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Kriselnder Fußballclub Meuterei auf Schalke? Spieler sollen den Rauswurf von Trainer Gross gefordert haben

Schalke-Trainer Christian Gross
Mehrere Spieler des FC Schalke 04 sollen den Rauswurf von Trainer Christian Gross gefordert haben.
© Martin Meissner/Pool AP / DPA
Der FC Schalke 04 steckt in der Fußball-Bundesliga mitten im Abstiegskampf. Nun berichten Medien von einer Spielerrevolte gegen Trainer Christian Gross. Der Verein dementiert.

Der FC Schalke 04 steckt in einer der schwersten Krise der Vereinsgeschichte. Nur eines der vergangenen 37 Spiele konnten die Königsblauen gewinnen, mit Christian Gross sitzt in dieser Saison bereits der vierte Coach auf der Trainerbank - nach David Wagner, Manuel Baum und Huub Stevens. Dem Schweizer gelang immerhin etwas, woran seine beiden Vorgänger scheiterten: Ein Sieg in der Fußball-Bundesliga. 

Das konnte den freien Fall jedoch nicht dauerhaft stoppen. Die Schalker logieren mit nur neun Punkten aus 22 Spielen am letzten Tabellenplatz. Und nun droht weiteres Ungemach: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen nach der 0:4-Derby-Pleite gegen Borussia Dortmund drei Spieler auf die sportliche Führung des Clubs um Sportvorstand Jochen Schneider und Team-Manager Sascha Riether zugegangen sein - und die Ablösung von Cheftrainer Christian Gross gefordert haben. Dabei soll es sich um Sead Kolasinac, Klaas-Jan Huntelaar und Shkodran Mustafi handeln.

Ein neuer Trainer für Schalke 04?

Ihr Ansinnen: Der Schweizer solle durch ein neues Gespann ersetzt werden: Eurofighter Mike Büskens sowie den im Club hoch angesehenen U19-Trainer Norbert Elgert. Pikant: Die drei Spieler sind erst in der Winterpause zu dem Revierclub gekommen. Huntelaar hat zudem seit seiner Rückkehr erst zehn Minuten für die Blau-Weißen auf dem Platz gestanden.

Auf Nachfrage der DPA dementierte der Verein den "Bild"-Bericht: "Es gab keinen Spieler, der mit einem solchen Anliegen bei Jochen Schneider vorgesprochen hat", hieß es vonseiten des FC Schalke 04. Es habe offene Gespräche und eine Aufarbeitung der aktuellen Situation gegeben. "So etwas wie eine 'Revolte' oder 'Revolution' hat es jedoch nicht gegeben."

Ob damit Ruhe einkehren wird? Wie die "Bild" berichtet, soll der Trainer schon seit Längerem innerhalb der Mannschaft umstritten sein. Er sei taktisch limitiert, das Training zu lasch, wird Gross vorgeworfen. Zudem habe er Probleme, sich die Namen seiner Spieler zu merken. Allessandro Schöpf soll er "Massimo Schüpp" genannt haben, zu Can Bozdogan "Kan Erdogan".

Auch ohne die internen Querelen sieht es derzeit stark danach aus, als müsse der FC Schalke 04 nach der Saison den Gang in die Zweite Liga antreten. Die Frage ist nur: Wird sich der Revierclub mit Würde aus dem Fußballoberhaus verabschieden? Derzeit sieht es eher nicht danach aus.

Verwendete Quelle: "Bild"-Zeitung

che

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