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Niederlage gegen Ajax: Reals Ramos, der größte Depp der Champions League

Noch im Hinspiel war sich Reals Sergio Ramos so sicher, ins Viertelfinale einzuziehen, dass er sich absichtlich eine gelbe Karte einholte, um gesperrt zu sein. Nach dem Rückspiel muss man feststellen: Jetzt hat die Karte ihn eingeholt.

Wenn Real Madrid im Hinspiel 2:1 bei Ajax Amsterdam gewinnt, dann ist das Weiterkommen nur noch Formsache, dachte sich ganz offensichtlich Sergio Ramos. Der Real-Star holte sich daher noch während der Partie im Februar absichtlich eine gelbe Karte ab. Damit wäre er im Rückspiel gesperrt und könnte im Viertelfinale unbelastet wieder eingreifen - ohne die große Gefahr, sich dort oder für das Halbfinale eine Sperre abzuholen. Vorher ausscheiden ist ja keine Option für die Königlichen. Dachte er – bis Dienstagabend. Da verprügelte Ajax die Madrilenen im Santiago Bernabeu regelrecht. 4:1 stand es am Ende und Ramos wird kein Champions-League-Viertelfinale spielen in diesem Jahr, und auch kein Halbfinale.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott natürlich nicht zu sorgen. So nahmen die Ajax-Fans Ramos kräftig auf die Schippe. In der Schlussphase in Madrid, als auf dem Platz bereits alles entschieden war, stimmten sie lautstark "Ramos bedankt!"-Gesänge an (zu deutsch: "Danke, Ramos!"). 

Sergio Ramos, wollte sich eine clevere gelbe Karte abholen. Das ging gehörig schief.

Sergio Ramos, wollte sich eine clevere gelbe Karte abholen. Das ging gehörig schief.

DPA

Für seine unsportliche und nur vermeintlich clevere Aktion hatte Ramos bereits vor dem Rückspiel ordentlich Gegenwind bekommen. Die Uefa sperrte den Real-Kapitän kurzerhand für gleich zwei Partien. Ramos hatte selbst zugegeben, dass er die Karte absichtlich provoziert hatte. "Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte sie nicht provoziert", hatte er nach der Partie gesagt und weiter ausgeführt, angesichts des Ergebnisses die "komplizierte Entscheidung" getroffen und sich die Gelbe Karte durch ein Foul gegen Kasper Dolberg absichtlich abgeholt zu haben.

Real Madrid hat kaum noch Chance auf Titel

In der spanischen Liga hat Real Madrid übrigens zwölf Zähler Rückstand auf Dauerrivale FC Barcelona und daher keine realistische Chance mehr auf den Titel. Um so schmerzhafter ist das Aus in der Champions League für die erfolgsverwöhnten Madrilenen.

Für Sergio Ramos wurde der Dienstagabend gleich doppelt bitter. So berichten mehrere Sportmedien, dass er ein Kamerateam im Stadion dabei hatte, weil aktuell eine Dokumentation über sein Leben gedreht wird. Bilder auf Twitter zeigen, wie ein Kameramann den enttäuschten Ramos in seiner Loge filmt. Das wird sicher nicht der spaßigste Teil seiner Doku werden.

Quellen: Sky / Fox Sports / Sport Bild 

Garcia Sergio Ramos nach dem Foul an Mohamed Salah
fin
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