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Streaming-Anbieter: Technische Pannen: Bundesliga-Premiere von Amazon verwirrt die Fans

Zum ersten Mal hat Amazon Prime ein Bundesligaspiel live übertragen. Doch bei der Partie zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen lief noch nicht alles rund – es bleibt Luft nach oben.

Werder Bremen - Bayer Leverkusen bei Amazon

Szene aus dem Spiel Werder Bremen – Bayer Leverkusen, das bei Amazon übertragen wurde

AFP

Die Meldung kam ebenso überraschend wie kurzfristig: Nur einige Stunden vor dem Anpfiff gab Amazon bekannt, die Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen live im Stream zu übertragen. Das Spiel war am Montagabend auf dem Videodienst von Amazon Prime zu sehen. Prime-Kunden konnten das Leverkusener 4:1 so ohne weitere Kosten mitverfolgen.

Doch die Premiere verlief nicht reibungslos: Es gab einige technische Pannen. Besonders schwerwiegend war die Verzögerung zwischen dem Live-Bild und der Tonspur von Kommentator Matthias Stach. Dessen Worte waren immer erst drei, vier Sekunden nach der Spielszene zu sehen, zu der sie eigentlich gehörten. Das sorgte bei vielen Fans für Verwirrung, teils auch für Ärger.

Amazon konnte Tonverzögerung nicht beheben

"Nachdem das Montagsspiel der Bundesliga über Kunden des Eurosport Player bei Prime Video Channels nicht verfügbar gemacht werden konnte, hat Amazon schnell im Sinne der Sport-Fans gehandelt und in weniger als 24 Stunden zusammen mit seinen Produktionspartnern erstmals ein Live-Spiel der Fußball-Bundesliga für Prime-Mitglieder ohne Zusatzkosten und weitgehend störungsfrei übertragen", erklärte ein Amazon-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Einige Kunden erlebten leider eine Tonverzögerung beim Live-Kommentar, die bis Ende des Spiels nicht restlos behoben werden konnte."

Vor allem bei den Toren wirkte die Asynchronität von Bild und Kommentar kurios. Auch beim Halbzeit-Interview von Moderatorin Anna Kraft mit dem ehemaligen Leverkusener Spieler Jens Nowotny, der aus dem eigenen Wohnzimmer als Experte zugeschaltet war, ließ die Qualität der Übertragung zu wünschen übrig.

Bundesliga Restart Reaktionen

 

Amazon sichert sich Champions-League-Rechte

Die Fans sahen beim Bundesliga-Debüt von Amazon noch viel Luft nach oben. Erklären lassen sich die Schwächen möglicherweise auch mit der kurzfristigen Ansetzung der Übertragung.

Parallel wurde das Spiel auch bei dem Sport-Streamingdienst DAZN gezeigt. Ab der Saison 2021/22 wird es dann regelmäßig Fußball bei Amazon Prime zu sehen geben: Der Anbieter hat sich die Rechte für die Champions League gesichert.

epp / mit dpa

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