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Bundesliga: Schalke reichen gegen Stuttgart zehn gute Minuten, Bremen holt ersten Punkt

Der FC Schalke 04 hat mit viel Glück gegen den engagierten VfB Stuttgart gewonnen. Bei Hertha BSC ergattert Werder Bremen den ersten Punkt der Saison.

Guido Burgstaller (l.) wurde erst zur Halbzeit eingewechselt, traf aber wenige Minuten später zum 3:1 für den FC Schalke 04

Guido Burgstaller (l.) wurde erst zur Halbzeit eingewechselt, traf aber wenige Minuten später zum 3:1 für den FC Schalke 04

Vor dem Spiel gab es Sprechchöre und Spruchbänder für den abgewanderten Weltmeister Benedikt Höwedes, nach dem Schlusspfiff tosenden Applaus für das Team. Mit einem 3:1 (1:1)-Erfolg über den VfB Stuttgart hat der FC am Sonntag das durch den Höwedes-Wechsel nach Turin drohende Stimmungstief vorerst vertrieben.

Dank der Treffer von Nabil Bentaleb (4./Foulelfmeter), von Geburtstagskind Naldo (47.) und von Guido Burgstaller (48.) hat der Revierclub als Tabellenfünfter Kontakt zur Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga hergestellt. Für den Aufsteiger aus hatte Chadrac Akolo (41.) kurz vor der Pause den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Nach dem dritten Spieltag haben die Schwaben drei Punkte auf dem Konto und sind 14.

Stuttgart erholte sich schnell von den Gegentoren und war über weite Strecken des Speils die engagiertere Mannschaft. Doch am Ende brachte Schalke den Vorsprung über die Zeit.

Hertha BSC Berlin - Werder Bremen 1:1

Hertha BSC kann gegen Werder Bremen einfach nicht gewinnen. Die Berliner kamen am Sonntag beim überzeugenden Bundesliga-Debüt von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus nicht über ein 1:1 (1:0) gegen die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri hinaus. Damit feierten die Gäste nach zwei Auftaktniederlagen ihren ersten Punkt der neuen Saison. Mathew Leckie hatte Hertha in der 38.
Minute in Führung geschossen, Thomas Delaney (59.) gelang der verdiente Ausgleich für Bremen. Zuletzt hatte Hertha am 13. Dezember 2013 gegen Werder gewonnen (3:2), Pal Dardai hat als Cheftrainer der Berliner überhaupt noch keinen Sieg gegen die Hanseaten geholt.

liegt mit vier Punkten auf Platz acht, Bremen verließ den letzten Platz und schob sich vor Leverkusen und Köln auf Rang 16. Zunächst waren im Olympiastadion jedoch alle Augen der 49.118 Zuschauer auf die 38 Jahre alte Steinhaus gerichtet. Die Polizeihauptkommissarin unterband erste Nickligkeiten rigoros, aber auch unaufgeregt. Bei einer der wenigen brenzligen Entscheidungen lag sie genau richtig, als sie vor dem Führungstor von Leckie auf Vorteil entschied. "Sie hat es verdient, sie hat fehlerfrei gepfiffen", hatte Dardai vor der Partie gesagt. "Ich bin ehrlich gesprochen erleichtert, dass es um ist", sagte Steinhaus. "Ich freue mich, wenn ab morgen die Normalität wieder Einzug hält."

Für ihre unaufgeregte und souveräne Leistung erhielt nicht nur Lob von beiden beteiligten Teams, sondern auch vom Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes. "Das war ein gewisser historischer Moment", sagte DFB-Chef Reinhard Grindel. "Man darf nicht vergessen, sie stand schon unter Druck. Und da so souverän die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist eine erstklassige Leistung", sagte Grindel, der unter den Zuschauern im Olympiastadion war.

tkr/Jens Mende/DPA

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