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Nach WM-Debakel: Mesut Özil bricht sein Schweigen via Twitter

Für manche gilt er als eine Symbolfigur des deutschen Scheiterns in Russland: Mittelfeldstar Mesut Özil hat auf Twitter erstmals zu dem Vorrunden-Aus der DFB-Elf Stellung bezogen. 

Mesut Özil nach der Rückkehr der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus Russland auf dem Flughafen Frankfurt

"Brauche Zeit": Mesut Özil, hier nach der Rückkehr der deutschen Fußball-Nationalmannschaft aus Russland auf dem Flughafen Frankfurt

DPA

Der heftig kritisierte Fußballnationalspieler Mesut Özil hat sich nach dem historischen Ausscheiden der DFB-Elf in der Vorrunde der WM in Russland erstmals öffentlich geäußert. "Die Weltmeisterschaft bereits nach der Gruppenphase verlassen zu müssen, schmerzt so sehr. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinweg zu kommen", twitterte der 92-malige Nationalspieler am späten Freitagabend auf Englisch. Dahinter setzte er den Hashtag "SayNoToRacism" (Sag Nein zu Rassismus).

Die Nationalmannschaft hatte sich zuvor bereits auf der offiziellen Instagram-Seite des DFB-Teams für die katastrophale Leistung in Russland entschuldigt. "Es tut uns leid, dass wir nicht wie Weltmeister gespielt haben. Daher sind wir auch verdient ausgeschieden, so bitter es ist", ist dort zu lesen.

Özil schweigt weiter zu Erdogan-Affäre

Der 29 Jahre alte Arsenal-Profi Özil stand schon vor seinen Auftritten bei der WM massiv in der Kritik, weil kurz vor dem Turnier ein Foto von ihm und seinem Teamkollegen Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan publik geworden war. Zu dieser sogenannten Erdogan-Affäre allerdings äußerte sich Özil erneut nicht. Gündogan dagegen hatte bereits vor der WM Stellung zu der Aktion bezogen. 

Özil hatte bei der deutschen WM-Blamage wie die meisten Nationalspieler enttäuscht. Doch er stand besonders im Fokus der Kritik und wird von einigen Experten als eine Symbolfigur des deutschen Scheiterns in Russland angesehen.

Weltmeisterschaft: Mesut Özil: Darum singt er vor Spielen nie die Nationalhymne
mad / DPA / SpotOnNews

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