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Fußball-WM 2018 kompakt: Darum wollte Kroatiens Rebic nicht das Trikot mit Messi tauschen

Isco rettet während des Spiels einem Vogel das Leben +++ Ex-Nationalspieler Puyol: TV-Verbot wegen seiner Haare? +++ In einer Umfrage trauen die Fans der deutschen Nationalelf ein Weiterkommen zu  +++ Aktuelles rund um die Fußball-WM 2018.

Ante Rebic

Ante Rebic wollte nach dem Sieg gegen Argentinien nicht das Trikot mit Lionel Messi tauschen.

DPA

Vom 14. Juni bis 15. Juli findet in Russland die Fußball-WM 2018 statt. Als Titelverteidiger und ausgemachte Turniermannschaft zählt Deutschland auch in diesem Sommer zum Favoritenkreis im Kampf um den wichtigsten Pokal im Fußballsport. Im ersten Vorrundenspiel kassierte die DFB-Elf um Trainer Jogi Löw gegen Mexiko jedoch eine unerwartete 0:1-Niederlage. In Gruppe F müssen die Deutschen nun noch gegen Schweden und Südkorea ran, ehe ab dem 30. Juni die K.o.-Phase beginnt (hier der komplette Spielplan zur WM 2018).

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Rebic verzichtet auf Trikottausch mit Messi

23. Juni: Der kroatische Nationalspieler Ante Rebic von Eintracht Frankfurt hat nach dem 3:0-Sieg gegen Argentinien auf den Trikot-Tausch mit Superstar Lionel Messi verzichtet. Der Bundesligaprofi begründete dies damit, dass er sich über das mangelnde Fairplay des Vize-Weltmeisters geärgert habe.

 "Ganz ehrlich, ich habe vorher geplant, das Shirt von Messi zu besorgen. Für einen guten Freund, der ein großer Bewunderer von ihm ist. Aber die Argentinier haben einen solch schlechten Eindruck hinterlassen, dass ich das Trikot nicht mehr haben wollte", sagte Rebic in einem Interview mit "goal.hr".

"Sie haben mich unangenehm überrascht mit ihrem Verhalten und mit dem Mangel an Fairplay. Von ihren Provokationen ganz zu schweigen", führte der 1:0-Torschütze der bereits für das Achtelfinale qualifizierten Kroaten weiter aus: "Man muss auch verlieren können und am Ende des Spiels dem Sieger gratulieren können."

Ex-Nationalspieler Puyol: TV-Verbot wegen seiner Haare?

23. Juni: Ein kurzfristig abgesagter Auftritt von Spaniens Ex-Nationalspieler Carles Puyol als WM-Experte im iranischen Staatsfernsehen hat einen bizarren Streit ausgelöst. Puyol behauptet, er sei wegen seiner schulterlangen Lockenpracht ausgeladen worden. Der TV-Sender IRIB indes führte die finanziellen Forderungen des Weltmeisters von 2010 als Grund an. "Wir im IRIB sind gegen den Auftritt von ausländischen Experten zu astronomischen Gagen", sagte IRIB-Vizepräsident Morzea Mirbagehri am Samstag laut Portal Tabnak. Kritiker halten die Darstellung des Senders für wenig überzeugend, da ein Sponsor die Gage für Puyol wie auch für andere ausländische TV-Experten bezahlt. Stattdessen sei für die erzkonservative IRIB-Führung die vermeintlich unislamische Frisur des 40-Jährigen ausschlaggebend gewesen. In den iranischen Fernsehsendern herrschen seit fast 40 Jahren sehr strenge islamische Regeln. Eine Kommission
achtet pedantisch darauf, dass nichts "Unislamisches" gezeigt wird. 

Iranische Parlamentarier und viele Nutzer sozialer Medien kritisierten das Auftrittsverbot für Puyol, zumal den Senderchefs das Aussehen Puyols hätte bekannt sein müssen. Der Ex-Profi hätte am Mittwoch das WM-Spiel der Iraner gegen Spanien analysieren sollen. Kurz vor Anpfiff wurde die Absage seines Auftritts verkündet. 

Der ehemalige Fußballspieler Carles Puyol kommt zu den GQ Men of the Year 2014 Awards

Der ehemalige Fußballspieler Carles Puyol

DPA

Hummels fällt wohl gegen Schweden aus

22. Juni: Am Samstagabend geht es für Deutschland bereits um alles bei der WM 2018. Gegen Schweden muss die DFB-Elf das Vorrundenaus abwenden. Dabei wird Bundestrainer Joachim Löw wohl auf Innenverteidiger Mats Hummels verzichten müssen. Hummels habe sich im Training am Hals verletzt, könne aktuell nicht in Luftzweikämpfe gehen und werde "sehr wahrscheinlich" ausfallen, sagte Löw auf der Pressekonferenz in Sotschi. Löw gehe davon aus, dass es keinen Sinn machen wird, ihn aufzustellen. Zuvor hatte unter anderem die "AZ München" darüber berichtet. Auch Sportschau-Reporter Marcus Bark twitterte die Info kurz vor Beginn der Pressekonferenz. 

