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Bundesliga-Neustart "Das war kein Kuss" - Hertha-Profi erklärt Foto mit Körperkontakt

Herthas Profi Dedryck Boyata kommt Mitspieler Marko Grujic ziemlich nah.
Die Szene, die für Aufsehen sorgte: Herthas Profi Dedryck Boyata kommt Mitspieler Marko Grujic ziemlich nah.
© Pool / Getty Images
Unter Hygiene-Auflagen ist die Fußball-Bundesliga gestartet. Die Spieler sollen eigentlich Körperkontakt so gut es geht vermeiden. Doch Hertha-Profi Dedryck Boyata hielt sich nicht daran - und liefert dafür jetzt eine Erklärung.

Für einen Moment lang vergaß er die Corona-Regeln: Herthas Innenverteidiger Dedryck Boyata zog in der Partie gegen Hoffenheim seinen Mitspieler Marko Grujic zu sich heran, fasste dafür seinen Kopf mit beiden Händen an. Fast sah es aus, als würde er ihm einen Kuss auf die Wange drücken. Jetzt hat sich Boyata sich für die Szene, die auf einem Foto festgehalten wurde, gerechtfertigt.

"Es war weder ein Kuss noch Jubel. Ich entschuldige mich dafür, dass ich meine Hände auf das Gesicht von Marko Grujic gelegt habe", schrieb der Belgier am Sonntag bei Instagram: "Ich habe ihm Anweisungen für eine Standardsituation gegeben. 

Corona-Regeln missachtet - Kritik an Spielern

Nach dem 3:0-Sieg von Hertha in der Fußball-Bundesliga am Samstag bei 1899 Hoffenheim hatte es Kritik am Verhalten der Berliner gegeben, da diese beim Jubeln nicht mit Körperkontakt gegeizt hatten. Vor dem ersten Spieltag während der Coronakrise hatte die Deutsche Fußball-Liga im "Covid-19 Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb" den kontaktlosen Jubel empfohlen, Hertha nahm das aber nicht so genau. Boyatas Aktion habe damit aber nichts zu tun gehabt, versicherte der belgische Nationalspieler mit einem Tag Abstand. Das Foto war in der ersten Halbzeit aufgenommen worden, Hertha erzielte seine drei Treffer erst nach der Pause.

"Wir müssen jetzt auf jeden Fall vorsichtig sein, wenn wir in dieser Situation spielen", schrieb der 29 Jahre alte Boyata weiter: "Wir müssen unsere Art zu spielen oder zu jubeln anpassen."

Bundesliga-Profis droht keine Strafe

Auch in Frankfurt vergaß Borussia Mönchengladbachs Marcus Thuram die Jubel-Empfehlungen. Der Stürmer ging nach seinem Treffer bei Eintracht Frankfurt am Samstag mit seinem Teamkollegen Ramy Bensebaini in Wangenkontakt und schien ihm sogar ein Küsschen aufzuhauchen. Der 22 Jahre alte Thuram hatte in der 7. Minute zum 2:0 für die Gäste getroffen.

Bestraft werden die Körperkontakte unter den Spielern jedoch nicht. "Der Torjubel von Spielern ist nicht Bestandteil des medizinisch-organisatorischen Konzepts der "Task Force Sportmedizin / Sonderspielbetrieb", das am Donnerstag als Anhang in die DFL-Spielordnung aufgenommen wurde", teilte ein DFL-Sprecher am Samstag mit. "Zum Thema Torjubel wurden in Ergänzung zum Konzept lediglich Hinweise zur Orientierung gegeben - Sanktionen erübrigen sich daher."

jek DPA

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