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Premier League Klopp in Tränen, Menschenmassen am Stadion - so feiert Liverpool die Meisterschaft

Sehen Sie im Video: Emotionales Facebook-Video – so erleben Klopps Spieler den Meister-Moment. Der FC Liverpool ist englischer Meister. Das Team von Jürgen Klopp sicherte sich den 19. Meistertitel am bereits am 31. von insgesamt 38 Spieltagen – mit 23 Punkten Vorsprung vor Manchester City. Und so erlebten die Spieler den langersehnten Erfolg … Das Video wurde bei Facebook inzwischen mehr als 1,4 Millionen Mal aufgerufen. Einige Spieler, darunter Alex Oxlade-Chamberlain, Virgil van Dijk und Andy Robertson, schauten sich die 2:1-Pleite des Konkurrenten ManCtiy zusammen in einem Hotel an. Für den Klub von der Anfield Road ist es der erste Gewinn der seit 1992 bestehenden Premier League.
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Jürgen Klopp wird nach dem Gewinn der Fußballmeisterschaft mit dem FC Liverpool ungewohnt emotional. Die Fans kümmern sich nicht um Versammlungsverbote und feiern den Titel zu Tausenden am Stadion.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft wurde Jürgen Klopp von seinen Gefühlen völlig überwältigt. "Was soll ich sagen, es ist ein unglaublicher Moment", sagte der Coach unter Tränen nach seinem historischen Triumph mit dem FC Liverpool. "Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so fühlen würde." Nach 30 Jahren holte Klopp die englische Meisterschaft zurück nach Anfield. Und die Euphorie an der Merseyside kannte keine Grenzen. Trotz Versammlungsverbots strömten am Donnerstagabend Tausende Fans zum Stadion in Anfield und feierten den ersten Titel seit 30 Jahren dicht gedrängt und mit Pyrotechnik.

Die 1:2-Niederlage von Manchester City beim FC Chelsea machte den lang ersehnten Titel für Liverpool perfekt. Schon lange vor dem Abpfiff der Partie in London tauchten in Liverpool die ersten Fans am Stadion Anfield auf, schwenkten ihre Fahnen und zündeten rotes Leuchtfeuer. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte die Stadt vor einer Party gewarnt. Auch Klopp mahnte: "Feiert gerne zu Hause mit Bier, aber bleibt zu Hause." Die Fans hielten sich natürlich nicht daran.

Die Fans des FC Liverpool feierten die Meisterschaft am Stadion mit Gesängen und Pyrotechnik
Die Fans des FC Liverpool feierten die Meisterschaft am Stadion mit Gesängen und Pyrotechnik
© Christopher Furlong / Getty Images

Liverpool-Team wird Meister auf der Hotelterrasse

Klopp und sein Starensemble um Mohamed Salah, Sadio Mané und Virgil van Dijk - im Vorjahr Champions League Sieger - hatten das Man-City-Spiel gemeinsam auf der Terrasse eines Hotels in Liverpool geschaut. "Wir sind in einer Blase", sagte Klopp. "Abgesehen von dieser Feier machen wir heute Abend nichts. Wir fahren zum Trainingsgelände und dann nach Hause, das ist alles." Kurz darauf musste der Coach das Interview abbrechen, weil er in Tränen ausbrach.

Auch Teamkapitän Jordan Henderson hatte feuchte Augen. "Einmalig", schwärmte er. "Ich freue mich so sehr für all die Jungs, für die Fans, den gesamten Club, die Stadt. Ich bin ein bisschen überwältigt gerade, es ist ein tolles Gefühl. Und ich bin einfach so stolz auf das, was wir erreicht haben."

Sogar Liverpools Vereinslegende Kenny Dalglish, der letzte Trainer, der den Meistertitel nach Anfield holte, hatte bei einer Liveschalte des Senders BT Sport Tränen in den Augen und schwärmte von Klopp. "Er ist einfach fantastisch und verkörpert alles, wofür Liverpool steht", lobte Sir Kenny und scherzte: "Wenn damals jemand gesagt hätte, dass es 30 Jahre dauert, wäre der eingesperrt und gevierteilt worden."

Sehen Sie im Video: Jürgen Klopp versetzt bei einer Pressekonferenz seinen Sprecher in Empörung – mit nur einem Wort.  Liverpool-Trainer Jürgen Klopp ist ein Freund klarer Worte. Auch auf Englisch.  Bei der PK vor dem Spiel gegen Crystal Palace sorgte er wieder einmal für einen Lacher – allerdings nicht ganz freiwillig.  Wegen der Corona-Pandemie saß Klopp allein auf dem Podium und die PK wurde über den Videodienst "Zoom" ausgestrahlt. Reporter: "Manchester City könnte Sie theoretisch noch einholen. Haben Sie jemals über das Undenkbare nachgedacht?"  Jürgen Klopp: "Nein, es geht nicht darum, ob uns noch jemand einholt. Für mich war die Saison vor dem Restart noch nicht beendet, obwohl wir jetzt 20 oder 22 Punkte vor Manchester City sind. Als ich mir das gestrige Spiel von Manchester City angesehen habe, dachte ich mir nur: ‘Wie kann jemand 20 Punkte vor ihnen liegen?’ Das ist fast undenkbar. Einige Dinge müssen wir also ziemlich gut gemacht haben, um in der jetzigen Situation zu sein. Ich denke nicht darüber nach, ob uns City noch einholt. Meine Gedanken sind jetzt bei Crystal Palace. Wenn jemand jetzt daraus eine Headline macht und schreibt, dass ich meine, City könne uns nicht einholen, dann ist das totaler Schwachsinn. Das sage ich ja nicht." Für das Wort "Schwachsinn" nutzt er den englischen Ausdruck "bollocks". Ein vulgärer Kraftausdruck.   Pressesprecher: "Ich weiß nicht, ob Zoom einen Piepser hat. Du meintest bestimmt Unsinn ["nonsense"]."   Techniker: "Das schneiden wir vielleicht raus."  Pressesprecher: "Vielen Dank! Totaler Unsinn, das meintest du." Klopp: "Was habe ich denn gesagt?" Pressesprecher: "Ist egal. Das wäre ein Desaster für die Mikros, wenn ich das jetzt wiederhole." Vielen Fans dürfte Klopp nach seinem sprachlichen Faux-Pax nun noch sympathischer sein. Auf Youtube hat der Verein FC Liverpool die entscheidende Stelle bereits offline genommen.    
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Ex-Liverpool-Profi Steven Gerrard - inzwischen Trainer der Glasgow Rangers, aber immer noch Liverpool-Fan - gratulierte auf Instagram. "Unglaubliche Leistung einer fantastischen Mannschaft von Topspielern, angeführt von einem Weltklasse-Trainer", schrieb Gerrard. "Lasst die Party beginnen."

kng DPA

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