Morddrohungen gegen Kolumbiens Sanchez wecken Erinnerungen an getöteten Escobar

Sanchez Escobar

Carlos Sanchez, links mit der Nummer Sechs im Bild, sah gegen Japan früh die Rote Karte. Sein Landsmann Andres Escobar wurde vor 24 Jahren nach einem Eigentor ermordet.

Picture Alliance

22. Juni: Wegen Morddrohungen in den sozialen Netzwerken gegen den kolumbianischen Rotsünder Carlos Sanchez ermittelt nach einem Medienbericht die Polizei in dem südamerikanischen Land. Die Behörden haben nach Angaben von "Blu Radio" eine Ermittlungsgruppe für  Cyberkriminalität eingesetzt, um die Spuren ausfindig zu machen, die zu den Übeltätern führen. Der Fall sorgt im Land des Teilnehmers bei der Fußball-Weltmeisterschaften in Russland für besondere Aufmerksamkeit, da er Erinnerungen an den Fall Andrés Escobar weckt. 

Am Freitag vor 24 Jahren hatte der Abwehrspieler bei der WM 1994 in den USA ein Eigentor gegen das Team der Gastgeber geschossen. Kolumbien verlor 1:2 und schied aus dem Turnier aus. Wenige Tage später wurde Escobar in Medellín erschossen. Zur Beerdigung des Nationalspielers kamen damals über 100.000 Menschen. Der Täter wurde ein Jahr später verurteilt.

Sanchez hatte bei der 1:2-Niederlage der Kolumbianer am Dienstag gegen Japan gleich zu Beginn der Partie die Rote Karte gesehen und einen Elfmeter verursacht. Bei den Drohungen an Sanchez soll auch der Name Escobar gefallen sein.

Isco rettet während des Spiels kleinen Vogel

22. Juni: Der spanische Mittelfeldspieler Isco ist während des letzten Spiels gegen den Iran plötzlich an die Seitenlinie gelaufen. Der Grund hierfür blieb vielen Zuschauern zunächst verwehrt.

Mittlerweile ist jedoch klar, warum Isco kurz das Spielfeld verlassen hatte: Er rettete einen kleinen Vogel, der sich im Stadion verirrt hatte! Für seine Rettungsaktion wird der spanische Nationalspieler dafür in den sozialen Netzwerken abgefeiert. Das Video, das die Szene zeigt, wurde unter anderem von der argentinischen Sportjournalistin Rosario Pompizzi geteilt: 

Mehrheit der Deutschen glaubt an Überstehen der Vorrunde

21. Juni: Der WM-Auftakt ging in die Hose, das Spiel gegen 
Schweden wird zum ersten Finale für die DFB-Elf. Die deutschen Fans sehen dennoch optimistisch in die nahe Zukunft. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage für die Tageszeitung "Die Welt" gehen 68 Prozent der Befragten davon aus, dass die DFB-Elf die Vorrunde übersteht, 26 Prozent befürchten ein sofortiges Ausscheiden. 

An einen Titelgewinn glauben allerdings nur noch 19 Prozent der 
Deutschen; 75 Prozent haben den Glauben an die Titelverteidigung verloren. Im Mai glaubten noch 57 Prozent der Befragten an den  WM-Gewinn, nur 35 Prozent trauten damals der deutschen Mannschaft ein solches Double nicht zu.

Damit es in den bevorstehenden Spielen besser läuft, braucht die DFB-Elf in den Augen der Fans vor allem einen stärkeren Siegeswillen (60%), einen echten Führungsspieler (39%) und insgesamt mehr jüngere Spieler (37%). Ein besseres Coaching fordern nur 21 Prozent der Befragten.

Insgesamt trauen die Deutschen am ehesten Toni Kroos zu, ein echter Chef auf dem Platz zu sein: 37 Prozent der Befragten fordern die Chefrolle von Toni Kroos, immerhin 17 Prozent trauen auch Mats Hummels eine solche Führungsstärke zu. 6 Prozent können sich Mesut Özil als Chef auf dem Platz vorstellen; nur 4 Prozent sehen die Führungsrolle bei Sami Khedira.

"Frei Weißbier an Board": Schweden drucken Rückflugtickets für DFB-Mannschaft

21. Juni: Mit einem kleinen Augenzwinkern sagen schwedische Journalisten der deutschen Nationalmannschaft das vorzeitige WM-Aus voraus und lassen dafür extra eigene Flugtickets drucken. Auf dem Flugticket steht, dass "Die Mannschaft" am Samstag um 23 Uhr den Lufthansa-Flug SK 2004 in Richtung Heimat gebucht hätte. "From World Cup to Holiday". 

Kleiner Trostpreis für die Nationalelf:  Auf der rechten Seite des Tickets zeigten sich die Schweden "gnädig" und versprechen der DFB-Auswahl immerhin einen Vorrat an Freibier: "Frei Weißbier an Board". Für "Die Mannschaft" könnte dieser Scherz am Samstag bittere Realität werden, wenn es in Sotschi (20 Uhr) gegen Schweden ins erste "Endspiel" geht.

