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Bundesliga im stern-Check: Schlechter als der BVB war nur Sky Go

Borussia Dortmund versagte im Spitzenspiel bei den Bayern auf ganzer Linie. Zum Glück für den BVB blieb die peinliche Vorstellung vielen Zuschauern verborgen. Denn bei Sky gingen mal wieder die Lichter aus.

Bayerns Thomas Müller obenauf, Mats Hummels am Boden

Bayerns Thomas Müller obenauf, Mats Hummels am Boden

Getty Images

So lief der Spieltag

Alle Ergebnisse des 11. Spieltags, die Tabelle und Statistiken zum Nachlesen finden Sie hier im stern-Ticker.

Gewinner des Spieltages

Hansi Flick ist der neue Heilsbringer in München. Seine Mannschaft zeigte im Prestigeduell mit Borussia Dortmund genau den "Männerfußball", den BVB-Sportdirektor Michael Zorc im Vorfeld eigentlich von den Dortmundern gefordert hatte. Dank des überragenden Auftritts seiner Bayern-Mannschaft gegen ein desolates Borussia Dortmund wurde er noch am selben Abend von Karl-Heinz Rummenigge vom Interims- zum "Bis auf weiteres"-Cheftrainer befördert. Auch bei Uli Hoeneß hat Flick nun einen Stein im Brett, schließlich hätte der sich sein letztes Spiel als Bayern-Präsident wohl nicht schöner vorstellen können.

Auch die Debatte um den Bankdrücker Thomas Müller hat Flick in Windeseile beendet. Müller spielt – und das gut. Damit dürfte Flick vorerst auch "die Kabine" hinter sich haben – und das ist in München nicht ganz unerheblich. Denn die hatte Vorgänger Niko Kovac letztlich wohl den Job gekostet. Uli Hoeneß erklärte am Wochenende ganz offen, es habe "Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weghaben wollten". Die Aussagen der Spieler nach dem berauschenden Sieg legten nahe, dass sie mit Flick ganz gut können. Bis auf Weiteres.

Verlierer des Spieltages

Fußballsender Sky ist auf dem besten Weg, die Deutsche Bahn als Service-Buhmann der Nation abzulösen. Denn auf den Samstagabend-Kracher zwischen Bayern und BVB freuten sich Tausende Fußballfans vergeblich. Pünktlich zum Spielbeginn brach der Live-Stream von Sky Go und Sky Ticket größflächig zusammen. Mal wieder, muss man sagen, denn es war bei Weitem nicht der erste Technik-Blackout bei Sky. Erst zur zweiten Halbzeit bekam Sky die technischen Probleme in den Griff. Dabei hätte man doch wirklich ahnen können, dass bei diesem Duell ein paar Fans mehr einschalten als sonst. Viele Kunden hatten sogar extra nur für dieses Spiel ein kostenpflichtiges Sky-Ticket gebucht – und waren dementsprechend aufgebracht.

Uli Hoeneß platzt am "Dopa"-Telefon der Kragen: "Dieser Anruf wird mein neuer Klingelton"

Die um ihren Fußballabend gebrachten Fans entluden ihren Frust in den sozialen Netzwerken. "Vielleicht keine sechs Moderatoren und Kommentatoren bei einem Spiel einsetzen und in einen besseren Server investieren", war da noch einer der freundlicheren Kommentare. Andere forderten "Geld zurück" oder gleich, der Bezahlsender möge doch bitte die Übertragungsrechte an jemanden mit funktionierender IT abgeben. Dass Sky nun prüft, einzelne Kunden zu entschädigen, behebt den Image-Schaden nicht im Ansatz. "Störung bei Sky" ist mittlerweile schon ein genauso feststehender Begriff wie "Verspätung bei der Bahn".

Aufreger des Spieltages

Underdog Freiburg behauptete sich durch ein umkämpftes 1:0 gegen Frankfurt in der Spitzengruppe. In der Nachspielzeit aber gingen bei einigen Akteuren die Nerven durch. Als der Frankfurter Kapitän David Abraham mit etwa 20 Metern Anlauf Freiburgs Trainer Christian Streich brutal über den Haufen rannte, entbrannte die wüsteste Rudelbildung, die es in der Bundesliga seit Langem gegeben hat. Am Ende gab es nicht nur die Rote Karte für Rambo Abraham, sondern auch für Freiburgs Auswechselspieler Vincenzo Grifo, der seinen Trainer mit einem Griff ins Gesicht des Frankfurter Übeltäters gerächt hatte.

Dieses Tor sollten Sie (nochmal) sehen

Düsseldorfs Stürmer Rouwen Hennings konterte am Samstag alle drei Schalker Führungen. Besonders sehenswert war Ausgleich Nummer drei. Die eigentlich nicht unter Tikitaka-Verdacht stehende Düsseldorfer Offensive kombinierte sich traumhaft durch die Schalker Abwehr, ehe Hennings per Lupfer über Torwart Nübel hinweg vollendete.

Bild des Spieltages

Robert Lewandowski

Robert Lewandowski hat's mal wieder allen gezeigt

DPA

Robert Lewandowski ist es egal, wie sein Trainer heißt. Er schießt einfach weiter Tore, wie er will. Gegen Dortmund waren es schon die Treffer Nummer 15 und 16 – im gerade mal 11. Saisonspiel. Kaum zu glauben, dass der Mann das alles mit Leistenproblemen bewerkstelligt, die noch in diesem Jahr eine OP nötig machen.

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