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Kolumne

Rot-weiß - die Bayern-Fan-Kolumne: Die Kritik ist kindisch – die Bayern werden eine Bombentruppe haben

Karl-Heinz Rummenigge strahlte auf der Pressekonferenz des FC Bayern endlich wieder die lang vermisste Ruhe aus. Zu Recht! Wegen der Transfers besteht kein Grund zur Panik.

Von Stefan Johannesberg

Karl-Heinz-Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern München, sitzt in Hemd und Jackett vor einer Wand mit Sponsoren-Logos

Karl-Heinz Rummenigge hat bei der Pressekonferenz des FC Bayern München gesagt, man warte noch auf den internationalen Transfer, der dann viel Bewegung in den Markt brächte

Getty Images

"Am Ende kackt die Ente" -  Sky-Moderatorenlegende Frank Buschmann veröffentlichte einst sein autobiographisches Buch mit dem für ihn sehr passenden, flapsig-lustigen Titel. Am Ende wird abgerechnet - und dieses Ende ist im Falle des Transfermarktes 2019 der 2. September.  Das unterstrich Karl-Heinz Rummenigge jüngst bei der Spielerpräsentation des französischen Neuzugangs Lucas Hernández. "Wir haben den 8. Juli. Der Transfermarkt ist bis zum 2. September auf“. Der Vorstandsvorsitzende erinnerte auch noch mal an die früheren Star-Einkäufe wie Robben, Alonso oder Martinez, die allesamt erst kurz vor der Transfer-Deadline finalisiert werden konnten.

Der Grund für Kalles ausführliches Statement: Diverse Medien und hysterische Fans zerreißen sich seit Wochen sekündlich den Mund ob der vermeintlich ausbleibenden Transfers des FC Bayern. Dabei boten die Münchener früher bei so teuren Leuten wie Sané oder Rodri erst gar nicht mit. Vielmehr schlugen sie meist sehr spät auf der Ebene darunter zu und verpflichteten eher Jungstars, Bundesliga-Profis oder verletzungsanfällige Potentialspieler. Schauen wir uns doch mal die besten oder teuersten Einkäufe der letzten Jahre an:

  • Ribéry
  • Robben
  • Lewandowski
  • Coman
  • Costa
  • Alonso
  • Martinez
  • Thiago
  • Sanches

Die Tendenz ist offensichtlich. Entweder wurden Top-Spieler aus der Bundesliga verpflichtet, die bei den Bayern den nächsten Schritt zur Weltspitze und zu Reichtum gehen wollten. Oder man scoutete jüngere Talente, die gerade kurz vor dem Durchbruch standen, aber auf ihren Positionen in den drei, vier großen Vereinen Europas keinen Platz fanden. Flankiert wurden diese Einkaufstypen noch von Altstars wie Alonso und verletzungsanfälligen Ex-Highflyern wie Robben. Einzig Ribery sticht als Einkauf in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren heraus.

Thomas Müller, Joshua Kimmich und Franck Ribéry vom FC Bayern München gehen mit gesenkten Köpfen vom Platz

Die Erwartungen sind trotzdem gerade auf den Außen riesig, verließen doch gleich zwei ehemalige, jedoch erst bei Bayern zur Weltklasse-gereiften Flügelstürmer den Verein.

Robben- und Ribéry-Ersatz – wann fällt der erste Dominostein?

Karl-Heinz Rummenigge, der erfahrene Akteur im europäischen Fußball, beruhigte die Nerven der Hyperventilierenden. "Bislang hat es noch keinen großen Transfer gegeben, zumindest keinen, der einen Domino-Effekt auslöst. Darauf wartet man ein wenig in Fußball-Europa. Wenn es diesen gibt, werden viele Transfers folgen. Wir sind in Position.“

Der Domino-Effekt besteht aus drei Namen: Griezmann, Neymar und - zumindest für die Bayern - Sané. Die Situation ist vergleichbar mit dem Free-Agency-Wahnsinn in der NBA. Alle Vereine und Spieler warten auf die Entscheidung der Superstars, denn natürlich muss ein Verein, der die Möglichkeit hat, jemanden wie Griezmann oder Sané zu verpflichten, alle anderen Transfers dem unterordnen.

Auch auf die Gefahr hin, dass er am Ende leer ausgeht (siehe das Beispiel Los Angeles Lakers und Kawhi Leonard). Sollte Sané, der am Ende dieser Woche nach seinem Urlaub entscheiden will, wo er seine Zukunft sieht, zu den Bayern kommen, braucht es nicht weniger als ein Brazzo-Denkmal an der Säbener Straße. Falls sich der deutsche Nationalspieler für Man City entscheidet, widmen sich die Münchener den verbliebenen Dominosteinen – denn auch die versprechen einiges.