Fifa bestraft Mexiko für homophobe Gesänge gegen Neuer

21. Juni: Während der WM-Auftaktniederlage gegen Mexiko war nicht nur die deutsche Mannschaft von der Rolle. Immer wieder wurde Manuel Neuer von mexikanischen Fans hinter seinem Tor homophob beleidigt, als er zu Abschlägen oder Freistößen antrat. "Puto" hallte es durchs Stadion. Das heißt so viel wie "Stricher" oder "männliche Hure". Auf dieses Fehlverhalten hat der Weltverband Fifa nun reagiert und Mexiko zu einer Geldstrafe in Höhe von 8.600 Euro verurteilt. 

Bereits vor der WM hatte die Fifa die mexikanischen Fans gebeten, die Rufe zu unterlassen. Auch der serbische Fußballverband wurde mit dem gleichen Strafmaß verurteilt. Die Serben müssen zahlen, da Fans beim 1:0-Sieg gegen Costa Rica ein "beleidigendes und politisches Banner" gezeigt haben. Was genau Inhalt des Spruchbands war, wurde nicht erläutert. 

Engländer liefern sich Einhorn-Rennen im Pool

20. Juni: So kann man einen Ruhetag natürlich auch verbringen: Mehrere Spieler der englischen Nationalmannschaft haben sich einen Tag nach dem Last-Minute-Sieg über Tunesien (2:1) einen eher ungewöhnlichen Wettbewerb geliefert. Wie von Jesse Lingard auf Twitter gepostete Bilder zeigen, lieferten sich er, Kieran Tripper, Jordan Pickford und Harry Maguire ein Wettrennen in einem Pool ihres WM-Domizils - auf aufblasbaren Einhörnern.

Andere Spieler hätten ihre Beine lieber mit bei einer Partie Basketball gelockert, wieder andere absolvierten eine Einheit mit Dehnübungen, berichtet die englische "Sun". So spaßig wie das Einhorn-Rennen im Wasser dürfte diese Alternativen aber ganz sicher nicht gewesen sein.

Isländer Gislason ist jetzt Social-Media-Star

20. Juni: So schnell kann's gehen: Hatte der Isländer Rurik Gislason kürzlich noch "nur" etwa 40.000 Follower bei Instagram, explodierten die Zahlen nach dem historischen 1:1 seines Teams gegen Argentinien förmlich: So folgen dem Fußball-Profi, der beim Bundesliga-Zweitligisten SV Sandhausen unter Vertrag steht, inzwischen knapp 620.000 Menschen (Stand Mittwochmorgen). 

Vor allem in Südamerika gewann der muskulöse Mann mit seinem zu einem kleinen Zopf gebundenen blonden Haar und dem Bart nach seiner Einwechslung gegen Argentinien demnach zahlreiche neue Fans. Gíslaslon ist der Hype dem Vernehmen nach peinlich - dazu geäußert hat er sich bislang in der Öffentlichkeit noch nicht.

Very, very exciting times ahead! ⚽️🇮🇸

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Knöchelprobleme: Neymar muss Training abbrechen

20. Juni: Schlechte Nachrichten für die Seleção und alle Brasilien-Fans: Superstar Neymar musste am Dienstag das Training seiner Mannschaft vorzeitig wegen Schmerzen am rechten Knöchel abbrechen. Bilder zeigten, wie der 26-Jährige humpelnd und in Begleitung zweier Betreuer den Platz noch vor dem Ende der Einheit verließ. 

Ein Sprecher des brasilianischen Verbands CBF wollte den Vorfall nicht zu hoch hängen: "Er trainiert morgen wieder ganz normal." Der Sprecher führte die Schmerzen auf die zahlreichen Fouls zurück, die der Superstar beim 1:1 gegen die Schweiz habe hinnehmen müssen.

Wegen einer Verletzung an jenem rechten Fuß war Neymar vor der WM in Russland etliche Wochen ausgefallen. Die Seleção bestreitet ihr nächstes Turnierspiel am Freitag (14.00 Uhr/ARD) gegen Costa Rica. Ob ein Einsatz möglicherweise in Gefahr sei, wollte der Sprecher nicht beantworten.

Verspottete Ronaldo-Büste auf Madeira ersetzt

19. Juni: Eine umstrittene Büste von Weltfußballer Cristiano Ronaldo ist jetzt am Flughafen der portugiesischen Insel Madeira ersetzt worden. Die alte Büste, die Hohn und Spott ausgelöst hatte, sei auf Bitte des Managements des Superstars entfernt worden, wurde ein Sprecher der Flughafenverwaltungsbehörde ANA am Montagabend von Medien zitiert. Die neue Büste sei vom Ronaldo-Museum gespendet worden, das von Ronaldos Bruder Hugo Aveiro verwaltet werde, hieß es.

Die Büste war im März 2017 anlässlich der feierlichen Umbenennung des Airports von Funchal auf Madeira nach dem auf der Atlantik-Insel geborenen Ronaldo enthüllt worden. Das Bronze-Werk des Künstlers Emanuel Santos hatte sofort viel Kritik ausgelöst, weil es kaum Ähnlichkeit mit dem Fußballer hatte. Die Gesichtszüge wirkten verzogen, ein Auge hing zu tief, der Mund lächelte schief und Ronaldo trug eine seltsame Tolle. Im Netz wurde die Büste unter anderem mit der Hauptfigur des Films "Chucky - Die Mörderpuppe" verglichen.

