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WM 2018

Tag 1 kompakt: Russland startet mit Torparty - unter den Augen eines besonderen Gastes im Stadion

WM-Gastgeber Russland hat das Turnier mit einer Gala-Vorstellung eröffnet, musste aber trotzdem eine ganz bittere Pille schlucken. Präsident Wladimir Putin hatte derweil einen seiner ganz engen Freunde eingeladen. So lief der erste WM-Tag.

Russland  - Saudi-Arabien 5:0 (2:0)

Tore:  Yuri Gazinskiy (12. Minute), Denis Cheryshev (43., 90.+1), Artem Dzyuba (71.), Aleksandr Golovin (90.+4.)

Platzverweise: keine

Russland hat die WM im eigenen Land bestmöglich eingeleitet. Gegen schwache Saudi-Araber spielten die Russen zwischenzeitlich groß auf und gewannen am Ende mit 5:0 (2:0). Der Außenrist-Schlenzer des eingewechselten Cheyshev zum 4:0 und das Freistoß-Tor von Golovin zum Endstand hatten sogar Traumtor-Charakter. Vielleicht bringt die russische Elf mit der Torparty zum Start auch die bisher skeptische eigene Bevölkerung hinter sich. Laut ARD war das 5:0 der höchste Sieg bei einem Eröffnungsspiel der WM seit mehr als 50 Jahren. Einziger Trost für die nach allen Regeln der Kunst zerlegten Saudi-Araber: Die Spieler unter ihnen, die gefastet haben, können sich auf das große Fastenbrechen zum Ende des Ramadan freuen. Der endet nämlich mit Sonnenuntergang.

Aufreger des Tages

Trotz der frühen Führung hatten die Russen gleich zu Beginn eine bittere Pille zu schlucken: Hoffnungsträger Alan Dzagoev zog sich nach nur 20 Minuten eine Muskelverletzung zu und musste ausgewechselt werden. Mit Pech ist das Turnier damit für den 27-Jährigen beendet. Doch womöglich kann sein Ersatzmann die Chance nutzen. Denis Cheryshev kam rein und traf doppelt.

Befürchtung des Tages

Die Schiedsrichter einer Fußball-WM sind immer so eine Sache. Nicht alle sind auf dem Top-Niveau, das man aus den europäischen Vereinswettbewerben gewohnt ist. Und auch das von dem Argentinier Nestor Pitana geleitete Eröffnungsspiel schien solche Befürchtungen zunächst zu bestätigen. Bereits in der Anfangsphase übersah sein Linienrichter eine mehr als eklatante Abseitsposition bei einem russischen Angriff - der glücklicherweise nur zu einer Ecke führte. Kurioserweise gab es trotz des ausgebliebenen Abseitspfiffes und der unten gebliebenen Fahne des Assistenten nach kurzer Behandlungspause dann aber statt einer Ecke indirekten Freistoß für die Saudis - warum wurde nicht ganz klar. Womöglich hatte der Video-Assistent im Hintergrund eingegriffen. Und da sind wir auch schon bei dem Hoffnungsschimmer, sollten auch andere Referees im Turnierverlauf daneben liegen: Dieses Mal gibt es ja zum Glück den Videobeweis.

Bild des Tages

Altkanzler Gerhard Schröder ist als enger Freund von Wladimir Putin bekannt. Kein Wunder also, dass Schröder samt seiner neuen Gattin Kim So-yeun zu den Ehrengästen des russischen Präsidenten gehörte.

Gerhard Schröder mit Gattin Kim So-yeon

Altkanzler Gerhard Schröder mit Gattin Kim So-yeon

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