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1. Bundesliga Leipzig behauptet die Tabellenspitze - BVB dreht dank Haaland verrücktes Spiel

Marcel Sabitzer dreht das Spiel für RB Leipzig gegen Union Berlin
Marcel Sabitzer dreht ab. Gerade hat er das 2:1 für RB Leipzig gegen Union Berlin erzielt. Am Ende stand es 3:1 für die Leipziger, die ihre Tabellenführung ausbauten.
© Maja Hitij / Bongarts / Getty Images
Erling Haaland hat sich gleich in seinem ersten Spiel für den BVB in die Herzen der Fans gespielt. Der Norweger drehte die Partie gegen Augsburg fast im Alleingang. Leipzig baute trotz langen Rückstands die Tabellenführung aus.

Erling Haaland hat Borussia Dortmund bei seinem sagenhaftem Debüt in der Fußball-Bundesliga vor einem herben Rückschlag im Titelkampf bewahrt. Der 19 Jahre alte Norweger sorgte am Samstag nach seiner Einwechslung mit drei Toren für den 5:3 (1:2)-Sieg des BVB in einer turbulenten Partie beim FC Augsburg. Bei Einwechslung des jungen Wintertransfers in der 56. Minute hatte Augsburg noch mit 3:1 geführt. 

Tabellenführer RB Leipzig konnte im Topspiel am Abend nach einem Rückstand noch mit 3:1 (0:1) gegen den 1. FC Union Berlin gewinnen. Timo Werner mit seinen Saisontreffern 19 und 20 (51./83. Minute) und Marcel Sabitzer (57.) drehten das Spiel nach dem Union-Führungstor von Marius Bülter (10.). RB hat fünf Punkte Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach und sieben Zähler auf den FC Bayern vor dessen Sonntagsspiel bei Hertha BSC. Dortmund zog am 18. Spieltag wieder am FC Schalke 04 vorbei auf Platz vier und ist vorerst punktgleich mit den Münchnern.

Im Tabellenkeller beendete Werder Bremen durch ein 1:0 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf seine Talfahrt und zog wieder am direkten Konkurrenten auf den Relegationsrang vorbei. Auch Eintracht Frankfurt feierte durch das 2:1 (1:0) bei 1899 Hoffenheim erstmals seit Anfang November wieder drei Punkte und schob sich auf Platz elf. Der 1. FC Köln schaffte mit dem 3:1 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg den vierten Sieg in Serie. Mainz 05 rutschte durch das 1:2 (0:2) gegen des SC Freiburg auf den 15. Platz ab.

Erling Haaland dreht Partie – Werder hat Glück

Der BVB hatte schon ohne seinen neuen Wunderknaben Haaland mehrere gute Möglichkeiten. Das erste Tor gelang aber den Hausherren. Florian Niederlechner (34. Minute) traf nach einem Gegenstoß. Schon in der ersten Spielminute nach Wiederbeginn erhöhte Marco Richter (46.). Julian Brandt (49.) weckte mit seinem Tor die BVB-Hoffnungen, aber erneut Niederlechner (55.) bestrafte Dortmunder Abwehrschwächen. 

Doch dann kam Haaland - und brauchte nur drei Minuten bis zu seinem Premierentor. Keine zwei Minuten später sorgte Jadon Sancho (61.) für den Ausgleich in einer verrückten Partie, in der Haaland mit seinem zweiten Tor (72.) schon für die entscheidende Pointe sorgte und mit Tor Nummer drei (79.) den Dortmunder Fußball-Nachmittag krönte.

Klaus Allofs schaute sich das Spiel seiner Ex-Clubs in Düsseldorf an. 1991 zeichnet er mit zwei Toren für den bislang letzten Werder-Erfolg bei der Fortuna verantwortlich. Die von Abstiegsangst geprägte Partie wurde letztlich durch einen unglücklichen Düsseldorfer entschieden. Torwart Florian Kastenmeier lenkte einen Kopfball von Niklas Moisander (67.) ins eigene Tor. In einer turbulenten Nachspielzeit sah der Torschütze nach einer Rangelei dann noch Gelb-Rot (90.+7).

Freiburg spielt eiskalt, Wolfsburg macht es Köln leicht

Eintracht Frankfurt trat in Sinsheim mit Torwart-Rückkehrer Kevin Trapp und der im Trainingslager geübten Viererkette an. Vorne agierte Bas Dost als Stoßstürmer und der Niederländer zeigte beim Führungstor (18.) seine Qualität als Strafraumangreifer. Filip Kostic traf noch die Latte (27.). Die Frankfurter hätten höher führen können. Timothy Chandler (62.) traf zum Sieg für die überlegenen Gäste, nachdem Konstantinos Stafylidis (48.) ausgeglichen hatte.  

Der SC Freiburg nutzte Mainzer Abwehrnachlässigkeiten eiskalt. Chang-Hoon Kwon (28.) und Nils Petersen (41.), der mit seinem 84. Treffer für Freiburg nun alleiniger Club-Rekordschütze vor Bundestrainer Joachim Löw (83) ist, demonstrierten die Effektivität der Breisgauer. Jean-Philipp Mateta (82.) konnte nur noch verkürzen. 

Vor den Augen von Lukas Podolski wurde der 1. FC Köln vom VfL Wolfsburg zum Toreschießen förmlich eingeladen. Jhon Cordoba traf zunächst per Kopfball (23.) und erhöhte nach einem fatalen Fehlpass von Marcel Tisserand (45.+2) kurz vor der Pause. Jonas Hector (62.) erhöhte sogar auf 3:0. Renato Steffens (66.) Tor nutzte Wolfsburg nichts mehr.

mod DPA

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