Die Regionalregierung hatte die Umbenennung des Flughafens trotz heftiger Kritik aus Lissabon entschieden, nachdem Portugal 2016 mit Ronaldo Europameister geworden war. Der 33 Jahre alte Profi nimmt zur Zeit an der Fußball-WM in Russland teil. Nach dem 3:3-Remis mit einem Ronaldo-Dreierpack im Debüt gegen Spanien spielen die Portugiesen in der Vorrunde noch gegen Marokko und den Iran.

Cristiano Ronaldo

Zwei Büsten, ein Cristiano Ronaldo

Dänen chartern Privatjet, damit Kollege Jonas Knudsen zu seinem Baby fliegen kann

19. Juni: Der dänische Abwehrspieler Jonas Knudsen ist während der WM Vater geworden. Damit der frischgebackene Papa nach Hause zum Baby reisen konnte, haben seine Mitspieler spontan zusammengeschmissen und ihm einen Privatjet gechartert. "Wir bezahlen gern, wenn ihm das einen halben Tag mehr mit seiner neugeborenen Tochter gibt. Es gab keinen Zweifel, er musste nach Hause", sagte der Neu-Dortmunder Thomas Delaney der Zeitung "Ekstra Bladet". Nach dem 1:0 der Dänen gegen Peru am Samstag flog Knudsen also spontan nach Dänemark, sah seine Tochter zum ersten Mal, und war am Montag bereits wieder beim Training. Eigentlich sollte die Kleine erst in einem Monat auf die Welt kommen, doch sie hatte es eilig.

Brasilianer schießen sich auf Neymar-Bewacher Velon Behrami ein

19. Juni: Velon Behrami dürfte vor allem den Fans des HSV noch aus seiner Bundesliga-Zeit bekannt sein. Im ersten Spiel der Schweizer "Nati" kam dem 33-Jährigen eine ganz besondere Aufgabe zu: Er sollte Brasiliens Superstar Neymar "auf den Füßen stehen" und dessen Aktionsradius merklich einschränken! Das machte der im früheren Jugoslawien geborene Schweizer außerordentlich gut - und hatte deshalb großen Anteil am 1:1-Unentschieden der Schweiz gegen den großen WM-Favoriten. In Brasilien avancierte Behrami mit seiner Leistung quasi zum Staatsfeind Nummer 1. Mehr als 100.000 Fans der Selecao legten Behramis Instagram-Account nahezu lahm. Und auch die Plattformen des Schweizer Fernsehens und des Schweizer Fußballverbands werden seit dem WM-Match von Brasilianern "zugetextet".

Kroatien schmeißt Stürmer Kalinic aus dem WM-Kader

18. Juni: Paukenschlag bei der kroatischen Nationalmannschaft: Trainer Zlatko Dalic wirft den Milan-Star Nikola Kalinic aus disziplinarischen Gründen aus dem aktuellen WM-Kader. Damit verzichtet der Coach auf seinen dritten Mittelstürmer und reduziert sein Aufgebot auf 22 Mann. Was war passiert? Kalinic hatte im ersten Gruppenspiel gegen Nigeria (2:0) eine späte Einwechslung verweigert. 

Laut übereinstimmenden Medienberichten aus Kroatien soll es dafür allerdings keinen nachvollziehbaren Grund gegeben haben. Der Stürmer selbst sagt, er habe Rückenschmerzen gehabt und deshalb freiwillig auf einen Einsatz verzichtet. Die kroatische Sport-Tageszeitung "Sportske Novosti" berichtete, dass Kalinic bereits im Testspiel gegen Brasilien einen Einsatz verweigert hatte. Aus offenbar ebenso fadenscheinigen Gründen wie im ersten WM-Spiel gegen Nigeria. Trainer Dalic hatte nach dem Spiel gesagt, es gebe keine Verletzung sondern nur ein "Problem" mit Kalinic. Kroatien trifft in der Gruppe D noch auf Island und Argentinien.

WM 2018: Nikola Kalinic während einer Pressekonferenz

Wird unter Trainer Zlatko Dalic keine Rolle mehr spielen: Milan-Stürmer Nikola Kalinic

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Reporter schreit sich bei Mexikos Siegtor die Lunge aus dem Hals

18. Juni: Während in Deutschland nach der 0:1-Pleite gegen Mexiko Ernüchterung herrscht, ist ganz Mexiko im Freudentaumel. Von einem "historischen Sieg" ist in mehreren Medien des Landes die Sprache. In der Hauptstadt Mexiko City löste der Jubel über das letztlich siegbringende Tor Lozanos gar ein kleines Erdbeben aus. Auch der mexikanische Kommentator Andres Cantor flippte beim Treffer in der 35. Spielminute regelrecht aus - doch hören Sie selbst:

