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Pokal-Halbfinale: Umstrittener Elfmeter: Was der Schiedsrichter einem Werder-Profi gesagt haben soll

Die Spieler von Werder Bremen waren nach dem Aus gegen die Bayern im Pokal-Halbfinale wegen des umstrittenen Strafstoßes bedient. Die Aussage von Maximilian Eggestein bringt den Schiedsrichter zudem in die Bredouille.  

Bremens Torwart Jiri Pavlenka kann den Elfmeter von Münchens Robert Lewandowski zum 3:2-Siegtor nicht parieren

Bremens Torwart Jiri Pavlenka kann den Elfmeter von Münchens Robert Lewandowski zum 3:2-Siegtor nicht parieren

DPA

Eine fragwürdige Elfmeter-Entscheidung hat das Pokal-Halbfinale zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern entschieden. Es stand 2:2, Werder hatte gerade durch einen Doppelschlag die 2:0-Führung der Bayern ausgeglichen, da stürmte Kingsley Coman im Strafraum an Theodor Gebre Selassie vorbei und kam nach einem leichten Schubser des Bremer Außenverteidigers zu Fall. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied ohne zu zögern in der 78. Minute auf Strafstoß, den Robert Lewandowski souverän zum 3:2 verwandelte - es war der Siegtreffer für die Bayern.

Die Bremer Spieler protestierten energisch, doch Siebert ließ sich nicht erweichen. Video-Assistent Robert Kampka griff nicht ein (VAR). Auch nach dem Schlusspfiff wollten sich die Bremer nicht beruhigen und beschwerten sich massiv bei den Unparteiischen. Was die Bremer besonders auf die Palme brachte, war die Begründung des Schiedsrichters, die Maximillian Eggestein den Reportern berichtete: "Meiner Meinung nach war es keiner. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass er ihn unten getroffen hat. Aber ich habe es gerade noch einmal gesehen und er hat ihn nicht getroffen", erklärte Werders Jungstar. Damit hatte Eggestein recht. Eine Berührung am Fuß gab es definitiv nicht.

Begründung des Schiedsrichters hätte VAR zum Einschreiten zwingen müssen

Stimmt die Aussage, ist der Ärger der Bremer noch verständlicher. Wenn Siebert den Elfmeterpfiff gegenüber dem VAR mit dieser vermeintlichen Beobachtung begründet hat, hätte dieser zwingend korrigierend eingreifen müssen. Dann hätte es sich um eine klare Fehlentscheidung gehandelt, während man über den Arm-Schubser als Begründung für den Pfiff zumindest hätte diskutieren können.

Die Sieger sahen das naturgemäß anders. "Das 3:2 war ein Elfmeter, den ich hundertprozentig in Ordnung fand. Kingsley hat gesagt, dass er vorbei war, und dann kam der Ellbogen“, meinte Präsident Uli Hoeneß. Bayern Trainer Niko Kovac sprach von einer harten Entscheidung. "Wenn er nicht pfeift, können wir uns nicht beklagen. Der King (Coman) fällt nicht von allein. Der Ellbogen von Gebre Selassie war schon da, den hätte er besser weglassen sollen", meinte Kovac. Und fügte hinzu: "Da hat er sich ein bisschen dumm angestellt."

Links steht Uli Hoeneß im Anzug vor einem großen FC Bayern-Wappen, rechts liegt er als jüngerer Mann im Krankenhausbett

Quelle: "Welt", "spox.com"

tis

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