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Sonntagsspiele: Horror-Start für Dortmund

Borussia Dortmund hat zum Bundesliga-Auftakt eine herbe Heimpleite kassiert: Mit 1:3 unterlag der Favorit gegen den Aufsteiger MSV Duisburg. Die Nürnberger machten es nicht besser. Der Pokalsieger verlor klar gegen den Aufsteiger Karlsruher SC.

Neue Mannschaft, altes Leid: Die mit großem Aufwand runderneuerte Mannschaft von Borussia Dortmund hat einen kapitalen Fehlstart gegen den frechen Aufsieger MSV Duisburg hingelegt. Das mit Vorschusslorbeeren bedachte Team von Trainer Thomas Doll unterlag am Sonntag den "Zebras" verdient mit 1:3 (0:1) und tritt damit zum Revierderby beim FC Schalke in einer Woche mit einer schweren Hypothek an. Im zweiten Sonntagsspiel gewann ebenfalls ein Aufsteiger: Der Karlsruher SC bezwang den 1. FC Nürnberg durch zwei Tore des ungarischen Stürmers Tamás Hajnal.

Zum Mann des Tages avancierte MSV-Neuzugang Manasseh Ishiaku: Der Nigerianer (8./64.) schockte den BVB mit zwei Treffern. Das dritte Tor Sieg der Duisburger steuerte der Rumäne Mihai Tararache (62.) per Foulelfmeter bei. Es war der erste Sieg der Duisburger in Dortmund nach 35 Jahren. Den schwachen Borussen blieb damit zum sechsten Mal hintereinander ein Sieg im ersten Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga verwehrt. Florian Kringe (86.) machte mit seinem Ehrentreffer das Ergebnis für die Borussia kaum erträglicher.

Ailton blieb auf der Bank

Dortmunds Trainer Doll hatte seine Zugänge Diego Klimowicz, Mladen Petric, Jakub Blaszcykowski und Robert Kovac aufgeboten. Doch von der in der Vorbereitung überzeugenden Spielkultur war nichts zu sehen. Dolls Duisburger Kollege Rudi Bommer ließ Stareinkauf Ailton wie erwartet auf der Bank. Aber auch in den Reihen des MSV standen gleich fünf neue Spieler. Dabei gefiel vor allem der 24-jährige Ishiaku, der für eine Million Euro vom FC Brügge gekommen war.

Anders als die Borussia hatte der Aufsteiger keine Anlaufschwierigkeiten. Die frühe Führung durch Ishiaku spielte den Duisburgern in die Karten. Nach einem Freistoß von Ivica Grlic köpfte Manasseh Ishiaku die frühe Führung für den Aufsteiger. Danach konnte sich Duisburg auf die Abwehrarbeit konzentrieren und auf Konter lauern. Die Duisburger beeindruckten mit kluger Raumaufteilung und schnellen offensiven Vorstößen. Der BVB offenbarte hingegen Schwächen im Spielaufbau und erinnerte an die Leistungen in der vergangenen Saison.

Chancen waren beim BVB Mangelware

Chancen aus dem Spiel heraus waren Mangelware. Lediglich der Kroate Petric sorgte mit zwei Freistößen für Gefahr: In der 17. Minute traf er nur die Latte, sechs Minuten später war MSV-Torhüter Tom Starke bei Petric' Schuss aus 30 Meter auf dem Posten. Ein Treffer von Dede (32.) wurde wegen angeblicher Abseitsposition abgepiffen.

Dann legte der kurz zuvor eingewechselte Delron Buckley im BVB-Strafraum Christian Tiffert. Den Elfmeter verwandelte Tararache (62.) sicher. Zwei Minuten später beendete Ishiaku auch die letzten Zweifel am Erfolg des Aufsteigers. Kringes Treffer (86.) für Dortmund kam zu spät.

Nürnbergs Saison-Auftakt ging gründlich schief

Auch der zweite Aufsteiger, der an diesem Sonntag seine Bundesliga-Premiere gab, war ähnlich erfolgreich und verdarb Pokalsieger 1. FC Nürnberg den Saison-Auftakt. Neun Jahre nach dem letzten Auftritt in der Elite-Liga kamen die Badener am Sonntag dank eines Doppelpacks von Tamás Hajnal in der 44. und 74. Minute zu einem überraschend deutlichen 2:0 (1:0)-Erfolg. Vor 45 419 Zuschauern in Nürnberg sorgte der aus Kaiserslautern gekommene ungarische Nationalspieler für den ersten Dreier des Zweitliga-Meisters.

Der "Club" setzte die Reihe seiner schwachen Vorstellungen in der Vorbereitung fort und konnte sich lediglich über das vermeintlich gute Los in der zweiten Pokalrunde freuen, in der ihnen am Sonntag Zweitligist Carl-Zeiss Jena zugelost wurde. Der KSC spielt am 30./31. Oktober daheim gegen Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg.

DPA/tis / DPA

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