Russisches Fernsehen löscht britische Botschaft aus WM-Video

16. Juni: Das war wohl kaum ein Versehen: In einem WM-Video des russischen Staatsfernsehens ist die britische Botschaft in Moskau nicht dort zu sehen, wo sie eigentlich steht. Der Sender Perwy Kanal platzierte an seiner Stelle kurzerhand die prunkvolle Kathedrale aus der WM-Stadt Saransk, wie russische Medien am Samstag berichteten. Das retuschierte Video war vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft am Donnerstag ausgestrahlt worden und zeigte Impressionen aus der russischen Hauptstadt. Dabei gab es nicht nur für die britische Botschaft, die 2000 am Ufer des Flusses Moskwa eröffnet wurde, Veränderungen: Auch ein überdimensional großes Denkmal aus der WM-Stadt Rostow am Don wurde einfach ins Moskauer Stadtbild versetzt.

Dort, wo im rechten Bild aus dem WM-Video goldene Kuppeln einer Kathedrale zu sehen sind, steht eigentlich die britische Botschaft in Moskau (l.)

Dort, wo im rechten Bild aus dem WM-Video goldene Kuppeln einer Kathedrale zu sehen sind, steht eigentlich die britische Botschaft in Moskau (l.)

DPA

In den sozialen Netzwerken wird das Vorgehen auch als Spitze gegen Großbritannien verstanden. Die Beziehungen zwischen Moskau und London sind unter anderem wegen des Streits um den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergej Skripal und dessen Tochter Julia verhärtet. Im Frühjahr wiesen beide Länder gegenseitig zahlreiche Diplomaten aus. Moskau untersagte auch die Arbeit des britischen Kulturinstituts British Council in Russland. Die russische Führung um Präsident Wladimir Putin hatte zum Auftakt des Turniers ausdrücklich betont, die Fußball-WM müsse aus der Politik herausgehalten werden.

Ex-Werder-Coach Thomas Schaaf kritisiert Özil

14. Juni: Werder Bremens Rekord-Trainer Thomas Schaaf hat sich in einer Kolumne in der Erdogan-Affäre kritisch gegenüber seinem ehemaligen Schützling Mesut Özil geäußert. Er geht davon aus, dass Mesut Özil den Wirbel um dessen Fotos mit dem türkischen Staatschef nicht so schnell verarbeiten kann. "Ich kenne Mesut aus seiner Bremer Zeit. Er wird die Kritik nicht einfach so abschütteln können, das wird ihn beschäftigen", schrieb er am Donnerstag in seiner Kolumne für das Online-Portal Deichstube zur Fußball-WM in Russland. Schaaf hatte den Mittelfeldspieler von 2008 bis 2010 in Bremen trainiert.

Zugleich kritisierte der 57-Jährige aber auch Özil und dessen Nationalmannschafts-Kollegen Ilkay Gündogan für die Aktion. "Das war unglücklich. Und wer sich in so eine Situation begibt, der muss mit diesen heftigen Reaktionen eigentlich auch rechnen. Und wenn nicht, dann muss er anschließend zumindest den Fehler eingestehen", meinte Schaaf, der vom 1. Juli an als Technischer Direktor zu Werder zurückkehrt. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass die beiden Spieler direkt danach klar Stellung bezogen und sich auch klar zu Deutschland bekannt hätten." Nun wirke alles doch etwas konstruiert. Die beiden türkischstämmigen Profis Özil und Gündogan waren wegen gemeinsamer Fotos mit Erdogan scharf in die Kritik geraten. Beim 2:1 gegen Saudi-Arabien in Leverkusen war Gündogan von Teilen der deutschen Fans ausgepfiffen worden, Özil fehlte verletzt. 

Polizei nimmt Messi-Double in Moskau fest

14. Juni: Der Argentinier Lionel Messi ist einer der großen Stars der heute beginnenden Fußball-WM in Russland. Da ist es verständlich, dass Fans ausflippen, wenn sie den Ausnahmekönner live zu sehen bekommen. In Moskau sorgte jüngst jedoch ein Missverständnis -  genauer gesagt eine Verwechslung - zu chaotischen Szenen. Wie mehrere Medien berichten, hatten Besucher des berühmten Roten Platzes den iranischen Studenten Reza Parastesh für Messi gehalten. Es habe sich schnell eine riesige Menschenmenge gebildet - offenbar hoffend, ein Selfie mit dem "Star" schießen zu können. Parastesh wurde laut iranischen Medien daraufhin wegen Erregung öffentlicher Unruhe von der Polizei abgeführt.

Tatsächlich sieht Parastesh dem argentinischen Weltfußballer wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. In Iran ist der 25-Jährige längst landesweit bekannt. So sorgte er beispielsweise im vergangenen Mai für einen Verkehrskollaps, als ihn Einheimische verwechselten. Polizisten mussten Parastesh damals mit auf die Wache nehmen, damit sich der Stau auflöste. Hier können Sie die Geschichte noch einmal nachlesen:

Mathematiker sehen Brasilien als WM-Favorit

14. Juni: Für Mathematiker und Statistiker verschiedener Universitäten und Wirtschaftsunternehmen ist die WM bereits entschieden: In den vergangenen Wochen berechneten die Wissenschaftler die Wahrscheinlichkeiten für das anstehende Turnier in Russland durch. Das Ergebnis: In vielen Rechenmodellen hat Brasilien die Nase vorn gefolgt von Deutschland. Aus wissenschaftlicher Sicht deutet außerdem vieles auf ein Finale zwischen Brasilien und Deutschland hin. 

