf (80.). Für Hannover traf Artur Sobiech (21.).

tkr / DPA

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