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Ex-Manager Schalke und die Fußballwelt trauern: Rudi Assauer ist tot

Rudi Assauer: "Gute Reise, lieber Rudi": Stars trauern um Schalke-Legende
Rudi Assauer ist tot.


Der Ex-Schalke-Manager starb mit 74 Jahren nach Alzheimer-Krankheit.


Simone Thomalla trauert bei Instagram um den Vater ihrer Tochter Sophia.


"Gute  Reise lieber Rudi", schrieb die 53-Jährige zu einem alten Foto.


Auch Schalke-Star Gerald Asamoah nimmt Abschied.


Auf Twitter schreibt er: "Ich habe ihm als Fußballer & Mensch so viel zu verdanken. Immer, wenn es mir schlecht ging, konnte ich ihn anrufen. Er war immer für mich da. Bis zuletzt ein Kämpfer."


Assauer habe Asamoah trotz Herzfehlers stets ermutigt und gefördert.


Assauers  Name wird immer mit Schalke in Verbindung stehen.


Fans werden sich vor allem an ein berühmtes Zitat Assauers erinnern: "Entweder ich schaffe Schalke oder Schalke schafft mich" - Rudi Assauer.
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Trauer in der Fußballwelt: Der langjährige Manager des Bundesligisten Schalke 04 und frühere Profi Rudi Assauer ist mit 74 Jahren gestorben.

Rudi Assauer ist tot. Der langjährige Manager von Fußball-Bundesligist Schalke 04 ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Ein entsprechender Bericht der "Bunten" wurde der Deutschen Presse-Agentur bestätigt.

Die Illustrierte zitiert Assauers ehemalige Lebensgefährtin Beate Schneider mit den Worten: "Rudi ist heute Nachmittag gestorben. Es ist traurig, aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig."

Rudi Assauer war an Alzheimer erkrankt

Assauer machte 2012 seine Alzheimer-Erkrankung öffentlich, nach Angaben aus seinem Umfeld verschlechterte sich sein Zustand in jüngster Zeit deutlich, zuletzt saß er im Rollstuhl. 

Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hat mit großer Bestürzung auf den Tod reagiert. "Wir sind tief betroffen und traurig. Umso mehr trifft uns die Nachricht von seinem Tod ausgerechnet am Pokalspieltag", sagte Tönnies der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wussten alle um seinen Gesundheitszustand. Rudi ist der Architekt des modernen Schalke. Er hat unendlich viel für Schalke getan und wir werden sein Andenken immer in Ehren halten."

Der frühere Fußballprofi wurde 1944 im Saarland geboren und wuchs in Westfalen auf. In den 1960er spielte er bei Borussia Dortmund, ehe der Abwehrspieler 1970 zu Werder Bremen wechselte, wo er 1977 seine aktive Karriere beendete. In 307 Bundesligaspielen schoss Assauer zwölf Tore. Sein größter Erfolg war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger mit dem BVB 1966.

Nach seiner Karriere als Spieler leitete er die finanziellen Geschicke von Werder Bremen, ab 1981 heuerte er zwei Mal bei Schalke 04 als Manager an, ging mit dem Club durch Krisen, aber feierte auch Erfolge wie den Uefa-Cup-Sieg 1997. 2006 trat Assauer als Manager der Knappen zurück.

"Stumpen-Rudi", Macho, Ruhrpott-Legende

Markenzeichen Assauers waren Zigarren, die er bei öffentlichen Auftritten regelmäßig paffte (Spitzname "Stumpen-Rudi"), und seine Macho-Image, mit dem er auch in einer Werbekampagne für eine Biermarke kokettierte. Zu Beginn des Jahrtausends war Assauer rund neun Jahre lang mit der Schauspielerin Simone Thomalla zusammen. Aus einer seiner zwei geschiedenen Ehen hinterlässt er zwei Töchter.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. In Deutschland gelten heute rund 1,2 Millionen Menschen als demenzkrank. Ungefähr 60 Prozent davon, rund 720.000, haben Alzheimer. 

Rudi Assauer ist nach langer Alzheimer-Erkrankung verstorben.

Quelle:"Bunte", "Transfermarkt.de", "rudi-assauer.de", Nachrichtenagenturen DPA, AFP


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