Statistiker der Universität Innsbruck schätzen die Wahrscheinlichkeit für eine deutsche Titelverteidigung auf 15,8 Prozent, für Brasilien als Champion auf 16,6 Prozent. Auch an der Universität Münster ist der Topfavorit Brasilien (31 Prozent) vor Deutschland (17 Prozent).

Für die Prognosen genutzt wurden auch Wirtschaftsexperten von Deloitte, die Daten mit historischen Ergebnissen und den Austragungsorten verrechnet und so eine Torerwartung ermittel haben. Nach diesem Modell würde es auf ein Finale zwischen Deutschland und Brasilien hinauslaufen.

Spanien trennt sich von Trainer Lopetegui

13. Juni: Der spanische Fußballverband hat sich zwei Tage vor dem ersten WM-Spiel gegen Portugal von seinem Nationaltrainer Julen Lopetegui getrennt. Das teilte Verbandschef Luis Rubiales am Mittwoch mit, nachdem tags zuvor der Wechsel Lopeteguis zu Real Madrid nach der Weltmeisterschaft in Russland bekanntgegeben worden war. "Wir stecken in einer komplizierten Situation, die komplizierteste, die man sich vorstellen kann", sagte Rubiales im WM-Quartier des früheren Welt- und Europameisters in Krasnodar.

Als Nachfolger wurde Sportdirektor Fernando Hierro bestimmt, der das Team bei der Weltmeisterschaft übernimmt. Ob er darüber hinaus Trainer bleiben wird, wurde nicht mitgeteilt. Dies gab der Verband via Twitter bekannt. Der 50 Jahre alte Ex-Nationalspieler Hierro hatte bisher nur den Zweitligisten Real Oviedo trainiert.

Der Verbandschef erhob schwere Vorwürfe gegen Real. "Wir hatten überhaupt keine Information über das", sagte Rubiales. "Julen hätte es lieber gehabt, wenn die Dinge anders gehandhabt worden wären." Die Spieler hätten die Entscheidung der sofortigen Trennung "akzeptiert", sagte Rubiales. "Es ist ein harter Schlag, aber wir stehen zusammen, um nach vorne zu schauen."

Lopeteguis Ankündigung hatte im spanischen Verband und WM-Quartier für helle Aufregung gesorgt. Eine vom spanischen Verband angesetzte Pressekonferenz mit ihm war am Mittwoch um eine Stunde verschoben worden. "Kanonenschuss gegen die Selección" titelte sogar die Real nahestehende Madrider Sportzeitung "AS". Der am Dienstag nur zehn Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe informierte neue Verbandspräsident Luis Rubiales habe vor Wut gekocht, hieß es in den Berichten.

Erdogan-Affäre: Effenberg vermisst klare Linie beim DFB

13. Juni: Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg hat dem DFB vorgeworfen, im Falle Mesut Özils und Ilkay Gündogans und deren Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan keine klare Linie zu fahren. "Wenn man auf gewisse Werte setzt, so wie das der DFB immer wieder vermittelt, dann kann die Entscheidung eigentlich nur so ausfallen, dass man die beiden Spieler rauswirft", sagte der 49-Jährige dem Internetportal t-online.de in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Effenberg selbst durfte jahrelang nicht mehr für die Nationalelf spielen, nachdem er Fans bei der WM 1994 den Mittelfinger gezeigt hatte. "Der DFB war damals sehr konsequent und sehr schnell in der Entscheidung. Özil und Gündogan haben jetzt Glück gehabt, dass der DFB in diesem Fall inkonsequent und nicht schnell gehandelt hat", sagte Effenberg.

Auch im Fall Uli Stein hatte sich der Deutsche Fußball-Bund 1986 für einen Rauswurf des Ersatztorwarts entschieden, nachdem dieser Teamchef Franz Beckenbauer als "Suppenkasper" bezeichnet hatte. "Man dreht es sich beim DFB allerdings so, wie man es gerade braucht. Bei mir oder bei Uli Stein haben sie anders reagiert", sagte Effenberg. 

AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel will deutsche Elf nicht anfeuern

12. Juni: Kurz vor dem Start der WM in Russland hat die AfD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Alice Weidel in einem Interview erklärt, sie habe Probleme damit, der deutschen Nationalmannschaft zu applaudieren. "Ich muss ganz ehrlich sagen, so wie die Nationalmannschaft, die ja nur noch 'Die Mannschaft' heißt, aufgestellt ist, habe ich da schon Probleme, insgesamt für die deutsche Mannschaft zu applaudieren. Solange man Gündogan und Özil, die offensichtlich ein Problem mit unserem Staat  haben, da auch zulässt", sagte die Politikerin in der WDR-Sendung "1zu1", die am Mittwochvormittag um 9.20 Uhr ausgestrahlt wird.

