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HSV und Leipzig weiter: Pokal-Drama in Augsburg: Rettung in letzter Sekunde, dann Aus durch Gregoritschs Blackout

Hitziger Pokal-Fight in Augsburg, zweimal entscheidet sich das Spiel in letzter Minute. Leipzig ist erstmals im Halbfinale. Dort könnte der HSV ein Gegner sein, den Lasogga eine Runde weiter schoss.

Was habe ich getan? Michael Gregoritsch ist ratlos, warum er in letzter Minute mit einem Handspiel RB Leipzig den entscheidenden Elfmeter ermöglichte.

Was habe ich getan? Michael Gregoritsch ist ratlos, warum er in letzter Minute mit einem Handspiel RB Leipzig den entscheidenden Elfmeter ermöglichte.

Getty Images

Marcel Halstenberg hat RB Leipzig in einem Pokalkrimi erstmals ins Halbfinale geschossen. Der Fußball-Nationalspieler erzielte am Dienstag beim 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim FC Augsburg in der letzten Minute per Handelfmeter das entscheidende Tor und lässt die Sachsen weiter vom ersten großen Titelcoup ihrer jungen Club-Geschichte träumen. Zuvor hatte der Hamburger SV durch ein 2:0 beim SC Paderborn erstmals seit zehn Jahren wieder die Vorschlussrunde im Pokal erreicht.

Vor 25.263 Zuschauern war RB durch Timo Werner (74. Minute) in Führung gegangen. Für den Fußball-Nationalspieler war es erst das zweite Tor in diesem Jahr. Es fehlten nur Sekunden zum Sieg, doch Alfred Finnbogason (90.+4) sorgte durch seinen Ausgleich noch für die Verlängerung. In der Extrazeit war es dann Halstenberg, der nach Handspiel von Michael Gregoritsch vor 25 263 Zuschauern den RB-Siegtreffer erzielte. Es war ein wahrer Blackout des ansonsten stark spielenden Österreichers, dem anzumerken war, dass er selbst nicht wusste, warum er seinen Arm in der entscheidenden Szene hochgezogen hatte, da keine akute Gefahr fürs eigene Tor zu erkennen war.

Reuter über Mintzlaff: "Was der sich rausnimmt"

Nach der Partie kochten die Emotionen hoch. Auf dem Rasen lieferten sich Spieler und Offizielle heftige Wortgefechte. Handgreiflichkeiten konnten gerade so verhindert werden. "Anstatt er sich mit seiner Mannschaft freut, kommt er in unsere Coaching-Zone. Was der sich rausnimmt, ist unterste Schublade", wetterte Stefan Reuter gegen Oliver Mintzlaff. 

Der RB-Geschäftsführer wollte die Ereignisse nicht zu hoch hängen. "Das war ein sehr emotionales Spiel, auch ein zerfahrenes Spiel. Es war ein Kampf. Am Ende gingen die Gemüter hoch. Die Mannschaft hat gekämpft. Wir haben uns den Sieg verdient", sagte Mintzlaff in der ARD. 

Lasogga bejubelt eines seiner beiden Tore beim SC Paderborn im DFB-Pokal

Mit zwei Toren beim SC Paderborn hat Pierre-Michel Lasogga den HSV zum ersten Mal seit zehen Jahren ins Pokal-Halbfinale geschossen.

Getty Images

Lasogga-Doppelpack lässt HSV jubeln

Pierre-Michel Lasogga hat den Hamburger SV erstmals seit 2009 wieder ins DFB-Pokal-Halbfinale befördert und im Gegensatz zum Skandalspiel vor 15 Jahre in Paderborn - dem von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierten Spiel - für ein Happy End der Hanseaten gesorgt. Der Mittelstürmer erzielte im Duell zweier Zweitligisten am Dienstag beim SC Paderborn beide Treffer zum 2:0 (0:0).

Damit darf sich der HSV zugleich über Zusatzeinnahmen in Höhe von mindestens 2,656 Millionen Euro freuen. Dagegen verpassten es die Ostwestfalen, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der besten Vier einzuziehen. 2009 scheiterte der HSV im Semifinale am späteren Cup-Gewinner Werder Bremen.

dho / DPA

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