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Dank Torjäger Pléa: Gladbach schießt Werder in die Krise

Bremen - Dank eines Dreierpacks von Alassane Pléa bleibt Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga Dortmund-Jäger Nummer eins.

Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach

Gladbachs Alassane Plea war mit drei Toren Matchwinner. Foto: Carmen Jaspersen

Dank eines Dreierpacks von Alassane Pléa bleibt Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga Dortmund-Jäger Nummer eins.

Der 23-Millionen-Euro-Einkauf erzielte beim Gladbacher 3:1 (1:0)-Sieg bei Werder Bremen alle drei Tore und schoss die Norddeutschen damit im Alleingang in die Krise. Für Werder war es die dritte Niederlage in Serie, erstmals in der Amtszeit von Trainer Florian Kohfeldt durchschreiten die Bremer nun eine Talsohle. Gladbach entwickelt sich dagegen langsam zur Spitzenmannschaft.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion brachte Pléa die Borussia sechs Minuten vor dem Seitenwechsel in Führung. Nach der Pause erhöhte der Franzose mit einem Doppelschlag auf 3:0 (48., 52.). Pléa hat nun bereits acht Saisontore auf seinem Konto. Bremen gelang durch Nuri Sahin nur noch der Treffer zum 1:3 (59.).

«Wenn du nach zehn Spieltagen Zweiter bist, hat das nichts mit dem Moment zu tun - dann hast du es dir erarbeitet», hatte Gladbachs Trainer Dieter Hecking vor der Partie gesagt. Und dementsprechend selbstbewusst traten die Gäste zunächst auch auf. Die Borussia bestimmte das Spiel, ohne aber zu nennenswerten Chancen zu kommen. Die beste vergab Tobias Strobl bereits in der fünften Minute, als er nach einer Ecke zu überrascht war.

Die Gastgeber brauchten gut 20 Minuten, um ins Spiel zu finden. Werder-Coach Kohfeldt hatte auf ein 4-3-2-1-System umgestellt, um seiner Mannschaft nach den jüngsten beiden Niederlagen etwas mehr Stabilität zu geben. So standen in Philipp Bargfrede und Nuri Sahin gleich zwei defensive Mittelfeldspieler auf dem Platz.

Die erste Gelegenheit für die Norddeutschen hatte Maximilian Eggestein, der das Gladbacher Gehäuse mit einem Fernschuss nur knapp verpasste (21.). Für Werder war die Szene eine kleine Initialzündung, denn in der Folgezeit agierte das Team deutlich mutiger. Doch Martin Harnik scheiterte an Borussen-Torwart Yann Sommer (23.), ein Schuss von Davy Klaassen wurde im letzten Moment abgeblockt. Mitten in der besten Bremer Phase gingen die Gladbacher in Führung. Nach einem abgeblockten Schuss von Lars Stindl nahm Pléa den Ball technisch Weltklasse an, ließ Harnik und Klaassen einfach stehen und schoss ins linke untere Eck.

Zur Pause setzte Kohfeldt mit der Hereinnahme von Johannes Eggestein für Bargfrede auf mehr Offensive. Doch die Maßnahme verpuffte, weil Pléa innerhalb von vier Minuten alles klar machte. Zunächst war der Franzose nach einem Eckstoß von Thorgan Hazard erfolgreich, dann schloss eine herrliche Kombination über Jonas Hofmann und Oscar Wendt zum 3:0 ab.

Werder war nun geschockt und drohte im Gladbacher Konterwirbel unterzugehen. Doch dann brachte Sahin die Bremer wieder heran und zurück ins Spiel. Nur eine Minute nach dem ersten Werder-Treffer hätte Kruse fast auf 2:3 verkürzt, der Kopfball des Kapitäns ging aber knapp vorbei. Dennoch war das Bremer Publikum nun wieder da und trieb die Grün-Weißen nach vorne. Der eingewechselte Claudio Pizarro traf per Kopf nur die Latte (76.), Theodor Gebre Selassie scheiterte an Sommer (78.), doch danach ließ der Schwung wieder nach und Gladbach geriet nicht mehr in Gefahr.

dpa

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