  • Ousmane Dembélé: Wenn man von Dominosteinen spricht, fällt als erstes der Name Dembélé. Sollten Neymar und Griezmann zu Barca wechseln, wäre für den Franzosen und Ex-Dortmunder dort nur noch wenig Platz. Ob die Bayern jedoch ernsthaft gewillt sind, den eher schwierigen Jungstar zu verpflichten, bleibt fraglich. Für einen Transfer könnten aber die vielen Landsmänner von Dembéle und der Umgang mit Ribéry sprechen.
  • Steven Bergwijn: Der 21-jährige Stürmer von PSV Eindhoven wird seit Monaten immer mal wieder mit den Top-Klubs in Verbindung gebracht. Laut Medienberichten bereiten die Bayern diese Woche noch ein Angebot vor. Dass der ehemalige Münchener Mark Van Bommel momentan in Eindhoven Trainer ist, dürfte da kein Nachteil sein.
  • Callum Hudson-Odoi: Seit Januar 2019 stehen die Bayern mit dem 18-jährigen, englischen Nationalspieler von Chelsea in Kontakt. Immer wieder verhinderte Chelsea einen Verkauf und verpflichtete ausgerechnet Legende Frank Lampard als neuen Coach. Dieser setzt im Gegensatz zu Vorgänger Sarri auf das Talent. Die Bayern hoffen nun auf eine ablösefreie Verpflichtung 2020.

Auch der türkische Nationalspieler Cengiz Ünder vom AS Rom, das brasilianische Talent Everton und der eher offensive Mittelfeldspieler Hakim Ziyech könnten die Münchener ernsthaft verstärken. Selbst die etwas erkaltete Liebe zu Nicolas Pépé könnte sich wieder erhitzen.

Dazu wird der FCB nach dem gescheiterten Transfer von Rodri entweder am U21-Europameister Marc Roca von Espanyol Barcelona baggern oder noch einen Außenverteidiger – im Gespräch sind Benjamin Henrichs und Juves João Cancelo – verpflichten, um Joshua Kimmich auf die 6 ziehen zu können. Jerome Boateng und auch Renato Sanches könnten daraufhin wohl den Verein verlassen. "Wir werden am Ende des Tages eine Mannschaft haben, die sehr wettbewerbsfähig sein wird. Unsere Ziele werden nicht geringer werden. Wir werden bis 2. September noch einige Transfers tätigen. Wir haben bislang einen Stammspieler aus dem letzten Jahr verloren. Wir werden keinen weiteren Stammspieler abgeben“, so Kalle.

Die geheimen Meilensteine

Bei all dem Bohei um neue Stars gingen die Vertragsverlängerung von Robert Lewandowski, der immens wichtige Aufstieg der U23 in die 3. Liga, die Verpflichtung von Co-Trainer Hansi Flick und der Einkauf von Top-Talenten aus aller Welt etwas unter. Lewy wird so noch mehr als letztes Jahr vom egoistischen Unruheherd zum Führungsspieler. Die 3. Liga wird den vielversprechenden Talenten mehr abverlangen als die Regionalliga und sie somit besser an das Niveau bei den Profis heranführen.

Apropos vielversprechende Talente: Knapp zehn Jahre lang schaffte kein Eigengewächs mehr den Sprung in die Stammelf der Profis (der letzte war David Alaba). Mittlerweile jedoch haben auch die Bayern neben Einkäufen wie Jann-Fiete Arp, Alphonso Davies oder Sarpreet Singh wieder eine Reihe sehr guter Nachwuchsspieler in ihren Reihen: Torwart Christian Früchtl, Mittelstürmer Joshua Zirkzee, Linksaußen Oliver Batista Meier und US-Innenverteidiger Chris Richards sollten bald ernsthaft bei der ersten Mannschaft anklopfen. Ernsthafter als alle Scholls, Gaudinos und Jeongs zuvor.

BVB? In der bisherigen Form ein gefundenes Fressen

Nehmen wir mal an, die Bayern verpflichten noch zwei der genannten, schnellen (Flügel-)Stürmer und einen Rechtsverteidiger, so dass Kimmich auf die Sechs rücken kann. Kombiniert man das mit der pragmatischen Aggressivität von Trainer Kovac, jungen Pferden wie Pavard oder Hernandez, der Rückkehr des immens wichtigen Tolisso und dem Abgang der etwas fußlahmeren Altherren um Robbery, entsteht für die Bundesliga wieder ein unbesiegbarer Koloss.

Auf den Punkt gebracht heißt das für den FC Bayern: Die Abwehr? Schneller und zweikampfstärker. Das Mittelfeld? Stabiler und variabler. Der Sturm? Schneller und überraschender. Die Bank? Hochwertiger und dünner. Der Nachwuchs? Talentierter und einsatzbereiter. Speziell für den BVB, der ja löblicherweise offen den Titel anvisiert, erwächst so eine sehr hohe Hürde. Die Dortmunder, die zwar ob der guten Einkäufe von Hummels, Hazard, Brandt und Schulz viel gelobt worden waren, laufen den hungrigen Gegenpressing-Bayern mit ihrem starren Offensivkonzept und den eher leichtgewichtigen bis defensivschwachen Spielern ins offene Messer.

Dazu kommen nächste Saison fast sicher die klassischen Bayern-Transferziele Timo Werner (ablösefrei) und Kai Havertz. Gerade bei Havertz werden sich die Münchener bis ans Stadiondach der Allianzarena strecken, um einen Fall Sané oder Özil zu verhindern, als die besten deutschen Jungnationalspieler aus der Bundesliga direkt ins Ausland wechselten. Sollten also all die genannten Dominosteine zur Säbener Straßen fallen, wird neben unzähligen Titeln für immer in den Geschichtsbüchern stehen: Am Ende kackt der Brazzo.

tkr

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(