Die beiden Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil hatten sich am 13. Mai in London mit dem türkischen Präsidenten Erdogan getroffen, was zu Kritik geführt hatte.

Spaniens Nationalcoach wird nach WM Trainer von Real Madrid

12. Juni: Julen Lopetegui, der spanische Fußball-Nationaltrainer, wird nach der Weltmeisterschaft in Russland Nachfolger des zurückgetretenen Zinédine Zidane Trainer von Champions-League-Sieger Real Madrid. Das teilte der Club  mit.

Fifa-Boss Infantino befürchtet rassistische Pöbeleien bei der WM

12.Juni: Will da etwa jemand schon gegen eventuelle Skandale vorbauen? Der Weltfußballverband Fifa mag rassistische Pöbeleien aus dem Publikum bei der WM in Russland nicht ausschließen. "Sicher gibt es Risiken", sagte Fifa-Chef Infantino der Schweizer Boulevardzeitung "Blick". "Der Kampf gegen den Rassismus ist eine große Herausforderung." In den Stadien seien aber Beobachter, die bei den geringsten Ausfällen Alarm schlagen würden, und Schiedsrichter könnten Spiele unter- oder sogar abbrechen. "Das ist ein Problem, welches man natürlich nicht unterschätzen sollte", sagte Infantino der Zeitung.

Dunkelhäutige Fußballspieler sind in Russland bereits öfter von der Tribüne aus beleidigt worden. Die europäische Fußballunion (Uefa) hat schon mal Geldstrafen gegen den russischen Verband wegen rassistischer Ausfälle russischer Fans verhängt.

Mo Salah Arm in Arm mit Tschetschenien-Diktator Kadyrow

11. Juni: Ob Liverpool-Star Mohamed Salah weiß, mit wem er auf dem Foto posiert? Als die ägyptische Nationalmannschaft am Sonntag ihr WM-Quartier in der autonomen Republik Tschetschenien aufschlägt, bekommt sie hohen Besuch: Der umstrittene Präsident der Teilrepublik, Ramsan Kadyrow, nimmt das Team in Grosny in Empfang und führt die Spieler durch die örtliche Fußballarena. Danach posiert Ägyptens Superstar mit Kadyrow auf einem Foto, Handshake inklusive.

Ramsan Kadyrow gilt als Autokrat in der autonomen Republik Tschetschenien, 2010 rief er inoffiziell die Scharia in Russland aus. Seiner Regierung wird vorgeworfen, Homosexuelle und Oppositionelle verfolgen zu lassen, Erstere bezeichnete er als "Teufel". Auch die gezielte Folter und Ermordung von Andersdenkenden wird ihm vorgeworfen. Die ägyptische Nationalmannschaft bezieht als einziges Land der WM-Endrunde in der Regionalhauptstadt Grosny ihr Lager. Dort residieren sie in einem Luxus-Hotel und werden weite Anreisen für die Gruppenspiele in Kauf nehmen müssen. 

Thomas Delaney: Wer ist der Gegner? Wer ist der Mitspieler?

11. Juni: Als wäre eine WM nicht schon schwer genug, muss sich Thomas Delaney noch mit einem ganz besonderen Zusatz-Handicap herumschlagen. Der Ex-Werderaner, der zur neuen Saison zum BVB wechselt, ist rot-grün-blind - und kann deshalb häufiger kaum unterscheiden, wer Mitspieler und wer Gegenspieler ist. Ganz schlimm war das für den Dänen beim WM-Test gegen Mexiko (2:0). Beide Teams traten in ihrer traditionellen Tracht an. Dummerweise trugen die Dänen in roten Hemden ebenso wie die Mexikaner in grüen Jerseys weiße Hosen. Bedeutete für Delaney: "Es war etwas schwer zu sehen, mit wem ich in einem Team war und gegen wen ich spielte", sagte der 26-Jährige dem Radiosender P3. In einer Sendung zum Thema Farbenblindheit meldete sich der Bundesliga-Profi von sich aus und berichtete von seinen Problemen: Wenn Rotes und Grünes nebeneinander liege, habe er kein Problem, "aber wenn es schnell geht und ich die Leute aus dem Augenwinkel sehe, kann es etwas schwierig werden." Gut für Delaney: Mit den Trikots der dänischen WM-Gruppengegner (Frankreich, Australien, Peru) sollte er keine Probleme haben.

Kahn lehnt Boykott der WM in Russland ab 

11. Juni: Der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn hält es für wichtig, dass sich Fußballer auch politisch zu Wort melden. "Jeder, der unten auf dem Platz steht, hat eine politische Ansicht oder eine Meinung zu bestimmten Ereignissen, die er durchaus äußern sollte", sagte der 48-Jährige der "Mittelbayerischen Zeitung". "Fußball ist immer auch Politik." Kahn arbeitet seit Herbst als Torwart-Berater des Fußball-Verbandes in Saudi-Arabien.

Einen Boykott der Weltmeisterschaft halte er nicht für sinnvoll, so Kahn weiter. Wegen der Syrien-Politik des Gastgebers Russland hatte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zuletzt zu einem Boykott der Eröffnungsfeier aufgerufen. Russland unterstütze die syrische Regierung mit Waffen, Militärhilfe und diplomatischem Schutz, obwohl deren Streitkräfte Zivilisten angriffen.

