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Gourav Mukhi: An der verrückten Geschichte vom jüngsten Torschützen Indiens stimmt so gut wie nichts

Gourav Mukhi galt als jüngster Torschütze in der indischen Liga. Jetzt stellte sich heraus: Das vermeintliche Fußball-Wunderkind ist gar nicht 16 Jahre alt. Nicht das einzig Verrückte an dieser herrlichen Fußball-Geschichte.

Gourav Mukhi

Gourav Mukhi (Mitte) in Aktion. Kaum zu glauben, dass der Stürmer in Indien tatsächlich als 16-Jähriger durchgehen konnte. In Wahrheit ist er schon 28 Jahre alt.

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Vor wenigen Wochen erst war er der große Held im indischen Fußball. Am 7. Oktober schoss Gourav Mukhi ein geschichtsträchtiges Tor, wie es schien. Als Stürmer des indischen Erstligisten Jamshedpur traf er im Spiel gegen FC Bengaluru zum zwischenzeitlichen 1:1.

Rekord-Torschütze war angeblich erst 16 Jahre alt

Das Besondere: Mukhi war erst 16 Jahre alt und galt damit offiziell als jüngster Torschütze in der Geschichte der Indian Super League. Sein Club ist immerhin Fünfter in der Tabelle, ein Mannschaftskamerad ist der frühere australische Nationalspieler Tim Cahill, der auch bei Fans in Europa gut bekannt ist.

Nun stellt sich raus: Das Fußball-Märchen ist ein kompletter Fake. Tor-Teenie Mukhi ist in Wahrheit schon 28 und damit das, was man gemeinhin einen gestandenen Spieler nennt. Inzwischen hat ihm der indische Fußballverband seinen Spielerpass entzogen und eine sechsmonatige Sperre gegen ihn verhängt.

Wenn man sich Bilder des vermeintlichen Wunderkinds anschaut, ist es kaum vorstellbar, dass der Hochstapler mit seiner Schummelei drei Spiele lang durchgekommen ist. Laut einem Bericht von Sky Italia flog der Schwindel erst auf, als sich Mukhi in einem Interview bei seinem Alter verhaspelte. Zudem meldete sich ein früherer Jugendtrainer beim Verband und bezichtigte seinen ehemaligen Schützling, dessen Ausweis als Geburtsdatum das Jahr 2002 ausweist, des Betrugs. Offenbar ist das Dokument gefälscht.

Mukhi ist Wiederholungstäter

Noch verrückter: Mukhi ist laut Berichten von indischen Medien ein Wiederholungstäter. Bei einem nationalen Qualifikationsturnier für die die U17-WM war er vor drei Jahren aus der Mannschaft geflogen. Sein Vergehen damals: Er hatte ein falsches Alter angegeben. Beim Verband war das Vergehen offenbar irgendwie unter den Tisch gefallen.

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Quellen: Bild, Watson, Ran

kng
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