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Ex-Nationaltorwart: Jens Lehmann provoziert mit Aussagen zur Corona-Krise - und wird scharf kritisiert

Jens Lehmann äußert in einem Tweet Zweifel an den drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und erntet prompt massiven Widerspruch. Aber es gibt auch Menschen, die ihm beipflichten.

Jens Lehmann stellt gern provozierenden Fragen

Jens Lehmann stellt gern provozierende Fragen

DPA

Torhütern sagt man nach, dass sie manchmal recht eigenwillig sind. Auf Jens Lehmann trifft das in jedem Fall zu. Der frühere Nationalkeeper provozierte schon als Spieler oft durch sein Verhalten und manche Aussage. Auch nach seinem Karriereende vertritt Lehmann als TV-Experte manchmal eine Meinung, die gegen Strom schwimmt.

Diese Eigenwilligkeit hat Lehmann nun erneut bewiesen. Während die ganze Welt fest im Griff der Corona-Pandemie ist und die Länder überall drastische Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, zweifelte Lehmann an der Sterblichkeit durch das Coronavirus. Dazu präsentierte er auf Twitter eine Infografik und schrieb: "Das ist jetzt schwer zu glauben. Die Sterblichkeitsrate ist europaweit niedriger als in den Vorjahren, basierend auf Daten bis zum 8. März 2020. Warten wir also bis Ende dieser Woche auf neue Daten." Dann fragte er raunend: "Was ist, wenn wir dem Wohlbefinden der Menschen mehr schaden, wenn wir alles runterfahren?"

In einem zweiten Tweet präzisierte er seinen bösen Zweifel: "(...) Wird es mehr Menschen geben, die aufgrund großer finanzieller Probleme krank werden, als durch das Virus? Wer kann das beantworten?" 

Die Mehrheit kritisiert Lehmann

Viele User kritisierten Lehmann für seine Aussagen. Oder gingen sogar verbal auf ihn los. "Bist du zu oft gegen den Pfosten gelaufen?", schrieb eine Userin. Eine andere wies zu Recht daraufhin, dass Lehmann kein Experte für Viren und Pandemien sei: "Jens, Liebchen, du warst mal ein ganz guter Torwart, zu diesem Thema kannst du dich ganz sicher professionell äußern. Zu Pandemien und insbesondere Maßnahmen gegen ebenjene solltest du aber einfach mal die Klappe halten, Schätzchen", schrieb die Userin. Es war die vorherrschende Meinung unter denen, die auf Lehmann antworteten.

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Doch es hagelte nicht nur Kritik und Unverständnis: Ein User pflichtete Lehmann bei: "Endlich mal jemand der sagt was viele von uns denken. Letzte Grippewelle zigtausend Menschen gestorben und jetzt machen wir nen Shutdown, von dem wir uns die nächsten 5 Jahre nicht mehr erholen werden. Und viele Menschen werden an den wirtschaftlichen Folgen sterben."

Lehmann blieb angesichts der überwiegend negativen Reaktionen ruhig. Am Ende bedankte er sich für die "(meist) freundlichen Antworten" und wünschte allem Infizierten eine schnelle Genesung.

tis

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