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Kritik an WM in Katar DFB-Team setzt Zeichen für Menschenrechte – "Aufmerksamkeit auf die Missstände lenken"

Sehen Sie im Video: Nationalelf setzt mit T-Shirt-Aktion Zeichen gegen WM-Austragungsort Katar 2022.




Es ging darum, ein deutliches Zeichen zu setzen. Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft vereinten sich vor dem ersten WM-Qualifikationsspiel gegen Island in Duisburg am Donnerstag und formierten gemeinsam das Wort "HUMAN RIGHTS" - also "Menschenrechte". Gemeint war damit die Situation von Gastarbeitern im WM-Austragungsort Katar. Nationalspieler Joshua Kimmich hält die Aktion für wichtig: "Ich denke, dass man gerade im Fußball, oder wir als deutsche Nationalmannschaft, die Kraft haben, Dinge anzusprechen, gerade wenn es einigen nicht passt. Mit dem Fußball hat man schon die Chance, die Aufmerksamkeit auf die Missstände zu lenken. Und gerade auf Hinblick auf die WM wollen wir das machen." Die Deutschen folgten dem Vorbild Norwegens. Die Spieler hatten eine ähnliche Aktion gemacht. Stephen Cockburn von Amnesty International betonte bereits im Vorfeld der Qualifikationsspiele die Macht der Verbände und Spieler: "Wir ermutigen sie, sich öfter und klarer zu äußern. Und wir wollen, dass sie ihre Hausaufgaben machen und verstehen, was es bedeutet, nach Katar zu reisen. Wo sie da sind. Und dass sie ihre Präsenz in Katar als positive Kraft nutzen und so versuchen, dass Arbeiter gut behandelt werden." Die britische Zeitung The Guardian hatte berichtet, dass mindestens 6.500 Gastarbeiter in Katar gestorben seien im Zusammenhang mit Bauarbeiten für die WM. Die WM-Organisatoren widersprechen hingegen. Sie behaupten, dass sie jederzeit absolut transparent gewesen seien und dass es nur drei arbeitsbedingte Todesfälle gegeben hätte. Ein Disziplinarverfahren wird die Fifa für diese Aktion nicht einleiten, wie der Verband in einer Erklärung bekannt gab.
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Die Nationalmannschaft hat vor ihrem ersten WM-Qualifikationsspiel mit einer T-Shirt-Aktion auf die Menschenrechtslage im WM-Austragungsort Katar aufmerksam gemacht. Die Austragung steht massiv in der Kritik.

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