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Großrazzia in vier Bundesländern: Polizei durchsucht Wohnungen von Fußballfans

Bei einer Großrazzia haben 450 Beamte in vier Bundesländern Wohnungen von Fußballfans durchsucht. Insbesondere Anhänger des FC Hansa Rostock hatten die Fahnder im Visier.

Mit einer großangelegten Razzia ist die Polizei gegen gewaltbereite Fußballfans insbesondere des FC Hansa Rostock vorgegangen. Wie die Bundespolizei am Dienstag in Rostock mitteilte, wurden in vier Bundesländern 43 Wohnungen durchsucht. 450 Beamte waren demnach vor allem in Rostock und anderen Orten Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt. Aber auch in Hamburg, Brandenburg und Berlin wurden in jeweils drei Wohnungen Handys, Computer, illegale Pyrotechnik und Kleidungsstücke beschlagnahmt, die sich zum Vermummen eignen.

Insgesamt 38 Tatverdächtige stehen nach Angaben der Bundespolizei im Verdacht, schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzungen und Sachbeschädigungen begangen zu haben. Die Polizei ermittelt unter anderem gegen mutmaßliche Fans des FC Hansa Rostock, die im November 2012 einen Regionalzug mit Fußballfans aus Karlsruhe mit Steinen beworfen haben sollen.

Außerdem sollen Mitglieder der Hansa-Fan-Szene ebenfalls im November 2012 in Rostock Gäste eines Konzerts einer Hip-Hop-Band angegriffen haben, die dem Hamburger Verein FC St. Pauli nahe stehen. Zudem sollen drei Tatverdächtige aus Rostock auf der Rückreise von einem Fußballspiel in Aachen einen unbeteiligten Fahrgast im niedersächsischen Rotenburg/Wümme erheblich verletzt haben.

kng/AFP / AFP

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