Julian Draxler modelt für die Vogue

11. Juni: PSG-Star Julian Draxler ist auf dem Cover der russischen Vogue (Juniausgabe) zu sehen. Zusammen mit dem brasilianischen Verteidiger Dani Alves (ebenfalls PSG), dem russischen Shootingstar Fedor Smolov (FK Krasnodar) und dem russischen Model Natalia Vodianova ziert der deutsche Nationalspieler das Modemagazin. Draxler, Alves und Smolov posieren oberkörperfrei und sitzen um das russische Supermodel herum, das in der Mitte des Covers hockt. Julian Draxler äußert sich auf Instagram zu dem Shooting: "Danke Vogue Russia für die Zusammenarbeit für das WM Cover der Juniausgabe". 

Der ehemalige Schalker und Wolfsburger machte kürzlich in einem Interview mit dem Magazin"Bunte" auf sich aufmerksam, in dem er über Eitelkeiten von Fußballern sprach und das entsprechende Klischee bestätigte: "Es gibt ein Klischee, das in jedem Fall zutrifft - und das ist, dass wir sehr, sehr eitel sind. Jeder hat vorm Spiel ein Ritual und ich greife eben meistens noch mal zum Kulturbeutel in meinem Spind und nehme zwei, drei Sprühstöße Parfüm. Das gibt mir ein Glücksgefühl. "

Podolski: "Der Kader ist sehr gut"

10. Juni: Ex-Nationalspieler Lukas Podolski sieht gute Chancen für die deutsche Mannschaft auf eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. "Der Kader ist sehr gut. Er hat Qualität. Die Zusammenstellung passt", sagte der 33-Jährige der "Welt". "Das sind Jungs, mit denen du was gewinnen kannst." 

Für ihn sei allein die Nichtnominierung von Leroy Sané eine Überraschung gewesen, so Podolski weiter. Mit Thomas Müller, Toni Kroos, Sami Khedira, Mesut Özil, Mats Hummels oder Jérôme Boateng seien aber "gestandene Typen" in der Mannschaft, die das DFB-Team zum Titelfavoriten machten. Podolski steht derzeit beim japanischen Verein Vissel Kobe unter Vertrag. Im vergangenen Jahr hatte der Weltmeister von 2014 seine Nationalmannschaftskarriere nach 130 Länderspielen beendet.

Belgierin zur "Miss WM" gekürt

wm 2018 - miss wm gekürt

Eine offizielle Funktion wird Siegerin Zoé Brunet bei der WM 2018 nicht haben.

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10. Juni: Die Studentin Zoé Brunet aus Belgien ist "Miss WM": Die 18-Jährige aus der belgischen Universitätsstadt Namur gewann in der Nacht zum Samstag den Schönheitswettbewerb im Europa-Park in Rust - sechs Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Für ihren Sieg erhielt sie 3500 Euro. Platz zwei ging an Deutschland, das durch die amtierende "Miss Germany" Anahita Rehbein (23) aus Stuttgart vertreten wurde. Auf Platz drei kam Dänemark mit der Studentin Amanda Petri (21) aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Eine offizielle Funktion bei der Fußball-WM wird die Siegerin nicht haben. Zoé Brunet sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich bin stolz auf diesen Titel. Ich hoffe, dass es die belgische Nationalmannschaft nun so wie ich macht und bei der WM den Titel holt." 

DFB-Gegner schwächeln - Favoriten überzeugen nicht

10. Juni: Nicht nur Titelverteidiger Deutschland ist noch nicht in WM-Form. Auch die Gruppen-Gegner Mexiko und Schweden konnten in ihren letzten Testspiele vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland nicht überzeugen und gewinnen - Südkorea steht an diesem Montag die letzte Probe bevor.

In Kopenhagen musste sich Deutschlands Auftaktgegner Mexiko 0:2 (0:0) gegen Dänemark geschlagen geben. Juan Carlos Osorio, Trainer der Mittelamerikaner, zeigte sich dennoch zuversichtlich: "Für das nächste Spiel wissen wir jetzt, wie wir strategisch planen". Dann werde man auch wieder Tore schießen. 

Schweden - Deutschlands zweiter Gegner - kam in seinem letzten Testspiel vor der WM gegen Peru nicht über ein 0:0 hinaus. In Göteborg blieben die Skandinavier am Samstagabend trotz einiger Gelegenheiten zum dritten Mal in Serie ohne eigenes Tor und müssen ohne einen Sieg in der WM-Vorbereitung nach Russland reisen. 

Auch Deutschlands Mitfavoriten auf den Titel sind noch ein Stück von der WM-Form entfernt. Gut eine Woche nach dem überzeugenden 3:1-Sieg gegen Italien mussten sich die Franzosen gegen die nicht für die WM qualifizierten USA mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben. Der frühere Welt- und Europameister Spanien kam im russischen Team-Camp in Krasnodar nur zu einem mühsamen 1:0 (0:0) gegen Tunesien.

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