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Bericht der "New York Times": Champions League ohne Guardiola, Sané und Co.? Manchester City droht Königsklassen-K.o.

Dem frischgebackenen englischen Meister Manchester City könnte die Feierlaune bald vergehen. Wie die "New York Times" berichtet, ermittelt die Uefa wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten gegen das Team von Pep Guardiola.

Pep Guardiola, Trainer von Manchester City, und seinem Team droht ein Ausschluss aus der Champions League 

Pep Guardiola, Trainer von Manchester City, und seinem Team droht ein Ausschluss aus der Champions League 

Getty Images

Am vergangenen Wochenende feierte Manchester City noch den Meistertitel in der englischen Premier League. In einem Herzschlagfinale konnte das Team von Trainer Pep Guardiola den Titel mit einem Punkt Vorsprung vor Jürgen Klopps FC Liverpool verteidigen. Nun droht den "Citizens" allerdings Ungemach. Einem Bericht der "New York Times" zufolge, könnte der Verein aus der Champions League ausgeschlossen werden.

Hintergrund sind Verstöße gegen die Regeln des Financial Fairplay der Europäischen Fußball-Union. Die Uefa-Finanzkontrollbehörde soll vor zwei Wochen ihre Untersuchungen zu dem Fall abgeschlossen haben. Es wird erwartet, dass das Gremium die Empfehlung abgibt, Man City für mindestens eine Spielzeit auszuschließen. Zu dem Bericht hält sich die Uefa bisher bedeckt:  "Wir kommentieren laufende Ermittlungen zu Angelegenheiten des Financial Fair Play nicht", teilte die Uefa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ermittlungen gegen Manchester City wurden im März eingeleitet

Die Uefa hatte im März Ermittlungen gegen Man City wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten eingeleitet. Dabei ging es um Vorwürfe gegen den Klub aus Medienberichten im Zuge einer Hacker-Attacke. Manchester City hatte den Schritt der Uefa zunächst in einer Stellungnahme begrüßt. Dies eröffne die Möglichkeit, die Spekulationen zu beenden, die aus der Veröffentlichung von aus dem Zusammenhang gerissenen E-Mails entstanden seien.

Der Leiter des Untersuchungsausschusses, der ehemalige belgische Premierminister Yves Leterme, hat das letzte Wort in der Angelegenheit. Noch in dieser Woche soll die endgültige Empfehlung ausgesprochen werden. Laut des Berichts ist aber noch unklar, in welcher Spielzeit eine mögliche Sperre in Kraft tritt. Die Qualifikation für die Champions-League-Saison 2019/2020 beginnt im Juni. Demnach steht die Uefa vor einem Wettlauf gegen die Zeit, um die möglichen Sanktionen zu verhängen, da Manchester City auch das Recht hätte, Einspruch gegen das Urteil einzulegen.

Verein weist jegliches Fehlverhalten zurück

Der Verein hat jegliches Fehlverhalten bereits vor einigen Wochen in einem Statement vehement zurückgewiesen: "Die Anschuldigen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten sind komplett falsch. Die veröffentlichten Jahresabschlüsse sind vollständig und unterliegen gesetzlichen und behördlichen Auflagen."

Sollte die Uefa nicht in der Lage sein, eine Strafe zu verhängen, riskiert der Verband, dass sein System der finanziellen Auflagen bedeutungslos wird. Mehrere Mitarbeiter der Finanzkontrollorgane haben laut "New York Times" auch vertraulich gesagt, dass ihr Ruf geschädigt werden könnte, sollte ihre Arbeit zu keinem Ergebnis führen.

Im Jahr 2008 stiegen Investoren aus Abu Dhabi bei den "Citizens" ein. Seitdem investierte der Klub 1,67 Milliarden Euro in Transfers, nahm im Gegenzug aber nur rund 460 Millionen Euro ein. Kein anderer Verein kam in diesem Zeitraum auf ein ähnlich hohes Minus. 

Quelle: "New York Times"; DPA; "Transfermarkt

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vit

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